Print Page | Contact Us | Report Abuse | Sign In | Join Today
jzwm_germanabstract_v34n4_2003

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 34(4): 231-238, 2003.

 

Titel: Kokzidioidiomykose bei Przewalski-Pferden (Equus przewalskii)

Autoren: Karen A. Terio, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.V.P., Ilse H. Stalis, D.V.M., Dipl. A.C.V.P., Jack L. Allen, D.V.M., Dipl. A.C.Z.M., Jeffery L. Stott, Ph.D., und Michael B. Worley, D.V.M.

Zoological Society of San Diego, P.O. Box 120551, San Diego, California 92112, USA (Terio, Stalis, Allen, Worley) und dem Department of Pathology, Microbiology and Immunology, University of California School of Veterinary Medicine, Davis, California 95616, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Terio.

Zusammenfassung: Kokzidioidomykose ist eine seltene, oft subklinische Infektion domestizierter Tiere, die durch den Pilz Coccidioides immitis verursacht wird. Weil das Vorkommen von Kokzidioidomykose bei Przewalski-Pferden (Equus przewalskii) bei einem bestimmten Standort hoch erschien, wurden die pathologischen Ergebnisse und das Biomaterial von allen verstorbenen Tieren zwischen 1984 und 2000 untersucht (n=30, 15 männliche und 15 weibliche Tiere). Kokzidioidomykose war die häufigste Todesursache (33%) in dieser Population. Pathologische Veränderungen wurden in der Lunge und Lnn. tracheobronchiales von allen Tieren gefunden. Unterschiedlich befallen wurden Skelettmuskel, Herz, Niere, Leber, Haut, Gehirn, Rückenmark, Milz, sowie andere regionale Lymphknoten. Zum Zeitpunkt des Todes waren befallene Pferde in der Regel jünger als nicht befallene Tiere. Außerdem waren sie von mehreren Herkunftslinien, und öfter Männchen. In diesem Zeitraum beim gleichen Standort wurden keine weiteren exotischen Equiden (n=76) mit Kokzidioidomykose diagnostiziert. Das deutet darauf hin, daß Umweltfaktoren nicht allein für das hohe Vorkommen bei E. przewalskii verantwörtlich sind. Die Zahlen der verschiedenen Lymphozytenantigene (CD3, CD4, CD5, CD8, CD21+), durch Durchflußzytometrie bestimmt, sind bei Przewalski-Pferden und domestizierten Pferden (Equus caballus) ähnlich. Obwohl Ergebnisse der Lymphozytenblastogenesebestimmung bei der Reaktion mit dem T-Zellenmitogen Konkanavalin bei Przewalski-Pferden (n=5) und domestizierten Pferden (=5) ähnlich waren, vermehrten sich Lymphozyten von zwei der Przewalski-Pferden bei der Reaktion mit Coccidioides nicht. Eines von diesen Pferden war systemisch erkrankt und das zweite Pferd bekam Kokzidioidomykose 2 Jahre später. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, daß das Immunsystem von einigen Przewalski-Pferden nicht entsprechend auf Coccidioides reagiert.

Schlüsselwörter: Kokzidioidomykose, Coccidioides immitis, Przewalski-Pferd, Equus przewalskii, Immunfunktion.

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 34(4): 346-351, 2003.

 

Titel: Narkosemittelkombinationen mit Medetomidin, Ketamin und Butorphanol beim Binturong (Arctictis binturong)

Autoren: Anneke Moresco, M.S., D.V.M., und R. Scott Larsen, M.S., D.V.M., Dipl. A.C.Z.M.

Carnivore Preservation Trust, 1940 Hanks Chapel Road, Pittsboro, North Carolina 27312, USA (Moresco)  und 3901 Cobb Street, Garner, North Carolina 27529, USA (Larsen). Aktuelle Adressen (Moresco): Department of Pathology, Microbiology, and Immunology, School of Veterinary Medicine, University of California, One Shields Avenue, Davis, California 95616, USA; (Larsen): Department of Medicine and Epidemiology, School of Veterinary Medicine, University of California, One Shields Avenue, Davis, California 95616, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Moresco.

Zusammenfassung: Die Wirksamkeit, Sicherheit und Zuverlässigkeit von Narkosemittelkombinationen mit Ketamin, Medetomidin und Butorphanol wurden bei 34 ausgewachsenen Binturongs untersucht. Die Tiere wurden einer von zwei Gruppen zufällig zugeordnet. Die HK-Gruppe bekam eine Kombination aus Ketamin (8 mg/kg i.m.), Medetomidin (0,02 mg/kg i.m.) und Butorphanol (0,2 mg/kg i.m.) in einer Injektion, und die LK-Gruppe bekam eine Kombination aus Ketamin (2 mg/kg i.m.), Medetomidin (0,04 mg/kg i.m.) und Butorphanol (0,2 mg/kg i.m.). Herz-Kreislauf-Parameter wurden ca. 45 Minuten lang gemessen, und den Tieren wurde anschließend Atipamezol verabreicht. Obwohl individuelle Reaktionen zu den Narkosemittelkombinationen sehr unterschiedlich waren, benötigten Binturongs in den HK- und LK-Gruppen zusätzliche Narkosemittel (sieben in der HK-Gruppe und sechs in der LK-Gruppe). In der LK-Gruppe kamen höhere Blutdruck- und Herzfrequenzmittelwerte vor. Tiere in beiden Gruppen waren leicht bis mittelgradig hypoxämisch, aber die Sauerstoffanreicherung verbesserte sich bei beiden Gruppen nach Sauerstoffverabreichung. Atemfrequenz-, Körpertemperatur- und endexspiratorische Kohlendioxidwerte waren bei beiden Gruppen ähnlich, aber die mittlere Aufwachzeit war bei der HK-Gruppe länger.

Schlüsselwörter: Arctictis binturong, Narkose, Medetomidin, Ketamin, Schleichkatze, Herzkreislauf.

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 34(4): 352-356, 2003.

 

Titel: Kryptosporidiose bei Wiederkäuern im Zoo Lisboa

Autoren: Esmeralda Delgado, D.V.M., M.Sc., Isabel P. Fonseca, D.V.M., Ph.D., Isabel Fazendeiro, D.V.M., Ph.D., Olga Matos, M.D., Ph.D., Francisco Antunes, M.D., Ph.D., und Margarida B. Cunha, D.V.M.

Departamento de Zootecnia, Universidade de Évora, Évora, Portugal (Delgado) ; Centro de Investigação Interdisciplinar em Sanidade Animal, Faculdade de Medicina Veterinária, Lisboa, Portugal (Fonseca und Fazendeiro) ; Unidade de Protozoários Oportunistas/VIH e Outras Protozooses, Instituto de Higiene e Medicina Tropical, Lisboa, Portugal (Matos und Antunes); Jardim Zoológico e de Aclimatação de Lisboa, Lisboa, Portugal (Cunha). Aktuelle Adresse (Delgado) : Secção de Cirurgia, Faculdade de Medicina Veterinária, Pólo Universitário do Alto da Ajuda, 1300-477 Lisboa, Portugal.  Korrespondenz bitte an Dr. Delgado.

Zusammenfassung: Kotproben von 34 Wiederkäuerarten im Zoo von Lissabon wurden auf Kryptosporidienoozysten untersucht. 388 Proben wurden analysiert. 308 artspezifische Gruppenproben wurden monatlich gesammelt, und von September 1998 bis August 1999 wurden acht individuelle Kotproben von acht Neugeborenen zusätzlich untersucht. Die Proben wurden mit den folgenden vier Methoden untersucht: mikroskopische Untersuchung eines direkten und konzentrierten Ausstriches, Ausstrich mit Ziehl-Nielsen-Färbung, Immunfluoreszenz und immunenzymatische Untersuchung. Die Infektionsprävalenz betrug 3,6%. Fünf Neugeborene mit Durchfall waren infiziert. Kryptosporidienoozysten wurden in den Wintermonaten häufiger ausgeschieden. Die Bedingungen bei einigen Standorten könnten das Überleben der Oozysten ermöglicht und zu der Übertragung zwischen Tieren beigetragen haben.

Schlüsselwörter: Cryptosporidium,Wiederkäuer, Parasiten, Epidemiologie, Zoo Lisboa.

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 34(4): 357-363, 2003.

 

Titel: Radiologische und elektrokardiographische Untersuchung der Herzmorphologie und –funktion bei Geparden (Acinonyx jubatus) in Gefangenschaft

Autoren: Jürgen Schumacher, Dr.med.vet., Dipl. A.C.Z.M., Patty Snyder, D.V.M., M.S., Dipl. A.C.V.I.M., Scott B. Citino, D.V.M., A.C.Z.M., R. Avery Bennett, D.V.M., M.S., Dipl. A.C.V.S. und Laura D. Dvorak, D.V.M.

Department of Small Animal Clinical Sciences, College of Veterinary Medicine, University of Florida, Gainesville, Florida 32610, USA (Bennett, Dvorak, Schumacher, Snyder); und White Oak Conservation Center, 726 Owens Road, Yulee, Florida 32097, USA (Citino). Aktuelle Adressen (Schumacher): Department of Small Animal Clincial Sciences, College of Veterinary Medicine, The University of Tennessee, Knoxville, Tennessee 37996, USA; (Bennett): Department of Clinical Studies, School of Veterniary Medicine, University of Pennsylvania, Philadelphia, Pennsylvania 19104, USA; (Dvorak): Small Animal Clinic, College of Veterinary Medicine, University of Missouri, Columbia, Missouri 65211, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Schumacher.

Zusammenfassung: Acht (4 männliche und  4 weibliche Tiere) gesunde, ausgewachsene, in Gefangenschaft lebende Geparde (Acinonyx jubatus) wurden mit einer Kombination von Tiletamin und Zolazepam (4 mg/kg i.m.) mit einem Distanzimmobilisationssystem narkotisiert, um die normale Herzmorphologie und –funktion zu bestimmen. Standardröntgenaufnahmen in lateraler und ventrodorsaler (VD) Lage wurden ausgeführt, um das Herz und den Thorax mit einem metrischen und vertebralen Meßsystem zu analysieren. Standardelektrokardiogramme mit sechs Brustwandableitungen wurden in rechter Seitenlage unter Isofluraninhalationsnarkose durchgeführt. Mittlere Brustkorbtiefe und –breite betrugen 18,7 ± 1,3 cm und 13,0 ± 0,6 cm. Die mittlere laterale Kurzachse des Herzen (X) betrug 9,1 ± 0,6, die mittlere laterale Längsachse des Herzen (Y) 13,6 ± 0,7 cm und die mittlere laterale Herzsumme (X + Y) 22,6 ± 1,2 cm. In der VD-Projektion betrug die mittlere Kurzachse (V) 10,1 ± 0,7 cm, die mittlere Längsachse (W) 14,9 ±1,2 cm und die Herzsumme (V + W) 24,9 ± 1,8 cm. Die vertebrale Herzgröße war 8,2 ± 0,9. Bei allen Geparden wurde ein Sinusrhythmus beobachtet, und Arrhythmien traten nicht auf. Die mittlere Herzfrequenz betrug 126 ± 15 Schläge pro Minute und die mittlere elektrische Achse 82 ± 5˚. P-Wellen waren in der zweiten Ableitung positiv und hatten eine Dauer von 0,04 ± 0,01 Sekunden und eine Amplitude zwischen 0,1 und 0,3 mV. PR-Intervalle waren 0,11 ± 0,01 Sekunden. Die Amplitude des QRS-Komplexes betrug 1,25 ± 0,24 mV und die Dauer 0,06 ± 0,01 Sekunden. Das ST-Segment war 0,04 Sekunden, und die T-Welle (Amplitude: 0,25 ± 0,05 mV) war bei allen untersuchten Geparden positiv. Obwohl diese kardialen und thorakalen Meßwerte größer waren als bei domestizierten Katzen (Felis catus), waren die Verhältnisse der Herzparameter bei beiden Arten ähnlich. Elektrokardiographische Befunde ähnelten denen von domestizierten Katzen.

Schlüsselwörter: Radiologie, Herz, Kardiologie, Gepard, Acinonyx jubatus.

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 34(4): 364-370, 2003.

 

Titel: Mycobacterium tuberculosis-Infektion bei acht Tierarten der National Zoological Gardens von Südafrika, 1991-2001

Autoren: Anita L. Michel, D.V.M., Leon Venter, B.V.Sc.Hons., Ian W. Espie, B.Sc., M.Med.Vet. (Wildlife), und Morné L. Coetzee, B.Sc.Hons.

Tuberculosis Laboratory, ARC-Onderstepoort Veterinary Institue, Private Bag x 05, Onderstepoort 0110, South Africa (Michel, Coetzee) und National Zoological Gardens, P.O. Box 754, Pretoria 0001, South Africa (Venter, Espie). Korrespondenz bitte an Dr. Michel.

Zusammenfassung: Zwischen 1991 und 2001 wurden 12 Fälle einer Mycobacterium tuberculosis- Infektion bei acht verschiedenen Tierarten der National Zoological Gardens von Südafrika in Pretoria (Tshwane) festgestellt. Die genetische Verwandschaft zwischen sieben der M. tuberculosis-Isolate wurde mit Hilfe der IS6110 Restriction Fragment Length Polymorphism Analysetechnik bestimmt. Bei der Mehrzahl der analysierten Isolate deutete ein hoher Grad von Polymorphismus auf verschiedene Infektionsquellen. Nachweise für die Übertragung von M. tuberculosis zwischen Tieren werden bei zwei Schimpansen (Pan troglodytes) vorgestellt, die zusammen gehalten wurden und von denen Proben mit 29 Monaten Abstand gesammelt und analysiert wurden.

Schlüsselwörter: Mycobacterium tuberculosis, Tuberkulose, Zoo, Anthropozoonose, IS6110 RFLP Typisierung, PCR.

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 34(4): 371-74, 2003.

 

Titel: Hepatische Infektion mit Calodium hepaticum (Nematoda) in einer im Zoo gehaltenen Kolonie Schwarzschwanz-Präriehunde (Cynomys ludovicianus)

Autoren: Jennifer A. Landolfi, D.V.M., Baktiar O. Karim, B.V.M.S., Sarah L. Poynton, Ph.D., und Joseph L. Mankowski, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.V.P.

Department of Comparative Medicine, Johns Hopkins University School of Medicine, 3-127 Jefferson Building, 600 North Wolfe Street, Baltimore, Maryland 21287, USA.  Korrespondenz bitte an Dr. Mankowski.

Zusammenfassung: Calodium hepaticum (Syn. Capillaria hepatica), ein Nematode, der häufig in der Leber wildlebender Nager vorgefunden wird, kann eine Vielzahl von Säugetieren, darunter auch Menschen, infizieren. Eine retrospektive Untersuchung der Schwarzschwanz-Präriehunde (Cynomys ludovicianus) vom Baltimore Zoo hat ergeben, daß 5 von 21 (24%) der Präriehunde, die zur pathologischen Untersuchung zwischen 1981 und 2001 abgegeben wurden, hepatische Capillaria Infektion aufwiesen. Alle Infektionen wurden 1997 oder später diagnostiziert. Die befallenen Lebern hatten multifokale Granulome mit zahlreichen Eiern und gelegentlich adulte Nematoden. Asymptomatische wildlebende Ratten im Zoo, die ein hohes Vorkommen des Parasiten zeigten, könnten als Reservoir für die Infektion dienen. Bekämpfungsmaßnahmen gegen wildlebende Nager sind unabdingbar, um das Risiko der Übertragung von C. hepaticum auf empfängliche Zootiere sowie auf Menschen gering zu halten.

Schlüsselwörter: Calodium hepaticum, Capillaria hepatica, Schwarzschwanz-Präriehunde (Cynomys ludovicianus), Zoonose.

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 34(4): 375-79, 2003.

 

Titel: Studie über potentielle Erreger beim Pfau (Pavo cristatus) in drei zoologischen Gärten in Michigan

Autoren: Simon Hollamby, B.V.Sc., M.S., James G. Sikarskie, D.V.M., M.S., Dipl. A.C.Z.M., und John Stuht, M.P.H., Ph.D.

Department of Small Animal Clinical Sciences, Veterinary Medical Center, Michigan State University, East Lansing, Michigan 48824-1314, USA. Aktuelle Adresse (Hollamby): 15 Logan Street, Loftus, New South Wales 2232, Australia.  Korrespondenz bitte an Dr. Hollamby.

Zusammenfassung: Blutproben von 31 freilaufenden Pfauen in drei zoologischen Gärten in Michigan wurden serologisch untersucht. Antiköpertiter gegen das Adenovirus des Geflügels und Bordetella avium wurden bei 19,3% bzw. 61,3% der Proben festgestellt. Nach der Serumagglutinationsprobe waren 3,2% der Proben für Mycoplasma meleagridis positiv, und 38,7% für Mycoplasma synoviae. Alle Vögel testeten seronegativ für die folgenden Krankheiten: Vogelgrippe, Newcastle Disease, Westnilvirus, Mycoplasma gallisepticum, Salmonella pullorum, S. typhimurium und Giardia sp. Parasiten wurden bei der Untersuchung von Blutausstrichen nicht gefunden. Anaerobe, aerobe und mikroaerophile Bakterienkulturen wurden von Kloakenabstrichen durchgeführt. Die häufigsten Bakterien, die bei den Kulturen isoliert wurden, waren Clostridium perfirngens Typ A mit 64,5% und Escherichia coli mit 29%. Salmonella sp. und Campylobacter sp. wurden nicht isoliert. Bei den Kotuntersuchungen wurde eine mäßige Zahl Ova von Askariden und Capillaria sp., sowie Kokzidienoozysten gefunden. Weibliche Federlinge (Goniodes gigas) kamen bei drei Vögeln vor.

Schlüsselwörter: Pfau, Pavo cristatus, Bordetella avium, Mycoplasma, sp., Adenovirus, Zoo.

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 34(4): 380-84, 2003.

 

Titel: Chylöser Aszites bei einem Geparden (Acinonyx jubatus) mit venookklusiver Lebererkrankung

Autoren: Scott P. Terrell, D.V.M., Dipl. A.C.V.P., Deidre K. Fontenot, D.V.M., Michele A. Miller, D.V.M., Ph.D., und Martha A. Weber, D.V.M.

Department of Pathobiology, University of Florida College of Veterinary Medicine, Gainesville, Florida 32610, USA (Terrell) und Disney’s Animal Kingdom, 1200 N Savannah Circle, Bay Lake, Florida 32830, USA (Terrell, Fontenot, Miller, Weber).  Korrespondenz bitte an Dr. Terrell.

Zusammenfassung: Eine 11-jährige Gepardin wurde klinisch mit Leber- und Nierenversagen diagnostiziert und nach einem längeren Krankheitsverlauf eingeschläfert. Bei der pathologischen Untersuchung befand sich eine milchig weiße Flüssigkeit in der Bauchhöhle und hochgradig erweiterte Lymphgefäße im Mesenterium des Darms. Die Flüssigkeit war ein chylöser Erguß aufgrund des zytologischen Vorherrschens von Lymphozyten und Makrophagen, sowie aufgrund der Verhältnisse von Cholesterin- und Triglyzeridwerte in der Flüssigkeit und im Serum. Pathologisch-anatomische und
-histologische Befunde deuteten auf venookklusive Lebererkrankung hin. Chyloaszites ist bei Menschen mit chronischer Lebererkrankung nicht häufig und wird bei Tieren ebenfalls selten diagnostiziert.

Schlüsselwörter: Gepard, Acinonyx jubatus, Chyloaszites, venookklusive Lebererkrankung, Leber.

 

 

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 34(4): 385-93, 2003.

 

Titel: Epizootische chronische mit Chlamydophilose assozierte Regurgitation bei neu importierten grünen Hundskopfboas (Corallus caninus)

Autoren: Brad Lock, D.V.M., Dipl. A.C.Z.M., Darryl Heard, B.V.M.S., Ph.D., Dipl. A.C.Z.M., Carol Detrisac, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.V.P., und Elliott Jacobson, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.Z.M.

Departments of Small Animal Clinical Sciences (Lock, Heard, Jacobson) und Pathobiology (Detrisac), College of Veterinary Medicine, University of Florida, Gainesville, Florida 32610, USA. Aktuelle Adresse (Lock): College of Veterinary Medicine, Kansas State University, 106A Mosier Hall, Manhattan, Kansas 66506, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Lock

Zusammenfassung: 105 wildgefangene grüne Hundskopfboas (Corallus caninus) wurden über einen Zeitraum von vier Monaten zu einer bestehenden Sammlung von 15 Artgenossen in Zentralflorida hinzugefügt. Bei 81 (67%) der Tiere wurde mehrmalige Regurgitation in den ersten 23 Monaten nach der Zusammenführung beobachtet, und 61 (75%) dieser Tiere starben. Die Schlangen erbrachen 3-4 Tage nach der Fütterung. Die Prävalenz der Regurgitation in dieser Schlangengruppe betrug 25% pro Monat (Schwankungsbereich 0-42%) und die Häufigkeit 3,52/Monat (Schwankungsbereich 0-13/Monat). Die kumulative Mortalität für die Boas, bei denen wiederholte Regurgitation in den ersten 23 Monaten auftrat (61 von 120), betrug 51%. Anämie, Leukozytose mit Lymphozytose, Monozytose und Azurophilie konnten im Blutbild festgestellt werden. Bei der histologischen Untersuchung des Magen-Darm-Traktes wurde multifokale bis diffuse lymphoplasmazytische Infiltration mit Granulombildung festgestellt, sowie positive immunohistochemische Färbung für Chlamydienantigen. Bei der elektronmikroskiopischen Untersuchung der Granulome wurden Organismen gefunden, die Chlamydophila sp. entsprachen.

Schlüsselwörter: Grüne Hundskopfboa (Corallus caninus), Regurgitation, Chlamydophila, Chlamydophilose, Epidemiologie.

 

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 34(4): 394-99, 2003.

 

Titel:  Negativdruck-Lungenödem mit adulten Atemnotsyndrom (ARDS) beim Orang-Utan (Pongo pygmaeus abelii)

Autoren: David E. Kenny, V.M.D., Felicia Knightly, D.V.M., Bradley Haas, M.D., Lawrence Hergott, M.D., Ilana Kutinsky, M.D., und Jimmie L. Eller, M.D.

Denver Zoological Foundation, City Park, Denver, Colorado 80205-4899, USA (Kenny, Knightly, Eller) ; Colorado Anesthesia Consultants, P.C., 455 Sherman, Suite 510, Denver, Colorado 80203, USA (Haas)  und University of Colorado Health Sciences Center, 4200 East Ninth Avenue, Denver, Colorado 80262, USA (Hergott, Kutinsky). Korrespondenz bitte an Dr. Kenny.

Zusammenfassung: Ein 22-jähriger, 86 kg, stark übergewichtiger, weiblicher Orang-Utan (Pongo pygmaeus abelii) wurde narkotisiert und zur Zooklinik des Denver Zoological Garden für eine Routineuntersuchung transportiert. Bei der Ankunft wurden Zyanose und anscheinend nicht ausreichende Ventilation bemerkt. Klinisch signifikante Hypoxie trat trotz Beatmungshilfe mit der Gesichtsmaske auf, und es wurde versucht, das Tier zu intubieren. Als das Laryngoskop in den Rachenraum eingeführt wurde, trat eine große Menge rosa gefärbte, schäumige Flüssigkeit aus der Trachea hervor. Hochgradiges Lungenödem wurde vermutet, das durch Negativdruck verursacht wurde und zur lebensbedrohlichen Hypoxie führte. Der Orang-Utan wurde mit einem mechanischen Ventilator mit dem neuromuskulären Hemmstoff Cisatracuriumbesylat für 48 Stunden am Leben gehalten und mit Isofluran und Midazolam nach Bedarf sediert. Positiver endexspiratorischer Druck wurde verwendet, um die Atemfunktion zu verbessern. Das Lungenödem und die Hypoxie verbesserten sich, aber 30 Minuten, nachdem der Orang-Utan extubiert und vom Ventilator getrennt wurde, trat Atemstillstand ein. Bei der pathologischen Untersuchung wurde eine erhebliche Lungenverletzung festgestellt, die zum adulten Atemnotsyndrom (ARDS) geführt hatte.

Schlüsselwörter: Orang-Utan, Pongo pygmaeus abelii, Negativdruck-Lungenödem, Hypoxie, ARDS.

 

 

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 34(4): 400-407, 2003.

 

Titel:  Atypische Mykobacteriose in einer Anglerfischsammlung (Antennarius striatus)

Autoren: Roy P.E. Yanong, V.M.D., Eric W. Curtis, B.S., Scott P. Terrell, D.V.M., Dipl. A.C.V.P., und Gail Case

Tropical Aquaculture Laboratory, Department of Fisheries and Aquatic Sciences, Institute of Food and Agricultural Sciences, University of Florida, 1408 24th Street South East, Ruskin, Florida 33570, USA (Yanong, Curtis), Department of Pathobiology, College of Veterinary Medicine, University of Florida, Gainesville, Florida 32610, USA (Terrell) und Aquarium, Mote Marine Laboratory, 1600 Ken Thompson Parkway, Sarasota, Florida 34236, USA (Case). Aktuelle Adresse (Curtis): John G. Shedd Aquarium, 1200 South Lake Shore Drive, Chicago, Illinois 60605, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Yanong.

Zusammenfassung: Eine schwere systemische Mykobakteriose ohne typische Granulombildung wurde bei einer Gruppe von sechs ausgewachsenen, in Gefangenschaft lebenden, Gestreiften Anglerfischen (Antennarius striatus) diagnostiziert. Sie trat ca. 5 Monate nach dem Kauf der Fische von Mote Marine Laboratory Aquarium in Brasilien auf. Über eine Zeitspanne von 9 Monaten zeigten sie ab dem ersten Monat eine Vielzahl von Symptomen, u.a. Ablaichstörungen, Augentrübungen, Störungen der Auftriebssteuerung, Aszites mit erweitertem Zölom, Hautprobleme und Anorexie. Zwei Fische starben, und vier wurden eingeschläfert. Bei der Sektion befanden sich erhobene Hautknötchen, blaßrosa Kiemen und blaßgelbe oder hellbraune Fettleber. Bei einem Weibchen wurde eine systemische Pilzinfektion histopathologisch festgestellt, und die anderen Fische hatten hochgradige systemische histiozytäre Entzündungen und Nekrose. Obwohl eine große Anzahl von säurefesten Stäbchen bei jedem Fisch identifiziert werden konnte, konnten bei keinem Tier Bakterien bei aerober Kultur der Haut, Niere, Milz, Leber oder des Gehirns gefunden werden. Mycobacterium marinum wurde bei einer Leberkultur beim letzten Fisch festgestellt, der eingeschläfert wurde, nachdem er moribund war und sich nach symptomatischer Behandlung nicht besserte.

Schlüsselwörter: Gestreifter Anglerfisch, Antennarius striatus, Mykobakterien, atypisch, Aquarium.

 

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 34(4): 408-10, 2003.

 

Titel:  Serienimmobilisierungen eines brasilianischen Tapirs (Tapirus terrestris) mit oralem Detomidin und oralem Carfentanil

Autoren: Christal G. Pollock, D.V.M., Dipl. A.B.V.P. (Avian), und Edward C. Ramsay,  D.V.M., Dipl. A.C.Z.M.

Department of Comparative Medicine, College of Veterinary Medicine, The University of Tennessee, Knoxville, Tennessee 37091-1071, USA. Aktuelle Adresse (Pollock): Department of Clinical Sciences, Kansas State University, 1800 Denison Avenue, Manhattan, Kansas 66506-5606, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Pollock.

Zusammenfassung: Verabreichung von Detomidin (0,17 ± 0,03 mg/kg, p.o.), gefolgt von Carfentanil (7,88 ± 1,85 μg/kg, p.o.) 20 Minuten später hat einen ausgewachsenen brasilianischen Tapir acht Mal für kurze medizinische Vorgänge zuverlässig sediert. Detomidin verursachte einen abhängenden Kopf, Sägebockstellung, Ataxie oder Kopfpressen (oder beides). Sternale oder laterale Seitenlage wurde innerhalb von 10,75 ± 7,6 Minuten vom Zeitpunkt der Carfentanilverabreichung erreicht. Erholung nach i.v. und s.c. Yohimbin- und Naltrexongabe war unauffällig und schnell; der Tapir stand innerhalb von 2-5 Minuten auf.

Schlüsselwörter: Tapir, Tapirus terrestris, transmukosal, Narkose, Detomidin, Carfentanil.

 

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 34(4): 411-13, 2003.

 

Titel:  Acetylcholinesterase-Konzentrationen in heparinisiertem Blut von Blaukronenamazonen (Amazona ventralis)

Autoren: Thomas N. Tully, Jr., D.V.M., M.S., Anna Osofsky, D.V.M., Peter L.H. Jowett, Ph.D., und Giselle Hosgood, B.V.Sc., M.S., Ph.D.

Department of Clinical Sciences, Louisiana State University School of Veterinary Medicine, Skip Bertman Drive, Baton Rouge, Louisiana 70803, USA (Tully, Hosgood), the Louisiana Veterinary Medical Diagnostic Laboratory, Skip Bertman Drive, Baton Rouge, Louisiana 70803, USA, (Jowett) und Department of Medicine and Epidemiology, University of California School of Veterinary Medicine, Davis, California 95616, USA (Osofsky), USA. Korrespondenz bitte an Dr. Tully.

Zusammenfassung: Organophosphat- und Karbamatpestizide hemmen Acetylcholinesterase (AChE) an Nervensynapsen. Die AChE-Konzentration im Blut von 22 Blaukronenamazonen (Amazona ventralis) wurde mit zwei verschiedene Methoden gemessen. Mit der modifizierten Michel-Methode war die Vollblut-Cholinesterase-Aktivität 0,082-0,616 ΔpH/h mit einem Mittelwert von 0,35 ΔpH/h. Ein Referenzbereich für Cholinesterase (0,08-0,62 ΔpH/h) wurde für diese Vogelart festgelegt. Die modifizierte spektrophotometrische Methode nach Ellman wurde verwendet um die AChE-Aktivität durch Zugabe von Acetylthiocholin oder die Pseudocholinesterase- (Plasma-Cholinesterase) Aktivität durch Zugabe von Butyrylthiocholin zu messen. Der Referenzbereich der AChE-Aktivität bei der modifizierten spektrophotometrischen Methode nach Ellman betrug 0-1,12 μmol/ml/min mit einem Mittelwert von 0,48 μmol/ml/min. Für die Pseudocholinesterase betrug der Referenzbereich 0,09-0,98 μmol/ml/min mit einem Mittelwert von 0,53 μmol/ml/min.

Schlüsselwörter: Cholinesterase, Blaukronenamazonen, Amazona ventralis, Organophosphate, Paralyse.

 

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 34(4): 414-15, 2003.

 

Titel:  Tuberkulose-Studie von freilebenden Sumpfhirschen (Blastocerus dichotomus) in Brasilien

Autoren: Janaina O. Luna, D.V.M., Manoel A.A. Santos, M.Sc., Ph.D., Edison L. Durigon, M.Sc., Ph.D., João P. Araújo, Jr., M.Sc., Ph.D., und José M. B. Duarte, D.V.M., Ph.D.

Laboratório de Biologia Molecular Aplicada e Sorologia, Departamento de Medicina Veterinária Preventiva, Faculdade de Medicina Veterinária e Zootecnia, Universidade de São Paulo, Av. Orlando Marques de Paiva, 87, São Paulo City, São Paulo 05508-000, Brazil (Luna), Instituto de Ciências Biomédicas, Universidade de São Paulo, Caixa Postal 66.028, São Paulo City, São Paulo 05389-970, Brazil (Santos, Durigon), Departamento de Microbiologia e Imunologia, Instituto de Biociências, Universidade Estadual Paulista, Caixa Postal 510, Botucatu, São Paulo 18618-000, Brazil (Araújo) und Departamento de Zootecnia, Faculdade de Ciências Agrárias e Veterinárias, Universidade Estadual Paulista, Via de Acesso Prof. Paulo Donato Castellane s/n, Jaborticabal, São Paulo 14870-000, Brazil (Duarte).  Korrespondenz bitte an Dr. Luna.

Zusammenfassung: Ösophagus-Pharynxflüssigkeit von 53 freilebenden Sumpfhirschen, die für ein Forschungsprogramm in Mato Grossodo Sul, Brasilien eingefangen wurden, wurde auf Tuberkulose untersucht. Gesamt-DNS wurde extrahiert, durch PCR mit spezifischen Primers für Mycobacterium tuberculosis-Komplex (M. tuberculosis, M. bovis, M. microti, und M. africanum) amplifiziert, und das Verhalten bei der Geleletrophorese, mit Ethidiumbromid gefärbt, beobachtet. Alle Proben waren negativ. Dieses Ergebnis kombiniert mit patho-anatomischen und –histologischen Befunden deutet darauf hin, daß diese Tiere nicht Mykobakterien ausscheiden und wahrscheinlich nicht an einem aktiven Krankheitsprozeß leiden.

Schlüsselwörter: Tuberkulose, Sumpfhirsch, Blastocerus dichotomus, Mycobacterium bovis, PCR.

Location

581705 White Oak Road
Yulee, FL 32097 USA

Contact Us

Local: (904) 225-3275
Fax: (904) 225-3289
Email:Admin@AAZV.org