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jzwm_germanabstract_v35n3_2004

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 35(3): 271-279, 2004.

Titel: Die Wirkungen des Immunkontrazeptivs Porcine Zona pelucida bei Katzenarten in zoologischen Gärten

Autoren: Lisa A. Harrenstien, D.V.M., Linda Munson, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.V.P., Lisa M. Chassy, D.V.M., M.S., Irwin K. M. Liu, D.V.M., Ph.D., Jay F. Kirkpatrick, Ph.D.

Department of Pathobiology, College of Veterinary Medicine, University of Tennessee, P.O. Box 1071, Knoxville, Tennessee 37901, USA (Harrenstien, Munson, Chassy); Science and Conservation Center, ZooMontana, 2100 South Shiloh Road, Billings, Montana 59106, USA (Kirkpatrick); Department of Population Health and Reproduction, School of Veterinary Medicine, University of California, 1 Shields Avenue, Davis, California 95616, USA (Liu). Aktuelle Adressen (Harrenstien): Oregon Zoo, 4001 SW Canyon Road, Portland, Oregon 97221, USA; (Munson): Department of Pathology, Microbiology and Immunology, School of Veterinary Medicine, University of California, 1 Shields Avenue, Davis, California 95616, USA; (Chassy): Emory Animal Hospital, 2311 West Emory Road, Powell, Tennessee 37849, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Harrenstien.

Zusammenfassung: Empfängnisverhütung ist für die Haltung von Katzenartigen in zoologischen Gärten notwendig, aber das am häufigsten verwendete Mittel (Implantate mit Melengestrolacetat) ist mit erheblichen Nebenwirkungen bei langfristigem Einsatz assoziiert. Porcine Zona pellucida Vakzine (pZP) ist als Verhütungsmittel vielversprechend, aber ihre Sicherheit bei Katzenartigen in zoologischen Gärten ist noch nicht untersucht worden. Die pZP-Vakzine wurde in 15 zoologischen Gärten 27 weiblichen Tieren aus 10 Katzenarten verabreicht, darunter Afrikanischen Löwen (Panthera leo), Asiatischen Leoparden (P. pardus), Jaguaren (P. onca), Tigern (P. tigris), Schneeleoparden (P. uncia), Pumas (Felis concolor), Eurasischen Luchsen (F. lynx), Kanadischen Luchsen (F. canadensis), Servalen (F. serval) und Rotluchsen (F. rufus). Jedes Tier bekam drei intramuskulöse Injektionen innerhalb von 6 Wochen mit 65 mg pZP mit Freundschem komplettem Adjuvans (FCA), Freundschem inkomplettem Adjuvans oder Carbopol als das Adjuvans. Östrusverhalten konnte bei 14 der geimpften Katzen beobachtet werden. Ein untragbar hohes Vorkommen von Nebenwirkungen, nämlich Schwellung der Injektionsstelle, Lahmheiten, Schwellungen oder Abszesse (oder beides) an den Gliedmaßen, wurde bei fünf Katzen nach der Injektion mit FCA als Adjuvans beobachtet. Verhaltungsstörungen, nämlich erhöhte Reizbarkeit und Aggression, konnten bei vier Katzen festgestellt werden. Messung der Antikörper gegen pZP in den 12 Monaten nach der Impfung wurde bei sechs der Katzen durchgeführt; Antikörperproduktion konnte bei allen Tieren festgestellt werden. Antikörpertiter waren 1-4 Monate nach der Injektion am höchsten, obwohl erhöhte Antikörpertiter bei zwei Tieren >12 Monate nach der ersten Injektion erhalten blieben. Alle geimpften Katzen wurden 3-13 Monate nach der Impfung via Ovariohysterektomie kastriert. Follikulogenese war bei allen behandelten Tieren vorhanden, und histopathologische Zeichen von entzündlichen Veränderungen der Ovarien wurden nicht gefunden. Wirksamkeit des Verhütungsmittels wurde in dieser Studie nicht explizit untersucht, aber zwei der drei Katzen, die mit einem fertilen Männchen während der Studie gehalten wurden, sind trächtig geworden, und eine der Katzen hat gesunde Nachkommen zur Welt gebracht.

Schlüsselwörter: Panthera sp., Felis sp., Empfängnisverhütung, Freundsches Adjuvans, Immunkontrazeptiv, Zona pellucida.

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 35(3): 280-291, 2004.

Titel: Inselfibrose des Pankreas bei Klippschliefern (Procavia capensis), Teil 2: Pathologie, Immunohistochemie und Elektronenmikroskopie

Autoren: Michael M. Garner D.V.M., Dipl. A.C.V.P., Kathryn C. Gamble D.V.M., M.S., Dipl. A.C.Z.M., James T. Raymond, D.V.M., M.S., Dipl. A.C.V.P., Thomas P. Alvarado D.V.M., M.S., John W. Wojcieszyn, Ph.D., Robert W. Nordhausen, M.A.

Northwest ZooPath, 654 W. Main, Monroe, WA 98272, USA (Garner, Raymond); Dallas Zoo and Aquarium at Fair Park, 650 S. R. L. Thornton Freeway, Dallas, Texas 75203, USA (Gamble, Alvarado);  IHC Services, 1344 Highway 71 West, Smithville, Texas 78957, USA (Wojcieszyn); California Animal Health and Food Safety Laboratory, School of Veterinary Medicine, University of California, Davis, California 95616, USA (Nordhausen). Korrespondenz bitte an Dr. Garner.

Zusammenfassung: Inselfibrose des Pankreas mit unterschiedlich schwerwiegender Inselzellhyperplasie oder Inselverlust wurde histologisch bei 19 Klippschliefern (Procavia capensis) von sieben zoologischen Gärten festgestellt. Einige, aber nicht alle, Schliefer waren gleicher Abstammung. Diese Veränderung ging mit scheinbarer Hyperglycämie in sieben und mit Diabetes mellitus in zwei Tieren einher. Immunohistochemie zeigte Hyperplasie der beta-, alpha- und delta-Zellen proportional zum Grad der Fibrose. Elektronenmikroskopie zeigte Kollagenablagerung und Fibroplasie innerhalb der und um die Inseln. Amyloid konnte durch Spezialfärbungen und Elektronenmikroskopie nicht festgestellt werden. Beta-zellenverlust wurde ebenfalls nicht festgestellt. Diese Krankheit ähnelt in einigen morphologischen Eigenschaften der Inselfibrose bei menschlichen Säuglingen, deren Mütter an Diabetes erkrankt sind.

 

Schlüsselwörter: Klippschliefer, Procavia capensis, Pankreas, Diabetes mellitus, Immunohistochemie, Elektronenmikroskopie.

 

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 35(3): 292-302, 2004.

Titel: Retrospektive Untersuchung des Nierenversagens beim Schwarzen Brüllaffen (Alouatta caraya) in menschlicher Obhut

Autoren: Deidre K. Fontenot, D.V.M., Christopher R. Gregory, D.V.M., Ph.D., Nadine Lamberski, D.V.M., Dipl. A.C.Z.M.

Riverbanks Zoological Park and Botanical Gardens, Columbia, South Carolina 29210, USA (Fontenot, Lamberski); and the Department of Small Animal Medicine, University of Georgia College of Veterinary Medicine, Athens, Georgia, 30602, USA (Gregory). Present addresses (Fontenot): Disney's Animal Kingdom, P.O. Box 10000, Lake Buena Vista, Florida 32830-1000, USA; (Lamberski): San Diego Wild Animal Park, 15500 San Pasqual Valley Road, Escondido, California 92027, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Fontenot.

Zusammenfassung: Bei der retrospektiven Durchsicht von archivierten medizinischen Akten von ausgewachsenen Schwarzen Brüllaffen (Alouatta caraya) aus einem zoologischen Garten wurde festgestellt, daß bei 6 von 15 (40%) Tieren vor oder nach dem Tod eine Nierenerkrankung diagnostiziert wurde. In diesen sechs Fällen waren signifikant abweichende Blutwerte beim ersten Auftreten der Urämie, zum Zeitpunkt der ersten klinischen Symptome und bei der Einschläferung festzustellen. Der durchschnittliche Beginn der Urämie war mit 14,8 +/- 2,9 Jahren, und klinische Symptome wurden mit 17 +/- 4,7 Jahren beobachtet. In vier der Fälle (66,6%) wurde die Urämie früher als die ersten klinischen Symptome des Nierenversagens beobachtet. Die durchschnittliche Krankheitsdauer betrug 2,83 +/- 1,6 Jahre, und die Tiere wurden durchschnittlich im Alter von 18 +/- 4,7 Jahren eingeschläfert. Chronische tubulointerstitiale Nephritis mit sekundärer Glomerulosklerose war in allen Fällen vorhanden. 13 von 20 weitere zoologische Gärten in den U.S.A., die Alouatta caraya halten, beantworteten eine Umfrage über das Vorkommen vom Nierenversagen. Diese zoologischen Gärten zeigten eine niedrigere Prävalenz (15,1%) für Nierenversagen bei ihren vollständigen, archivierten medizinischen Akten, eine höhere Prävalenz für Glomerulonephritis und ähnliche signifikant abweichende Blutwerte.

Schlüsselwörter: Nierenversagen, Primate, Schwarzer Brüllaffe, Alouatta caraya, interstitiale Nephritis, Glomerulosklerose.

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 35(3): 203-311, 2004.

Titel: Die Verwendung von Isofluran und einem Narkosesystem zur Inhalationsnarkose in situ bei Wildtieren

Autoren: John C. M. Lewis, Vet.M.B., Ph.D.

International Zoo Veterinary Group, Keighley Business Centre, South Street, Keighley, West Yorkshire BD21 1AG, United Kingdom. Korrespondenz bitte an Dr. Lewis.

Zusammenfassung: Konventionelle Inhalationsnarkose von Wildtierarten in ihren natürlichen Lebensräumen ist mit erheblichen praktischen Problemen verbunden. Schwere Sauerstoffflaschen medizinischer Qualität kann man für Feldsituationen selten verwenden. Das Narkosesystem wurde modifiziert, so daß Isofluran mit Umgebungsluft als Träger geliefert wird. Das Inhalationssystem wurde für verschiedene Tierarten und Narkosesituationen adaptiert. Vorergebnisse eines empirischen Versuchs bei niedrigen Höhen über dem Meeresspiegel und mit einer Auswahl von Kleinsäugetieren und Vogelarten zeigten, daß eine solche Methode zur Einleitung und Erhaltung der Narkose bei klinisch gesunden Patienten und relativ kleinen diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen sich eignet. Die Methode wurde auch zur Vertiefung und Verlängerung der Narkose bei vielen größeren Tierarten nach der Einleitung mit Injektionsnarkotika verwendet, darunter Menschenaffen und Großkatzen. Diese Methode, zusammen mit einer guten Narkoseüberwachung mit Pulsoximetrie zur Feststellung von Hypoxie, bietet ein billiges, robustes und tragbares Inhalationsnarkosesystem für Wildtiere im Feld, wobei man nicht von komprimierten Gasen abhängig ist.

Schlüsselwörter: Isofluran, Luft, Feldnarkose, Inhalationsnarkose, Primate, Fleischfresser.

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 35(3): 312-319, 2004.

Titel: Injektionsnarkose mit Carfentanil-Xylazin oder Etorphin-Xylazin bei der Rehantilope (Pelea capreolus)

Autoren: Lauren L. Howard, D.V.M., Karen S. Kearns, D.V.M., Dipl. A.C.Z.M., Tracy L. Clippinger, D.V.M., Dipl. A.C.Z.M., R. Scott Larsen, D.V.M., M.S., Dipl. A.C.Z.M., Patrick J. Morris, D.V.M., Dipl. A.C.Z.M.

Zoological Society of San Diego, San Diego Zoo, P.O. Box 120551, San Diego, California 92112, USA (Howard, Kearns, Clippinger, Morris); Department of Medicine and Epidemiology, School of Veterinary Medicine, University of California, Davis, California 95616, USA (Larsen). Korrespondenz bitte an Dr. Howard.

Zusammenfassung: Zwölf ausgewachsene Rehantilopen (Pelea capreolus) wurden mit einer Kombination von 0,4 mg/kg Xylazin und entweder 0,01 mg/kg Carfentanil (n = 6) oder 0,01 mg/kg Etorphin (n = 6) intramuskulär mit einem Tele-Injektionssystem narkotisiert. Einleitungs- und Erholungszeit, Herzfrequenz, Atemfrequenz, Rektaltemperatur, Sauerstoffsättigung, Endexspiratorisches CO2 (ETCO2), Narkosetiefe, indirekter Blutdruck und arterielle Blutgase wurden gemessen. Die Tiere wurden nicht intubiert, aber Sauerstoff wurde durch die Nase verabreicht. Vierzig Minuten nach der Einleitung  wurde die Narkose mit Naltrexon und Yohimbin antagonisiert. Die mittlere Anfangsherzfrequenz war in der Carfentanil-Gruppe signifikant höher als in der Etorphin-Gruppe. Die mittlere Sauerstoffsättigung deutete auf Hypoxie in der Carfentanil- sowie in der Etorphin-Gruppe. Arterielle pH erhöhte und Kohlendioxid-Partialdruck erniedrigte sich in beiden Gruppen mit ähnlichen Werten in den ersten 15 Minuten der Narkose. Diese Ergebnisse stimmen mit respiratorischer Azidose und nicht ausreichender Ventilation  überein. Gemessene Werte der Atemfrequenz, Temperatur, Sauerstoffsättigung, ETCO2 und des Blutdrucks waren in beiden Gupppen zu allen Zeitpunkten ähnlich. Während der ersten 5 Minuten der Narkose reagierten die Rehantilopen in der Carfentanil-Gruppe eher auf Reize als die in der Etorphin-Gruppe. Nach Verabreichung der Antagonisten war der Zeitpunkt des ersten Zeichens des Aufwachens signifikant kürzer als in der Etorphin-Gruppe. Obwohl die kardiopulmonalen Werte für beide Gruppen ähnlich waren, war die Tiefe der Narkose bei den Tieren in der Carfentanil-Gruppe vergleichsweise geringer, und einige Tiere erforderten zusätzliche Narkosemittel oder mußten festgehalten werden, damit die Untersuchung zu Ende geführt werden konnte. 0,01 mg/kg Etorphin und 0,4 mg/kg Xylazin wird für die Narkose bei ausgewachsenen Rehantilopen in menschlicher Obhut empfohlen, da die Narkosequalität besser und die Aufwachzeiten kürzer sind.

Schlüsselwörter: Rehantilope, Pelea capreolus, Carfentanil, Xylazin, Narkose, Yohimbin, Naltrexon.

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 35(3): 320-327, 2004.

Titel: Narkose mit Xylazin-Midazolam-Ketamin oder Medetomidin-Midazolam-Ketamin bei Sibirischen Tigern (Panthera tigris altaica) in menschlicher Obhut

Autoren: Thomas G. Curro, D.V.M., M.S., Danelle Okeson, D.V.M., Dawn Zimmerman, D.V.M., Douglas L. Armstrong, D.V.M., Lee G. Simmons, D.V.M.

Henry Doorly Zoo, 3701 S 10th Street, Omaha, Nebraska 68107, USA (Curro, Armstrong, Simmons); United States Department of Agriculture, National Wildlife Research Center, 4101 LaPorte Avenue, Fort Collins, Colorado 80521, USA (Okeson); Memphis Zoo, 2000 Prentiss Place, Memphis, Tennessee 38112, USA (Zimmerman). Korrespondenz bitte an Dr. Curro.

Zusammenfassung: Zwei α2-Adrenozeptor-Agonisten, Xylazin und Medetomidin, bieten zusammen  mit Midazolam und Ketamin eine sichere und effektive Narkose für Sibirische Tiger (Panthera tigris altaica). Kleinere Injektionsvolumen und kürzere Einleitung- und Aufwachzeiten waren bei der Medetomidin-Kombination zu beobachten. Obwohl kardiopulmonale Abweichungen bei beiden Kombinationen vorkamen, wären sie wahrscheinlich nicht lebensbedrohlich.

Schlüsselwörter: Sibirischer Tiger, Panthera tigris altaica, Narkose, Medetomidin, Atipamezol, Blutgase, Säure-Base-Gleichgewicht.

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 35(3): 328-332, 2004.

Titel: Vergleich der Auswirkung von Dikalium-Ethylendiamintetraacetat und Lithium-Heparin auf hämatologische Werte beim Grünen Leguan (Iguana iguana)

Autoren: Christopher S. Hanley, D.V.M., Stephen J. Hernandez-Divers, B. Vet. Med., D. Zoo. Med. (Reptilian), M.R.C.V.S., Shay Bush, M.T. (A.S.C.P.), Kenneth S. Latimer, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.V.P.

Exotic Animal, Wildlife, and Zoological Medicine Service, Department of Small Animal Medicine and Surgery (Hanley, Hernandez-Divers); Department of Pathology (Bush, Latimer), College of Veterinary Medicine, University of Georgia, Athens, Georgia 30602-7390, USA. Aktuelle Adresse (Hanley): Special Species Service, Department of Surgical Sciences, School of Veterinary Medicine, University of Wisconsin, Madison, Wisconsin 53706, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Hanley.

Zusammenfassung: Die Auswirkung von Dikalium-Ethylendiamintetraacetat (EDTA) und Lithium-Heparin auf hämatologische Werte beim Grünen Leguan (Iguana iguana) wurde verglichen. Blut wurde von 32 Leguangeschwistern im Privatbesitz abgenommen und in drei Komponenten geteilt: in EDTA, Heparin und in einen Blutausstrich ohne Gerinnungshemmer. Ein vollständiges Reptilien-Blutbild wurde von beiden Röhrchen mit Gerinnungshemmer erstellt. Vom Blutausstrich wurden die Leukozytenzahl und das Differentialblutbild bestimmt. Heparin- und EDTA-Proben zeigten signifikante Unterschiede in Absolutwerten von Thrombozyten, Leukozyten, Heterophilen und Monozyten. EDTA zeigte keine signifikante Auswirkung auf Hämatokrit- oder Plasmaproteinwerte. Leukozytenzahl- und Differentialblutbildergebnisse mit EDTA ähnelten eher den Blutausstrich ohne Gerinnungshemmer.

Schlüsselwörter: Iguana iguana, Hämatologie, EDTA, Lithiumheparin, vollständiges Blutbild, Reptil.

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 35(3): 333-340, 2004.

Titel: Pharmakokinetik des Enrofloxacins nach einer oralen oder intravenösen Einzeldosis beim Mississippi-Alligator (Alligator mississippiensis)

Autoren: Kelly E. Helmick, D.V.M., M.S., Mark G. Papich, D.V.M., M.S., Dipl. A.C.V.C.P., Kent A. Vliet, Ph.D., R. Avery Bennett, D.V.M., M.S., Dipl. A.C.V.S., Elliott R. Jacobson, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.Z.M.

Department of Small Animal Clinical Sciences, College of Veterinary Medicine (Helmick, Bennett, Jacobson) und Department of Zoology (Vliet), University of Florida, Gainesville, Florida 32611, USA; Department of Molecular Biomedical Sciences, College of Veterinary Medicine, North Carolina State University, Raleigh, North Carolina 27606, USA (Papich). Aktuelle Adressen (Helmick): El Paso Zoo, 4001 E. Paisano, El Paso, Texas 79905, USA; (Bennett): Department of Small Animal Clinical Studies, University of Pennsylvania, 3900 Delancey Street, Philadelphia, Pennsylvania 19104, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Helmick.

Zusammenfassung: Die Pharmakokinetik Enrofloxacins wurde nach oraler und intravenöser Verabreichung von 5 mg/kg beim Mississippi-Alligator (Alligator mississippiensis) bestimmt. Plasmawerte für Enrofloxacin und dessen Stoffwechselprodukt Ciprofloxacin wurden mit Hilfe der Hochleistungsflüssigkeitschromatographie gemessen, und die daraus resultierende Konzentration-Zeit-Kurve wurde mit einem Kompartment-Modell für die intravenösen Daten und mit einem Nicht-Kompartment-Modell für die oralen Daten analysiert. Ein Zweikompartment-Modell hat die i.v. Daten am besten wiedergegeben. Intravenöse Verabreichung von Enrofloxacin ergab eine extrapolierte mittlere Plasmakonzentration von 4,19 ± 4,23 µg/ml zum Zeitpunkt 0 mit durchschnittlichen Plasmakonzentrationen überhalb von 1,0 µg/ml für durchschnittlich 36 Stunden. Das Plasmaverteilungsvolumen für i.v. Enrofloxacin betrug 1,88 ± 0.96 l/kg mit einer harmonischen mittleren Ausscheidungshalbwertszeit von 21,05 h und einer mittleren Gesamtkörper-Clearance-Rate von 0,047 ± 0,021 l/h/kg. Plasmakonzentrationen von p.o. Enrofloxacin blieben unterhalb von 1,0 µg/ml in allen untersuchten Tieren, und durchschnittliche Konzentrationen betrugen 0,08-0,50 µg/ml während der Testzeit. Orale Verabreichung von Enrofloxacin erreichte eine mittlere Höchstplasmakonzentration von 0,50 ± 0,27 µg/ml 55 ± 29 h nach der Verabreichung mit einer harmonischen mittleren Endausscheidungshalbwertszeit von 77,73 h. Niedrige Konzentrationen von Ciprofloxacin konnten nach oraler und i.v. Verabreichung von Enrofloxacin festgestellt werden; die Konzentrationen waren unterhalb der minimalen Hemmkonzentration für die meisten empfindlichen Organismen. Diese Studie zeigt, daß i.v. Enrofloxacin mit einer Dosis von 5 mg/kg alle 36 Stunden bei Mississippi-Alligatoren Plasmakonzentrationen erhalten kann, die den minimalen Hemmkonzentrationen für empfindliche Organismen (0,5 mg/ml) entsprechen. Es wird nicht erwartet, daß orales Enrofloxacin mit einer Dosis von 5 mg/kg bei Mississippi-Alligatoren die minimale Hemmkonzentration für empfindliche Organsimen erreichen kann.

Schlüsselwörter: Mississippi-Alligator, Alligator mississippiensis, Pharmakokinetik, Enrofloxacin, Ciprofloxacin, oral, Antibiotikum.

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 35(3): 341-346, 2004.

Titel: Pharmakokinetische Eigenschaften eines Langzeit-Oxytetrazyklin-Präparates nach einer intravenösen und intramuskulären Einzeldosis beim Mississippi-Alligator (Alligator mississippiensis)

Autoren: Kelly E. Helmick, D.V.M., M.S., Mark G. Papich, D.V.M., M.S., Dipl. A.C.V.C.P., Kent A. Vliet, Ph.D., R. Avery Bennett, D.V.M., M.S., Dipl. A.C.V.S., and Elliott R. Jacobson, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.Z.M.

Department of Small Animal Clinical Sciences, College of Veterinary Medicine (Helmick, Bennett, Jacobson) und Department of Zoology (Vliet), University of Florida, Gainesville, Florida 32611, USA; Department of Molecular Biomedical Sciences, College of Veterinary Medicine, North Carolina State University, Raleigh, North Carolina 27606, USA (Papich). Aktuelle Adressen (Helmick): El Paso Zoo, 4001 E. Paisano, El Paso, Texas 79905, USA; (Bennett): Department of Small Animal Clinical Studies, University of Pennsylvania, 3900 Delancey Street, Philadelphia, Pennsylvania 19104, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Helmick.

Zusammenfassung: Die Pharmakokinetik eines Langzeit-Oxytetrazyklin-Präparates wurde nach intravenöser und intramuskulärer Verabreichung von 10 mg/kg beim Mississippi-Alligator (Alligator mississippiensis) bestimmt. Plasmawerte für Oxytetrazyklin wurden mit Hilfe von Hochleistungsflüssigkeitschromatographie gemessen, und die daraus resultierende Konzentration-Zeit-Kurve wurde mit einem Kompartment-Modell für die intravenösen Daten und mit einem Nicht-Kompartment-Modell für die intramuskulären Daten analysiert. Ein Zwei-Kompartment-Modell hat die i.v. Daten am besten wiedergegeben. Intravenöse Verabreichung von Oxytetrazyklin ergab eine extrapolierte mittlere Plasmakonzentration von 60,63 ± 28,26 µg/ml zum Zeitpunkt 0 mit durchschnittlichen Plasmakonzentrationen von 2,82 ± 0,71µg/ml am Ende der 192-stündigen Testperiode. Das Plasmaverteilungsvolumen für i.v. Oxytetrazyklin betrug 0,20 ± 0.09 l/kg mit einer harmonischen mittleren Ausscheidungshalbwertszeit von 15,15 h und einer mittleren Gesamtkörper-Clearance-Rate von 0,007 ± 0,002 l/h/kg. Intramuskuläre Verabreichung von Oxytetrazyklin erreichte eine mittlere Höchstplasmakonzentration von 6,85 ± 1,96 µg/ml 1 h nach der Verabreichung mit durchschnittlichen Plasmakonzentrationen von 4,96 ±  1,97 µg/ml am Ende der 192-stündigen Testperiode. Die harmonische mittlere Endausscheidungshalbwertszeit für i.m. Oxytetrazyklin betrug 131,23 h. Diese Studie zeigt, daß Langzeitpräparate von Oxytetrazyklin, die mit einer Dosis von 10 mg/kg alle 5 Tage bei Mississippi-Alligatoren parenteral verabreicht werden, Plasmakonzentrationen über die minimale Hemmkonzentration für empfindliche Organismen (4,0 mg/ml) erhalten können.

Schlüsselwörter: Mississippi-Alligator, Alligator mississippiensis, Pharmakokinetik, Langzeit-Oxytetrazyklin, parenteral, Antibiotikum.

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 35(3): 347-355, 2004.

Titel: Die Wirkung von Ozonierung auf die gelösten Jodverbindungen in künstlichem Salzwasser

Autoren: Johanna Sherrill, D.V.M., M.S., Brent R. Whitaker, M.S., D.V.M., George T. F. Wong, Ph.D.

Department of Animal Health, Smithsonian National Zoological Park, 3001 Connecticut Avenue, Washington, D.C. 20008, USA (Sherrill); Department of Biological Programs, National Aquarium in Baltimore, Pier 3, 501 East Pratt Street, Baltimore, Maryland 21202, USA (Whitaker); Department of Ocean, Earth and Atmospheric Sciences, Old Dominion University, 4600 Elkhorn Avenue, Norfolk, Virginia 23529-0276, USA (Wong). Aktuelle Adresse (Sherrill): P.O. Box 5051, Rolling Hills Estates, California 90274, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Whitaker.

Zusammenfassung: Jod in der Iodidform wird für die Synthese von Trijodthyronin und Thyroxin beim Fisch verwendet. Bestimmung der chemischen Jodverbindungen in Proben von einem unbehandelten Salzwassergemisch wurde zu bestimmten Zeiten vorgenommen: bevor, während und nachdem es reiner Luft und verschiedenen Ozonkonzentrationen ausgesetzt wurde, um das Oxidations-Reduktions-Potential eines Eiweißabschäumers (400 mV) und einer Ozonkontaktkammer (800 mV) nachzuahmen. Chemische Jodverbindungen wurden ebenfalls im Wasser eines großen rezirkulierenden ozonierten Aquariumsystems gemessen, das ein niedriges Vorkommen an Schilddrüsenveränderungen (z.B. Thyreoiditis, Hyperplasie, Adenom und Adenocarzinom) der darin lebenden Fischen zeigte. Je größer die Ozonkonzentration war, desto kleiner waren die Iodid- und gelöste organische Jodkonzentrationen, und desto höher waren die Iodatkonzentrationen. Nach der Aussetzung von 400 mV fiel die Iodidkonzentration auf die Hälfte der Menge, die im unbehandelten künschlichen Salzwassergemisch vorhanden war. Nach der Aussetzung von 800 mV fiel die Iodidkonzentration zuerst auf 67% und gelöstes organisches Jod war nicht feststellbar, wobei die Iodatkonzentration auf 155% stieg und Gesamtjod sich nicht bemerkenswert veränderte. Diese Ergebnisse deuten an, daß Ozon die Umwandlung von Iodid zu Iodat, und gelöstes organisches Jod zu Iodid und/oder Iodat bewirkt. Iodid und gelöstes organisches Jod waren in den Wasserproben aus dem Aquariumsystem nicht messbar. Ozonierung vom künstlichen Salzwasser kann die relativen Konzentrationen von Jobverbindungen in einem geschlossenen Aquariumsystem verändern, sodaß es anzuraten ist, zusätzliches Jod ins Wasser oder Futter für Knochen- und Knorpelfische zu geben, die in ozoniertem Salzwasser leben.

Schlüsselwörter: Fisch, künstliches Salzwasser, Jod, Ozon, Schilddrüsenerkrankung, Kropf.

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 35(3): 356-360, 2004.

Titel: Ultraschalluntersuchung der Niere bei der Tigerkatze (Leopardus tigrinus)

Autoren: Georgea Bignardi Jarretta, D.V.M., Pedro Primo Bombonato, D.V.M., Ph.D., and Marcelo Alcindo de Barros Vaz Guimarães, D.V.M., Ph.D.

Surgery Department, Domestic Animals Anatomy, School of Veterinary Medicine, University of São Paulo, Avenue Prof. Dr. Orlando Marques de Paiva, 87, Cidade Universitária, São Paulo, SP 05508-900, Brazil (Jarretta, Bombonato); Reproduction Department, School of Veterinary Medicine, University of São Paulo, Avenue Prof. Dr. Orlando Marques de Paiva, 87, Cidade Universitária, São Paulo, SP 05508-900, Brazil (Guimarães). Korrespondenz bitte an Dr. Jarretta.

Zusammenfassung: Ultrasonographie wird zur Zeit in der Tiermedizin für die Untersuchung der Anatomie und Physiologie der inneren Organe und zur Feststellung physiologischer Standards für exotische Tierarten verwendet. Die Nieren können untersucht und in Länge, Breite und Höhe gemessen werden. Die Nieren von 33 Tigerkatzen (Leopardus tigrinus) aus zwei zoologischen Gärten in São Paulo, Brasilien, darunter 20 Männchen und 13 Weibchen, wurden opportunistisch mit einem Ultraschallgerät mit einem 7,5 MHz linearen Ultraschallkopf aufgesucht, beschrieben und gemessen. Nierenvolumen wurde aus den linearen Messwerten berechnet. Die mittleren linearen Messwerte und Volumen der rechten und linken Nieren wichen nicht signifikant voneinander ab.

Schlüsselwörter: Ultraschall, Niere, Leopardus tigrinus, Katzenartige.

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 35(3): 361-369, 2004.

Titel: Inselfibrose des Pankreas beim Klippschliefern (Procavia capensis), Teil 2: Fallbeispiele, klinische Pathologie und Epizootiologie

Autoren: Kathryn C. Gamble D.V.M., M.S., Dipl. A.C.Z.M., Michael M. Garner D.V.M., Dipl. A.C.V.P., Laura Krause R.V.T., Thomas P. Alvarado D.V.M., M.S.

Dallas Zoo and Aquarium at Fair Park, 650 S. R. L. Thornton Freeway, Dallas, Texas 75203, USA (Gamble, Krause, Alvarado); Northwest ZooPath, 654 W. Main, Monroe, Washington 98272, USA (Garner). Aktuelle Adresse (Gamble): Director of Veterinary Services, Lincoln Park Zoo, 2001 North Clark Street, Chicago, Illinois 60614, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Gamble.

Zusammenfassung: Zwei ausgewachsene weibliche Klippschliefer (Procavia capensis) im Dallas Zoo wurden mit spontanem Diabetes mellitus zwischen 1997-2000 diagnostiziert, wobei ein drittes Tier mit ähnlichen klinischen Symptomen nicht hyperglykämisch war. Das Pancreas von allen drei Tieren zeigte Fibrose der Langerhansschen Inseln. Retrospektive Untersuchung der medizinischen Akten für Klippschliefer, die von 1991-2002 in diesem Zoo geboren oder vom Zoo erworben wurden, ergab, daß acht weitere Tiere Inselfibrose hatten. Alle Tiere, darunter drei Männchen und acht Weibchen, waren 1-7 Jahre alt und zeigten allgemeine klinische Symptome, d.h. weichen Stuhlgang und struppiges Fell, oder sie wurden akut moribund oder tot aufgefunden. Klinisch-pathologische Daten waren für sieben der Tiere von vor dem Beginn der klinischen Symptome vorhanden und zeigten signifikante Hyperglykämie bei sechs Tieren, sowie erhöhte Serumkonzentrationen von Kreatinphosphokinase, Amylase und Lipase bei allen Tieren. Auswertung der Abstammung ergab keine familiäre Erkrankung. Nachträgliche Untersuchung der histopathologischen Ergebnisse von Klippschliefern aus neun weiteren zoologischen Einrichtungen, die in der Untersuchungsperiode gestorben sind, zeigte sechs Einrichtungen mit 12 zusätzlichen Fällen. Diese Tiere waren nicht mit denen des ersten Zoos genetisch verwandt. Eine infektiöse Ursache konnte mit Histopathologie und Virusserologie nicht gefunden werden. Analyse von Anti-Insel- und Anti-Insulin-Antikörpern im Serum zeigte keine autoimmune Erkrankung, und es war von keinem der Tiere bekannt, daß es toxischen Substanzen ausgesetzt war. Begrenzte Ernährungsanalysen haben ebenfalls nicht feststellen können, daß die Ernährung der Tiere an der Erkrankung beteiligt war. Die Ursache der Inselfibrose bleibt unbekannt.

Schlüsselwörter: Klippschliefer, Procavia capensis, Pankreas, Langerhanssche Inseln, Pathologie, Diabetes mellitus.

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 35(3): 370-380, 2004.

Titel: Übergangszellkarzinom bei vier Fischkatzen (Prionailurus viverrinus)

Autoren: Meg Sutherland-Smith, D.V.M., Catherine Harvey, D.V.M., Dipl. A.C.V.P., Mark Campbell, D.V.M., Denise McAloose, V.M.D., Dipl. A.C.V.P.,  Bruce Rideout, D.V.M., PhD., Dipl. A.C.V.P.,  Patrick Morris, D.V.M., Dipl. A.C.Z.M.

Veterinary Services Department (Sutherland-Smith, Morris) und Department of Pathology, Center for the Reproduction of Endangered Species (Harvey, McAloose, Rideout), San Diego Zoo, P.O. Box 120551, San Diego, California 92112, USA; Veterinary Services Department, Cincinnati Zoo, Cincinnati, Ohio 45220, USA (Campbell). Aktuelle Adressen (Harvey): Gribbles Veterinary Pathology Laboratory, 35 O'Rorke Rd., Penrose, Auckland, New Zealand; (McAloose): Wildlife Conservation Society, Wildlife Health Sciences-Department of Pathology, Bronx, New York 10460, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Sutherland-Smith.

Zusammenfassung: Karzinom des Übergangsepithels der Harnblase wurde bei vier verwandten Fischkatzen (Prionailurus viverrinus) diagnostiziert. Das bedeutendste klinische Symptom in jedem Fall war anhaltende Hämaturie, die nicht auf medizinische Behandlung ansprach. Zystotomie und Biopsie ergaben eine Diagnose vor dem Tod bei drei der Fischkatzen, die später wegen Verschlimmerung klinischer Symptome eingeschläfert wurden. Die Diagnose wurde bei der vierten Fischkatze erst gemacht, als die Katze wegen Nierenversagens eingeschläfert wurde. Hämaturie verbesserte sich mit Behandlung mit Piroxicam und Carboplatin kurzfristig bei einer der Katzen, die vor dem Tod diagnostiziert werden konnte. Bemühungen der Isolierung eines Herpesvirus in zwei der Katzen waren unerfolgreich. Histopathologisches Aussehen des Karzinoms ähnelte dem anderer Tierarten. Das Übergangszellkarzinom metastasierte zur Lunge bei einer der Katzen, obwohl Metastasen bei den anderen Fischkatzen bei der pathoanatomischen oder –histologischen Untersuchung nicht festgestellt werden konnten. Übergangszellkarzinom der Harnblase scheint eine höhere Prävalenz bei Fischkatzen als bei anderen domestizierten oder exotischen Katzenarten zu haben.

Schlüsselwörter: Übergangszellkarzinom, Harnblase, Katzenartige, Fischkatze, Prionailurus viverrinus, Chemotherapie.

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 35(3): 381-386, 2004.

Titel: Myxosporidiase der Niere bei Zipfelfröschen (Megophrys nasuta)

Autoren: Ann E. Duncan, D.V.M., Michael M. Garner, D.V.M., Dipl. A.C.V.P., Jerri L. Bartholomew, Ph.D., Tim A. Reichard, D.V.M., Robert W. Nordhausen, M.A.

Detroit Zoological Institute, P.O. Box 39, Royal Oak, Michigan 48068, USA (Duncan); Northwest ZooPath, Snohomish, Washington 98296, USA (Garner); Center for Fish Disease Research, Department of Microbiology, Oregon State University, Corvallis, Oregon 97331, USA (Bartholomew); Toledo Zoo, Toledo, Ohio 43609, USA (Reichard); California Animal Health and Food Safety Laboratory, School of Veterinary Medicine, University of California, Davis, California 95616, USA (Nordhausen). Korrespondenz bitte an Dr. Duncan.

Zusammenfassung: Nierenmyxosporidiase und assozierte Veränderungen wurden bei Zipfelfröschen (Megophrys nasuta) in Detroit Zoological Institute und Toledo Zoo beobachtet. Der Organismus wurde als Chloromyxum sp. auf Grund der Histopathologie, Zytologie und Elektronenmikroskopie identifiziert. Bei der histologischen Untersuchung, wurden verschiedene Grade der Nierentubulusdilatation und –nekrose und milde bis hochgradige nicht-suppurative tubulointerstitiale Nephritis gefunden, die mit den vegetativen Myxosporidienstadien assoziert waren. Dieses Bericht ist die zweite bekannte Identifizierung von Chloromyxum sp. in der Niere eines Amphibiums, und der erste veröffentlichte Todesfall, der primär durch den Parasiten verursacht wurde.

Schlüsselwörter: Zipfelfrosch, Megophrys nasuta, Myxosporea, Chloromyxum.

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 35(3): 387-390, 2004.

Titel: Serologische Untersuchung einer Weißbüscheläffchenkolonie (Callithrix jacchus) in menschlicher Obhut nach Infektion mit einem Herpes-simplex Typ-1-ähnlichen Virus

Autoren: Jean-Michel Hatt, PD Dr. Med. Vet., M. Sc., Paula Grest, Dr. Med. Vet., Horst Posthaus, Dr. Med. Vet., Walter Bossart, PD, Dr. Phil.

Division of Zoo Animals and Exotic Pets (Hatt), Institute of Veterinary Pathology (Grest), und Institute of Medical Virology (Bossart), University of Zurich, 8057 Zurich, Switzerland; Institute of Animal Pathology, University of Berne, 3012 Berne, Switzerland (Posthaus). Korrespondenz bitte an Dr. Hatt.

Zusammenfassung: Ein Ausbruch von Herpesvirus war die Ursache für den Tod von 4 von 5 Weißbüscheläffchen (Callithrix jacchus) in einer privaten Kolonie. Bei der pathoanatomischen Untersuchung wurden akute ulzerative Gingivitis, Glossitis und vergrößerte mandibuläre Lymphknoten vorgefunden. Pathohistologisch zeigten alle Todesfälle Meningoencephalitis und eosinophile intranukleäre Einschlußkörperchen in Neuronen und Gliazellen. Ein Herpes-simplex-ähnliches Virus wurde aus dem Gehirn isoliert und wurde als Herpes-simplex Typ-1 Virus oder ein nah verwandtes Virus mit Immunofluoreszenz identifiert. Serologische Untersuchung (Komplementbindungsreaktion) zeigte, daß das überlebende ausgewachsene Weibchen für mehr als 4 Jahre seropositiv und ihre Nachkommen seronegativ waren. Die wahrscheinlichste Quelle des Ausbruchs war der Besitzer, der mit der Hand aufgezogene Nachkommen mit dem Mund fütterte.

Schlüsselwörter: Weißbüscheläffchen, Callithrix jacchus, Herpes-simplex-Virus, Serologie.

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 35(3): 391-394, 2004.

Titel: Die Verwendung von Computertomographie für die Darstellung von Crassicauda grampicola bei einem Rundkopfdelphin (Grampus griseus)

Autoren: Paolo Zucca, D.V.M., Ph.D., Giovanni Di Guardo, D.V.M., Dipl. E.C.V.P., Roberto Pozzi Mucelli, M.D., Dino Scaravelli, Biol., Marco Francese, Biol.

Laboratory of Animal Cognition and Comparative Neurosciences, Department of Psychology, University of Trieste, Via S. Anastasio, 12-34100 Trieste, Italy (Zucca); Department of Comparative Biomedical Sciences, Faculty of Veterinary Medicine, University of Teramo, Teramo, Italy (Di Guardo); Department of Radiology, University Hospital of Cattinara, 34149 Trieste, Italy (Pozzi-Mucelli); Riserva Naturale Orientata e Museo Naturalistico di Onferno, p. Roma 1, 47855 Gemmano (RN), Italy (Scaravelli); Miramare Marinelife Reserve, Ministry of Environment, Viale Miramare, 349-34146 Trieste, Italy (Francese). Korrespondenz bitte an Dr. Zucca.

Zusammenfassung: Ein ausgewachsener männlicher Rundkopfdelphin (Grampus griseus) war an der Küste von Friuli Venezia Giulia in nordöstlichen Italien in Mai 2001 gestrandet. Parasitärische Infektion mit Crassicauda grampicola wird oft in der Paukenblase und Sinus pterygoideus der Rundkopfdelphine dieser Gegend gefunden. Aus diesem Grund wurde Computertomographie des Kopfes durchgeführt, um die Effektivität dieser Diagnostik für die Feststellung der Krassikaudose beim Delphin zu prüfen. Eine vollständige pathologische Untersuchung bestätigte die Befunde der Computertomographie. Computertomographie ist ein nützliches zusätzliches diagnostisches Mittel für die Feststellung von Krassikaudose des Kopfes beim lebenden Delphin.

Schlüsselwörter: Computertomographie (CT), Crassicauda grampicola, Grampus griseus.

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 35(3): 395-396, 2004.

Titel: Bestimmung von Ivermectin-Plasmakonzentrationen nach Standard-Subkutandosis beim Lama (Lama glama)

Autoren: Tanya H. Burkholder, D.V.M., James Jensen, D.V.M., Dipl. A.C.Z.M., Hong Chen, M.S., Katherine Junkins, D.V.M., Jenifer Chatfield, D.V.M., Dawn Boothe, D.V.M., Ph.D.

Department of Large Animal Medicine and Surgery (Jensen) und Veterinary Teaching Hospital (Burkholder, Chen, Junkins, Chatfield), Texas A&M University, College Station, Texas 77843-4466, USA; Department of Anatomy, Physiology and Pharmacology, College of Veterinary Medicine, Auburn University, Auburn, Alabama 36849-5518, USA (Boothe). Aktuelle Adresse (Burkholder): National Institutes of Health, Division of Veterinary Resources, 9000 Rockville Pike, Building 28, Room 104, Bethesda, Maryland 20892, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Burkholder.

Zusammenfassung: Plasmakonzentrationen des Anthelminthikums Ivermectin wurden mit Hochleistungsflüssigkeitschromatographie bei 5 Lamas (Lama glama) nach einer 200 μg/kg subkutanen Einzeldosis bestimmt. Ivermectinkonzentrationen waren im Plasma bis 4 Wochen nach der Injektion nicht nachweisbar. Diese Ergebnisse deuten an, daß therapeutische Konzentrationen mit der untersuchten Dosis bei dieser Tierart nicht erreicht werden.

Schlüsselwörter: Ivermectin, Lama, Lama glama, Pharmakokinetik, Parasiten.

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 35(3): 397-399, 2004.

Titel: Diagnose und Behandlung einer vermutlichen Pyelonephritis bei einem Asiatischen Elefanten (Elephas maximus)

Autoren: Carlos R. Sanchez, D.V.M., M.Sc., Suzan Murray D.V.M., Dipl. A.C.Z.M., Richard J. Montali D.V.M., Dipl. A.C.V.P., Dipl. A.C.Z.M., Lucy H. Spelman, D.V.M., Dipl. A.C.Z.M.

Smithsonian National Zoological Park, 3001 Connecticut Avenue NW, Washington, D.C. 20008-2598, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Sanchez.

Zusammenfassung: Ein 37-jähriger weiblicher Asiatischer Elefant (Elephas maximus) zeigte Anorexie, Unruhe und dunklen Urin. Die Harnuntersuchung zeigte Hämaturie, Leukozyturie, Isosthenurie, Proteinurie, granuläre Aggregationen (casts) und fehlende Calciumoxalatkristalle. Urämie war bei der Blutanalyse festzustellen. Bei der Kultur des Urins konnte ein reiner Streptococcus zooepidemicus isoliert werden, der gegen Sulfamethoxazol-Trimethoprim resistent, aber gegen Cephalosporine empfindlich war. Eine vermutliche Diagnose von Pyelonephritis wurde anhand der Blut-, Harnuntersuchung- und Harnkulturergebnisse gemacht. Das Tier wurde mit intravenösem Ceftiofur und intravenöser und rektaler Infusion für Hydrierung behandelt. Das Allgemeinbefinden, Appetit und die abweichenden Blutparameter normalisierten sich, und Calciumoxalatkristalle waren nach der Behandlung wieder im Urin zu finden. Diese Tatsachen unterstützen die vermutete Diagnose. Ultraschalluntersuchung nach der Behandlung zeigte einen abweichenden Umriß beider Nieren mit Hyperechogenität des Parenchyms und multiple Leiomyome der Gebärmutter.

Schlüsselwörter: Hämaturie, Asiatischer Elefant, Elephas maximus, Pyelonephritis, Calciumoxalatkristalle.

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 35(3): 400-402, 2004.

Titel: Knemidokoptes bei einem Präriebussard (Buteo swainsoni)

Autoren: David S. Miller, M.S., D.V.M., Glenda F. Taton-Allen, B.S., M.S., Terry W. Campbell, D.V.M., Ph.D

Veterinary Teaching Hospital, Colorado State University, Fort Collins, Colorado 80523-1620, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Miller.

Zusammenfassung: Ein männlicher Präriebussard (Buteo swainsoni) auf einer Wildtierrettungsstation in Colorado zeigte hochgradige Hautkrusten auf den medialen Oberschenkeln und dem kaudalen Ventrum. Männliche und weibliche Knemidokoptes-Milben wurden mit Tesafilm-Abriss der befallenen Körperregion vorgefunden. Klinische Symptome waren nach der Behandlung mit Ivermectin 200 μg/kg i.m. alle 10 Tage für 3 Behandlungen nicht mehr vorhanden.

Schlüsselwörter: Knemidokoptes, Buteo swainsoni, Präriebussard, Ivermectin.

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 35(3): 403-405, 2004.

Titel: Mißbildung des bleibenden Oberkiefereckzahns nach Zahninfraktion bei einem Wildschwein (Sus scrofa L.)

Autoren: Dean Konjević, D.V.M., Uwe Kierdorf, Ph.D., Dr. habil., Frank J. M. Verstraete, D.V.M., M.V.M., Dipl. A.V.D.C., Dipl. E.C.V.S., Dipl. E.V.D.C., Zdravko Janicki, D.V.M., Ph.D., Alen Slavica, D.V.M., Ph.D., Tomislav Keros, D.V.M., Krešimir Severin, D.V.M.

Chair for Game Biology, Pathology and Breeding, The Faculty of Veterinary Medicine, University of Zagreb, Heinzelova 55, 10000 Zagreb, Croatia (Konjević, Janicki, Slavica, Severin); Institute of General and Systematic Zoology, Justus-Liebig-University of Giessen, Giessen, Germany (Kierdorf); Department of Surgical and Radiological Sciences, School of Veterinary Medicine, University of California, Davis, California 95616-8745, USA (Verstraete); Croatian Veterinary Institute, Zagreb, Croatia (Keros). Korrespondenz bitte an Dr. Konjević.

Zusammenfassung: Intraalveoläre Infraktion und Mißbildung des apikalen bleibenden linken Oberkiefereckzahns werden bei einem ausgewachsenen männlichen Wildschwein (Sus scrofa L.) beschrieben. Die Infraktion und deren Folgen verursachten eine unregelmäßige Geschwulst des heilenden Gewebes, die zur Bildung von zwei wachsenden Enden vom Zahn führte.

Schlüsselwörter: Wildschwein, Sus scrofa, Hauer, Zahninfraktion, apikale Mißbildung.

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 35(3): 406-408, 2004.

Titel: Retroperitoneales Teratom bei einem Streifenskunk (Mephitis mephitis)

Autoren: John S. Munday, B.V.Sc., Dipl. A.C.V.P., Steve E. Fairchild, D.V.M., Cathy A. Brown, V.M.D., Dipl. A.C.V.P.

Athens Diagnostic Laboratory und Department of Veterinary Pathology, College of Veterinary Medicine, University of Georgia, Georgia 30602, USA (Munday, Brown); Cornelia Veterinary Hospital, Cornelia, Georgia 30531, USA (Fairchild). Korrespondenz bitte an Dr. Munday.

Zusammenfassung: Ein 4-jähriger Streifenskunk (Mephitis mephitis) wurde mit einer 11 x 7 x 7 cm retroperitonealen Geschwulst kaudal der linken Niere diagnostiziert. Die Geschwulst wurde chirurgisch entfernt, und Histologie und Immunohistochemie ergab, daß es ein gutartiges Teratom war. Sechs Monate später wurde ein zweiter histologisch ähnlicher Tumor von der gleichen Stelle entfernt und wurde als lokales Tumorrezidiv angesehen. Der Skunk starb 16 Monate später ohne weitere Rezidive des Tumors. Vollständige Entfernung des Tumors schien in diesem Fall kurativ zu sein und unterstützte die gutartige Diagnose. Ein extragonadales Teratom sollte als Differentialdiagnose beim Abdomentumor beim Streifenskunk in Betracht gezogen werden.

Schlüsselwörter: Neoplasie, Streifenskunk, Teratom, Mephitis mephitis, Pathologie.

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 35(3): 409-411, 2004.

Titel: Myastenia gravis beim Eisbären (Ursus maritimus)

Autoren: David E. Kenny, V.M.D., Jeffery Baier, D.V.M., Felicia Knightly, D.V.M., Daniel Steinheimer, D.V.M., Dipl. A.C.V.R., David M. Getzy, D.V.M., Dipl. A.C.V.P., G. Diane Shelton, D.V.M., Ph.D. 

Denver Zoological Gardens, City Park, E. 2300 Steele Street, Denver, Colorado 80205-4899, USA (Kenny, Baier, Knightly); Alameda East Veterinary Hospital, Denver, Colorado 80231, USA (Steinheimer); IDEXX Veterinary Services, Inc., Broomfield, Colorado 80020, USA (Getzy); Department of Pathology, School of Medicine, University of California, San Diego, La Jolla, California 92093-0612, USA (Shelton). Korrespondenz bitte an Dr. Kenny.

Zusammenfassung: Ein 14,6-jähriger weiblicher mehrgebärender Eisbär (Ursus maritimus) zeigte akute scheinbare Nachhandschwäche. Klinische Untersuchung und diagnostische Tests, darunter Blutbild, chemische Blutuntersuchung, Elektrolyten, Röntgenaufnahmen und Myelogramm haben keine eindeutige Diagnose geliefert. Die Symptome verbesserten sich nach vier Tagen symptomatischer Behandlung nicht, und der Bär wurde eingeschläfert. Eine ovoide Geschwulst wurde im kranialen Mediastinum gefunden und wurde als Thymom histologisch diagnostiziert. Verglichen mit anderen Eisbären als Kontrolltiere konnte eine erhöhte Konzentration an Acetylcholinrezeptor(AChR)-Antikörpern im Serum (0.13 ± 0.06 nmol/L vs. 0.86 nmol/L) mit Immunopräzipitation-Radioimmunoassay festgestellt werden. Dieser Befund deutet bei anderen Tierarten auf Myasthenia gravis (MG). Obwohl der AChR-Antikörpertest beim Eisbär nicht validiert ist, sind wir von der postmortalen Diagnose MG überzeugt, die häufig mit Thymom bei anderen Tierarten assoziiert ist.

Schlüsselwörter: Eisbär, Ursus maritimus, Myastenia gravis, Thymom, Nikotin-Acetylcholinrezeptor, AChR.

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