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jzwm_germanabstract_v36n1_2005

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 36(1): 1-11, 2005.

 

Titel: Verhaltenstraining und Ruhighaltung in hydraulischem Zwangskäfig ermöglicht Untersuchung und Behandlung von Elenantilopen (Taurotragus oryx) ohne Vollnarkose

Autoren: Gemechu Wirtu, D.V.M., M.S., Ph.D., Alexander Cole, D.V.M., C. Earle Pope, Ph.D., Charles R. Short, D.V.M., Ph.D., Robert A. Godke, Ph.D. und Betsy L. Dresser, Ph.D.

 

Department of Comparative Biomedical Sciences, School of Veterinary Medicine Louisiana State University, Baton Rouge, Louisiana 70803, USA (Wirtu, Short); Audubon Center for Research of Endangered Species, 14001 River Road, New Orleans, Louisiana 70131, USA (Wirtu, Cole, Pope, Dresser); Department of Animal Sciences, LSU Agricultural Center, Baton Rouge, Louisiana 70803, USA (Godke); Department of Biological Sciences, University of New Orleans, New Orleans, Louisiana 70148, USA (Dresser). Korrespondenz bitte an Dr. Wirtu.

 

Zusammenfassung: Komplikationen und Risiken sind mit der Narkose großer, nicht domestizierter Paarhufer verbunden und limitieren die Entwicklung und Anwendung assistierter Fortpflanzungsmethoden wie künstliche Besamung und Embryonentransfer. In dieser Studie wurde die Anwendung des Verhaltenstrainings und eines hydraulischen Zwangskäfigs bei 10 weiblichen Elenantilopen (Taurotragus oryx) untersucht, um transvaginal unter Ultraschallkontrolle Oozyten zu gewinnen sowie andere klinische Untersuchungen durchzuführen. Neun Elenkühe konnten konditioniert werden, spezifische akustische Signale mit Futterbelohnungen zu verknüpfen. Das Intervall zwischen dem akustischen Signal und dem Annehmen des in der Hand angebotenen Futters variierte bei den einzelnen Kühen (1,8-58,3 Min). Die Reaktionen auf die Konditionierung, freiwillig den Zwangskäfig zu betreten, war bei den einzelnen Kühen auch unterschiedlich. Sedierung mit Xylazin wurde benötigt, um das Sammeln der Oozyten im hydraulischen Zwangskäfig durchzuführen. Elenkühe, bei denen eine Sedierung und Oozytengewinnung durchgeführt wurde, hatten höhere Bluzuckerwerte (14,4 ± 3,1 mmol/L) als die Kühe, die sediert, aber von denen keine Oozyten gewonnen wurden (9,3 ± 2,7 mmol/L). Osmotischer Druck des Plasmas, Hämatokrit und Kreatinphosphokinase-Aktivität waren bei beiden Gruppen ähnlich. Weibliche Tiere, die schwieriger zu konditionieren waren, zeigten höhere Blutzuckerwerte als die kooperativeren Tiere. Kooperative Elenkühe hatten weniger senkrechte Seitenstreifen. Mehr als 40 solche Trainingsdurchläufe fanden ohne Komplikationen oder Mortalität statt. Die Kombination aus Konditionierung und Ruhighaltung von seiderten Elenantilopen in einem hydraulischen Zwangskäfig stellt eine zuverlässige und wiederholbare Methode dar, um minimal invasive assistierte Fortpflanzungsvorgänge durchzuführen.

 

Schlüsselwörter: Elenantilope, Fortpflanzungstechnologie, Ruhighaltung, Stress, Taurotragus oryx, Konditionierung.

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 36(1): 12-20, 2005.

 

Titel: Respiratorische Bronchoskopie bei subadulten Mississippi-Alligatoren (Alligator mississippiensis) und Beurteilung der Trachealspülung

Autoren: Maud Lafortune, D.M.V. M.Sc., Dipl. A.C.Z.M., Thomas Göbel, Dr. Vet. Med., P.D., Elliot Jacobson, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.Z.M., Darryl Heard, Ph.D., Dipl. A.C.Z.M, Dan Brown, M.S., Ph.D., Rick Alleman, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.V.P., Dipl. A.B.V.P., Kent Vliet, Ph.D., Kendal E. Harr, D.V.M., Dipl. A.C.V.P. und Jorge Hernandez, D.V.M., M.P.V.M., Ph.D.

 

Veterinary Medical Teaching Hospital, College of Veterinary Medicine, University of Florida, P.O. Box 100126, Gainesville, Florida 32610, USA (Lafortune, Jacobson, Heard, Alleman, Harr, Hernandez); 27 Mecklenburgische Strasse, D-14197, Berlin, Deutschland (Göbel); Mycoplasma Research Laboratory, Department of Pathobiology (Brown) und Institute of Zoology (Vliet), University of Florida, Gainesville, Florida 32610, USA. Aktuelle Adresse (Lafortune): Disney Animal Kingdom, P.O. Box 10000, Lake Buena Vista, Florida 32830, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Lafortune.

 

Zusammenfassung: Zwölf gesunde, ca. 3 Jahre alte, in menschlicher Obhut aufgewachsene Mississippi-Alligatoren (Alligator mississippiensis) wurden einer Bronchoskopie und Trachealspülung vier Mal innerhalb von 10 Monaten unterzogen, um die saisonale respiratorische Mikrobiologie und Zytologie zu beurteilen. Die zytologische Untersuchung der Proben zeigte eine geringe Menge an Schleim und eine geringe Anzahl von Zylinderepithelzellen mit Zilien, von prismatischen Epithelzellen und verhornten Plattenepithelzellen. Bakterien und Parasiten wurden nicht vorgefunden, und eine saisonale Variierung der Zytologie konnte ebenfalls nicht festgestellt werden. Signifikantes bakterielles oder mykotisches Wachstum konnte in keiner Jahreszeit festgestellt werden. Hämatologische Untersuchungen im Frühling und Herbst zeigten saisonale Unterschiede bei der Anzahl der roten Blutkörperchen, der Hämoglobinkonzentration, dem mittleren korpuskulären Volumen, der mittleren korpuskulären Hämoglobinkonzentration, Eosinophilenzahl und Thromboyztenzahl. Der tiefe Atmungstrakt (auf der Höhe der Trachea) von gesunden subadulten Alligatoren scheint steril zu sein, und die Zytologie ähnelt den Beschreibungen von domestizierten Säugetieren.

 

Schlüsselwörter: Bronchoskopie, Endoskopie, Mississippi-Alligator, Alligator mississippiensis, Lungen, Respirationstrakt.

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 36(1): 21-28, 2005.

 

Titel: Radiologische Anatomie des normalen Skeletts des Löwen (Panthera leo). Teil 1: Vordergliedmaße

Autoren: Robert M. Kirberger, B.V.Sc., M.Med.Vet.(Rad.), Dipl. E.C.V.D.I., Wencke M. du Plessis, B.V.Sc.(Hons.) und Peter H. Turner, B.V.Sc., M.Med.Vet.(Chir.)(Small Animals)

Department of Companion Animal Clinical Studies, Faculty of Veterinary Science, University of Pretoria, Private Bag X04, Onderstepoort 0110, Republik Südafrika. Korrespondenz bitte an Dr. Kirberger.

 

Zusammenfassung: Röntgenaufnahmen der Vordergliedmaßen von 12 zuvor eingeschläferten freilebenden Löwen (Panthera leo; 16-170 Monate alt) wurden untersucht. Die radiologische Anatomie wurde beschrieben, wobei mögliche pathologische Knochenveränderungen nicht einbezogen wurden. Die Knochen der erwachsenen und jugendlichen Löwen wurden verglichen, und die Epiphysen wurden beschrieben. Die Unterschiede oder Gemeinsamkeiten (oder beides) zu Geparden (Acinonyx jubatus) und domestizierten Katzen und Hunden wurden ebenfalls notiert. Die Gliedmaßen wurden nicht seziert, um die anatomischen Beobachtungen zu bestätigen; mazerierte Museenproben wurden jedoch herangezogen und mit den Befunden verglichen. Bei der Untersuchung wurde festgestellt, daß die Scapula ein deutlich hervorstehendes Acromion, einen Processus hamatus und suprahamatus, sowie deutliche Foramina nutricia besitzt. Der Humerus ähnelt dem der Hauskatzen. Die Foramina nutricia des Humerus und der Ulna haben ihren Ursprung medialer als bei Hauskatzen. Ein Foramen supracondylare konnte teilweise radiologisch festgestellt werden, obwohl es bei allen mazerierten Proben dieser Studie vorgefunden werden konnte. Die radiologische Sichtbarkeit dieses Foramens hängt vom Einfallswinkel des Primärstrahls ab. Das laterale „Tuberculum anconeus“ des Olecranons (zwischen dem Processus anconeus und Tuber olecrani) ragt in der Regel deutlicher als das mediale hervor und tendiert dazu, hakenförmig und cranial gerichtet zu sein. Sesambeine sind in der Ellbogenregion nicht vorzufinden. Der erste Zeh ist groß mit zwei palmaren Ossa sesamoidea metacarpophalangea und einem deutlichen Sesambein in der Sehne des M. abductoris digiti I longus, die zusammen ein hohes Grad an Funktionalität andeuten. Der Schluß aller Epiphysen findet vor dem 66. Monat statt.

 

Schlüsselwörter: Löwe, Panthera leo, Extremitätenskelett, Vordergliedmaße, Radiologie, Anatomie, Epiphysenschluß.

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 36(1): 29-35, 2005.

 

Titel: Radiologische Anatomie des normalen Skeletts des Löwen (Panthera leo). Teil 2: Hintergliedmaße

Autoren: Robert M. Kirberger, B.V.Sc., M.Med.Vet.(Rad.), Dipl. E.C.V.D.I., Wencke M. du Plessis, B.V.Sc.(Hons.) und Peter H. Turner, B.V.Sc., M.Med.Vet.(Chir.)(Small Animals)

Department of Companion Animal Clinical Studies, Faculty of Veterinary Science, University of Pretoria, Private Bag X04, Onderstepoort 0110, Republik Südafrika. Korrespondenz bitte an Dr. Kirberger.

 

Zusammenfassung: Röntgenaufnahmen der Hintergliedmaßen von 14 zuvor eingeschläferten freilebenden Löwen (Panthera leo; 16-170 Monate alt) wurden nach den Beschreibungen im Teil 1 dieser Studie untersucht. Bei der Untersuchung wurde festgestellt, daß das Femur dem der Hauskatzen ähnelt, obwohl die cranialen und caudalen Knochencortices in der Mitte der Diaphyse stark verdickt sind. Die Patella hat einen langen und dünnen Apex sowie eine flache, breite Basis. Das laterale Os sesamoideum m. gastrocnemii ist stark ausgeprägt. Ein kleines mediales Sesambein ist gelegentlich vorhanden, und Ossicula der Menisken sind normalerweise vorzufinden. Der Kopf und das distale Ende der Fibula sind stark ausgeprägt. Das Tarsalgelenk ähnelt dem der domestizierten Katze. Metatarsalknochen II-V sind bis zu 25 mm länger als die entsprechenden Metacarpalknochen. Der Schluß aller Epiphysen findet vor dem 54. Monat statt.

 

Schlüsselwörter: Löwe, Panthera leo, Extremitätenskelett, Hintergliedmaße, Radiologie, Anatomie, Epiphysenschluß.

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 36(1): 36-43, 2005.

 

Titel: Knochenaktinomykose bei exotischen Huftieren: eine histopathologische Interpretation mit Behandlungsvorschlag

Autoren: David A. Fagan, D.D.S., James E. Oosterhuis, D.V.M. und Kurt Benirschke, M.D.

 

Colyer Institute, P.O. Box 26118, San Diego, California 92196-0118, USA (Fagan); Zoological Society of San Diego—San Diego Wild Animal Park, Escondido, California 92027, USA (Oosterhuis); Department of Pathology and Reproductive Medicine, University of California, San Diego Medical Center, San Diego, California 92103-8321, USA. (Benirschke). Korrespondenz bitte an Dr. Fagan.

 

Zusammenfassung: Die Ursache der Knochenaktinomykose der Paarhufer und Beuteltiere ist nicht, wie oft geglaubt, eine Manifestierung einer Actinomyces-Infektion, sondern ist eine Osteomyelitis, die eventuell einem Zahnwurzelabszess oder Kiefertrauma zugrunde liegt. Anaerobe Bakterien werden oft von den betroffenen Stellen isoliert, und eine Anschoppung von Planzenmaterial ist ebenfalls oft vorhanden. Die Erkrankung ist chronisch, und die Behandlung ist schwierig. Erfolgreiche Behandlung beinhaltet Drainage des Abszesses, Säubern der entstehenden Höhle mit Kochsalzlösung und Antibiotika, Spülen mit einer Kombination aus Wasserstoffperoxid-Natriumhypochlorit und Betadin (Povidon-Jod), und schließlich Apikoektomie und endodontische Füllung, nachdem die aktive Entzündung nachgelassen hat.

 

Schlüsselwörter: Knochenaktinomykose, Aktinomykose, chronische alveoläre Osteomyelitis, Kombinationsapikoektomie, chirurgische Fistelbildung, exotisches Huftier.

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 36(1): 44-53, 2005.

 

Titel: Pharmakokinetik von Ticarcillin bei der Unechten Karettschildkröte (Caretta caretta) nach Verabreichung einer intravenösen oder intramuskelösen Einzeldosis

Autoren: Charles A. Manire, D.V.M., Robert P. Hunter, M.S., Ph.D., David E. Koch, M.S., Lynne Byrd, B.A., C.V.T. und Howard L. Rhinehart, B.A., C.V.T.

 

Mote Marine Laboratory and Aquarium, 1600 Ken Thompson Parkway, Sarasota, Florida 34236, USA (Manire, Byrd, Rhinehart); Zoological Pharmacology Laboratory, Department of Anatomy & Physiology, 129 Coles Hall, College of Veterinary Medicine, Kansas State University, Manhattan, Kansas 66506-5802, USA (Hunter, Koch). Aktuelle Adresse (Hunter): Elanco Animal Health, Veterinary Safety/ADME, 2001 West Main Street, P.O. Box 708, Greenfield, Indiana 46140, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Manire.

 

Zusammenfassung: Drei Unechte Karettschildkröten (Caretta caretta) in menschlicher Obhut wurden für vier Probeläufe verwendet, einmal i.v. und dreimal i.m., um die pharmakokinetischen Eigenschaften von Ticarcillin nach einer Einzeldosis festzustellen. Bei der i.v.-Studie wurde jede Schildkröte mit einer Einzeldosis von 50 mg/kg injiziert, und Blut wurde nach 0, ½, 1, 2, 4, 6, 8 und 12 Stunden und nach 1, 1 ½, 2, 2 ½, 3, 4, 6, 8, 10 und 14 Tagen abgenommen. Bei der i.m-Studie bekam jede Schildkröte eine von drei Einzeldosen (25, 50 oder 100 mg/kg) mit Anwendung einer vollständig randomisierten Blockanlage, und Blut wurde nach den gleichen Zeitabständen genommen. Jeder Teilversuch fand mindestens 28 Tage nach dem vorherigen statt, um vollständige Clearance des Medikaments zu gewährleisten. Plasmakonzentrationen des Ticarcillins wurden mit einem validierten Flüssigkeitschromatographie-Massenspektrometrie-Assay bestimmt. Bei der i.v.-Studie betrug die Eliminierungshalbwertszeit 5,0 h. Das scheinbare Verteilungsvolumen betrug 0,17 L/kg und die Plasma-Clearance 0,0218 L/h/kg. Bei der i.m-Studie betrug die mittlere Zeit bis zur Erreichung der maximalen Plasmakonzentration von 1,7 (±0,58) h bei der 50 mg/kg-Gruppe bis 3,7 (±0,2,5) h bei der 100 mg/kg-Gruppe. Die mittlere Bioverfügbarkeit reichte von 45% (±15%) bei der 50 mg/kg-Gruppe bis 58% (±12%) bei der 100 mg/kg-Gruppe, und die Mean Residence Time (mittlere Verweildauer) reichte von 7,5 (±2,6) h bei der 25 mg/kg-Gruppe bis 16 (±6,8) h bei der 100 mg/kg-Gruppe. Zwei Schildkröten zeigten leichte Erhöhungen der Alaninaminotransferase ohne klinische Symptome bei zwei verschiedenen Dosen. Ansonsten waren chemische Blutwerte unauffällig. Mögliche i.m.-Dosisempfehlungen für die Unechte Karettschildkröte sind 50 mg/kg einmal täglich oder 100 mg/kg alle zwei Tage. Leberenzyme sollen während der Behandlung überwacht werden.

 

Schlüsselwörter: Pharmakokinetik, Ticarcillin, Reptil, Unechte Karettschildkröte, Caretta caretta.

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 36(1): 54-61, 2005.

 

Titel: Validierung eines handelsüblichen Enzym-Immunoassays für die Bestimmung von 17β-Estradiol und Progestogene im Kot von Geparden (Acinonyx jubatus)

Autoren: C. Borque, Ph.D., S. S. Perez-Garnelo, Ph.D., M. Lopez, M.S., C. Talavera, M.S., M. Delclaux, M.S. und J. de la Fuente, Ph.D.

 

Departamento de Reproducción Animal y Conservación de Recursos Zoogenéticos, Subdirección General de Investigación y Tecnología, Instituto Nacional de Investigación y Tecnología Agraria y Alimentaria, Avenida Puerta de Hierro Km 5.9, 28040, Madrid, Spanien (Borque, Pérez-Garnelo, de la Fuente); Zoo Aquarium de Madrid, Zoo de la Casa de Campo, Madrid 28011, Spanien. (López, Talavera, Delclaux). Korrespondenz bitte an Dr. Borque.

 

Zusammenfassung: Die Ausscheidung von 17β-Estradiol und Progestogene im Kot wurde bei ausgewachsenen, weiblichen Geparden (Acinonyx jubatus) 120 Tage lang mit einem handelsüblichen Plattenenzym-Immunoassay gemessen, der für Serum oder Plasma von Menschen entwickelt wurde. Das Weibchen ZGG-12301 (geboren am 3. April 1993) wurde mit Gonadotropin vorbehandelt, und das Weibchen ZGT-3301 (geboren am 19. August 1993) wurde nicht behandelt. Signifikante Unterschiede (P<0,001) zwischen den Basis- und Höchstkonzentrationen waren bei beiden Hormonmessungen vorzufinden. Die 17β-Estradiolwerte für das trächtig gewordene Weibchen ZGG-12301, bei dem ein unbeobachteter Spontanabort stattfand, zeigten keinen signifikanten Unterschied (P>0,05) zwischen Basis- und Graviditätsmessungen; die Ausscheidung von 17β-Estradiol im Kot während der Gravidität unterschied sich statistisch (P<0,001) von der in der nicht trächtigen Zeit. Basisprogestogenkonzentrationen unterschieden sich von Konzentrationen während der Gravidität (P<0,001) und vom postovulatorischen Zeitraum (P<0,01), und Progestogenkonzentrationen während der Gravidität unterschieden sich (P<0,001) von den postovulatorischen Konzentrationen. Bei der unbehandelten Gepardin (ZGT-3301) waren Basiswerte und erhöhte Progestogenkonzentrationen statistisch unterschiedlich (P<0,01). Auf Grund des 17β-Estradiol-Ausscheidungsmusters, beträgt die Dauer des Östruszyklus 13,2 ± 2,2 Tage. Diese Ergebnisse deuten an, daß die Enzyme-linked Immunosorbant Assay (ELISA) dieser Studie für die Quantifizierung der Sexualhormone im Kot von Geparden geeignet ist und eine praktische Alternative für andere kompliziertere ELISA darstellt.

 

Schlüsselwörter: Gepard, Acinonyx jubatus, Kot-Steroide, Enzym-Immunoassay.

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 36(1): 62-68, 2005.

 

Titel: Inhalationsnarkose beim Duméril-Waran (Varanus dumerili) mit Isofluran, Sevofluran und Distickstoffoxid: Auswirkungen der inspirierten Gase auf Einleitung und Aufwachen

Autoren: Mads F. Bertelsen, D.V.M., D.V.Sc., Craig Mosley, D.V.M., M.Sc., Dipl. A.C.V.A., Graham J. Crawshaw, B.Vet.Med., M.S., Dipl. A.C.Z.M., Doris Dyson, D.V.M., D.V.Sc., Dipl. A.C.V.A. und Dale A. Smith, D.V.M., D.V.Sc.

 

Toronto Zoo, 361A Old Finch Avenue, Scarborough, Ontario, Kanada M1B 5K7 (Bertelsen, Crawshaw); Ontario Veterinary College, University of Guelph, Guelph, Ontario, Kanada N1G 2W1 (Bertelsen, Mosley, Dyson, Smith). Aktuelle Adresse (Bertelsen): Copenhagen Zoo, Søndre Fasanvej 79, DK-2000 Frederiksberg, Dänemark. Korrespondenz bitte an Dr. Bertelsen.

 

Zusammenfassung: Einleitung und Aufwachen einer Inhaltionsnarkose mit Isofluran, Sevofluran und Distickstoffoxid (N2O) beim Duméril-Waran (Varanus dumerili) wurden mit Anwendung einer randomisierten Crossover-Studie beschrieben. Mittlere Einleitungszeiten für Isofluran in 100% Sauerstoff (O2), Sevofluran in 100% O2, Sevofluran in 21% O2: 79% Stickstoff (N2; Raumluft) und Sevofluran in 66% N2O: 34% O2 betrugen 13,00 ± 4,55; 11,20 ± 3,77; 10,40 ± 2,50; 9,40 ± 2,80 min bei 26 º C (n = 10). Die Einleitung mit Gesichtsmaske war signifikant schneller mit Sevofluran als mit Isofluran. Es gab keinen signifikanten Unterschied bei der Einleitungszeit von Sevofluran in O2 oder Raumluft, aber Sevofluran mit N2O  ergab signifikant schnellere Einleitungszeiten als Sevofluran  in 100% O2. Die Atmungsfrequenzen waren bei allen Narkosemitteln signifikant höhere als bei ungestörten, nicht narkotisierten Tieren. Die Atmungsfrequenz bei Waranen, die O2, Isofluran in 100% O2, Sevofluran in Raumluft und Sevofluran mit N2O inhaltierten, wich nicht signifikant voneinander ab, aber die Tiere, die mit Sevofluran in O2 narkotisiert wurden, zeigten eine niedrigere Atmungsfrequenz als bei der Inhalierung von reinem O2. Die Reihenfolge der vollständigen Muskelentspannung bei der Einleitung blieb gleich und wich bei den vier Narkosemethoden nicht signifikant ab: zuerst verloren die Vordergliedmaßen ihren Muskelton, dann der Hals und die Hintergliedmaßen, dann fiel der Aufrichtreflex aus und schließlich verschwand der Muskelton des Schwanzes. Bei den Aufwachzeiten gab es keine signifikanten Unterschiede zwischen Isofluran und Sevofluran oder zwischen Sevofluran in 100% O2 und Sevofluran mit N2O. Die Aufwachzeiten für die Tiere, die mit 100 oder 21% O2 sich erholt haben, waren ebensfalls ähnlich.

 

Schlüsselwörter: Narkose, Isofluran, Sevofluran, Distickstoffoxid, Duméril-Waran, Varanus dumerili.

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 36(1): 69-73, 2005.

 

Titel: Serologische Reaktion beim Mähnenspringer (Ammotragus lervia), Hirschziegenantilope (Antilope cervicapra), Bergkänguru (Macropus robustus) und Schimpansen (Pan troglodytes) auf einen inaktivierten Impfstoff gegen das Encephalomyocarditis-Virus

Autoren: David J. McLelland, B.Sc.(Vet.), B.V.Sc., Peter D. Kirkland, B.V.Sc., Ph.D., Karrie A. Rose, D.V.M., D.V.Sc., Robert J. Dixon, B.Sc.(Vet.), B.V.Sc., Ph.D. und Narelle Smith, B.Ec., Ph.D.

 

Faculty of Veterinary Science, University of Sydney, Private Bag 3, Werombi Road, Camden, New South Wales 2570, Australien (McLelland, Dixon); Elizabeth Macarthur Agricultural Institute, NSW Agriculture, PMB 8, Camden, New South Wales 2570, Australien (Kirkland); Veterinary and Quarantine Centre, Taronga Zoo, P.O. Box 20, Mosman, New South Wales 2088, Australien (Rose); Department of Mathematical Sciences, University of Technology Sydney, 1 Broadway, New South Wales 2007, Australien (Smith). Aktuelle Adresse (McLelland): Toronto Zoo, 361A Old Finch Avenue, Scarborough, Ontario, Kanada M1B 5K7. Korrespondenz bitte an Dr. Kirkland.

 

Zusammenfassung: Encephalomyocarditis-Virus (EMCV) ist ein Picornavirus mit weltweiter Verbreitung, das eine große Zahl an Tierarten infizieren kann. Zoologische Gärten und Nationalparks aus der ganzen Welt berichten von Episoden EMCV-assoziierter Mortalität, darunter  der Taronga Zoo in Sydney. Ein inaktivierter EMCV-Impfstoff wurde bei Mähnenspringern (Ammotragus lervia), Hirschziegenantilopen (Antilope cervicapra), Bergkängurus (Macropus robustus) und Schimpansen (Pan troglodytes) beurteilt. Ein Teil der geimpften Huftiere bekam eine zweite Impfung 4 Wochen nach der ersten Injektion. Neutralisierende Antikörpertiter wurden 12 Monate lang gemessen. Einen Monat nach der Impfung zeigten alle geimpften Gruppen signifikante Antikörpertiter, die mindestens 6 Monate lang fortbestanden. Tiere, die zwei Impfdosen bekamen, zeigten 3, 6 und 12 Monate nach der ersten Impfung höhere Titer im Vergleich zu den Tieren, die nur einmal geimpft wurden.

 

Schlüsselwörter: Encephalomyocarditis-Virus, Impfstoff, Ammotragus lervia, Antilope cervicapra, Macropus robustus, Pan troglodytes.

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 36(1): 74-81, 2005.

 

Titel: Sarkoide bei Zebras (Equus burchellii) in menschlicher Obhut: Assozierung mit der bovinen Papillomavirus-Typ-1-Infektion

Autoren: Christiane V. Löhr, Dr. med. vet., Ph.D, Dipl. A.C.V.P., Carles Juan-Sallés, D.V.M., Dipl. A.C.V.P., Arely Rosas-Rosas, D.V.M., Alberto Parás García, Michael M. Garner, D.V.M., Dipl. A.C.V.P. und Jens P. Teifke, Dr. med. vet., Ph.D., Dipl. A.C.V.P.

 

Department of Biomedical Science, College of Veterinary Medicine, Oregon State University, Oregon 97331-4808, USA (Löhr); Department of Animal Health, Africam Safari, Puebla 72007, Puebla, México (Juan-Sallés, Rosas-Rosas, Parás García); Northwest ZooPath, 654 West Main, Monroe, Washington 99272, USA (Garner); Friedrich-Loeffler-Institut, Federal Research Institute for Animal Health, Greifswald-Insel Riems 17493, Deutschland (Teifke). Korrespondenz bitte an Dr. Löhr.

 

Zusammenfassung: Sarkoide wurden bei zwei Zebras in zwei verschiedenen Einrichtungen diagnostiziert. Zebra 1 (Equus burchellii boehmi) war 4,5 Jahre alt, in menschlicher Obhut aufgewachsen, männlich, und zeigte eine 9 cm x 7 cm Geschwulst in der Leistengegend. Sieben Monate nach der chirurgischen Entfernung des Leistengewächses, zeigte das Zebra eine ähnliche Geschwulst am rechten Oberlid, die mehrmals wiederkehrte und nicht auf die Behandlung mit lokalen Cisplatin-Injektionen und Kryochirurgie ansprach. Zebra 2 (von unbestimmter Art) wurde in einem privaten Wildtierpark gehalten. Das Zebra zeigte eine einzige, erhobene, 2,5 cm x 2,0 cm x 2,0 cm große, ulzerierte Geschwulst auf der Nase. Chirurgische Entfernung war erfolgreich. Bei der histologischen Untersuchung bestanden die drei Gewächse aus einem dermalen, kompakten, nicht eingekapselten, schlecht abgegrenzten neoplastischen Gewebe aus gut differenzierten Spindelzellen, die in Strängen und Wirbeln angeordnet waren und mit mittelgradiger epidermaler Hyperplasie mit langen Rete-Leisten einhergingen. Aufgrund der morphologischen Ähnlichkeit mit dem Hautgewächs des Pferdes, wurde das Gewächs als „Sarkoid“ bezeichnet, das hiermit zum ersten Mal bei Zebras in menschlicher Obhut beschrieben wird. Die Assoziierung mit dem bovinen Papillomavirus (BPV) Typ 1, wie bei Pferden bewiesen, wurde anhand der Polymerase Chain Reaction, Nukleinsäuresequenzierung und in-situ-Hybridisierung (ISH) mit in Paraffin eingebettetem Gewebe aus dem Leistengewächs des ersten Zebras nachgewiesen. Die Sequenzierung zeigte 98% Indentität des 244-BP-Fragments mit dem BPV-Typ-1. Die ISH für BPV-Typ-1-DNA färbte die Kerne der neoplastischen mesenchymalen Spindelzellen intensiv. Die Lokalisation und klinisches Verhalten der Sarkoide dieser Zebras ähneln denen, die bei Pferden beschrieben sind.

 

Schlüsselwörter: Sarkoid, Zebras, bovines Papillomavirus, BPV-Typ-1, PCR, in-situ-Hybridisierung.

 

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 36(1): 82-87, 2005.

 

Titel: Fatale Hautmykose bei Fühlerschlangen (Erpeton tentaculatum) verursacht durch den Chrysosporium-Anamorph von Nannizziopsis vriesii

Autoren: Mads F. Bertelsen, D.V.M., D.V.Sc., Graham J. Crawshaw, B. Vet. Med., Dipl. A.C.Z.M., Lynne Sigler, M.S. und Dale A. Smith, D.V.M., D.V.Sc.

Toronto Zoo, 361A Old Finch Avenue, Scarborough, Ontario, Kanada M1B 5K7 (Bertelsen, Crawshaw); Ontario Veterinary College, University of Guelph, Guelph, Ontario, Kanada N1G 2W1 (Bertelsen, Smith);  University of Alberta Microfungus Collection and Herbarium, Devonian Botanic Garden, Edmonton, Alberta, Kanada T6G 2E1 (Sigler). Aktuelle Adresse (Bertelsen): Copenhagen Zoo, Søndre Fasanvej 79, Frederiksberg DK-2000, Dänemark. Korrespondenz bitte an Dr. Bertelsen.

 

Zusammenfassung: Der Pilz Chrysosporium-Anamorph von Nannizziopsis vriesii wurde als Ursache einer fatalen, multifokalen, heterophilen Dermatitis bei vier in Süßwasser lebenden, in menschlicher Obhut aufgewachsenen Fühlerschlangen (Erpeton tentaculatum) identifiziert. Blasse, 1-4 mm große fokale Stellen waren auf einzelnen Schuppen, hauptsächlich auf dem Kopf und Dorsum, vorzufinden. Histologie zeigte multifokale Koagulationsnekrose des Epiderms mit hochgradiger heterophiler Infiltration; die darunterliegende Dermis wurde nicht einbezogen. Durch Septen getrennte, unregelmäßig verzweigte Hyphen, sowie Anhäufungen von 4-8 x 2-3 µm, stäbchenförmige Zellen (Arthroconiden) waren in den Hautveränderungen und in der oberflächlichen Kruste vorzufinden. Die Abwesenheit eines sauren Milieus  war möglicherweise ein prädisponierender Faktor bei der Entwicklung dieser Erkrankung.

 

Schlüsselwörter: Chrysosporium-Anamorph von Nannizziopsis vriesii, Dermatitis, Erpeton tentaculatum, fatale Hautmykose, Pilz, Fühlerschlange.

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 36(1): 88-94, 2005.

 

Titel: Anwendung von Hyposensibilisierungsinjektionen für die Behandlung saionalen Juckreizes beim Zweihöckrigen Kamel (Camelus bactrianus)

Autoren: Laurie J. Gage, D.V.M., Sophie I. J. Vandenabeele, D.V.M., Dipl. A.C.V.D. und Stephen D. White, D.V.M., Dipl. A.C.V.D.

 

Six Flags Marine World, 2001 Marine World Parkway, Vallejo, California 94589, USA (Gage); Veterinary Medical Teaching Hospital (Vandenabeele); Department of Medicine and Epidemiology (White), School of Veterinary Medicine, University of California, Davis, California 95616, USA. Aktuelle Adressen (Gage): 1131 Second Avenue, Napa, California 94558, USA; (Vandenabeele): Faculty of Veterinary Medicine, Ghent University, Merelbeke 9820, Belgien. Korrespondenz bitte an Dr. Gage.

 

Zusammenfassung: Ein 9 Jahre altes, weibliches Zweihöckriges Kamel (Camelus bactrianus) zeigte hochgradigen Juckreiz im Juni 1993. In den folgenden 8 Jahren zeigte das Kamel jährliche Episoden mit Juckreiz und Epiphora, die meist im Juni begannen und bis Oktober jedes Jahres nachließen. Die Symptome konnten normalerweise mit örtlicher Behandlung und Fliegenabwehrmitteln unter Kontrolle gehalten werden, obwohl kurzes Aufflammen des Juckreizes mit intermittierenden Injektionen mit Diphenhydramin und Kortikosteroiden erfolgreich behandelt wurde. In den kalten Monaten zeigte das Tier keine Symptome. Der Juckreiz wurde im 18. Lebensjahr des Kamels schwerwiegender und schwieriger zu behandeln. Histopathologische Befunde von Hautbiopsien von mehreren Körperstellen deuteten auf eine Hypersensitivitätsreaktion mit sekundären Veränderungen, die durch bakterielle Infektion oder Verabreichung von Kortikosteroiden (oder beides) verursacht wurden. Ein intradermaler Test (IDT) mit 62 Allergenen, die auf Nordkalifornien abgestimmt waren, zeigte 17 positive Testregionen. Hyposensibilisierungstherapie wurde mit Allergenen nach Standardprotokollen begonnen, die aufgrund des Kontaktes, Vorhandenseins und der Ergebnisse des IDT ausgewählt wurden. Die klinische Erscheinung des Juckreizes nahm 2 Jahre nach der ersten Hyposensibilierungsinjektion deutlich ab.

 

Schlüsselwörter: Atopische Dermatitis, Zweihöckriges Kamel, Camelus bactrianus, Hyposensibilisierung, Juckreiz.

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 36(1): 95-99, 2005.

 

Titel: Cestodenzysten bei zwei Gambia-Riesenhamsterratten (Cricetomys gambianus)

Autoren: Claude Lacasse, D.V.M., Erika Travis, D.V.M., Kathryn C. Gamble, D.V.M., M.S., Dipl. A.C.Z.M. and Thomas Craig, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.V.P

 

Veterinary Department, Lincoln Park Zoo, 2001 North Clark Street, Chicago, Illinois 60614, USA (Lacasse, Travis, Gamble); Department of Pathobiology, College of Veterinary Medicine, Texas A&M University, College Station, Texas 77843, USA (Craig). Aktuelle Adresse (Travis): St. Louis Zoo, One Government Drive, St. Louis, Missouri 63110, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Lacasse.

 

Zusammenfassung: Mehrere Cestodenzysten, die als Taenia serialis identifiziert wurden, wurden in den Körpern von zwei wild gefangenen Gambia-Riesenhamsterratten (Cricetomys gambianus) bei der pathologischen Untersuchung nachgewiesen. Diese Nagetierart kann als Zwischenwirt für diesen Parasit dienen. Exotische Nagetiere, die als Haustiere in den Vereinigten Staaten gehalten werden, können betroffen sein.

 

Schlüsselwörter: Gambia-Riesenhamsterratte, Cricetomys gambianus,  Taenia serialis.

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 36(1): 100-102, 2005.

 

Titel: Okuläre Chlamydiales-Infektionen bei Westaustralischem Streifenbeuteldachs (Perameles bougainville) in Westaustralien

Autoren: Kristin Warren, B.V.M.S.(Hons), Ph.D., Ralph Swan, B.V.Sc., Ph.D., Tracey Bodetti, B.Sc.(Hons), Tony Friend, B.Sc.(Hons), Ph.D., Stephanie Hill, B.Sc. und Peter Timms, M.Sc., Ph.D.

 

Division of Veterinary and Biomedical Sciences, Murdoch University, Perth, Western Australia 6150, Australien (Warren, Swan); Centre for Molecular Biotechnology, School of Life Sciences, Queensland University of Technology, Brisbane, Queensland 4000, Australien (Bodetti, Timms); Department of Conservation and Land Management, Albany, Western Australia 6330, Australien (Friend, Hill). Korrespondenz bitte an Dr. Warren.

 

Zusammenfassung: Der Westaustralische Streifenbeuteldachs (Perameles bougainville) ist eine bedrohte Tierart, die nur auf zwei Inseln vor der Küste Westaustraliens (Dorre- und Bernier-Insel) in freier Wildbahn vorkommt. Naturschutzbemühungen konzentrieren sich in letzter Zeit auf die Wiederauswilderung dieser Beuteltiere in Raubtier-geschützten Gehege und Standorte in ihrem historischen Verbreitungsgebiet auf dem Festland im Südwesten von Westaustralien sowie in Südaustralien. Im September 2000 wurden 19 Westaustralische Streifenbeuteldachse auf der Bernier-Insel zum Zwecke der Translokation gefangen, und 11 dieser Tiere zeigten mindestens eine der folgenden Augenveränderungen: Hornhauttrübung, Konjunktivitis, Augenausfluss und Blepharitis. Fünf Beuteldachse wurden untersucht, und Bindehaut- und Kloakentupfer wurden genommen. Polymerase Chain Reaction für Chlamydiales war bei vier Beuteldachsen positiv. Vier Chlamydiales-Typen wurden durch Gensequenzierung identifiziert, darunter ein Stamm von Chlamydia pecorum, der sich von denen unterscheidet, die bis jetzt bei Koalas nachgewiesen wurden, sowie mehrere neue Chlamydiales-Genotypen. Die Beuteldachse sprachen sehr gut auf die Behandlung an. Die Behandlung bestand aus Oxytetrazyklin einmal wöchentlich für 6 Wochen und Neomycin topisch in beiden Augen einmal täglich für 4 Monate.

 

Schlüsselwörter: Okuläre Chlamydiose, Chlamydiales, Westaustralischer Streifenbeuteldachs, Perameles bougainville.

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 36(1): 103-110, 2005.

 

Titel: Hohe Inzidenz lymphoider Neoplasie bei einer Kolonie ägyptischer Dornschwänze (Uromastyx aegyptius)

Autoren: Zoltan S. Gyimesi, D.V.M., Michael M. Garner, D.V.M., Dipl. A.C.V.P., Roy B. Burns, III, D.V.M., Donald K. Nichols, D.V.M., Dipl. A.C.V.P., Roger E. Brannian, D.V.M., M.S., Dipl. A.C.Z.M., James T. Raymond, D.V.M., M.S., Dipl. A.C.V.P., Kockanda B. Poonacha, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.V.P., Melissa Kennedy, D.V.M., Ph.D., John W. Wojcieszyn, Ph.D. und Robert Nordhausen, M.A.

 

Louisville Zoological Garden, 1100 Trevilian Way, Louisville, Kentucky 40213, USA (Gyimesi, Burns); Northwest ZooPath, 654 W. Main, Monroe, Washington 98272, USA (Garner, Raymond); P.O. Box 939, Purcellville, Virginia 20134, USA (Nichols); 306 N.E. 17th Street, Ankeny, Iowa 50021, USA (Brannian); Livestock Disease Diagnostic Center, P.O. Box 14125, Lexington, Kentucky 40512, USA, (Poonacha); Comparative Medicine Department, College of Veterinary Medicine, University of Tennessee, Knoxville, Tennessee 37901, USA (Kennedy); IHC Services, 3450 Highway 71 West, Smithville, Texas 78957, USA (Wojcieszyn); California Animal Health and Food Safety Laboratory System, P.O. Box 1770, Davis, California 95617, USA (Nordhausen). Korrespondenz bitte an Dr. Gyimesi.

 

Zusammenfassung: Hämatopoietische bösartige Neoplasien sind die am häufigsten berichtete Neoplasie bei Echsen und treten sporadisch bei anderen Reptilien auf. Eine ungewöhnlich hohe Inzidenz lymphoider Neoplasie wurde in einer Sammlung ägyptischer Dornschwänze (Uromastyx aegyptius) von 1993-2001 festgestellt. Acht der 15 Echsen (53%), die im Louisville Zoological Garden pathologisch untersucht wurden, zeigten multizentrisches Lymphom. Immunohistochemie war nicht für die Charakterisierung der Abstammungslinie der normalen oder neoplastischen Lymphozyten brauchbar. Bei der Licht- und Elektronenmikroskopie (EM) zeigten die Neoplasmen plasmazytoide morphologische Eigenschaften, die eine B-Zell-Herkunft andeuteten, obwohl einige Tumore auch eine primitive lymphoblastische Komponente hatten. Ein gleichzeitig auftretendes leukämisches Blutbild konnte bei sieben der Fälle festgestellt werden (88%). Alle Tiere waren ausgewachsen, und es gab keine Geschlechtsprädilektion. Kontakt mit exogenen Karzinogenen wurde nicht festgestellt. Einige der Echsen waren nicht verwandt, sodass Erbfaktoren wahrscheinlich keine Rolle spielten. Viren konnten bei der EM-Untersuchung sowie bei der Virusisolierung vom archivierten Gewebe und Plasma nicht festgestellt werden. Dennoch sollte eine infektiöse Ursache weiter in Betracht gezogen werden.

 

Schlüsselwörter: Ägyptischer Dornschwanz, Uromastyx aegyptius, Pathologie, Neoplasie, B-Zell-Lymphom, Leukämie.

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 36(1): 111-114, 2005.

 

Titel: Kombinierte Infektion mit Vogelpockenvirus und Collyriclum faba bei einer Amerikanerkrähe (Corvus brachyrhynchos)

Autoren: Daniel M. Grove, D.V.M., Anne M. Zajac, D.V.M., Ph.D., John Spahr, M.D., Robert B. Duncan, Jr., D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.V.P. und Jonathan M. Sleeman, Vet.M.B., Dipl. A.C.Z.M., M.R.C.V.S.

 

Wildlife Center of Virginia, P.O. Box 1557, Waynesboro, Virginia 22980, USA (Grove, Sleeman); Virginia–Maryland Regional College of Veterinary Medicine, Blacksburg, Virginia 24061-0442, USA (Zajac, Duncan); Blue Ridge Pathologists, P.C., 70 Medical Center Circle, Suite 309, Fishersville, Virginia 22939, USA (Spahr). Korrespondenz bitte an Dr. Sleeman.

 

Zusammenfassung: Eine ausgewachsene Amerikanerkrähe (Corvus brachyrhynchos) aus Virginia, USA zeigte eine kombinierte Infektion mit dem Vogelpockenvirus und Hautegel Collyriclum faba. Die Egel und Viruseinschlüsse waren zusammen in einem großen (4 x 4 cm), multilobulierten, proliferativen Gewächs am Bauch, unmittelbar kranial der Kloake. Die Egel wurden mit Lichtmikroskopie anhand einer Keilbiopsie vor dem Tod identifiziert. Intraepitheliale zytoplasmatische Einschlüsse, die auf eine Pockenvirusinfektion deuteten, wurden bei der histopathologischen Untersuchung des Gewächses festgestellt.

 

Schlüsselwörter: Amerikanerkrähe, Vogelpockenvirus, Collyriclum faba, Corvus brachyrhynchos, Hauttrematode.

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 36(1): 115-116, 2005.

 

Titel: Mykobakteriose beim Schwarzwedelhirsch (Odocoileus hemionus columbianus) durch Mycobacterium kansasii

Autoren: P. Briggs Hall, D.V.M., Louis C. Bender, Ph.D. und Michael M. Garner, D.V.M., Dipl. A.C.V.P.

 

Washington Department of Fish and Wildlife, 16018 Mill Creek Boulevard, Mill Creek, Washington 98012, USA (Hall); U.S. Geological Survey, New Mexico Cooperative Fish and Wildlife Research Unit, P.O. Box 30003 MSC 4901, Las Cruces, New Mexico 88003, USA (Bender); Northwest ZooPath, 654 West Main, Monroe, Washington 98272, USA (Garner). Korrespondenz bitte an Dr. Bender.

 

Zusammenfassung: Ein ausgeweideter, durch Jäger erschossener, weiblicher Schwarzwedelhirsch (Odocoileus hemionus columbianus) wurde dem Washington Department of Fish and Wildlife eingereicht. Der Hirsch war abgemagert, zeigte kein Fettgewebe und hatte multiple Granulome auf der parietalen Oberfläche der Brusthöhle. Säurefeste Bakterien wurden histologisch in den Granulomen festgestellt. Die Bakterien wurden isoliert und als Mycobacterium kansasii identifiziert. Dieser Erreger ist ein nicht-tuberkulöses Mycobacterium, das sporadisch Tuberkulose-ähnliche Erkrankungen bei einer Vielzahl von Wirbeltieren hervorruft. Dieser Bericht beschreibt zum ersten Mal eine symptomatische Erkrankung durch M. kansasii bei wildlebendenen Hirschen. Dieser Fall zeigt, daß atypische Mykobakterien Tuberkulose-ähnliche Erkrankungen bei wildlebenden Hirschen verursachen können und unterstreicht die Notwendigkeit des Erregernachweises bei Tuberkulose-ähnlichen Erkrankungen bei Wildtieren.

 

Schlüsselwörter: Schwarzwedelhirsch, Mycobacterium kansasii, nicht-tuberkulöse Mykobakterien, Odocoileus hemionus columbianus.

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 36(1): 117-120, 2005.

 

Titel: Undifferenziertes Sarkom und Behandlung durch Amputation der Vordergliedmaße und Prothese bei einer Strahlenschildkröte (Geochelone radiata)

Autoren: Kelleyerin Clabaugh, K. Michelle Haag, Christopher S. Hanley, D.V.M., Kenneth S. Latimer, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.V.P. und Stephen J Hernandez-Divers, B.Vet.Med., D.Zoo.Med.(Reptilian), M.R.C.V.S., Dipl. A.C.Z.M.

 

Exotic Animal, Wildlife and Zoological Medicine Service, Department of Small Animal Medicine and Surgery (Clabaugh, Haag, Hanley, Hernandez-Divers); Department of Pathology (Latimer), College of Veterinary Medicine, University of Georgia, Athens, Georgia 30602, USA. Aktuelle Adressen (Clabaugh): 261 Twin Creek Shores, Athens, Georgia 30605, USA; (Haag): Commerce Veterinary Hospital, 1211 South Broad Street, Commerce, GA 30529, USA; (Hanley): Department of Surgical Sciences, School of Veterinary Medicine, University of Wisconsin, Madison, Wisconsin 53706, USA.. Korrespondenz bitte an Dr. Hernandez-Divers.

 

Zusammenfassung: Eine ausgewachsene, weibliche Strahlenschildkröte (Geochelone radiata) zeigte eine hochgradig geschwollene linke Vordergliedmaße, wodurch die Mobilität eingeschränkt und das Rückziehen der Gliedmaße unmöglich war. Bei der klinischen Pathologie konnte eine Leukopenie (1,9 x 109/L) und Hyperproteinämie (69 g/L) festgestellt werden, die nach der Proteinelektrophorese auf eine Erhöhung der Akutphasenproteine in der alpha-Fraktion zurückzuführen war (26,4 g/L). Eine Biopsie zeigte ein schlecht differenziertes Weichgewebssarkom. Chirurgische Amputation auf der Höhe des proximalen Humerus war kurativ. Um die postoperative Mobilität zu fördern, wurde eine neuartige Methylmethacrylat-Prothese, die aus einem eingeschmierten, durchgeschnittenen Tennisball geformt wurde, mit drei Kortikalisschrauben am oberen Panzer befestigt. Dieser Bericht stellt den ersten Fall eines Sarkoms bei der Gattung Geochelone dar.

 

Schlüsselwörter: Strahlenschildkröte, Geochelone radiata, Sarkom, Amputation, Prothese.

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 36(1): 121-123, 2005.

 

Titel: Serologische Studie domestizierter Katzen in der Petén-Region Guatemalas

Autoren: Adrienne L. A. Lickey, M.S., D.V.M., Melissa Kennedy, D.V.M., Ph.D., Sharon Patton, Ph.D. und Edward C. Ramsay, D.V.M., Dipl. A.C.Z.M.

 

Department of Comparative Medicine, College of Veterinary Medicine, University of Tennessee, Knoxville, Tennessee 37996-4543, USA. Aktuelle Adresse (Ramsay): Department of Small Animal Clinical Sciences, College of Veterinary Medicine, University of Tennessee, Knoxville, Tennessee 37996-4544, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Ramsay.

 

Zusammenfassung: Blutproben von 30 domestizierten Katzen (Felis domesticus) aus der Petén-Region Guatemalas wurden analysiert, um die Seroprävalenz von häufigen Erregern festzustellen, die ein potenzielles Risiko für einheimische, wildlebende Katzenarten darstellen. Acht der Katzen waren vor der Studie geimpft worden, obwohl die Besitzer keine vollständigen Informationen über den Impfstoff und das Impfdatum geben konnten. Zusätzlich wurden Blutproben von zwei Margays (Leopardus wiedii) in menschlicher Obhut genommen. Die Proben wurden auf Antikörper gegen Felines Immunodefizienz Virus, Dirofilaria immitis, Katzenseuche, Katzen-Herpesvirus, Katzen-Coronavirus, Hundestaupe und Toxoplasma gondii, und auf Felines Leukämievirus-Antigen untersucht. 50% oder mehr der untersuchten Katzen waren seropositiv für Katzen-Herpesvirus (22 von 30), Katzenseuche (15 von 30) und T. gondii (16 von 30). Fünf Katzen testeten positiv für das FeLV-Antigen. Beide Margays waren für Katzen-Coronavirus seropositiv und einer war für T. gondii stark positiv. Alle Tiere waren für D. immitis seronegativ. Diese Studie bietet vorläufige Information über Katzenkrankheiten, die in der Petén-Region endemisch sind.

 

Schlüsselwörter: Felis domesticus, Katzen-Herpesvirus, Guatemala, Leopardus wiedii, Toxoplasma gondii.

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 36(1): 124-126, 2005.

 

Titel: Nierentrematodose bei einem Doppelzahn-Bartvogel (Lybius bidentatus) in menschlicher Obhut

Autoren: David S. Rotstein, D.V.M., M.P.V.M., Dipl. A.C.V.P., James R. Flowers, Ph.D., Barbara A. Wolfe, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.Z.M. und Mike Loomis, D.V.M., M.S., Dipl. A.C.Z.M.

 

North Carolina State Zoological Park, 4401 Zoo Parkway, Asheboro, North Carolina 27203, USA (Loomis, Wolfe, Rotstein); Department of Population Health and Pathobiology, College of Veterinary Medicine, North Carolina State University, 4700 Hillsborough Street, Raleigh, North Carolina 27606, USA (Flowers, Rotstein). Aktuelle Adresse (Rotstein): Department of Pathobiology, University of Tennessee, 2407 River Road, A201, Knoxville, Tennessee 37996-4542, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Rotstein.

 

Zusammenfassung: Zwei Doppelzahn-Bartvögel (Lybius bidentatus) wurden  in einem Freifluggehege von einer Schlange heruntergeschluckt und erbrochen. Trematoden wurden bei der histopathologischen Untersuchung innerhalb der Nierenbecken und proximalen Harnleiter festgestellt und gingen mit Schleimhauthyperplasie und geringgradiger heterohistiozytischer Entzündung bei beiden Vögeln einher. Trematoden wurden als Tanaisia (Tamerlania) zarudnyi identifiziert, die einen Lebenszyklus mit einer Landschnecke besitzen. Es gibt Berichte von Trematoden in den Nieren bei mehreren Vogelordnungen, darunter Taubenvögel, Sperlingsvögel, Raubmöwen, Gänsevögel, Hühnervögel und Spechtartige. Schnecken waren im Gehege der Bartvögel nicht selten und können als Quelle der Infektion gedient haben. Nierentrematodose ist wahrscheinlich ein zufälliger Befund bei diesen Vögeln, weil es keinerlei klinische Symptome gab und die Vögel keine der ausgeprägten histologischen Veränderungen in den Nieren zeigten, die mit Harnleiter- oder Nierenbeckenverstopfung einhergegangen wären.

 

Schlüsselwörter: Doppelzahn-Bartvogel, Lybius bidentatus, Tanaisia (Tamerlania) zarudnyi, Niere, Spechtartige.

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 36(1): 127-130, 2005.

 

Titel: Nierenadenokarzinom, hepatozelluläres Karzinom und Inselzellkarzinom der Bauchspeicheldrüse beim Binturong (Arctictis binturong)

Autoren: Eric Klaphake, D.V.M., Ahmed Shoieb, D.V.M., Ph.D., Ed Ramsay, D.V.M., Dipl. A.C.Z.M., Juergen Schumacher, D.V.M., Dipl. A.C.Z.M. und Linden Craig, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.V.P.

 

Departments of Small Animal Clinical Sciences (Klaphake, Ramsay, Schumacher) und Pathobiology (Shoieb, Craig), University of Tennessee College of Veterinary Medicine, Knoxville, Tennessee 37996, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Klaphake.

 

Zusammenfassung: Ein 19 Jahre alter Binturong (Arctictis binturong) mit akuten Atembeschwerden wurde eingeschläfert. Hepatozelluläres Karzinom, Inselzellkarzinom der Bauchspeicheldrüse und Nierenadenokarzinom mit Metastasen zur Milz, Pleura und zum Perikard wurden bei der pathologischen Untersuchung gefunden. Es wird von einer Verbindung zwischen primären Leber- und Nierentumoren bei älteren Menschen berichtet.

 

Schlüsselwörter: Binturong, Arctictis binturong, Nierenadenokarzinom, hepatozelluläres Karzinom, Inselzellkarzinom, Neoplasie.

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 36(1): 131-134, 2005.

 

Titel: Herpes-Simplex-Infektion bei einem jugendlichen Orang-Utan (Pongo pygmaeus pygmaeus)

Autoren: Maria J. L. Kik, D.V.M., Ph.D., Dipl. Vet. Path., Jan H. Bos, D.V.M., Jan Groen, Ph.D. und Gerry M. Dorrestein, D.V.M, Ph.D, Dipl. Vet. Path.

 

Section of Diseases in Exotic Animals and Wildlife, Department of Veterinary Pathobiology, Utrecht University, Yalelaan 1, Utrecht 3584 CL, Niederlande (Kik, Dorrestein); Ouwehands Zoo, Rhenen, Niederlande (Bos); Institute of Virology, Erasmus Medical Center, Rotterdam, Niederlande (Groen). Korrespondenz bitte an Dr. Kik.

 

Zusammenfassung: Ein jugendlicher Orang-Utan (Pongo pygmaeus pygmaeus) starb nach einem achttägigen Krankheitsverlauf mit Durchfall und Erbrechen. Bei der Sektion wurden Petechien auf der Haut, dem Myocard und den peritonealen Membranen gefunden. Die Lunge war hyperämisch und ödematös, und die Leber und Milz waren vergrößert. Bei der histologischen Untersuchung wurden interstitiale Pneumonie, Hepatitis und Hyperplasie der Milz festgestellt. Zahlreiche eosinophile intranukleäre Einschlusskörperchen waren in den Epithelzellen der Lunge, in den Leberzellen, sowie in den Endothelzellen der Milz vorzufinden. Elektronenmikroskopie zeigte Herpesvirus in den Leberzellkernen. Polymerase Chain Reaction vom Lebergewebe konnte das Vorhandensein von Herpes Simplex-Virus 1 nachweisen.

 

Schlüsselwörter: Herpes Simplex-Virus 1, Pongo pygmaeus pygmaeus, Orang-Utan, Herpesvirus-1 des Menschen .

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