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jzwm_germanabstract_v37n4_2006

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ZOO AND WILDLIFE MEDICINE 37(4) ZUSAMMENFASSUNGEN

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 37(4): 447-453, 2006.

Titel: Elektrokardiographie bei zwei Manati-Unterarten (Trichechus manatus latirostris und T. m. manatus) 

Autoren: Jessica Siegal-Willott, D.V.M., Amara Estrada, D.V.M., Dipl. A.C.V.I.M. (Cardiology), Robert Bonde, B.A., Arthur Wong, B.S., Daniel J. Estrada, M.B.A., M.H.A und Kendal Harr, D.V.M., M.S., Dipl. A.C.V.P. 

Departments of Small Animal Clinical Science (Siegal-Willott, A. Estrada) and Large Animal Clinical Science (Harr), P.O. Box 100125, College of Veterinary Medicine, University of Florida, Gainesville, Florida 32610, USA; United States Geological Survey/Florida Integrated Science Center (USGS/FISC) Sirenia Project, 2201 N.W. 40th Terrace, Gainesville, Florida 32605, USA (Bonde); Florida Fish and Wildlife Conservation Commission, Jackson Field Laboratory, 6134 Authority Avenue, Jacksonville, Florida 32221, USA (Wong); Pediatric Cardiology, College of Medicine, University of Florida, P.O. Box 100296, Gainesville, Florida 32610 USA (D. Estrada). Korrespondenz bitte an Dr. Siegal-Willott. 

Zusammenfassung: Elektrokardiographie (EKG)-Messungen wurden bei wachen, scheinbar gesunden, wildlebenden Tieren von zwei Manati-Unterarten (Trichechus manatus latirostris und T. m. manatus) durchgeführt, bei denen klinische Untersuchungen in Florida und Belize als Teil einer Wildtierstudie vorgenommen wurden. Sechs nicht sedierte Jungtiere (Kälber, die entweder noch abhängig von der Mutter oder schon eigenständig waren) und 6 ausgewachsene Tiere wurden in Rückenlage für EKG-Messungen festgehalten. EKG mit sechs Ableitungen wurde bei allen Tieren durchgeführt, und die folgenden Parameter wurden gemessen: Herzfrequenz und –rhythmus; P-, QRS- und T-Wellenmorphologie, -amplitude und –dauer; sowie mittlere elektrische Achse (MEA). Statistische Unterschiede mit einem t-Test für Gleichheit der Mittelwerte wurden bestimmt. Es gab keine statistischen Unterschiede der obengenannten Parameter für Geschlecht oder Unterart der Manatis. Statistische Unterschiede wurden zwischen ausgewachsenen Tieren und Jungtieren für Herzfrequenz (P = 0,047), P-Wellendauer (P = 0,019), PR-Intervall (P = 0,025) und MEA (P = 0,021) festgestellt. Im Vergleich zu Walen und anderen Meeressäugetieren wurden in dieser Studie physiologischer Sinusrhythmus, längere PR- und QT-Intervalle, längere P-Wellendauer und kleine R-Wellenamplituden festgestellt; Arhythmien wurden nicht vorgefunden. Diese Studie erläutert die Methoden zur Messung von EKG-Basiswerten bei jungen und ausgewachsenen freilebenden Manatis. Die Studie zeigt außerdem, daß die kontinuierliche Beurteilung der elektrischen Herzaktivität bei einem wachen Manati durchgeführt werden kann und daß die Ergebnisse solcher Methoden als Teil routinemäßigen Untersuchungen sowie zur Festellung von Herzerkrankungen und –dysfunktionen verwendet werden können. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 37(4): 454-463, 2006.

Titel: Echokardiographische Untersuchung beim Großen Tümmler (Tursiops truncatus) 

Autoren: Mark Sklansky, M.D., Gregg Levine, D.V.M., Dielle Havlis, Nicole West, Michael Renner, D.V.M., Curtis Rimmerman, M.D. und Rae Stone, D.V.M. 

Division of Pediatric Cardiology, Childrens Hospital Los Angeles, Los Angeles, California 90027, USA (Sklansky); Dolphin Quest Oahu, Honolulu, Hawaii 96816, USA (Levine, Havlis, West); Dolphin Research Center, Grassy Key, Florida 33050, USA (Renner); Department of Cardiovascular Medicine, Cleveland Clinic, Cleveland, Ohio 44195, USA (Rimmerman); and Dolphin Quest, Middleburg, Virginia, USA (Stone). Korrespondenz bitte an Dr. Sklansky. 

Zusammenfassung: Die sichere und effektive Durchführung von Echokardiographie wäre ein wertvolles diagnostisches Mittel für Tierärzte, die mit Meeressäugetieren arbeiten, und für Physiologen, die das Herz beim Delfin untersuchen. Herkömmliche Ultraschalltechnologie (transthorakale Echokardiographie) ist durch logistische, anatomische und verhaltensbedingte Faktoren limitiert. Fünf ausgewachsene, männliche Große Tümmler (Tursiops truncatus) wurden konditioniert, die Durchführung einer Echokardiographie-Untersuchung (transthorakal und transösophageal bei vier Tieren und nur transthorakal bei einem Tier) zu dulden. Die transösophageale Bildqualität verbesserte sich vorübergehend, wenn die Delfine spontan ausgeatmet hatten. Daraufhin wurden die Delfine konditioniert, auf Befehl stark auszuatmen und danach während der Untersuchung den Atem anzuhalten. Mehr als 25 transthorakale und 100 transösophageale echokardiographische Untersuchungen wurden mit zweidimensionalem Ultraschall sowie mit Farbdoppler durchgeführt. Die Verwendung des transthorakalen Ultraschalls ergab Bilder schlechter Qualität von nur kleinen Teilen des Herzens. Im Vergleich dazu ergab die Verwendung des transösophagealen Ultraschalls hochqualitative Bilder des gesamten Herzens (Mitral-, Trikuspidal-, Aorten- und Pulmonalklappe, Atrium- und Kammerseptum, linkes und rechtes Atrium, linke und rechte Kammer, aufsteigende Aorta und A. pulmonalis), die durch das tiefe Ausatmen und Atemanhalten dramatisch verbessert wurden. Farbdoppler zeigte geringgradige Trikuspidalinsuffizienz bei allen Delfinen, sowie geringgradige Aorteninsuffizienz bei einem Delfin, welcher ein gestieltes Gewächs zeigte, das in der sinutubulären Region oberhalb der Aortenklappe entstand. Komplikationen konnten bei keinem der unsedierten Delfine bei der Untersuchung festgestellt werden. Eine sichere, effektive, wiederholbare Untersuchung des Herzens mit tranösophagealer Echokardiographie, verbunden mit konditioniertem Anhalten des Atems nach starkem Ausatmen, kann beim Großen Tümmler durchgeführt werden. Diese Methode und die dadurch gewonnenen physiologischen echokardiographischen Daten stellen die Basis für weitere echokardiographischen Studien bei anderen Meeressäugetieren dar. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 37(4): 464-471, 2006.

Titel: Blutwerte freilebender Nestlinge von Lederschildkröten (Dermochelys coriacea) an der Küste der Gabunischen Republik 

Autoren: Sharon L. Deem, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.Z.M., Ellen S. Dierenfeld, Ph.D., Guy Phillipe Sounguet, B.S., A. Rick Alleman, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.V.P., Carolyn Cray, Ph.D., Robert H. Poppenga, D.V.M., Ph.D., Terry M. Norton, D.V.M., Dipl. A.C.Z.M. und William B. Karesh, D.V.M. 

Field Veterinary Program, Wildlife Conservation Society, 2300 Southern Boulevard, New York, New York 10460, USA (Deem, Karesh); Saint Louis Zoo, One Government Drive, Forest Park, St. Louis, Missouri 63110, USA (Dierenfeld); B.P. 7248, Quartier Montagne Sainte, Libreville, Gabun (Sounguet); Department of Physiological Sciences, College of Veterinary Medicine, P.O. Box 100103, University of Florida, College of Veterinary Medicine, Gainesville, Florida 32610, USA (Alleman); Division of Comparative Pathology, Miller School of Medicine, P.O. Box 016960 R-46, Miami, Florida 33101, USA (Cray); University of Pennsylvania, School of Veterinary Medicine, New Bolton Center, 382 West Street Road, Kennett Square, Pennsylvania 19348, USA (Poppenga); St. Catherines Island Wildlife Survival Center, 182 Camellia Road, Midway, Georgia 31320, USA (Norton). Aktuelle Adressen (Deem): Department of Animal Health, Smithsonian's National Zoological Park, 3001 Connecticut Avenue, Washington D.C. 20008, USA; (Poppenga) CAHFS Toxicology Laboratory, School of Veterinary Medicine, University of California, West Health Sciences Drive, Davis, California 95616, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Deem. 

Zusammenfassung: Lederschildkröten (Dermochelys coriacea) sind von den sieben Meeresschildkrötenarten am stärksten bedroht. Der Gesundheitsstatus der Lederschildkröte ist größtenteils unbekannt, obwohl die Anzahl nistender Weibchen in den letzten Jahrzehnten auf der ganzen Welt stark gesunken ist. Zentralafrikanische Strände könnten einer der letzten verbleibenden Nistplätze für Lederschildkrötenweibchen sein. In dieser Region stellen Ölgewinnung sowie Beifang signifikante Bedrohungen für die Gesundheit der Population dar. Allgemeine Untersuchungen, Blutbild, biochemische Untersuchung des Plasmas, Plasmakortikosteronkonzentration, Proteinelektrophorese des Plasmas, Vitaminkonzentrationen des Plasmas sowie toxikologische Untersuchungen wurden bei nistenden weiblichen Lederschildkröten in der Gabunischen Republik durchgeführt. Der allgemeine klinische Zustand der 35 untersuchten Schildkröten dieser Studie wurde als gut eingestuft. Die Ergebnisse der untersuchten Blutwerte eines Teils der Schildkröten werden hier angegeben und mit bereits veröffentlichten Ergebnissen anderer Meeresschildkrötenstudien verglichen. Nach Kenntnis der Autoren bietet diese Studie  die ersten Basiswerte für Blutbild, biochemische Plasmauntersuchung und Proteinelektrophorese des Plasmas bei klinisch gesunden, nistenden Lederschildkröten. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 37(4): 472-476, 2006.

Titel: Glukosurie bei Okapis (Okapia johnstoni) in menschlicher Obhut 

Autoren: Gregory J. Fleming, D.V.M, Dipl. A.C.Z.M., Scott B. Citino, D.V.M, Dipl. A.C.Z.M. und Ann Petric, B.S. 

White Oak Conservation Center, 581705 White Oak Road, Yulee, Florida 32097, USA (Fleming, Citino); Brookfield Zoo, 3300 Golf Road, Brookfield, Illinois 60513, USA (Petric). Aktuelle Adresse (Fleming): Disney's Animal Kingdom, P.O. Box 10,000, Lake Buena Vista, Florida 32830, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Fleming. 

Zusammenfassung: Achtzehn von 38 Okapis in menschlicher Obhut in den USA zeigten Glukosurie mit einem Harnteststreifen. Um diesen Befund zu bestätigen, wurden Harnglukosekonzentrationen von Okapis in  einer zoologischen Einrichtung (n = 10) mit zwei Methoden gemessen: Harnteststreifen und qualitativer Analyse. Sieben dieser Harnproben zeigten mit der Teststreifenmethode positive Ergebnisse für Glukose. Vergleichbare Ergebenisse wurden bei der qualitativen Analyse festgestellt. Um angenommen normale Kontrolltiere zu messen, wurden Okapis in ihrem natürlichen Herkunftsland untersucht, die sich dort in menschlicher Obhut befanden (n = 10). Diese Tiere zeigten alle negative Ergebnisse für Glukose mit dem Harnteststreifen. Fruktosaminkonzentrationen im Serum (221-362 μmol/l) und Insulinkonzentrationen (9-45 pmol/l; 1,17-5,85 μU/ml) wurden für Okapis (n = 6) mit und ohne Glukosurie bestimmt. Die Ergebnisse waren innerhalb der physiologischen Grenzen für andere Wiederkäuerarten. Wir schließen daraus, daß Glukosurie ein tatsächlicher Befund bei vielen scheinbar gesunden Okapis in menschlicher Obhut in den USA ist. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 37(4): 477-486, 2006.

Titel: Fluorose als vermutliche Ursache chronischer Lahmheit bei freilebenden Östlichen Grauen Riesenkängurus (Macropus giganteus) 

Autoren: Emily Clarke, B.V.Sc.(Hons), B.Anim.Sc., Ian Beveridge, D.V.Sc., Ph.D., Ron Slocombe, B.V.Sc.(Hons), Ph.D., Dipl. A.C.V.P. und Graeme Coulson, B.Sc., Ph.D. 

Departments of Veterinary Science and Zoology, The University of Melbourne, Parkville, Victoria 3052, Australien (Clarke, Beveridge, Slocombe, Coulson). Aktuelle Adresse (Clarke): 15 McRorie Street, Anglesea, Victoria 3230, Australien. Korrespondenz bitte an Dr. Clarke. 

Zusammenfassung: Eine Population von Östlichen Grauen Riesenkängurus (Macropus giganteus), die Heidelandschaft und landwirtschaftlich genutztes Land um eine Aluminiumschmelze in Portland, Victoria, Australien bevölkerte, zeigte Lahmheiten. Eine Studie wurde unternommen, um die Ursache der beobachteten Lahmheiten zu finden.  Blutbild, pathoanatomische und –histologische Untersuchungen, Ei- und Gesamtwurmzahl im Kot, Fortpflanzungsstatus und Altersbestimmung der Population wurden durchgeführt; Abweichungen, die auf weitere Erkrankungen hinwiesen, wurden nicht festgestellt. Die Lahmheiten wurden mit den folgenden Tests näher untersucht: Histopathologische Untersuchung des Knochens, Röntgenaufnahmen, quantitative Ultrasonographie, Mikroradiographie und Multielementanalyse von Knochenasche. Die folgenden signifikanten Veränderungen wurden festgestellt: Osteophytose der distalen Tibia und Fibula, Tarsalknochen, des Metatarsus IV und der proximalen Schwanzwirbel; Osteopenie des Femurs, der Tibia und des Metatarsus IV; Zahnschmelzhypoplasie der Schneidezähne; verfärbte, unregelmäßige Zähne mit abweichender Zahnabnutzung; abweichende und unregelmäßige Knochenmatrixmineralisierung; erhöhte Knochendichte; und erhöhte Fluoridkonzentration des Knochens. Bei der Mikroradiographie der erkrankten Kängurus wurden „schwarze Osteone“ festgestellt, die als klinische Manifestation der Fluorose gelten. Diese Befunde stimmen mit der Diagnose von Fluorose überein. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 37(4): 487-491, 2006.

Titel: Saisonaler Einfluss auf hämatologische Werte und Hämoglobinelektrophorese bei Boa constrictor amarali in Brasilien 

Autoren: Carla C. Machado, Luis F. N. Silva, Paulo R. R. Ramos, D.P.B, Ph.D. und Regina K. Takahira, D.V.M., Ph.D. 

School of Veterinary Medicine and Animal Husbandry—FMVZ—at Unesp, Distrito de Rubião Jr., s/n, Botucatu, São Paulo, CEP 18618-000, Caixa postal 560, Brasilien (Machado, Silva und Takahira) und Biosciences Institute at Unesp, Distrito de Rubião Jr., s/n, Botucatu, São Paulo, 18618-000, Brasilien (Ramos). Korrespondenz bitte an Dr. Takahira. 

Zusammenfassung: Als ektothermische Tiere sind Schlangen ausschließlich auf die Umwelt für die angemessene Temperaturregelung angewiesen, wodurch das Ausmaß ihrer Bewegungen bestimmt wird. 25 ausgewachsene Boa constrictor amarali, die in menschlicher Obhut gehalten wurden, wurden für die Bestimmung des saisonalen Einflusses auf die hämatologischen Werte sowie auf das elektrophoretische Hämoglobinprofil untersucht. Ein großes Blutbild und Blutparasitenuntersuchung wurden im Sommer und Winter 2004 durchgeführt. Hämoglobin wurde für spätere Elektrophorese aufbewahrt. Signifikante Unterschiede (P < 0,05) wurden für die Erythrozyten-, Leukozyten-, Lymphozyten-, Thrombozyten- und Monozytenzahl festgestellt. Diese Ergebnisse betonen die Wichtigkeit des Zeitpunktes der Blutaufnahme zum Interpretieren der Blutreferenzwerte bei solchen Tieren. Blutparasiten (Hepatozoon sp.) wurden bei zwei der untersuchten Schlangen im Winter und bei vier im Sommer festgestellt. Das Vorkommen der Parasiten scheint keine signifikante Veränderungen des Blutbildes hervorzurufen. Die elektrophoretische Analyse der Proben zeigte 2-4 Hämoglobinbänder bei dieser Schlangenart. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 37(4): 492-497, 2006.

Titel: Vorkommen von Mikrosporidien, Cryptosporidium spp. und Giardia spp. beim Kanadischen Biber (Castor canadensis) in Massachusetts, USA 

Autoren: Ronald Fayer, Ph.D., Mónica Santín, D.V.M., Ph.D., James M. Trout, Ph.D., Stephen DeStefano, Ph.D., Kiana Koenen, M.S. und Taranjit Kaur, V.M.D., M.P.H. 

Environmental Microbial Safety Laboratory, Animal and Natural Resources Institute, Agricultural Research Service, United States Department of Agriculture, Beltsville, Maryland 20705, USA (Fayer, Santín, and Trout); U.S. Geological Survey, Massachusetts Cooperative Fish and Wildlife Research Unit, University of Massachusetts, Amherst, Massachusetts 01355, USA (DeStefano and Koenen); Virginia–Maryland Regional College of Veterinary Medicine, Virginia Polytechnic Institute and State University, Blacksburg, VA 24061, USA (Kaur). Korrespondenz bitte an Dr. Fayer. 

Zusammenfassung: Kot von 62 Kanadischen Bibern in Massachusetts wurden durch Fluoreszenzmikroskopie (IFA) und Polymerase Chain Reaction (PCR) auf das Vorkommen von Mikrosporidien, Cryptosporidium spp. und Giardia spp. zwischen Januar 2002 und Dezember 2004 untersucht. PCR-positive Proben wurden weiter durch Gensequenzierung analysiert. Protisten wurden bei 6,4 % der Biber - die alle Jungtiere waren - nachgewiesen. Mikrosporidienarten wurden nicht festgestellt. Giardia spp. wurden mit IFA bei vier Bibern nachgewiesen; Cryptosporidium spp. wurden mit IFA bei zweien dieser Biber ebenfalls festgestellt. Gensequenzierung für das ssrRNA-Gen bei den zwei Cryptosporidium spp.-positiven Bibern ergab keine entgültige Identifizierung der Parasitenart. Nukleotidensequenzen von TPI-, ssrRNA- und β-Giardin-Genen für Giardia spp. (in GenBank gespeichert) ergaben, daß die vier Biber Giardia duodenalis Gruppe B ausgeschieden haben. Das Vorkommen dieses zoonotischen Genotyps zeigt, daß Biber eine potentielle Quelle für Giardia spp.-Zysten im Wasser sein könnten. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 37(4): 498-512, 2006.

Titel: Mycobacterium avium beim Zwergkaninchen (Brachylagus idahoensis): 28 Fälle 

Autoren: Lisa A. Harrenstien, D.V.M., Dipl. A.C.Z.M., Mitchell V. Finnegan, D.V.M., Nina L. Woodford, D.V.M., M.P.H., Dipl. A.C.L.A.M., Kristin G. Mansfield, D.V.M., M.P.V.M., W. Ray Waters, D.V.M., Ph.D., John P. Bannantine, Ph.D., Michael L. Paustian, Ph.D., Michael M. Garner, D.V.M., Dipl. A.C.V.P., Antony C. Bakke, Ph.D., Charles A. Peloquin, Pharm.D. und Terry M. Phillips, Ph.D., D.Sc. 

Oregon Zoo, 4001 Southwest Canyon Road, Portland, Oregon 97221, USA (Harrenstien, Finnegan); Office of the Campus Veterinarian, Washington State University College of Veterinary Medicine, Pullman, Washington 99164, USA (Woodford); Washington Department of Fish and Wildlife, 2315 North Discovery Place, Spokane Valley, Washington 99216, USA (Mansfield); Bacterial Diseases of Livestock Research Unit, National Animal Disease Center, Agricultural Research Service, United States Department of Agriculture, 2300 Dayton Avenue, Ames, Iowa 50010, USA (Waters, Bannantine, Paustian); Northwest ZooPath, 654 West Main Street, Monroe, Washington 98272, USA (Garner); Department of Pathology and Medicine, Oregon Health and Science University, Portland, Oregon 97239, USA (Bakke); Department of Medicine, National Jewish Medical and Research Center, and University of Colorado Schools of Pharmacy and Medicine, Denver, Colorado 80206, USA (Peloquin); National Institutes of Health, 9000 Rockville Pike, Bethesda, Maryland 20892, USA (Phillips). Korrespondenz bitte an Dr. Harrenstien. 

Zusammenfassung: Die Columbia-Becken-Untergruppe des Zwergkaninchens (Brachylagus idahoensis) wurde November 2001 vom United States Fish and Wildlife Service als bedroht eingestuft, und Zwergkaninchen wurden seit Frühling 2002 in freier Wildbahn nicht mehr gesichtet. Zuchtprogramme in menschlicher Obhut haben versucht, die Populationsgröße zu erhöhen, damit Tiere im zentralen Washington wieder ausgesetzt werden können. Disseminierte Mykobakteriose durch Mycobacterium avium wurde als die häufigste Todesursache bei ausgewachsenen Zwergkaninchen diagnostiziert. Mykobakteriose wurde zwischen Juni 2002 und September 2004 bei 28 ausgewachsenen Zwergkaninchen in menschlicher Obhut (29% der Gesamtpopulation in menschlicher Obhut) festgestellt; 18 ausgewachsene Zwergkaninchen sind im gleichen Zeitraum an anderen Ursachen gestorben. Medizinische Unterlagen von Untersuchungen vor und nach dem Tode wurden analysiert, um den klinischen Verlauf und die Ergebnisse der klinischen und diagnostischen Untersuchungen der Mykobakteriose bei Zwergkaninchen zu beschreiben. Verschiedene Behandlungsmethoden, mögliche Risikofaktoren der Mortalität und Empfehlungen für die Verhinderung von Mykobakteriose wurden ebenfalls untersucht. Eine komprimierte zellvermittelte Immunität scheint die beste Erklärung für die hohe Morbidität und Mortalität, die mit Mykobakteriose der Zwergkaninchen einhergehen. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 37(4): 513-517, 2006.

Titel: Narkose bei männlichen Axishirschen (Axis axis): Beurteilung von Thiafentanil-Medetomidin-Ketamin und Medetomidin-Ketamin 

Autoren: Kristine M. Smith, D.V.M., David M. Powell, Ph.D., Stephanie B. James, D.V.M., Dipl. A.C.Z.M., Paul P. Calle, V.M.D., Dipl. A.C.Z.M., Robert P. Moore, D.V.M., Dipl. A.V.B.P., Heidi S. Zurawka, D.V.M., Sabrina Goscilo, D.V.M. und Bonnie L. Raphael, D.V.M., Dipl. A.C.Z.M. 

Wildlife Conservation Society, Wildlife Health Sciences, Bronx, New York 10460, USA (Smith, Calle, Raphael, James, Moore, and Zurawka), Wildlife Conservation Society, Department of Mammalogy, Bronx, New York 10460, USA (Powell). Aktuelle Adresse (Goscillo): University of Pennsylvania, School of Veterinary Medicine, 3800 Spruce Street, Philadelphia, Pennsylvania 19104, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Smith. 

Zusammenfassung: Thiafentaniloxalat, früher als A-3080 bekannt, ist ein synthetisches Opioid, das für die Injektionsnarkose von verschiedenen nicht-domestizierten Huftierarten verwendet wird. Diese Studie vergleicht die Kombination von Thiafentaniloxalat-Medetomidin-Ketamin (TMK; T 0,09 ± 0,02 mg/kg; M 0,01 ± 0,003 mg/kg; K 1,36 ± 0,33 mg/kg) mit der Kombination von Medetomidin-Ketamin (MK; M 0,09 ± 0,02 mg/kg; 3,48 ± 0,55 mg/kg) für die Narkose von 17 männlichen Axishirschen (Axis axis) in menschlicher Obhut für die Durchführung der Vasektomie. Neun Hirsche wurden mit TMK und acht mit MK mit einer Betäubungsspritze mit Blasrohr im Januar und Februar 2005 narkotisiert. Die mittleren Einleitungs- und Aufwachzeiten, Herz- und Atemfrequenzen, Körpertemperaturen und arterielle Blutgaswerte wurden gemessen und verglichen. Sauerstoff wurde bei allen narkotisierten Tieren während der Operation zusätzlich verabreicht. Die Tiere, die mit TMK narkotisiert wurden, bekamen Naltrexon (100 mg/mg Thiafentanil) und Atipamezol (5 mg/mg Medetomidin) als Antidoten. Tiere, die mit MK narkotisiert wurden, bekamen Atipamezol (5 mg/mg Medetomidin) als Antidot. Zwei der MK-Tiere und drei der TMK-Tiere benötigten weitere i.v.-Verabreichung von Ketamin, sofort nachdem sie angenähert werden konnten. Sechs der neun Tiere, die mit TMK narkotisiert wurden, mussten intubiert, und positive Druckbeatmung musste eingesetzt werden. Zwei dieser sechs Tiere benötigten weiterhin die Verabreichung von Isofluran zur Aufrechterhaltung der Narkose. Die mittlere Einleitungszeit betrug 3,5 ± 2,0 Min. in der TMK-Gruppe und 9,8 ± 6,7 Min. in der MK-Gruppe. Trotz der kürzeren Einleitungszeit zeigten die Tiere in der TMK-Gruppe unvorhersehbare Einleitungen, Apnoe, Muskelstarre, Bewegung der Gliedmaßen und signifikante respiratorische und metabolische Azidose. Die Narkose mit MK zeigte gleichmäßigere Einleitungen, bessere Atemfunktion und weniger metabolische Veränderungen und wird deshalb für die Narkose von Axishirschen in menschlicher Obhut bei den angegebenen Dosierungen vorgezogen. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 37(4): 518-523, 2006.

Titel: Die Verwendung von Infrarot-Thermographie bei der Feststellung von Symptomen der Tollwutinfektion bei Waschbären (Procyon lotor) 

Autoren: Mike R. Dunbar, M.S., D.V.M. und Kathleen A. MacCarthy, B.S. 

United States Department of Agriculture, Animal and Plant Health Inspection Service, Wildlife Services, National Wildlife Research Center, 4101 Laporte Avenue, Fort Collins, Colorado 80521, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Dunbar. 

Zusammenfassung: Infrarot-Thermographie wurde verwendet, um zu beurteilen, ob Waschbären, die experimentell mit Tollwutvirus infiziert wurden, von nicht-infizierten Waschbären unterschieden werden können. Nach einer 10-tägigen Gewöhnungsphase wurden Waschbären (n = 6) mit einem virulenten Tollwut-Straßenvirus der Waschbärvariante mit einer Injektion in den M. masseter mit einer 2 x 104 Gewebskultur-Infektionsdosis (TCID50) in 0,2 ml (n = 4) oder 105 TCID50 in 1 ml (n = 2) infiziert. Fünf der sechs Waschbären entwickelten Prodromalsymptome der Tollwut 17-22 Tage nach der Infizierung, und charakteristische klinische Symptome von rasender Wut wurden nach zwischen 19 und 24 Tagen beobachtet. Zum Zeitpunkt der Einschläferung, die 2 Tage nach Auftreten der ersten klinischen Symptome durchgeführt wurde, testeten diese fünf Waschbären positiv für Tollwutvirus im Gehirngewebe. Die thermischen Infrarot-Aufnahmen wurden von jedem Waschbär zweimal täglich vor und nach der Infizierung gemacht. Offensichtliche Unterschiede der thermischen Temperaturen an einzelnen Tagen wurden bei keinem der sechs Waschbären während der Studie für das Auge, die durchschnittliche Körperoberfläche und die  Körpertempertur (an subkutanen Implantaten gemessen) festgestellt. Zunahmen der Infrarot-Oberflächentemperatur der Nasen sowie sichtbare Unterschiede bei den thermischen Aufnahmen der Nasen wurden nach Auftreten der klinischen Tollwutsymptome festgestellt. Unterschiede wurden für die mittleren Infrarot-Nasentemperaturen in Intervallen beim Fortschreiten der Erkrankung (F3,12 = 70,03, P < 0,0001) festgestellt. Die mittlere Nasentemperatur während der klinischen Tollwutphase (30,4 ± 3,5˚ C) war signifikant höher als während der Prodromalphase (F1,12 = 151,85, P < 0,0001). Diese Studie deutet darauf hin, daß Infrarot-Thermographie in einer experimentellen Umgebung für die Identifizierung von Waschbären in der infektiösen Phase von Tollwut, die klinische Symptome entwickeln könnten, brauchbar ist. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 37(4): 524-530, 2006.

Titel: Chirurgische Entfernung mykotischer (Cladosporium sp.) Granulome aus dem Mantel eines Gewöhnlichen Tintenfisches (Sepia officinalis) 

Autoren: Craig A. Harms, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.Z.M., Gregory A. Lewbart, M.S., V.M.D., Dipl. A.C.Z.M., Ryan McAlarney, Larry S. Christian, Kyleigh Geissler, D.V.M. und Carol Lemons 

North Carolina State University, College of Veterinary Medicine, Department of Clinical Sciences, Center for Marine Sciences and Technology, 303 College Circle, Morehead City, North Carolina 28557, USA (Harms); North Carolina State University, College of Veterinary Medicine, Department of Clinical Sciences, 4700 Hillsborough St., Raleigh, North Carolina 27606, USA (Lewbart, Christian); North Carolina Aquarium at Fort Fisher, 900 Loggerhead Road, Kure Beach, North Carolina 28449, USA (McAlarney); North Carolina State University, College of Veterinary Medicine, Department of Population Health and Pathobiology, 4700 Hillsborough St., Raleigh, North Carolina 27606, USA (Geissler); North Carolina State University, Clinical Microbiology, Veterinary Teaching Hospital, 4700 Hillsborough St., Raleigh, North Carolina 27606, USA (Lemons). Korrespondenz bitte an Dr. Harms. 

Zusammenfassung: Ein ausgewachsener, weiblicher Gewöhnlicher Tintenfisch (Sepia officinalis) aus einem öffentlichen Aquarium zeigte eine erhabene Hautveränderung des dorsalen Mantels. Röntgenaufnahmen, Hämolymph-Entnahme und chirugische Entfernung mit Biopsie wurden unter Narkose mit Äthanol 1,5-3% im Salzwasser durchgeführt. Die Hautveränderung wurde mit breiten Rändern entfernt, und die tieferen Gewebsschichten, darunter auch der Kalkschulp, schienen nicht betroffen zu sein. Die elastische und frei bewegliche Haut erlaubte das Zunähen der Haut mit minimaler Spannung. Die Biopsie zeigte Hämozyten-Granulome um dünne, selten verzweigte Hyphen mit Septen. Die Kultur zeigte Cladosporium sp. Itraconazol wurde postoperativ im Futter verabreicht. Der Tintenfisch zeigte nach der Operation normale Futteraufnahme und Bewegung, und die Operationswunde heilte vollständig. Zwei Monate nach der Operation wurde der Tintenfisch tot aufgefunden. Die histopathologische Untersuchung zeigte multisystemische Pilzinfektion. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 37(4): 531-534, 2006.

Titel: Narkose zur laparoskopischen Tubensterilisation beim Orang-Utan (Pongo abelii/pygmaeus) 

Autoren: Paula K. Hendrix, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.V.A. 

University of Minnesota Veterinary Teaching Hospital, 1365 Gortner Avenue, St. Paul, Minnesota 55108, USA. Aktuelle Adresse: Animal Health Center, P.O. Box 6100, College of Veterinary Medicine, Mississippi State University, Mississippi State, Mississippi 39762-6100, USA. 

Zusammenfassung: Eine ausgewachsene Orang-Utan-Hybride (Pongo abelii/pygmaeus) wurde für eine laparoskopische Tubensterilisation zu einer Universitäts-Tierklinik transportiert. Die Narkose wurde mit Injektionsnarkotika eingeleitet, und das Tier wurde anschließend orotracheal intubiert. Die Narkose wurde mit Isofluran im Sauerstoff aufrechterhalten, und positive Druckbeatmung wurde verwendet, um einen ausreichenden Gasaustausch zu gewährleisten. Die folgenden Parameter wurden bei der Narkose überwacht: arterieller Blutdruck, EKG, Kapnometrie und arterielle Blutgase. Die Narkose sowie die Aufwachphase verliefen ohne Zwischenfall. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 37(4): 535-538, 2006.

Titel: Antagonisierbare Narkose bei wildlebenden Küstenottern (Lontra felina) mit Ketamin und Medetomidin 

Autoren: Claudio Soto-Azat, D.M.V., M.Sc.(c), Francisca Boher, D.M.V., Ph.D.(c), Gabriela Flores, Mar. Biol., Eileen Mora, Aq. Ing., Alexis Santibañez, Mar. Biol. und Gonzalo Medina-Vogel, D.M.V., Ph.D. 

Faculties of Veterinary Science (Soto-Azat, Boher), and Sciences (Santibañez), Universidad Austral de Chile, P.O. Box 567, Valdivia, Chile; the Faculty of Marine Science, Universidad de Valparaíso, P.O. Box 5080, Viña del Mar, Chile (Flores);  Faculty of Ecology and Natural Resources, Universidad Andrés Bello, República 440, Santiago, Chile (Mora, Medina-Vogel). Aktuelle Adresse (Soto-Azat): Laboratory of Ecosystem Health, School of Veterinary Medicine, Faculty of Ecology and Natural Resources, Universidad Andrés Bello, República 440, Santiago, Chile. Korrespondenz bitte an Dr. Soto-Azat. 

Zusammenfassung: Neun Küstenotter (Lontra felina) wurden 15 Mal mit einer Kombination von Ketamin (5,3 ± 0,9 [Spannweite 4,5 – 8,0] mg/kg) und Medetomidin (53 ± 9 [Spannweite 45 – 80] μg/kg) i.m. mit einer Handinjektion für das Einsetzen von Funksendern narkotisiert. Zeit bis zum ersten Anzeichen der Narkose sowie Einleitungszeit betrugen 1,1 – 5,0 Min. bzw. 1,8 – 5,4 Min. Geringe Komplikationen sind aufgetreten, darunter geringgradige Hypothermie bei sechs Ottern und hochgradige Hypoxämie bei einem Otter. Nach 34 – 63 Min. wurde der Antagonist Atipamezol (226 ± 29 [Spannweite 176 – 265] μg/kg) verabreicht. Alle Tiere sind in 3,3 – 26,8 Min. von der Narkose aufgewacht. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 37(4): 539-541, 2006.

Titel: Lokale Cisplatin-Chemotherapie und topische Kryotherapie für die Behandlung eines Plattenepithelkarzinoms der Choane bei einem Brillenpinguin (Spheniscus demersus) 

Autoren: Shannon T. Ferrell, D.V.M., Dipl. A.B.V.P. (Avian), Dipl. A.C.Z.M., Annajane B. Marlar, D.V.M., Dipl. A.C.V.O., Michael Garner, D.V.M., Dipl. A.C.V.P. und Nancy P. Lung, V.M.D., M.S. 

Animal Health Department, Fort Worth Zoological Park, 1989 Colonial Parkway, Fort Worth, Texas 76110, USA (Ferrell, Marlar, Lung); Northwest ZooPath, 654 W. Main, Monroe, Washington 98272, USA (Garner). Korrespondenz bitte an Dr. Ferrell. 

Zusammenfassung: Ein Plattenepithelkarzinom der Choane wurde mittels Biopsie bei einem 3,5 Jahre alten, weiblichen Brillenpinguin (Spheniscus demersus) mit 2,5 kg Körpergewicht festgestellt, nachdem das Tier mit Ulzeration der Choane, Inappetenz und Gewichtsverlust vorgestellt wurde. Cisplatin wurde in den Tumor injiziert, und anschließend wurde lokal begrenzte, topische Kryotherapie mit Flüssigstickstoff verwendet. Der Pinguin zeigte neun Monate lang keine Symptome, und eine zweite Runde Kryotherapie wurde zu diesem Zeitpunkt durchgeführt. Das Tier zeigte 13 Monate nach der zweiten Runde Kryotherapie keine Anzeichen des Plattenepithelkarzinoms. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 37(4): 542-544, 2006.

Titel: Disseminierte Kokzidioidomykose bei einem Indochinesischen Tiger (Panthera tigris corbetti) mit chronischer Niereninsuffizienz 

Autoren: Kelly E. Helmick, D.V.M., M.S., Peter Koplos, D.V.M. und James Raymond, D.V.M., Dipl. A.C.V.P. 

El Paso Zoo, 4001 E. Paisano, El Paso, Texas 79905, USA (Helmick, Koplos); Northwest ZooPath, 654 W. Main Street, Monroe, Washington 98272, USA (Raymond). Aktuelle Adresse (Helmick): Woodland Park Zoo, 601 North 59th Street, Seattle, Washington 98103, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Helmick. 

Zusammenfassung: Ein 19 Jahre alter, weiblicher Indochinesischer Tiger (Panthera tigris corbetti) mit 78,2 kg Körpergewicht, der im El Paso Zoo (El Paso, Texas, USA) gehalten wurde, hatte chronische Niereninsuffizienz. Er zeigte seit 10 Tagen Inappetenz, Depression, zunehmende Hinterhandschwäche, Muskelzittern und Kopfzuckungen und wurde eingeschläfert. Bei der histopathologischen Untersuchung wurden Perikarderguss, generalisierte Lymphadenopathie, Glomerulosklerose, glomeruläre Atrophie mit membranöser Glomerulonephropathie sowie Adenokarzinom des Pankreas festgestellt. Pyogranulomatöse Pneumonie, Perikarditis und Lymphadenitis wurden ebenfalls festgestellt und waren mit mykotischen Spherulen assoziiert, die histomorphologisch mit Coccidioides immitis übereinstimmten. Ein zunehmender Antikörpertiter gegen C. immitis wurde von Proben kurz vor dem Tod sowie 2 Monate vor der Einschläferung festgestellt. Retrospektive serologische Untersuchungen von zwei weiteren Indochinesischen Tigern, zwei Persischen Leoparden (Panthera pardus saxicolor), zwei Jaguaren (Panthera onca), zwei Rotlüchsen (Lynx rufus texensis), zwei Ozeloten (Leopardus pardalis) und drei Amurleoparden (Panthera pardus orientalis), die in einem Zeitraum von 8 Jahren im selben Zoo gehalten wurden, zeigten negative Ergebnisse. Obwohl dieser Zoo sich innerhalb der endemischen Region für C. immitis befindet, ist dieser Tiger erst der zweite Fall von Kokzidioidomykose, der in dieser Einrichtung festgestellt wurde. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 37(4): 545-548, 2006.

Titel: Enrofloxacin-induzierte Retinopathie bei einem Guanako (Lama guanicoe) 

Autoren: Tara M. Harrison, D.V.M., M.P.V.M., Richard R. Dubielzig, D.V.M., Dipl. A.C.V.P., Timothy R. Harrison, M.D. und Modesto McClean, D.V.M. 

Wildlife Safari 1790 Safari Road, Winston, Oregon 97496, USA (T. M. Harrison, McClean); Michigan State University College of Veterinary Medicine, East Lansing, Michigan 48824, USA (T. M. Harrison); Department of Pathobiological Sciences, School of Veterinary Medicine, University of Wisconsin–Madison, 2015 Linden Drive West, Madison, Wisconsin 53706, USA (Dubielzig); Cadillac Eye Clinic, 502 Cobbs Street, Cadillac, Michigan, 49601, USA (T. R. Harrison). Aktuelle Adresse (T. M. Harrison): Potter Park Zoo, 1301 South Pennsylvania, Lansing, Michigan 48912, USA. Korrespondenz bitte an Dr. T.M. Harrison. 

Zusammenfassung: Ein 4 Jahre altes Guanako (Lama guanicoe) in einem Gehege mit mehreren Tierarten zeigte eine Schnittwunde in der Achselgegend. Die Wunde wurde chirurgisch repariert. Medizinische Behandlung mit Procain-Penicillin G und Benzathin-Penicillin (1920 IU/kg, i.m., einmal täglich für 14 Tage) und Enrofloxacin (2,4 mg/kg i.m., einmal täglich für 14 Tage) wurde eingeleitet. Das Tier wurde später mit Trimethoprim-Sulfadiazin (24 mg/kg, p.o., einmal täglich für 10 Tage) behandelt. Sechsundzwanzig Tage nach der ursprünglichen Verletzung entstand der Verdacht, daß das Guanako blind war. Eine Augenuntersuchung wurde durchgeführt, und Erkrankung der Netzhaut wurde festgestellt. Bei der histopathologischen Untersuchung wurde äußere Netzhautatrophie festgestellt, die in der zentralen Netzhaut am ausgeprägtesten war mit lokalisierten Stellen von vollständiger Netzhautatrophie. Die Netzhautveränderungen ähnelten denen, die durch Enrofloxacin bei Katzen induziert werden.

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 37(4): 549-552, 2006.

 

Titel: Aerobe bakterielle Flora von Nestlingen von Suppenschildkröten (Chelonia mydas) im Tortuguero Nationalpark, Costa Rica 

Autoren: Mario Santoro, M.S., Ph.D., Giovanna Hernández, M.S., Magaly Caballero, M.S. und Fernando García, Ph.D. 

Departamento de Patología (Santoro) und Bacteriología (Hernández, Caballero), Escuela de Medicina Veterinaria, Universidad Nacional, P.O. Box 86, Heredia 3000, Costa Rica; Centro de Investigación en Enfermedades Tropicales, Facultad de Microbiología, Universidad de Costa Rica, San José, Costa Rica. Korrespondenz bitte an Dr. Santoro. 

Zusammenfassung: Bakteriologische Untersuchung von 70 Nestlingen von Suppenschildkröten (Chelonia mydas) im Tortuguero Nationalpark, Costa Rica wurde durchgeführt, um die aeroben Bakterien der Nasenhöhle und Kloake festzustellen. Insgesamt 325 bakterielle Isolate wurden gesammelt; darunter 239 gramnegative und 86 grampositive Isolate aus 10 gramnegativen und 3 grampositiven Gattungen. Klebsiella pneumoniae wurde am häufigsten bei den Schildkröten isoliert: 27/70 (38,5%) der Kloakenproben und 33/70 (47,1%) der Nasenhöhlenproben. Die Enterobacteriaceae-Familie, mit Enterobacter agglomerans, E. cloacae, Escherichia coli, Klebsiella oxytoca, K. pneumoniae und Serratia marcescens, war die am häufigsten isolierte gramnegative Gruppe und umfasste 127/239 (53,1%) der isolierten gramnegativen Bakterien. Staphylococcus spp. umfassten die größte grampositive Bakteriengruppe, darunter S. aureus, S. cromogenes, S. epidermis und S. intermedius. Sie stellten 63 der 86 (73,2%) isolierten grampositiven Bakterien dar. Diese Studie zeigt, daß die aerobe bakterielle Flora von Nestlingen von Suppenschildkröten im Tortuguero Nationalpark aus einer sehr großen Breite an Bakterien besteht, darunter viele potentiell pathogene Organismen. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 37(4): 552-557, 2006.

 

Titel: Viszerale und scheinbar neurale Baylisascaris-Infektion bei einem Orang-Utan (Pongo pygmaeus) 

Autoren: Christopher S. Hanley, D.V.M., Heather A. Simmons, D.V.M., Roberta S. Wallace, D.V.M. und Victoria L. Clyde, D.V.M. 

Milwaukee County Zoo, Milwaukee, Wisconsin 53226, USA (Hanley, Simmons, Wallace, and Clyde) and the Department of Surgical Sciences (Hanley) and the Department of Pathobiological Sciences (Simmons), School of Veterinary Medicine, University of Wisconsin, Madison, Wisconsin 53706, USA. Aktuelle Adresse (Hanley): Toledo Zoo, P.O. Box 140130, Toledo, Ohio 43614. Korrespondenz bitte an Dr. Hanley. 

Zusammenfassung: Eine 32,5 Jahre alte, weibliche Orang-Utan-Hybride (Pongo pygmaeus) zeigte Steifheit der Hintergliedmaßen, die sich zu Tetraparese über die nächsten 2 Wochen entwickelte. Wiederholte diagnostische Untersuchungen, darunter serielle Magnetresonanztomographie des zentralen Nervensystems, zeigte unspezifische Veränderungen der tiefen weißen und grauen Substanz mit einer unverletzten Blut-Gehirn-Schranke. Zahlreiche empirische Behandlungen erzeugten keine Verbesserung des Zustands, und das Tier wurde eingeschläfert. Die histologische Untersuchung ergab ein Granulom im Ileum, das eine Nematode beinhaltete, die mit Baylisascaris procyonis am ehesten übereinstimmte. Zusätzlich wurden die folgenden Befunde festgestellt, die mit Nematodenwanderung übereinstimmen: Vakolisierung im Neuropil, Rarefaktion, Narbenbildung der Astrozyten und ein eosinophiles Granulom und lymphoeosinophiles perivaskuläres Infiltrat des Gehirns. Diese Befunde bestätigen das Vorkommen von Larva migrans visceralis und lassen die Vermutung einer neuralen Spulwurmwanderung zu. Dieser Bericht stellt den ersten Fall der Infektion mit Baylisascaris procyonis in einem Menschenaffen dar und beschreibt die Schwierigkeiten einer Diagnose vor dem Tod des Tieres mit neuraler Larva migrans. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 37(4): 558-561, 2006.

 

Titel: Antagonisierbare Narkose mit Medetomidin, Zolazepam und Tiletamin bei südostasiatischen Primatenarten 

Autoren: Åsa Fahlman, D.V.M., Vet.Med.Lic., Edwin J. Bosi, D.V.M., M.Phil. und Görel Nyman, D.V.M., Ph.D., Dipl. E.C.V.A. 

Department of Clinical Sciences, Swedish University of Agricultural Sciences, P.O. Box 7018, SE-750 07 Uppsala, Schweden (Fahlman, Nyman); Sepilok Orangutan Rehabilitation Center, Wildlife Department Sabah, W.D.T. 200, 90009 Sandakan, Sabah, Malaysia (Bosi). Aktuelle Adresse (Fahlman): Department of Wildlife, Fish, and Environment, National Veterinary Institute of Sweden, SE-751 89 Uppsala, Schweden; (Bosi): P.O. Box 39, 89507 Penampang, Sabah, Malaysia. Korrespondenz bitte an Dr. Fahlman. 

Zusammenfassung: Medetomidin (0,02-0,06 mg/kg) und Zolazepam-Tiletamin (0,8-2,3 mg/kg) wurden als antagonisierbare Narkosemittel für vier Primatenarten aus Südostasien untersucht: Borneo-Orang-Utan (Pongo pygmaeus), Borneo-Gibbon (Hylobates muelleri), Langschwanzmakak (Macaca fascicularis) und Schweinsaffe (Macaca nemestrina). 23 Narkosen wurden bei in menschlicher Obhut sowie wildlebenden Primaten in Sabah, Malaysia durchgeführt. Die Einleitung war schnell und reibungslos. Atem- und Herzfrequenzen waren während der gesamten Narkose stabil, obwohl die Körpertemperatur und der systolische arterielle Blutdruck signifikant sanken. Atipamezol mit einer Dosis des fünffachen der Medetomidin-Dosis antagonisierte die Narkose, und die ersten Zeichen des Aufwachens wurden nach 3-27 Minuten beobachtet. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 37(4): 562-564, 2006.

 

Titel: Depot-Cyclosporin-Implantat zur Behandlung bilateraler Keratoconjunctivitis sicca bei einem Rotwolf (Canis rufus) 

Autoren: Anne E. Acton, D.V.M., A. Brady Beale, V.M.D., Brian C. Gilger, M.S., D.V.M., Dipl. A.C.V.O. und Michael K. Stoskopf, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.Z.M. 

Environmental Medicine Consortium (Acton, Gilger, Stoskopf), Department of Clinical Sciences, 4700 Hillsborough Street, College of Veterinary Medicine, North Carolina State University, Raleigh, North Carolina, 27606, USA; Ophthalmology Service (Beale, Gilger), Department of Clinical Sciences, 4700 Hillsborough Street, College of Veterinary Medicine, North Carolina State University, Raleigh, North Carolina, 27606, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Acton. 

Zusammenfassung: Ein Implantat wurde bei einem 12 Jahre alten, männlichen Rotwolf (Canis rufus) mit idiopathischer Keratoconjunctivitis sicca subkonjunktival eingesetzt, das therapeutische Mengen von Cyclosporin für 12-24 Monate langsam abgeben sollte. Die physiologische Tränenproduktion und die Gesundheit der Hornhaut wurden wieder hergestellt. Diese Methode stellt eine Alternative zur täglichen Behandlung des Tieres mit topischen Medikamenten dar. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 37(4): 565-566, 2006.

 

Titel: Erfolgreiche Behandlung von Hyperprolaktinämie bei einem Westlichen Flachlandgorilla (Gorilla gorilla gorilla) 

Autoren: Jenifer Chatfield, D.V.M., Lily Zhang, Ph.D., Jacques Ramey, M.D., Ph.D., Todd Bowsher, Ph.D., Naida Loskutoff, Ph.D. und Kortney O'Neill, D.V.M. 

Gladys Porter Zoo, Brownsville, Texas 78520, USA (Chatfield, O'Neill); Texas Center for Reproductive Health, Dallas, Texas 75246, USA (Zhang); Heartland Center for Reproductive Medicine, Omaha, Nebraska 68138, USA (Ramey); Dallas Zoo, Dallas, Texas 75203, USA (Bowsher); Omaha's Henry Doorly Zoo, Omaha, Nebraska 68107, USA (Loskutoff). Aktuelle Adresse (Chatfield): Tampa's Lowry Park Zoo, 1101 W. Sligh Avenue, Tampa, Florida 33604, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Chatfield. 

Zusammenfassung: Prolaktin-produzierende Hypophysenadenome sind eine der häufigsten Ursachen der Unfruchtbarkeit bei Frauen. Prolaktin spielt beim Säugen, sowie bei normalem Brunstverhalten und bei der Brutpflege der Säugetiere eine wichtige Rolle. Erhöhte Prolaktinkonzentrationen im Serum können den Fortpflanzungszyklus von weiblichen Tieren negativ beeinflüssen, indem der physiologische LH-Anstieg gehemmt wird, der den Eisprung hervorruft. Ein 17 Jahre alter Westlicher Flachlandgorilla (Gorilla gorilla gorilla) zeigte Fruchtbarkeitsstörungen und Hyperprolaktinämie. Ein MRT bestätigte ein Gewächs der Hypophyse, und die Behandlung mit Cabergolin wurde eingeleitet. Acht Monate nach Beginn der Behandlung war das Gewächs kleiner und die Prolaktinkonzentration im Serum war innerhalb des physiologischen Bereichs. Der Gorilla begann, normales Brunstverhalten zu zeigen, und sechs Monate nach Abschluß der Behandlung war der Gorilla trächtig. Sekundäre Hyperprolaktinämie mit einem angenommenen Mikroprolaktinom könnte bei Gorillas im fortpflanzungsfähigen Alter häufiger sein als bisher diagnostiziert. Die Erkrankung ist bei Menschen leicht festzustellen und kann ohne weiteres behandelt werden. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 37(4): 567-570, 2006.

 

Titel: Pharmakokinetik von Ketoprofen beim Leguan (Iguana iguana) nach einer einmaligen intravenösen und intramuskulären Verabreichung 

Autoren: Allison D. Tuttle, D.V.M., Mark Papich, M.S., D.V.M., Dipl. A.C.V.C.P., Gregory A. Lewbart, M.S., V.M.D., Dipl. A.C.Z.M., Shane Christian, B.S., Conny Gunkel, Dr. Med. Vet. und Craig A. Harms, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.Z.M.  

Department of Clinical Sciences (Tuttle, Lewbart, Christian, and Harms) and the Department of Molecular Biomedical Sciences (Papich, Gunkel), North Carolina State University, 4700 Hillsborough Street, Raleigh, NC 27606, USA. Aktuelle Adresse (Gunkel): Oregon State University, College of Veterinary Medicine, Department of Clinical Sciences, 227 Magruder Hall, Corvallis, Oregon 97331, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Tuttle. 

Zusammenfassung: Das Antiphlogistikum Ketoprofen wird oft für seine entzündungshemmenden und schmerzlindernden Eigenschaften bei Reptilien eingesetzt, obwohl Untersuchungen über die Pharmakokinetik dieses Medikaments bei diesen Tierarten nicht existieren. Ketoprofen wurde als eine razemische Mischung bei Leguanen (Iguana iguana) intravenös (i.v.) und intramuskulär (i.m.) mit einer Dosis von 2 mg/kg verabreicht. Die pharmakokinetische Analyse wurde durchgeführt und ergab, daß Ketoprofen i.v. bei Leguanen das klassische Zwei-Kompartment-Modell zeigt, sowie ein langsames Clearance (67 ml/h) und eine lange Endhalbwertszeit (31 h) im Vergleich zu ähnlichen Untersuchungen bei Säugetieren. Wenn Ketoprofen i.m. verabreicht wurde, betrug die biologische Verfügbarkeit 78%. Diese Daten zeigen, daß die oft empfohlene, einmal tägliche Dosis von Ketoprofen bei Reptilien, die aus den Untersuchungen bei Säugetieren hergeleitet wird, eine zu häufige Verabreichung darstellen könnte.

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