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jzwm_germanabstract_v38n4_2007

ZOO AND WILDLIFE MEDICINE 38(4) ZUSAMMENFASSUNGEN 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 38(4): 509-517, 2007.

Titel: Überblick der Erkrankungen des Spitzmaulnashorns (Diceros bicornis)

Autoren: Patricia M. Dennis, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.Z.M., Julie A. Funk, D.V.M., Ph.D., Paivi J. Rajala-Schultz, D.V.M., Ph.D., Evan S. Blumer, V.M.D., R. Eric Miller, D.V.M., Dipl. A.C.Z.M., Thomas E. Wittum, Ph.D. und William J. A. Saville, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.V.I.M.

Department of Veterinary Preventive Medicine, The Ohio State University, 1920 Coffey Road, Columbus, Ohio 43210, USA (Dennis, Funk, Rajala-Schultz, Wittum, Saville); The Wilds, 14000 International Road, Cumberland, Ohio 43732, USA (Blumer); Saint Louis Zoo, One Government Drive, St. Louis, Missouri 63110, USA (Miller). Korrespondenz bitte an William J. A. Saville (E-mail: william.saville@cvm.osu.edu).

Zusammenfassung: Das Spitzmaulnashorn (Diceros bicornis) wird in menschlicher Obhut von einer Vielzahl von Krankheitssyndromen befallen, die nicht bei Spitzmaulnashörnern in freier Wildbahn beobachtet werden. Diese Syndrome sind durch hämolytische Anämie, Hepatopathie und ulzerative Dermatophathie gekennzeichnet, die zur erhöhten Morbidität und Mortalität führen. Es ist noch unklar, ob diese Erkrankungen getrennte Krankheitssyndrome mit verschiedenen Ursachen oder die gleiche Erkrankung mit verschiedenen Ausprägungen darstellen. Dieser Artikel bietet einen Überblick über einige Erkrankungen des Spitzmaulnashorns in menschlicher Obhut und mögliche Anhaltspunkte für die weitere Erforschung dieser Syndrome.

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 38(4): 518-525, 2007.

Titel: Corticosteroid-induzierte Unterdrückung der In-vitro-Lymphozytenproliferation bei vier Nashornarten in menschlicher Obhut

Autoren: Terri L. Roth, M.S., Ph.D. und Carrie K. Vance, M.S., Ph.D.

Center for Conservation and Research of Endangered Wildlife, Cincinnati Zoo and Botanical Garden, 3400 Vine Street, Cincinnati, Ohio 45220, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Roth (E-mail: terri.roth@cincinnatizoo.org).

Zusammenfassung: Spitzmaulnashörner (Diceros bicornis) in menschlicher Obhut sind für mehrere Krankheiten sehr anfällig, die nicht bei den anderen drei Nashornarten beobachtet werden, welche in zoologischen Gärten gehalten werden. Die mögliche Rolle von Corticosteroiden, entweder endogen produziert oder exogen verabreicht, wird bei der Entwicklung von einigen dieser teilweise tödlich verlaufenden Erkrankungen in Frage gestellt. Die suppressive Wirkung zweier therapeutisch verwendeter Corticosteroide (Dexamethason und Hydrocortison) wurde auf die In-vitro-Lymphozytenproliferation in dieser Studie bei vier Nashornarten untersucht, darunter Sumatra-Nashörnern (Dicerorhinus sumatrensis, n = 3), Panzernashörnern (Rhinoceros unicornis, n = 4), Spitzmaulnashörnern (n = 10) und Breitmaulnashörnern (Ceratotherium simum, n = 5). Drei Blutproben wurden von jedem Nashorn im Abstand von 1 Monat bis 1 Jahr als Replikate gesammelt. Dexamethason sowie Hydrocortison unterdrückten (P < 0.05) die Lymphozytenproliferation, die durch B-Zell-Mitogene (Pokeweed und Lipopolysaccharide) und T-Zell-Mitogene (Phythämagglutinin und Concanavalin A) stimuliert wurde. Die suppressive Wirkung der Glucocorticoide war für die einzelnen Mitogene, mit denen die Lymphozyten stimuliert wurden, unterschiedlich (P < 0.05). Dexamethason zeigte insgesamt eine wirksamere Unterdrückung der Zellproliferation im Vergleich zu Hydrocortison (P < 0.05). Die Zellproliferation bei den Spitzmaulnashörnern wurde allerdings durch die vier Mitogene nie vollständig unterdrückt, selbst bei den Kulturen mit der höchsten getesteten Corticosteroidkonzentration (10−3 M). Die Wirkungen der zwei Corticosteroide war bei den Nashornarten und -unterarten leicht unterschiedlich, obwohl nicht nachgewiesen werden konnte, daß die Lymphozyten der Östlichen und Südlichen Spitzmaulnashörner empfindlicher gegenüber der suppressiven Wirkung von Corticosteroiden waren als bei anderen Nashornarten.

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 38(4): 526-532, 2007.

Titel: Augenmesswerte beim Braunmazama (Mazama gouazoubira) in menschlicher Obhut

Autoren: Bianca C. Martins, D.V.M., M.S., Arianne P. Oriá, D.V.M., Ph.D., Ana L. G. Souza, D.V.M., M.S., Carla F. Campos, D.V.M., Ph.D., Denise E. Almeida, D.V.M., M.S., Roberta A. Duarte, M.S., Christiane P. Soares, Ph.D., José A. S. Zuanon, B.S.C., M.S., Carlos B. Neto, D.D.S., Ph.D., José M. B. Duarte, D.V.M., Ph.D., Rubén P. Schocken-Iturrino, D.V.M., Ph.D. und José L. Laus, D.V.M., Ph.D.

Ophthalmology Unit, Anaerobic Laboratory, and Wild Animal Facilities of the College of Agricultural and Veterinarian Sciences, São Paulo State University, Jaboticabal, Sao Paulo 14884-900, Brasilien (Martins, Oriá, Souza, Campos, Almeida, J. M. B. Duarte, Schoken-Iturrino, Laus); Cytological Laboratory of the School of Pharmaceutical Sciences, São Paulo State University, Araraquara, Sao Paulo 14801-902, Brasilien (Soares, R. A. Duarte); Pathology Laboratory of the School of Dentistry, São Paulo State University, Araraquara, Sao Paulo 14801-903, Brasilien (Zuanon, Neto). Korrespondenz bitte an Bianca C. Martins (E-mail: bimartins@gmail.com).

Zusammenfassung: Braunmazamas (Mazama gouazoubira) wurden für eine Augenuntersuchung festgehalten, und die folgenden Tests wurden durchgeführt: Tränenproduktion mit dem Schirmertest, intraokuläre Druckmessungen mit Tonometrie, Untersuchung der Bindehautepithelzellen mit zytologischen und histologischen Proben und Untersuchung der Bindehautflora mit mikrobiologischer Kultur. Der Mittelwert beim Schirmertest betrug 8,9 ± 1,8 mm/min, und der mittlere intraokuläre Druck betrug 15,3 ± 3,1 mm Hg. Das Bindehautepithel bestand aus mehrschichtigen Plattenepithelzellen. Die Bindehautkulturen ergaben überwiegend grampositive Bakterien.

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 38(4): 533-539, 2007.

Titel: Risikofaktoren im Zusammenhang mit einem verzerrten Geschlechterverhältnis bei der Geburt bei Spitzmaulnashörnern (Diceros bicornis) in menschlicher Obhut

Autoren: Patricia M. Dennis, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.Z.M., Paivi J. Rajala-Schultz, D.V.M., Ph.D., Julie A. Funk, D.V.M., Ph.D., Evan S. Blumer, V.M.D., R. Eric Miller, D.V.M., Dipl. A.C.Z.M., Thomas E. Wittum, Ph.D. und William J. A. Saville, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.V.I.M.

Department of Veterinary Preventive Medicine, The Ohio State University, 1920 Coffey Road, Columbus, Ohio 43210, USA (Dennis, Rajala-Schultz, Funk, Wittum, Saville); The Wilds, 14000 International Road, Cumberland, Ohio 43732, USA (Blumer); Saint Louis Zoo, One Government Drive, St. Louis, Missouri 63110, USA (Miller). Korrespondenz bitte an William J. A. Saville (E-mail: william.saville@cvm.osu.edu).

Zusammenfassung: Das verzerrte Geschlechterverhältnis zugunsten von männlichen Kälbern wird als Problem für die Population von Spitzmaulnashörnern (Diceros bicornis) in Nordamerika angesehen. Hier wurde eine retrospektive Fall-Kontroll-Studie verwendet, um eine mögliche Prädisposition zugunsten von männlichen gegenüber weiblichen Kälbern bei der Geburt sowie Risikofaktoren im Zusammenhang mit dem Vorkommen von einem möglichen verzerrten Geschlechterverhältnis bei der Geburt von Spitzmaulnashörnern (Diceros bicornis) in menschlicher Obhut in den Vereinigten Staaten festzustellen. Weibliche Spitzmaulnashörner wurden in dieser Studie untersucht, die in den USA gehalten wurden und mindestens ein Kalb bekannten Geschlechtes bekommen haben. Diese Studie konnte das verzerrte Geschlechterverhältnis bei der Geburt zugunsten von männlichen Spitzmaulnashornkälbern in menschlicher Obhut bestätigen. Das verzerrte Geschlechterverhältnis wurde bei Kälbern von wildgeborenen Kühen festgestellt. Zunehmende Zeit in menschlicher Obhut bei den Kühen, unabhängig vom Alter, wurde mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für die Geburt eines männlichen Kalbes assoziiert. Kühe im Alter von 12 bis 19 Jahren zeigten eine niedrigere Wahrscheinlichkeit, ein weibliches Kalb zu gebären. Die Daten zeigen auch eine mögliche Tendenz dazu, daß die südliche Unterart des Spitzmaulnashorns (Diceros bicornis minor) eine höhere Wahrscheinlichkeit für die Geburt eines männlichen Kalbes als die östliche Unterart (Diceros bicornis michaeli) hat. Bei Kühen, die in menschlicher Obhut geboren wurden, wurden keine Zusammenhänge im Bezug auf Kälbergeschlecht festgestellt, obwohl dieser Befund durch die geringe Tierzahl in der Studie erklärt werden könnte.

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 38(4): 540-547, 2007.

Titel: Analyse von Belüftungsanlagen für Volieren und der Zusammenhang mit Pilzsporenbelastung der Luft

Autoren: Michael J. Dykstra, Ph.D. und Kenneth Reininger, B.S.

Department of Population Health and Pathobiology, College of Veterinary Medicine, North Carolina State University, Raleigh, North Carolina 27606, USA (Dykstra); North Carolina Zoological Park, 4401 Zoo Parkway, Asheboro, North Carolina 27203, USA (Reininger). Korrespondenz bitte an Dr. Dykstra (E-mail: michael_dykstra@ncsu.edu).

Zusammenfassung: Pilzsporenbelastung der Luft von Gehegen für Vögel aus kühlen, gemäßigten oder tropischen Klimata wurde mit einem Andersen N-6 Luftprobennahmegerät gemessen. Die Beziehung zwischen Sporenbelastung und Belüftungssystem sowie Gehegebauart wurde bei den drei Gehegetypen untersucht. Zusätzlich wurde 2 Jahre lang eine Langzeitstudie über die Sporenbelastung der Luft bei einem neugebauten und –installierten Belüftungssystem in R. J. Reynolds Forest Aviary im North Carolina Zoological Park durchgeführt und mit dem alten Belüftungssystem verglichen. Hochleistungs-Partikelfilter in kühlen Gehegen sorgten für die reinste Luft, obwohl Faltenfilter nur eine geringfügig höhere Sporenbelastung zeigten. Gehege mit gemäßigten oder tropischen Temperaturen, die mit Falten- und Tütenfiltern mit Ventilatoren variabler Geschwindigkeit ausgestattet waren, zeigten wesentlich höhere Sporenkonzentrationen. Gehege mit gemäßigten oder tropischen Temperaturen, die mit Tütenfiltern mit Ventilatoren konstanter Geschwindigkeit ausgestattet waren, zeigten die reinste Luft für solche Temperaturen. Information über relative Wirksamkeit der verschiedenen Belüftungsanlagen und zugehörige Kosten-Nutzen-Verhältnisse sollten bei der Planung und Bauung von Belüftungssystemen in Volieren berücksichtigt werden.

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 38(4): 548-558, 2007.

Titel: Mikroorganismen im Zusammenhang mit einer Lungenentzündung-Epizootie bei Rocky-Mountain-Dickhornschafen (Ovis canadensis canadensis)

Autoren: Karen M. Rudolph, B.A., Ph.D., David L. Hunter, B.S., D.V.M., Richard B. Rimler, M.S., Ph.D., E. Frances Cassirer, M.S., Ph.D., William J. Foreyt, M.S., Ph.D., Walter J. DeLong, B.S., M.S., Glen C. Weiser, M.S., Ph.D. und Alton C. S. Ward, M.S., Ph.D.

Idaho Department of Fish and Game, 600 South Walnut, Boise, Idaho 83707, USA (Rudolph); Turner Enterprises, 1123 Research Drive, Bozeman, Montana 59718, USA (Hunter); United States Department of Agriculture, Agricultural Research Service, National Animal Disease Laboratory, P.O. Box 70, Ames, Iowa 50010, USA (Rimler, verstorben); Idaho Department of Fish and Game, 3316 16th Street, Lewiston, Idaho 83501, USA (Cassirer); Department of Veterinary Microbiology and Pathology, College of Veterinary Medicine, Washington State University, Pullman, Washington 99164, USA (Foreyt); Idaho State Health Laboratory, 2220 Old Penitentiary Road, Boise, Idaho 83712, USA (DeLong); University of Idaho Caine Veterinary Teaching Center, 1020 East Homedale Road, Caldwell, Idaho 83607, USA (Weiser, Ward). Korrespondenz bitte an (E-mail: krudolph@idfg.idaho.gov).

Zusammenfassung: Eine umfangreiche Untersuchung einer Lungenentzündung-Epizootie wurde eingeleitet als die ersten Anzeichen einer Erkrankung in einer Metapopulation von Rocky-Mountain-Dickhornschafen (Ovis canadensis canadensis) in Hells Canyon an der Grenze von Idaho, Oregon und Washington bemerkt wurden. Insgesamt 92 Dickhornschafe wurden während der darauffolgenden 6 Monate auf Erreger untersucht. Die untersuchte Population gehörte vermutlich zu einer Teilpopulation, in der die Krankheit zuerst beobachtet wurde; diese Tiere wurden in eine getrennten Einrichtung verlegt, um die Krankheit einzudämmen (Gruppe A1, n = 72); Dickhornschafe in den anderen Teilpopulationen (group A2) mit klinischen Symptomen wurden gefangen, untersucht, bekamen Antibiotika verabreicht und wurden freigelassen (n = 8). Die tot aufgefundenen Schafe wurden pathologisch untersucht (n = 12). Oropharyngeale und Nasentupferproben, Lungen- und Lebergewebsproben wurden von den oben erwähnten Schafen gesammelt. Gewebsproben für bakterielle und Virenkulturen wurden von 60 Tieren aus Gruppe A1 gesammelt, die nach der Verlegung gestorben waren. Blutproben wurden auf Antikörper gegen bekannte Viren der Atemwege untersucht, und Gewebsproben wurden histopathologisch untersucht. Die häufigste Todesursache in den Gruppen A1 und A2 war eine rasch fortschreitende, fibrinöse Bronchopneumonie. Mehrere Biovarianten von Pasteurella wurden aus den oropharyngealen und nasalen Proben beider Gruppen isoliert, und Mycoplasma ovipneumonia wurde aus dem Oropharynx von fünf Schafen aus Gruppe A1 isoliert. Pasteurella multocida multocida a und Pasteurella trehalosi, die durch Restriktionsenzymanalyse in mehrere Stämme differenziert wurden, sowie Parainfluenza-3 Virus (PI-3), wurden aus den Lungengewebsproben isoliert. Gepaarte Serumproben zeigten mehr als vierfach höhere Titer gegen PI-3 und bovine respiratorische Synzytialviren. Es wird behauptet, daß diese Epizootie durch eine Kombination von Faktoren verursacht wurde, darunter mehrere potentielle Atemwegserreger, keiner davon als primär identifiziert, sowie durch  mögliche Stressfaktoren.

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 38(4): 559-566, 2007.

Titel: Serologische Studie von ex situ Großen Pandas (Ailuropoda melanoleuca) und Kleinen Pandas (Ailurus fulgens) in China mit Empfehlungen für ihren Schutz

Autoren: I. Kati Loeffler, D.V.M., Ph.D., JoGayle Howard, D.V.M., Ph.D., Richard J. Montali, D.V.M., Dipl. A.C.V.P., Dipl. A.C.Z.M., Lee-Ann Hayek, Ph.D., Edward Dubovi, Ph.D., Zhihe Zhang, M.S., Qigui Yan, D.V.M., Wanzhu Guo, M.S. und David E. Wildt, Ph.D.

Smithsonian's National Zoological Park, Washington, D.C. 20008, USA (Loeffler, Howard, Montali, Wildt); Smithsonian's National Museum of Natural History, Washington, D.C. 20560, USA (Hayek); Animal Health Diagnostic Center, College of Veterinary Medicine, Cornell University, Ithaca, New York 14853, USA (Dubovi); Chengdu Research Base of Giant Panda Breeding, Chengdu, Sichuan 610081, China (Zhang); Animal Biotechnology Center, Sichuan Agriculture University, Ya'an, Sichuan 625014, China (Yan, Guo). Korrespondenz bitte an Dr. Loeffler (E-mail: katiloeffler@gmail.com).

Zusammenfassung: Schutzmaßnahmen für den Großen Panda (Ailuropoda melanoleuca) umfassen die Entwicklung einer selbsterhaltenden ex situ Population. Diese Studie untersucht die mögliche Bedeutung von verschiedenen Infektionserregern bei Großen Pandas ex situ. Die folgenden Antikörpertiter wurden bei 44 Proben von 19 Großen Pandas von 1998 bis 2003 in der Chengdu Research Base of Giant Panda Breeding in Sichuan, China gemessen: Hundestaupevirus (CDV), Parvovirose des Hundes (CPV), canines Adenovirus (CAV), canines Coronavirus (CCV), canines Herpesvirus, canines Parainfluenzavirus (CPIV), Toxoplasma gondii, Neospora caninum und Leptospira interrogans. Serologische Untersuchungen wurden auch bei acht Kleinen Pandas (Ailurus fulgens) im Jahr 2003 aus der gleichen Einrichtung durchgeführt. Jeder Panda wurde mit einer chinesischen Lebendvakzine für Hunde mit CDV, CPV, CAV, CCV und CPIV geimpft. Positive Antikörpertiter wurden nur gegen CDV, CPV und T. gondii festgestellt. Antikörpertiter wurden gegen die anderen sechs Erreger nicht festgestellt. Die Ergebnisse deuten darauf hin, daß die Qualität des Impfstoffs wahrscheinlich nicht zuverlässig ist und daß diese Impfung für die Großen und Kleinen Pandas weder ausreichend Schutz gewährt noch als ungefährlich angesehen werden sollte. Positive Titer gegen T. gondii wurden bei 7 der 18 Großen Pandas festgestellt. Die Wahrscheinlichkeit einer klinischen, subklinischen oder epidemiologischen Infektion mit diesen Erregern durch natürliche Infektion oder durch Verabreichung eines Lebendimpfstoffes bei Großen Pandas ist unbekannt. Weitere Studien über solche Infektionsrisiken sind erforderlich, um eine sebsterhaltende Population von Großen Pandas und anderen bedrohten Tierarten zu gewährleisten.

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 38(4): 567-573, 2007.

Titel: Kryptokokkose bei Gilbert- und Langfußkaninchenkängurus

Autoren: R. J. Vaughan, B.Sc., B.V.M.S., S. D. Vitali, B.V.M.S., Ph.D., P. A. Eden, B.V.Sc., M.Sc., K. L. Payne, B.V.Sc., M.Phil., K. S. Warren, B.V.M.S., Ph.D., D. Forshaw, B.V.M.S., M.R.C.V.P., J. A. Friend, B.Sc., Ph.D., A. M. Horwitz, B.Sc., B.V.M.S., C. Main, B.V.M.S., M.R.C.V.P., M. B. Krockenberger, B.V.Sc., Ph.D. und R. Malik, Ph.D., F.A.C.V.Sc.

Veterinary Department, Perth Zoo, 20 Labouchere Road, South Perth, Western Australia 6151, Australien (Vaughan, Vitali, Eden, and Payne); School of Veterinary and Biomedical Sciences, Murdoch University, South Street, Murdoch, Western Australia 6150, Australien (Vaughan, Warren); Western Australian Department of Agriculture and Food, 444 Albany Highway, Albany, Western Australien 6330, Australien (Forshaw); Western Australian Department of Environment and Conservation, Science Division, Albany Research, 120 Albany Highway, Albany, Western Australia 6330, Australien (Friend); Lockyer Avenue Veterinary Hospital, Lockyer Avenue, Albany, Western Australia 6330, Australien (Horwitz); Western Australian Department of Agriculture and Food, 3 Baron Hay Court, South Perth, Western Australia 6150, Australien (Main); Post Graduate Foundation in Veterinary Science, University of Sydney, New South Wales 2006; Faculty of Veterinary Science, B22, University of Sydney, New South Wales 2006, Australien (Krockenberger, Malik). Korrespondenz bitte an Dr. Vaughan (E-mail: Rebecca.Vaughan@perthzoo.wa.gov.au).

Zusammenfassung: Zwei Fälle fataler Kryptokokkose werden hier beschrieben: eine Infektion mit Cryptococcus neoformans bei einem Gilbert-Kaninchenkänguru (Potorous gilbertii) und eine Infektion mit Cryptococcus gattii bei einem Langfußkaninchenkänguru (Potorous tridactylus). Die Diagnose wurde mit Kultur bzw. spezifischer Immunhistochemie bestätigt. Das Langfußkaninchenkänguru testete positiv mit dem Latex-Cryptococcus-Antigentest (LCAT); das Gilbert-Kaninchenkänguru zeigte ein negatives LCAT-Ergebnis, obwohl die Erkrankung bei diesem Tier forgeschritten und von längerer Dauer war. Das klinische Bild in beiden Fällen war eine fortschreitende neurologische Erkrankung im Zusammenhang mit einer Infektion des zentralen Nervensystems. Infektion der Lunge wurde bei dem Langfußkaninchenkänguru zusätzlich festgestellt. Gezielte Behandlung mit Antimykotika war beim Langfußkaninchenkänguru nicht erfolgreich.

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 38(4): 574-578, 2007.

Titel: Strikturen am Ostium ileocaecocolicum bei zwei Geparden (Acinonyx jubatus jubatus) in menschlicher Obhut

Autoren: Erika K. Travis, D.V.M., Mary Duncan, B.V.M.S., Dipl. A.C.V.P., Martha Weber, D.V.M., Dipl. A.C.Z.M., Michael J. Adkesson, D.V.M. und Randall E. Junge, D.V.M., Dipl. A.C.Z.M.

Saint Louis Zoo, One Government Drive, St. Louis, Missouri 63110, USA (Travis, Duncan, Weber, Adkesson, Junge). Aktuelle Adresse (Travis): Utah's Hogle Zoo, 2600 East Sunnyside Avenue, Salt Lake City, Utah 84108, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Travis (E-mail: erikazoovet@yahoo.com).

Zusammenfassung: Darmstrikturen wurden bei zwei Geparden (Acinonyx jubatus jubatus) in menschlicher Obhut diagnostiziert. Die Geparden zeigten Apathie, Inappetenz, Durchfall und Gewichtsverlust. Das erste Tier hatte eine Striktur des Ostium ileocaecocolicum bei der Sektion. Das zweite Tier hatte eine Striktur des Ostium ileocaecocolicum, die zur Blockierung führte und bei der Operation festgestellt wurde. Der Gepard erholte sich nach chirurgischer Entfernung und Anastomose des betroffenen Darmabschnitts. Dir Ursache der Verengungen bleibt unbekannt. Darmstriktur, insbesondere des Ostium ileocaecocolicum, sollte als Differentialdiagnose bei Geparden mit unspezifischen Symptomen des Magen-Darm-Trakts in Betracht gezogen werden.

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 38(4): 579-582, 2007.

Titel: Fortschreitende Ataxie bei einem Nordamerikanischen Fischotter (Lontra canadensis) im Zusammenhang mit Hirnstamm-Sphäroidbildung

Autoren: Elvira Schettler, Dr. Med. Vet., Kerstin Müller, Dr. Med. Vet., Guido Fritsch, D.V.M., Stefan Kaiser, Dr. Med. Vet., Leo Brunnberg, Dr. Med. Vet., Kai Frölich, P.D., Dr. Med. Vet., Dr. Rer. Nat. und Gudrun Wibbelt, Dr. Med. Vet.

Leibniz Institut für Zoo- und Wildtierforschung, Alfred-Kowalke Straße 17, D-10315 Berlin, Deutschland (Schettler, Frölich, Wibbelt); Klinik und Poliklinik für kleine Haustiere, FU Berlin, Oertzenweg 19b, D-14163 Berlin, Deutschland (Müller, Fritsch, Kaiser, Brunnberg); Wildpark Eekholt, D-24623 Großenaspe, Deutschland (Schettler). Aktuelle Adressen (Schettler): Internationale Tierschutz-Fonds, Postfach 10 46 23, 20032 Hamburg, Deutschland; (Frölich): Tierpark Arche Warder, Langwedeler Weg 11, 24646 Warder, Deutschland. Korrespondenz bitte an Dr. Wibbelt (E-mail: wibbelt@izw-berlin.de).

Zusammenfassung: Fortschreitende Ataxie und Parese entwickelte sich insbesondere in den Hintergliedmaßen bei einem jungen, weiblichen Nordamerikanischen Fischotter (Lontra canadensis) in menschlicher Obhut. Bei der mikroskopischen Untersuchung wurden hochgradige, bilateral symmetrische axonale Degeneration in der Medulla oblongata (Nucleus gracilis und Nucleus cuneatus) und mehrere verstreute Sphäroide in der Pons-Region festgestellt. Dieser Bericht stellt die erste Beschreibung von Ataxie im Zusammenhang mit axonaler Degeneration bei einem Fischotter.

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 38(4): 583-584, 2007.

Titel: Pentobarbital-Vergiftung bei Sumatra-Tigern (Panthera tigris sumatrae)

Autoren: Kerstin Jurczynski, TA und Erhard Zittlau, Dr. Med. Vet.

Zoo Heidelberg, Tiergartenstr. 3, 69120 Heidelberg, Deutschland (Jurczynski); CVUA Karlsruhe, Weißenburgerstr. 3, 76187 Karlsruhe, Deutschland (Zittlau). Korrespondenz bitte an Dr. Jurczynski (E-mail: kerstinjurczynski@hotmail.com).

Zusammenfassung: Drei Sumatra-Tiger (Panthera tigris sumatrae), die im Zoo Heidelberg gehalten wurden, zeigten schwerwiegende neurologische Symptome. Klinische und diagnostische Untersuchungen ergaben keine endgültige Diagnose. Zwei Tage nach dem Auftreten der ersten Symptome waren die drei Tiger klinisch unauffällig. Bei weiterer Untersuchung des Vorfalles stellte sich heraus, daß die Tiger am Vorabend mit Pferdefleisch gefüttert wurden. Eine toxikologische Untersuchung wurde durchgeführt; Serumanalyse eines betroffenen, weiblichen Tigerwelpen zeigte, daß das Pferdefleisch mit Pentobarbital kontaminiert war.

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 38(4): 585-587, 2007.

Titel: Ein Ausbruch von Zeckenparalyse bei wildlebenden Mufflons (Ovis ammon musimon)

Autoren: Dean KonjeviYour browser may not support display of this image., D.V.M., Zdravko Janicki, Ph.D., D.V.M., Krešimir Severin, D.V.M., Michal Stanko, Ph.D., Dr.Biol., Tatjana ?iviYour browser may not support display of this image.njak, Ph.D., D.V.M., Alen Slavica, Ph.D., D.V.M. und Vilim Starešina, Ph.D., D.V.M.

Department for Game Biology, Pathology, and Breeding (KonjeviYour browser may not support display of this image., Janicki, Severin, Slavica), Department of Parasitology and Parasitic Diseases with Clinic (?iviYour browser may not support display of this image.njak), Department of Microbiology and Infectious Diseases with Clinic (Starešina), Veterinary Faculty, University of Zagreb, Heinzelova 55, 10 000 Zagreb, Kroatien; Institute of Zoology, Slovak Academy of Sciences, Löfflerova 10, Košice, Slovakische Republik (Stanko). Korrespondenz bitte an Dean KonjeviYour browser may not support display of this image. (E-mail: dean.konjevic@vef.hr).

Zusammenfassung: Im November 2006 wurden zwei lebende und ein toter Mufflon (Ovis ammon musimon) aufgefunden, die Schwäche, Muskelzuckungen und Lähmung vor dem Tod zeigten. Nach einer detaillierten pathologischen Untersuchung sowie Untersuchung auf Bakterien, Parasiten und Tollwut wurde eine vorläufige Diagnose von Zeckenparalyse aufgestellt. Eine gründliche Durchsuchung der Region ergab 13 betroffene Mufflons in einer offenen Jagdregion „Sveti Juraj“ in der Nähe der Stadt Senj (Kroatien), sowie 35 tote Mufflons. Die 13 erkrankten Mufflons wurden in einem ruhigen, abgedunkelten Stall gebracht. Alle auffindbaren Zecken wurden mit der Hand entfernt, und die Tiere wurden topisch mit einer Wasseremulsion von 250 mg/l Amitraz (Taktic 12,5 % EC, Intervet International, 5830 Boxmeer, Niederlanden) behandelt. Die gesammelten Zecken gehörten zu den folgenden Arten: Ixodes ricinus, Dermacentor marginatus und Haemaphysalis punctata. Die Mufflons erholten sich vollständig innerhalb von 24 Stunden nach der Behandlung. Dieser Bericht beschreibt einen natürlich auftretenden Ausbruch einer Zeckenparalyse bei wildlebenden Mufflons in einer Karst-Landschaft.

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 38(4): 588-590, 2007.

Titel: Behandlung von Bleivergiftung und Kropfstase bei einem Kalifornischen Kondor (Gymnogyps californianus)

Autoren: Janna Wynne, D.V.M. und Cynthia Stringfield, D.V.M.

Health Center, Los Angeles Zoo, 5333 Zoo Drive, Los Angeles, California 90027, USA. Aktuelle Adresse (Stringfield): Exotic Animal Training and Management, America's Teaching Zoo, Moorpark College, 7075 Campus Road, Moorpark, California 93021, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Wynne (E-mail: skydvm@aol.com).

Zusammenfassung: Ein wildlebender Kalifornischer Kondor (Gymnogyps californianus) zeigte hochgradige Dehydrierung und Schwäche, konnte nicht stehen und hatte einen erweiterten Kropf. Eine toxikologische Analyse ergab eine erhöhte Bleikonzentration im Blut (291,4 µg/ml). Röntgenologische Untersuchung zeigte kein Anzeichen von Bleiaufnahme. Dem Vogel wurde Chelatbildnern verabreicht, und intensive symptomatische Behandlung wurde eingeleitet. Während der folgenden 10 Tage verbesserten sich die meisten klinischen Symptome, und die Bleikonzentration im Blut fiel fast in den physiologischen Bereich, obwohl anhaltende Kropfstase beobachtet wurde und der Vogel weiterhin unterernährt war. Eine Ernährungssonde wurde zuerst durch eine Ösophagostomie, später durch eine Ingluviostomie eingesetzt und 1 Monat lang kontinuierlich künstlich ernährt. Nachdem die Ernährungssonde entfernt wurde, wurden dem Kondor kleine Mengen eines weichen Futtermittels gegeben. Der Kropf zeigte nach einer 10 wöchigen Behandlung Wiederherstellung der normalen Funktion.

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 38(4): 591-593, 2007.

Titel: Serologische und molekuläre Charakterisierung von durch Zecken übertragbaren Erregern bei Löwen (Panthera leo) im Fasano Safari Park, Italien

Autoren: Alessandra Torina, M.S., Victoria Naranjo, B.S., Maria Grazia Pennisi, D.V.M., Tatiana Patania, D.V.M., Fabrizio Vitale, M.S., D.V.M., Pietro Laricchiuta, D.V.M., Angelina Alongi, M.S., Salvatore Scimeca, B.S., Katherine M. Kocan, Ph.D. und José de la Fuente, Ph.D.

Istituto Zooprofilattico Sperimentale della Sicilia, Via G. Marinuzzi n°3, 90129 Palermo, Sicily, Italien (Torina, Vitale, Alongi, Scimeca); Instituto de Investigación en Recursos Cinegéticos IREC (CSIC-UCLM-JCCM), Ronda de Toledo s/n, 13071 Ciudad Real, Spanien (Naranjo, de la Fuente); Dipartimento di Scienze Mediche Veterinarie, Facoltà di Medicina Veterinaria, University of Messina, Italien (Pennisi, Patania); Zoosafari Fasano, Contrada S. Elia strada dello Zoosafari, Fasano, Brindisi, Italien (Laricchiuta); Department of Veterinary Pathobiology, Center for Veterinary Health Sciences, Oklahoma State University, Stillwater, Oklahoma 74078, USA (Kocan, de la Fuente). Korrespondenz bitte an José de la Fuente (E-mail: jose.de_la_fuente@okstate.edu).

Zusammenfassung: Löwen (Panthera leo) werden durch illegale Jagd, Verlust des Lebensraums und Infektionskrankheiten bedroht. Wenig ist über durch Zecken übertragbare Erreger bekannt, die Löwen infizieren und zur Abnahme von Populationen dieser Tierart führen könnten. Das Ziel dieser Studie war es, Infektionen durch Rickettsia spp., Anaplasma phagocytophilum und Coxiella burnetii bei 10 Löwen in Fasano Safari Park in Italien durch serologische Untersuchungen, Polymerase-Kettenreaktion und Sequenzanalyse zu beschreiben. Obwohl die Löwen keine Symptome einer durch Zecken übertragbaren Krankheit zeigten, wurden Nachweise von Infektion mit C. burnetii, Fleckenfieber-Gruppe Rickettsia sp. und A. phagocytophilum bei 50%, 20%, bzw. 10% der Löwen festgestellt. Einer der Löwen zeigte positive Ergebnisse für alle drei Erreger. Diese Studie stellt den ersten Nachweis dafür dar, daß diese Katzenart mit durch Zecken übertragbaren Erregern infiziert sein kann und als Wirte für solche Erkrankungen dienen können.

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 38(4): 594-596, 2007.

Titel: Geflügelflohbefall (Echidnophaga gallinacea) bei einer Fächertaube (Goura victoria)

Autoren: Zoltan S. Gyimesi, D.V.M., Elizabeth R. Hayden, B.S., R.V.T. und Ellis C. Greiner, Ph.D.

Louisville Zoological Garden, 1100 Trevilian Way, Louisville, Kentucky 40213, USA (Gyimesi, Hayden); Department of Infectious Diseases and Pathology, College of Veterinary Medicine, University of Florida, Gainesville, Florida 32611, USA (Greiner). Korrespondenz bitte an Dr. Gyimesi (E-mail: zoli.gyimesi@louisvilleky.gov).

Zusammenfassung: Eine 12 Jahre alte, weibliche Fächertaube (Goura victoria), die von einem privaten Züchter erworben wurde, zeigte Flohbefall bei der Quarantäne-Untersuchung. Die Flöhe waren im Kopf und Hals eingebettet und wurden als Geflügelflöhe (Echidnophaga gallinacea) identifiziert. Obwohl Geflügelflöhe weltweit verbreitet sind und viele Vogelarten als Wirte dienen können, gibt es wenige Berichte über Flohbefall und dessen Behandlung bei Vögeln in zoologischen Gärten und im privaten Besitz. Obwohl dieser Parasit Morbidität und Mortalität verursachen kann, wurden in diesem Fall durch den Ektoparasitenbefall weder Federverlust noch lokalisierte Dermatitis noch Anämie beobachtet. Die Flöhe wurden durch manuelles Entfernen der Parasiten und topische Verabreichung von Malathionpulver und Behandlung der Umgebung des Vogels beseitigt. Nachfolgende Untersuchungen zeigten keine Flöhe bei dieser Taube und den anderen Vögeln, die im gleichen Raum behaust wurden. Dieser Fall zeigt die Wichtigkeit eines umgreifenden Quarantäne-Protokolls für neu erworbene Vögel als Bestandteil eines verantwortungsvollen, vorbeugenden medizinischen Programms für große Vogelsammlungen mit mehreren Vogelarten.

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 38(4): 597-600, 2007.

Titel: Therapieversuch mit photodynamischer Behandlung gegen Plattenepithelkarzinom der Flughaut bei einem Halsbandsittich  (Psittacula krameri)

Autoren: Wm. Kirk Suedmeyer, D.V.M., Dipl. A.C.Z.M., Carolyn Henry, D.V.M., Dipl. A.C.V.I.M., Dudley McCaw, D.V.M., Dipl. A.C.V.I.M. und Magalie Boucher, D.V.M., M.Sc., Dipl. A.C.V.P.

Kansas City Zoo, 6800 Zoo Drive, Kansas City, Missouri 64132, USA (Suedmeyer); University of Missouri–Columbia, College of Veterinary Medicine, Clydesdale Hall, Columbia, Missouri 65211 USA (Henry, McCaw); Veterinary Medical Diagnostic Laboratory, 1600 East Rollins, Columbia, Missouri 65211 USA (Boucher). Aktuelle Adresse (Boucher): ClinTrials BioResearch, 87 Senneville Road, Senneville, Quebec H9X 3R3, Kanada. Korrespondenz bitte an Dr. Suedmeyer (E-mail: wksahc@juno.com).

Zusammenfassung: Ein 5 Jahre alter, weiblicher Halsbandsittich  (Psittacula krameri) zeigte Geschwüre der medialen Flughaut des rechten Flügels. Biopsie der Haut zeigte ein gut differenziertes Plattenepithelkarzinom. Photodynamische Therapie führte zu Tumorzellnekrose und zu einer anfänglichen Verringerung der Tumorbelastung, obwohl vollständige Remission nicht erreicht wurde. Auf Grund dieses und anderer Fälle bei Vögeln scheint die photodynamische Therapie mit Protokollen zur Bekämpfung vom Plattenepithelkarzinom beim Hund, der Katze, und Menschen beim Vogel nicht effektiv zu sein. Es wird vermutet, daß Unterschiede der Lichtdurchdringung, Pharmakokinetik der photosensibilisierenden Mittel und Eigenschaften der Wundheilung beim Vogel existieren. Diese Unterschiede verlangen eine Änderung der photodynamischen Therapieprotokolle, um diese Methode beim Vogel für onkologische Behandlungen wirksam zu machen.

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 38(4): 601-603, 2007.

Titel: Chirurgische und medizinische Behandlung eines Spindelzelltumors der Gebärmutter bei einem Afrikanischen Weißbauchigel (Atelerix albiventris)

Autoren: Lisa B. Done, D.V.M., M.P.V.M., Sharon L. Deem, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.Z.M. und Christine V. Fiorello, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.Z.M.

1121 Windward Way, Oxnard, California 93035, USA (Done); The Wildlife Conservation Society, 2300 Southern Boulevard, Bronx, New York 10460, USA (Deem); Department of Ecology, Evolution and Environmental Biology, Columbia University, New York, New York 10027, USA (Fiorello). Aktuelle Adresse (Done): PAWS-Performing Animal Welfare Society, P.O. Box 849, Galt, California 95632 USA; (Deem): WildCare Institute, Saint Louis Zoo, 1 Government Drive, St. Louis, Missouri 63110 USA; (Fiorello): Department of Small Animal Medicine & Surgery, University of Georgia, Athens, Georgia 30602 USA. Korrespondenz bitte an Dr. Done (E-mail: exoticvet@aol.com).

Zusammenfassung: Ein 5 Jahre alter, weiblicher Afrikanischer Weißbauchigel (Atelerix albiventris) zeigte Hämaturie. Kulturen der Vulva zeigte 4+ Enterococcus sp. und gamma-Streptococcus sp., die gegen Trimethoprim- Sulfa und Enrofloxacin empfindlich waren. Ultraschalluntersuchung des Abdomens zeigte eine nicht identifizierbare, röhrenförmige Struktur im Bereich des Uterus. Eine Probelaparotomie und Ovariohysterektomie wurden durchgeführt. Die histologische Untersuchung des entfernten Gewebes zeigte einen Spindelzelltumor der Gebärmutter, Polypen des Endometriums, Adenomyose der Gebärmutter und einen möglichen akuten Infarkt, der zur Nekrose der Gebärmutterwand führte. Hämaturie trat nach der Operation nicht wieder auf, und der Igel lebte 19 weitere Monate, bis er an Plattenepithelkarzinom der Mundhöhle starb. Dieser Bericht stellt den ersten Fall eines Spindelzelltumors der Gebärmutter bei einem Afrikanischen Weißbauchigel dar.

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