Print Page | Contact Us | Report Abuse | Sign In | Join Today
jzwm_germanabstract_v39n3_2008

ZOO AND WILDLIFE MEDICINE 39(3) ZUSAMMENFASSUNGEN 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(3): 293-297, 2008.

Titel: Befragung 2007 über die Arbeitsbedingungen von Tierärzten in nordamerikanischen zoologischen Gärten und Aquarien

Autoren: Stephanie McCain, D.V.M. und Ed Ramsay, D.V.M., Dipl. A.C.Z.M.

Department of Small Animal Clinical Sciences, College of Veterinary Medicine, The University of Tennessee, 2407 River Drive, Knoxville, Tennessee 37996, USA. Korrespondenz bitte an Dr. McCain (slmccain@utk.edu).

Zusammenfassung: Eine Internetbefragung wurde an 158 durch die Association of Zoos and Aquariums (AZA) akkreditierte zoologische Gärten und 131 AZA-akkreditierte Aquarien in den USA und Kanada per Email geschickt. Die Befragung enthielt Fragen über den Arbeitsplatz und das Gehalt von angestellten Tierärzten. Vertreter aus 124 zoologischen Gärten und 15 Aquarien antworteten. Zoologische Gärten und Aquarien mit einem höheren Betriebshaushalt stellten mit größerer Wahrscheinlichkeit einen Tierarzt auf Vollzeitbasis ein. Die Anzahl und der Anteil von zoologischen Gärten mit einem angestellten Tierarzt auf Vollzeit nahm seit der letzen Befragung im Jahre 1988 zu; 59,6% der zoologischen Gärten, die auf die Befragung antworteten, stellten mindestens einen Vollzeit-Tierarzt ein. Während der gleichen Zeitspanne hat sich das Verhältnis von Tierärzten und Tierärztinnen verändert. 1988 waren Zootierärzte überwiegend Männer; mittlerweile ist das Verhältnis fast gleich. Gehälter für Vollzeit-Zoo- und Aquarientierärzte betrugen $20.800 bis $150.000. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(3): 298-304, 2008.

Titel: Elektrokardiographie beim Grevy-Zebra (Equus grevyi)

Autoren: Debbie A. Myers, D.V.M., Scott Citino, D.V.M., Dipl. A.C.Z.M. und Mark A. Mitchell, D.V.M., M.S., Ph.D.

Louisiana State University, College of Veterinary Medicine, Veterinary Clinical Sciences, 1516 Skip Bertman Drive, Baton Rouge, Louisiana 70803, USA (Myers, Mitchell); White Oak Conservation Center, 3823 Owens Road, Yulee, Florida 32097, USA (Citino). Aktuelle Adressen (Myers): University of Florida, College of Veterinary Medicine, Veterinary Medical Teaching Hospital, P.O. Box 100101, Gainesville, Florida 32610-0101, USA; (Mitchell): University of Illinois, College of Veterinary Medicine, Department of Veterinary Clinical Medicine, 1008 West Hazelwood, Urbana, Illinois, 61802, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Myers (dmyersvet@yahoo.com).

Zusammenfassung: Die Durchführung eines Elektrokardiogramms (EKG) erzeugt gute Basis-Messwerte, um Herzrhythmen zu beurteilen. EKG- Ergebnisse sind für keine Zebraart und nur für wenige Unpaarhufer in der Literatur vertreten. EKG mit sechs Standardableitungen an den Gliedmaßen wurden bei 23 narkotisierten Grevy-Zebras (Equus grevyi) durchgeführt. Herzfrequenz, RR-Intervall, P-Wellendauer, QRS-Amplitude und T-Wellenamplitude wurden gemessen und aus der zweiten Ableitung berechnet. Mehrere Variablen wurden untersucht, darunter Geschlecht, Alter (0-24, 24-48, 48-180 und >180 Monate), Körpergewicht (<350 kg oder >350 kg), Trächtigkeitsstatus und Unterschiede bei der Narkose (Standarddosierung oder zusätzliche Narkosemittel verabreicht). Signifikante Unterschiede bei den EKG-Messwerten konnten zwischen den Geschlechtern nicht festgestellt werden. RR- und QT-Intervalle waren bei älteren Zebras länger; Herzfrequenzen waren bei jungen Zebras höher. Die RR- und PR-Intervalle sowie die QRS-Dauer waren bei Zebras mit höherem Körpergewicht länger;  Herzfrequenzen waren bei Zebras mit niedrigerem Körpergewicht schneller. Das RR-Intervall war bei trächtigen Tieren signifikant länger. Es gab keinen signifikanten Unterschied in den EKG-Messwerten zwischen den Zebras, die mit einer Standarddosierung einer Etorphin-Detomidin-Acepromazin-Kombination narkotisiert wurden und denen, die´eine zusätzliche Dosierung dieser Narkosemittel und/oder Ketamin bekamen. Weitere signifikante Unterschiede wurden für die anderen EKG-Parameter bei den verschiedenen Gruppen nicht festgestellt. Die Ergebnisse dieser Studie deuten darauf hin, daß Unterschiede der EKG-Messwerte bei Zebras verschiedenen Alters, Gewichts oder Trächtigkeitsstatus vorkommen können. Diese Faktoren sollen bei der Beurteilung von EKG-Messungen bei Zebras in Betracht gezogen werden. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(3): 305-313, 2008.

Titel: Proteinelektrophorese, serologische Untersuchung auf Aleutenkrankheit und pathologische Untersuchung beim Europäischen Nerz (Mustela lutreola) in Navarra, Spanien

Autoren: David Sánchez-Migallón Guzmán, Lcdo. en Vet., Ana Carvajal, Lcdo. en Vet., Ph.D., E.C.V.P.H., Juan F. García-Marín, D.M.V., Ph.D., María C. Ferreras, D.M.V., Ph.D., Valentín Pérez, D.M.V., Ph.D., Mark Mitchell, D.V.M., M.S., Ph.D., Fermín Urra, Ph.D. und Juan C. Ceña.

Department of Veterinary Clinical Sciences, School of Veterinary Medicine, Louisiana State University, Baton Rouge, Louisiana 70803-8410, USA (Sánchez-Migallón Guzmán, Mitchell); Departmento de Sanidad Animal, Facultad de Veterinaria, Universidad de León, Campus de Vegazana, 24071 León, Spanien (Carvajal, García-Marín, Ferreras, Pérez); Ingeniero Técnico Forestal, Estambrera 13 3B, 26006 Logroño, La Rioja, Spanien (Ceña); und Gestión Ambiental de Navarra, S.A. Padre Adoain, 219–Bajo 31015-Pamplona, Navarra, Spanien (Urra). Korrespondenz bitte an Dr. Guzmán.

Zusammenfassung: Der Europäische Nerz (Mustela lutreola) zeigte eine dramatische Abnahme der Population in Europa im 20. Jahrhundert und ist einer der bedrohtesten Fleischfresser der Welt. Die Subpopulation des Europäischen Nerzes in Navarra, Spanien besteht aus circa 420 Tieren, die etwa zwei Drittel der spanischen Poplulation darstellen. Die Aleutenkrankheit (ADV) ist ein Parvovirus, das einen hohen Grad von Variabilität zeigt und eine große Anzahl von Marderarten infizieren kann. Die Pathogenese dieses Virus ist bei kleinen Fleischfressern sehr unterschiedlich und kann durch Faktoren des Wirtes (z.B. Tierart, Amerikanischer Nerz-Genotyp, Immunstatus) und des Virusstammes beeinflusst werden. Eine Querschnittsstudie wurde vor der Paarungszeit von Februar bis März 2004 und 2005 und nach der Paarungszeit von September bis Dezember 2004 durchgeführt. Die Nerze wurden intensiv entlang sieben Flüssen in Fallen gefangen; dieser Lebensraum ist für Europäische Nerze in Navarra typisch. Antikörper-Zählung-Immunelektrophorese gegen ADV wurde mit 84 Blutproben der Europäischen Nerze durchgeführt; alle Proben zeigten negative Ergebnisse. Proteinelektrophorese wurde mit 93 Plasmaproben durchgeführt. Neun der Proben (9,6%) zeigten Gamma-Globulinkonzentrationen höher als 20% des Gesamtplasmaproteinwertes. Vollständige Sektionen wurden bei 23 Nerzen durchgeführt, die in dieser Region von 2000 bis 2005 tot aufgefunden wurden. Siebzehn der Nerze (74%) zeigten Trauma und Blutungen, die mit Zusammenstoß mit einem Fahrzeug übereinstimmten. Obwohl histopathologische Befunde, die mit Aleutenkrankheit einhergehen, nicht vorgefunden wurden, ergab diese Studie den ersten Nachweis natürlich vorkommender Infektion mit Hundestaupevirus bei einem Europäischen Nerz. Zusätzlich wurde Adiospiromykose der Lunge bei drei Nerzen aus Spanien festgestellt.

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(3): 314-319, 2008.

Titel: Elektrokardiographische Untersuchung bei mit Ketamin und Xylazin narkotisierten Löwen (Panthera leo) und Tigern (Panthera tigris) in menschlicher Obhut

Autoren: Maria Helena M. A. Larsson, D.V.M., M.S., Ph.D., Fernanda M. Coelho, D.V.M., Valéria M.C. Oliveira, D.V.M., Fernanda L. Yamaki, D.V.M., M.S., Guilherme G. Pereira, D.V.M., M.S., Elaine C. Soares, D.V.M., M.S., Ph.D., José Daniel L. Fedullo, D.V.M., M.S., Roberto C. Pereira, D.V.M., M.S. und F. H. Ito, D.V.M., M.S., Ph.D.  

Departamento de Clínica Médica, Faculdade de Medicina Veterinária e Zootecnia, Universidade de São Paulo, Av. Prof. Dr. Orlando Marques de Paiva, 87, São Paulo, São Paulo 05508-270, Brasilien (Larsson, Coelho, Oliveira, Yamaki, G. Pereira, Soares, R. Pereira); Departamento de Medicina Preventiva e Saúde Animal, Faculdade de Medicina Veterinária e Zootecnia, Universidade de São Paulo, Av. Prof. Dr. Orlando Marques de Paiva, 87, São Paulo, 05508-270, Brasilien (Ito); and Fundação Parque Zoológico de São Paulo, Av. Miguel Stefano, 4241, São Paulo, São Paulo 04301-905, Brasilien (Fedullo). Korrespondenz bitte an Dr. Larsson (aka-olar@usp.br).

Zusammenfassung: 27 gesunde Löwen (Panthera leo) und 13 gesunde Tiger (Panthera tigris) im Zoologischen Garten in São Paulo (Fundação Parque Zoológico de São Paulo, São Paulo, Brasilien) wurden für diese Studie ausgewählt. Die Tiere wurden mit Ketamin (10 mg/kg) und Xylazin (1-2 mg/kg) für eine klinische Untersuchung, Blutabnahme (Gesamtblutbild und biochemische Seumuntersuchung) und Elektrokardiographie (EKG) narkotisiert. Das Hauptziel dieser Studie war es, Information über physiologische elektrokardiographische Messwerte bei Großkatzen zu sammeln. P-QRS-T-Werte der Standardableitungen, die für domestizierte Fleischfresser beschrieben sind, wurden analysiert. Die Messwerte wichen nicht signifikant bei den untersuchten Großkatzen ab; das größere Körpergewicht und die größere Körpermasse wurden in Betracht gezogen. Die Herzfrequenz betrug 42-76/Minute bei den Löwen und 56-97/Minute bei den Tigern. Der häufigste beobachtete Rhythmus bei beiden Katzenarten war ein physiologischer Sinusrhythmus, der zweithäufigste Rhythmus war Sinus-Arrhythmie. Ein wandernder Schrittmacher wurde ebenfalls mit diesen zwei Rhythmen beobachtet. Die mittlere elektrische Achse lag zwischen + 60º und + 120º. QRS-Komplexe waren vorwiegend in der DI, DII, DIII und AVF-Ableitung positiv und in der AVR- und AVL-Ableitung negativ. Diese Studie bietet Information über das physiologische Elektrokardiogramm bei Großkatzen. Weitere Untersuchungen sind notwendig, um Kriterien zur Beurteilung von EKG-Abweichungen bei Großkatzen festzulegen. Die Verwendung von anderen Narkosekombinationen sowie die Untersuchung von Tieren mit bekannten Herzerkrankungen und Elektrolytenabweichungen könnte ebenfalls weitere Information bieten.

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(3): 320-334, 2008.

Titel: Röntgenaufnahmen der distalen Gliedmaßen, Ossifikation und Zeitpunkt der Verknöcherung der Epiphysenfugen bei jungen Asiatischen Elefanten (Elephas maximus)

Autoren: Jessica Siegal-Willott, D.V.M., Dipl. A.C.Z.M., Ramiro Isaza, D.V.M., M.S., Dipl. A.C.Z.M., Richard Johnson, Ph.D. und Margaret Blaik, D.V.M., Dipl. A.C.V.R.

Departments of Small Animal Clinical Sciences (Siegal-Willott, Isaza, Blaik) und Physiological Sciences (Johnson), College of Veterinary Medicine, University of Florida, Gainesville, Florida 32610, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Siegal-Willott (siegal-willottj@vetmed.ufl.edu).

Zusammenfassung: Elf junge Asiatische Elefanten (Elephas maximus) wurden röntgenologisch untersucht, um die relativen Zeitpunkte der Verknöcherung der Epiphysenfugen und Ossifikation der Phalanxknochen der distalen Vordergliedmaße festzustellen. Die erste, zweite und dritte Phalanx des dritten Zehs (D3), sowie die dritte Phalanx des 1., 2., 4. und 5. Zehs wurden untersucht. Die Elefanten waren zum Zeitpunkt der Untersuchung gesund. Eine retrospektive Untersuchung der Röntgenaufnahmen von 6 der 11 Jungtiere wurde ebenfalls unternommen, um die Daten zu ergänzen. Diese Studie beschreibt die Methoden zur Aufnahme von hochqualitativen Röntgenbildern der distalen Gliedmaße von jungen Elefanten, die Evaluierung der Ossifikation der Zehenknochen, die Feststellung des relativen Zeitpunkts der Verknöcherung der Epiphysenfuge der proximalen Phalanx von D3 und beschreibt eine Methode zur Altersbestimmung aufgrund der Röntgenbefunde. Diese Studie wird Tierärzten bei der Aufnahme und Evaluierung von Röntgenbildern der Gliedmaßen von jungen Elefanten, bei der Feststellung von physiologischen und pathologischen Veränderungen sowie bei der Altersbestimmung von jungen Elefanten auf Grund der Ossifikation von Epiphysenfugen helfen. Einheitliche Durchführung der hier beschriebenen Methode für Röntgenaufnahmen der Gliedmaßen wird empfohlen, um die Feststellung von Erkrankungen der distalen Gliedmaßen zu erkennen, und sollte Teil der jährlichen Untersuchung von Asiatischen Elefanten in menschlicher Obhut sein. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(3): 335-341, 2008.

Titel: Seroprävalenz von Retroviren bei in Nordamerika gehaltenen Kängurus

Autoren: Timothy A. Georoff, V.M.D., Priscilla H. Joyner, B.V.M.S., M.R.C.V.S., John P. Hoover, M.S., D.V.M., Dipl. A.B.V.P., Dipl. A.C.V.I.M., Mark E. Payton, M.S., Ph.D. und Roman M. Pogranichniy, D.V.M., M.S., Ph.D.

Departments of Veterinary Clinical Sciences, College of Veterinary Medicine (Georoff, Joyner, Hoover) und Statistics (Payton), Oklahoma State University, Stillwater, Oklahoma 74078-2041, USA; Animal Disease Diagnostic Laboratory, Department of Comparative Pathobiology, School of Veterinary Medicine, Purdue University, 406 South University Street, West Lafayette, Indiana 47907, USA (Pogranichniy). Aktuelle Adressen: (Joyner): Pittsburgh Zoo & PPG Aquarium, One Wild Place, Pittsburgh, Pennsylvania 15206, USA; (Georoff): Department of Clinical Sciences, Section of Wildlife Health, College of Veterinary Medicine, Cornell University, Ithaca, New York 14853, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Georoff (tg82@cornell.edu).

Zusammenfassung: Laborergebnisse von serologischen Untersuchungen von Kängurus in menschlicher Obhut, die zwischen 1997 und 2005 untersucht wurden, wurden auf Seroprävalenz von Retroviren evaluiert. Serumproben von 269 Einzeltieren (136 Männchen, 133 Weibchen) von 10 Känguru-Arten, die in 31 nordamerikanischen zoologischen Einrichtungen gehalten wurden, wurden auf das Vorkommen von Retrovirusantikörpern mit einem indirekten Immunfluoreszenz-Assay untersucht. Die Prävalenz von positiven Antikörpertitern wurde zwischen Männchen und Weibchen, zwischen Tierarten, Altersgruppen und zwischen Tieren mit bekannter Abstammung mit nichtparametrischen Verfahren untersucht. Das mittlere Alter der Tiere zum Zeitpunkt der Probenentnahme betrug 36 Monate (Spannweite 2 – 201 Monate). 20,4 % von allen Proben waren seropositiv. Antikörper wurden in 31 der 47 (66,0 %) Serumproben von Derbywallabys (Macropus eugenii), 9 der 24 (37,5 %) Gelbfuß-Felskängurus (Petrogale xanthopus), 4 der 11 (36,4 %) Sumpfwallabys (Wallabia bicolor), 10 der 80 (12,5 %) Rotnackenwallabys (Macropus rufogriseus) und 1 der 54 (1,9 %) Parmawallabys (Macropus parma) festgestellt. Einzeltiere der folgenden Tierarten zeigten keine Antikörper gegen Retroviren: Westliches Graues Riesenkänguru (n = 3) (Macropus fuliginosus), Östliches Graues Riesenkänguru (n = 19) (Macropus giganteus), Bergkänguru (n = 6) (Macropus robustus), Rotes Riesenkänguru (n = 11) (Macropus rufus) und Matschie-Baumkänguru (n = 14) (Dendrolagus matschiei). Diese Ergebnisse zeigen, daß fünf Känguru-Arten in menschlicher Obhut Retroviren ausgesetzt wurden. Der höchste Prozentsatz seropositiver Tiere und höchste statistische Korrelation wurden bei M. eugenii (mit dem zweiseitigen exakten Test nach Fisher, alpha = 0,05) festgestellt. Zusätzlich wurde ein wildgefangener M. eugenii während der Quarantäneperiode als seropositiv festgestellt; dieses Ergebnis deutet darauf hin, daß wilde Populationen Retroviren ausgesetzt werden können. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(3): 342-348, 2008.

Titel: Untersuchung der somatotropischen Achse von wildlebenden und rehabilitierten Seehunden (Phoca vitulina)

Autoren: Julie P. Richmond, M.S., John Skinner, M.S., James Gilbert, Ph.D., Lisa M. Mazzaro, Ph.D. und Steven A. Zinn, Ph.D.

Department of Animal Science, University of Connecticut, 3636 Horsebarn Road Ext., Unit 4040, Storrs, Connecticut 06269, USA (Richmond, Zinn); Department of Wildlife Ecology, University of Maine, 5755 Nutting Hall, Orono, Maine 04469, USA (Gilbert, Skinner); Mystic Aquarium and Institute for Exploration, 55 Coogan Boulevard, Mystic, Connecticut 06355, USA (Mazzaro). Korrespondenz bitte an Dr. Zinn (steven.zinn@uconn.edu).

Zusammenfassung: Die somatotropische Achse, mit Wachstumshormon (GH), Insulin-ähnlichem Wachstumsfaktor (IGF)-1 und IGF-Bindungsproteinen (IGFBP), spielt eine Rolle bei der Physiologie des Wachstums, dem Entwicklungsalter sowie dem Ernährungszustand von domestizierten Tieren. Die Bedeutung der somatotropischen Achse bei der Ernährung, Entwicklung und dem Wachstum bei Seehunden war bislang unbekannt. Da die Durchführung von Langzeitstudien bei wildlebenden Seehunden schwierig ist, richtete sich diese Studie auf die mögliche Verwendung von Seehunden in Rettungsstationen als Modelle für wildlebende Seehunde. Diese Studie vergleicht die Konzentrationen der Komponente der somatotropischen Achse bei wildlebenden und rehabilitierten jungen Seehunden. Die Hypothese lautete, daß die Messwerte der somatotropischen Achse zwischen Einzeltieren vergleichbaren Alters und Ernährungszustandes (gefastet oder nicht gefastet) ähnlich sein würden. Um die These zu prüfen, wurden junge Seehunde (n = 8), die vom Marine Mammal Center (Sausalito, Kalifornien, USA) oder Mystic Aquarium (Mystic, Connecticut, USA) aufgenommen wurden, untersucht. Alle untersuchten Tiere wurden als gesund eingestuft, aber als Heuler identifiziert. Die Seehunde waren alle jünger als 2 Wochen zum Zeitpunkt der Aufnahme in die Rehabilitierungseinrichtungen. Standardisierte Messung der Körperlänge wurde zum Zeitpunkt der Aufnahme und der Wiederauswilderung durchgeführt. Körpergewicht wurde wöchentlich gemessen, und Blutproben wurden von jedem Jungtier nach der 0., 4. und 8. Woche nach der Aufnahme abgenommen. Blut und morphologische Messwerte wurden von wildlebenden jungen Seehunden (n = 8) aus dem Golf von Maine abgenommen. GH-, IGF-1- und IGFBP-Konzentrationen wurden in den Serumproben gemessen. Die gemessenen GH-, IGF-1- und IGFBP-2- und IGFBP-3-Werte der rehabilitierten Jungtiere ähnelten denen der wildlebenden Jungtiere, wenn die Werte im Zusammenhang mit der angenommenen Nahrungsaufnahme analysiert wurden.  Diese Ergebnisse deuten darauf hin, daß rehabilitierte Seehunde als brauchbares Modell für die Untersuchung von Wirkungen der Nahrungsaufnahme auf das Wachstum und die Entwicklung von Seehunden dienen können. Außerdem bieten sie Information über die Endokrinologie und den Stoffwechsel von Robbenarten. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(3): 349-357, 2008.

Titel: Urinanalyse bei drei Nashornarten in menschlicher Obhut (Rhinoceros unicornis, Dicerorhinus sumatrensis und Diceros bicornis) 

Autoren: Molly B. Haffey, D.V.M., Your browser may not support display of this image.Randal D. Pairan, Your browser may not support display of this image.Paul R. Reinhart und Your browser may not support display of this image.Monica A. Stoops, M.Sc., Ph.D.Your browser may not support display of this image. 

1416 Kipling Street, Houston, Texas 77006, USA (Haffey); Center for Conservation and Research of Endangered Wildlife, Cincinnati Zoo and Botanical Garden, 3400 Vine Street, Cincinnati, Ohio 45220, USA (Pairan, Reinhart, Stoops). Korrespondenz bitte an Dr. Stoops (monica.stoops@cincinnatizoo.org).  

Zusammenfassung: Diese Studie untersucht die Harnwerte von drei Nashornarten in menschlicher Obhut (Rhinoceros unicornis, Dicerorhinus sumatrensis und Diceros bicornis) und analysiert die Unterschiede zwischen Einzeltieren und den drei Nashornarten. Wiederholte Urinanalysen wurden von 11 Einzeltieren zur Feststellung physiologischer Referenzbereiche durchgeführt. Obwohl Unterschiede zwischen Einzeltieren oder den drei Nashornarten für Harn-pH nicht festgestellt wurden, zeigten die Nashornarten unterschiedliche Werte für spezifisches Gewicht des Harns. Nashornurin zeigt viele physikalische und chemische Eigenschaften, die mit denen des Pferdes übereinstimmen, obwohl die Zuverlässigkeit dieser Vergleiche begrenzt ist. Harn-pH beim Nashorn befindet sich innerhalb des physiologischen Bereiches vom Pferd und von anderen großen Pflanzenfressern. Das spezifische Gewicht jeder der untersuchten Nashornarten war unter der unteren Grenze des Referenzbereiches beim Pferd. Vergleichende Analyse der Werte in einem komerziellen Labor bestätigte die Ergebnisse dieser Studie und demonstriert, daß die Durchführung der Urinanalyse in der Praxis wertvoll ist. Diese Ergenisse stellen die ersten Referenzbereiche für Urinwerte beim Panzer-, Sumatra- und Spitzmaulnashorn dar und bieten ein wertvolles diagnostisches Mittel zur medizinischen Versorgung dieser Tiere in menschlicher Obhut. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(3): 358-361, 2008.

Titel: Untersuchung der Übereinstimmung der Hämagglutination-Inhibitions-Tests gegen verschiedene Stämme des Paramyxovirus der Schlangen bei der Östlichen Massasauga (Sistrurus catenatus catenatus) 

Autoren: Matthew C. Allender, D.V.M., M.S., Your browser may not support display of this image.Mark A. Mitchell, D.V.M., M.S., Ph.D., Your browser may not support display of this image.Michael J. Dreslik, M.S., Ph.D., Your browser may not support display of this image.Christopher A. Phillips, M.S., Ph.D. und Your browser may not support display of this image.Val R. Beasley, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.B.V.T.Your browser may not support display of this image. 

Department of Small Animal Clinical Science, College of Veterinary Medicine, University of Tennessee, 2407 River Drive, Knoxville, Tennessee 37996, USA (Allender); Departments of Veterinary Clinical Medicine (Mitchell) and Veterinary Biosciences (Beasley), College of Veterinary Medicine, University of Illinois, 2001 South Lincoln Avenue, Urbana, Illinois 61802, USA; Illinois Natural History Survey, 1816 South Oak Street, Champaign, Illinois 61820, USA (Dreslik, Phillips). Korrespondenz bitte an Dr. Allender (mattallender@utk.edu).  

Zusammenfassung: Der Hämagglutination-Inhibitions-Test (HI) ist zur Zeit die einzige kommerzielle serologische Methode zur Festellung einer Infektion mit Paramyxovirus der Schlangen (OPMV). 26 Östliche Massasauga (Sistrurus catenatus catenatus) wurden in 2006 gefangen, und Blut wurde zur Feststellung des OPMV-Status entnommen. Die Blutprobe von jeder Schlange wurde in drei Aliquote geteilt und mit kommerziell vorhandenen Hämagglutination-Inhibitions-Tests gegen die vier OPMV-Isolate in den drei Labors untersucht. Jede Schlange wurde mit dem HI auf Antikörper gegen die folgenden Isolate untersucht: Grüner Baumpython (green tree python; GTP), Gefleckte Klapperschlange (San Lucan rattlesnake; SLR) und Aruba-Klapperschlange (Aruba Island rattlesnake; AIR). 25 Schlangen wurden auf Antikörper gegen das Isolat der Texas-Klapperschlange (Western diamondback rattlesnake; WDR) untersucht. Alle Proben, die gegen GTP und SLR getestet wurden, waren positiv (26/26), wobei 56 % (14/25) der WDR-Tests positiv waren.  Keiner (0/26) der AIR-Tests war positiv. Die GTP- und SLR-Ergebnisse stimmten zu 100% miteinander überein; SLR- und AIR- sowie GTP- und AIR-Ergebnisse zeigten keine Übereinstimmung. Kappa-Statistik für GTP-WDR, SLR-WDR, GTP-AIR, SLR-AIR und WDR-AIR zeigten weniger als die zufällige Übereinstimmung. Diese Ergebnisse zeigen, daß die kommerziell vorhandene HI-Tests nicht als alleiniges diagnostisches Mittel bei der Östlichen Massasauga verwendet werden sollen. HI-Tests sollen mit anderen Parametern weiter untersucht werden, um OPMV-Infektion bei Östlichen Massasauga festzustellen. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(3): 362-369, 2008.

Titel: Tödliche Toxoplasmose bei Sandkatzen (Felis margarita) 

Autoren: Matthew An Pas, D.V.M. und Your browser may not support display of this image.J. P. Dubey, M.V.Sc., Ph.D.Your browser may not support display of this image. 

Breeding Centre for Endangered Arabian Wildlife, P.O. Box 29922, Sharjah, Vereinigte Arabische Emirate (Pas); U.S. Department of Agriculture, Animal Natural Resources Institute, Animal Parasitic Disease Laboratory, BARC-East, Building 1001, Beltsville, Maryland 20705-2350, USA (Dubey). Korrespondenz bitte an Dr. Pas (breeding@epaa-shj.gov.ae).  

Zusammenfassung: Die Sandkatze (Felis margarita) ist eine Kleinkatze, die in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) vorzufinden ist. Das Sandkatzen-Zuchtprogramm im Breeding Centre for Endangered Arabian Wildlife in Sharjah, VAE, wurde durch eine sehr hohe Mortalitätsrate bei Neugeborenen stark beeinträchtigt. Zwei verschiedene Sandkatzenpaare gebaren zwischen 1999 und 2006 einen bzw. zwei Würfe (insgesamt acht Welpen). Sieben der acht Welpen starben zwischen der 3. und 21. Lebenswoche. Toxoplasmose wurde als Todesursache bei beiden Würfen bestätigt. Ausgewachsene Katzen zeigten hohe Antikörpertiter gegen Toxoplasma gondii vor Beginn der Trächtigkeit. Dieses Ergebnis deutet darauf hin, daß die maternale Immunität die Welpen gegen Infektion mit T. gondii nicht schützte und die transplazentale Übertragung der Protozoen nicht verhinderte. Diese Ergebnisse sind denen  bei der Infektion bei Hauskatzen entgegengesetzt. Dieser Bericht stellt die erste Beschreibung bestätigter, tödlicher Toxoplasmose und die Prävalenz der Infektion bei Sandkatzen dar. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(3): 370-379, 2008.

Titel: Untersuchung von Amöbeninfektionen und Differenzierung einer Entamoeba histolytica-ähnlichen Variante (JSK2004) bei nichtmenschlichen Primaten mit einem Multiplex-Polymerase-Kettenreaktion-Assay 

Autoren: Jun Suzuki, Your browser may not support display of this image.Seiki Kobayashi, Ph.D., Your browser may not support display of this image.Rie Murata, Your browser may not support display of this image.Hideo Tajima, D.V.M., Your browser may not support display of this image.Fumitaka Hashizaki, D.V.M., Your browser may not support display of this image.Yoshitoki Yanagawa, D.V.M., Ph.D. und Your browser may not support display of this image.Tsutomu Takeuchi, M.D., Ph.D.Your browser may not support display of this image. 

Division of Clinical Microbiology, Department of Microbiology, Tokyo Metropolitan Institute of Public Health, 3-24-1, Hyakunin-cho, Shinjuku-ku, Tokyo 169-0073, Japan (Suzuki, Murata, Yanagawa); Department of Tropical Medicine and Parasitology, School of Medicine, Keio University, 35 Shinanomachi, Shinjuku-ku, Tokyo 160-8582, Japan (Kobayashi, Takeuchi); Ueno Zoological Gardens, Ueno-park 9-83, Taito-ku, Tokyo 110-8711, Japan (Tajima, Hashizaki). Korrespondenz bitte an Jun Suzuki (Jun_Suzuki@member.metro.tokyo.jp).  

Zusammenfassung: Eine pathogene Entamoeba histolytica-ähnliche Variante  (JSK2004-Stamm) mit abweichender Gensequenz und einem neuen Isoenzymprofil wurde von einer Brazzameerkatze aus einem zoologischen Garten in Tokyo, Japan, isoliert und bereits beschrieben. In dieser Studie wurde ein Multiplex-Polymerase-Kettenreaktion (PCR)-Assay entwickelt, das die JSK2004-E. histolytica-ähnliche Variante (JSK04-Eh-V) von E. histolytica und E. dispar unterscheiden kann. Das Assay verwendet drei neuentwickelte Primergruppen, die jeweils spezifische DNA-Fragmente aus der kleinen ribosomalen Untereinheit der RNA-Gene amplifiziert. 47 Affen (11 Arten) im zoologischen Garten wurden mit der Multiplex-PCR untersucht, um die Prävalenz der JSK04-Eh-V-Infektion festzustellen. Die Infektion wurde bei sechs Einzeltieren von vier Affenarten nachgewiesen, darunter Mantelaffen, Brazzameerkatzen (darunter das Tier, aus dem JSK2004 isoliert wurde), Weißkopfsakis und Geoffroy-Klammeraffen. Jeweils ein Mantelaffe und ein Geoffroy-Klammeraffe, die Leberabszesse mit Amöben bei der Sektion zeigten, wurden ebenfalls untersucht. DNA-Proben wurden auch auf spezifische Genotypen untersucht, die auf der Nukleotidensequenzierung der zwei Protein-kodierenden Gene (Chitinase und Serin-reiches E. histolytica-Protein) und des nichtkodierenden Lokus 1-2 basiert, der zum Fingerprinting des E. histolytica-Stammes verwendet wurde. Diese Studie deutet darauf hin, daß die Infektion mit der E. histolytica-ähnlichen Variante in diesem Zoo durch den gleichen Stamm (JSK04-Eh-V) verursacht wurde. Ein axenisches Nährmedium (Hefeextrakt-Eisen-Maltose-Dihydroxyaceton-Serum) wurde auf Basis des axenischen Kulturmediums für E. dispar (Hefeextrakt-Eisen-Gluconsäure-Dihydroxyaceton-Serum) entwickelt. Das neue Nährmedium könnte für die axenische Kultur von E. histolytica, JSK04-Eh-V und E. dispar als einziges Medium verwendet werden. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(3): 380-385, 2008.

Titel: Kontrollmaßnahmen in einem Wildtierpark mit mehreren Huftierarten nach einem Ausbruch von bösartigem Katarrhalfieber 

Autoren: A. Jim Cooley, D.V.M., Dipl. A.C.V.P., Your browser may not support display of this image.Naomi S. Taus, D.V.M., Ph.D. und Hong Li, D.V.M., Ph.D.

Your browser may not support display of this image.

College of Veterinary Medicine, Mississippi State University, Starkville, Mississippi 39762-6100, USA (Cooley);  Animal Diseases Research Unit, U.S. Department of Agriculture (USDA)–Agricultural Research Service, Washington State University, Pullman, Washington 99164-6630, USA (Taus, Li). Korrespondenz bitte an Dr. Cooley (Cooley@cvm.msstate.edu).  

Zusammenfassung: In einem Wildtierpark mit mehreren Tierarten in North Carolina, USA, ereignete sich Ende 2001 bis Anfang 2002  ein Ausbruch mit Morbidität und Mortalität bei den folgenden Tierarten: Davidshirsch (Elaphurus davidianus), Axishirsch (Axis axis), Hirschziegenantilope (Antelope cervicapra), Weißwedelhirsch (Odocoileus virginianus) und Rothirsch (Cervus elaphus). Die klinischen Symptome reichten von einem fulminanten Verlauf, fortschreitend von Depression bis zum blutigen Durchfall und Tod in weniger als 4 Tagen beim Davidshirsch,´bis zu einem verzögerten Verlauf von 2 Wochen bis 3 Monate bei Axishirschen. Bei sterbenden Axishirschen wurden hohe anti-Bösartiges Katarrhalfieber (BKF)-Antikörpertiter mit einem kompetitiven Inhibitions-Enzyme-linked Immunosorbent Assay festgestellt. Ovine Herpesvirus-2 (OvHV-2)-DNA wurde in peripheralen Blutleukozyten des betroffenen Axishirsches vorgefunden. Andere BKF-Herpesviren wurden nicht festgestellt. Retrospektive Untersuchung eingefrorener Gewebeproben von betroffenen Davidshirschen und Hirschziegenantilopen bestätigte ebenfalls das Vorkommen von OvHV-2-DNA. Erste Kontrollmaßnahmen richteten sich auf die Verhinderung weiterer Todesfälle klinisch empfänglicher Tiere durch Entfernung von BKF-Reservoir-Arten, vor allem von Wildschafarten. Die häufigsten Wildschafarten in diesem Wildtierpark waren Mufflons (Ovis musimon). Die Schafarten wurden im Juni 2002 entfernt, und das letzte Tier mit BKF starb im Oktober 2002. Da Mufflons eine große Attraktion im Wildtierpark darstellten, wollte der Besitzer einen Plan zur Wiedereinführung dieser Tierart in die Tiersammlung erstellen. Die Zucht von nicht-OvHV-2-infizierten Mufflonlämmern wurde nach einem bereits beschriebenen Programm zur Zucht von OvHV-2-freien Schafen (Ovis ovis) unternommen. Die gezüchteten BKF-negativen Mufflons wurden circa im Januar 2004 in den Park eingeführt. Bis Dezember 2007 wurden keine weiteren BKF-Fälle seit der Entfernung der OvHV-2-positiven Mufflons und Einführung der virusfreien Lämmer festgestellt. Dieser Bericht beschreibt die erfolgreichen Kontrollmaßnahmen nach einem BKF-Ausbruch in einem Tierpark mit in großer Dichte gehaltenen Huftierarten. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(3): 386-391, 2008.

Titel: Disseminierte Tuberkulose bei einem Klippschliefer (Procavia capensis) durch Mycobacterium africanum verursacht 

Autoren: Andrea Gudan, D.V.M., Your browser may not support display of this image.Branka Artukovi?, D.V.M., Ph.D., Your browser may not support display of this image.Željko Cvetni?, D.V.M., Ph.D., Your browser may not support display of this image.Silvio Špi?i?, D.V.M., Your browser may not support display of this image.Ana Beck, D.V.M., Your browser may not support display of this image.Marko Hohšteter, D.V.M., Your browser may not support display of this image.Tomo Nagli?, D.V.M., Ph.D., Your browser may not support display of this image.Ingeborg Bata, D.V.M. und Your browser may not support display of this image.Željko Grabarevi?, D.V.M., Ph.D.Your browser may not support display of this image. 

Department of General Pathology and Pathological Morphology, Faculty of Veterinary Medicine, University of Zagreb, Heinzelova 55, Zagreb 10000, Kroatien (Gudan, Artukovi?, Beck, Hohšteter, Grabarevi?); Department of Microbiology and Infectious Diseases with Clinic, Faculty of Veterinary Medicine, University of Zagreb, Heinzelova 55, Zagreb 10000, Kroatien (Nagli?); Croatian Veterinary Institute Zagreb, Savska cesta 143, Zagreb 10000, Kroatien (Cvetni?, Špi?i?); Zoological Garden of Zagreb, Maksimirski perivoj bb, Zagreb 10000, Kroatien (Bata). Korrespondenz bitte an Dr. Gudan (agudan@vef.hr, andrea.gudan@kr.t-com.hr). 

Zusammenfassung: Tuberkulose, die durch Mycobacterium africanum verursacht wurde, wurde bei einem ausgewachsenen, weiblichen Klippschliefer (Procavia capensis) diagnostiziert. Die pathologische Untersuchung zeigte disseminierte tuberkulöse Veränderungen. Die gleichen pathologischen Veränderungen wurden  bei einem männlichen Klippschliefer vorgefunden, der ein Jahr später starb. Die Tiere wurden aus den Vereinigten Arabischen Emiraten importiert und im Zagreb Zoo, Kroatien, gehalten. Die Infektionsquelle bleibt unbekannt. Die säurefesten Baktieren, die aus der Lunge des weiblichen Tieres isoliert wurden, wurden durch Polymerase Kettenreaktion als Mycobacterium tuberculosis-Komplex identifiziert. Der Geno Type® MTBC-Test bestätigte den Bakterienstamm als M. africanum I. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(3): 392-397, 2008.

Titel: Spontane Tumorbildung bei vier Großen Igeltenreks (Setifer setosus) in menschlicher Obhut 

Autoren: Mina K. Khoii, D.V.M., Your browser may not support display of this image.Elizabeth W. Howerth, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.V.P., Your browser may not support display of this image.Roy B. Burns, D.V.M., Your browser may not support display of this image.K. Paige Carmichael, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.V.P. und Your browser may not support display of this image.Zoltan S. Gyimesi, D.V.M.Your browser may not support display of this image. 

Honolulu Zoo, 151 Kapahulu Avenue, Honolulu, Hawaii 96815, USA (Khoii); Department of Pathology, College of Veterinary Medicine, University of Georgia, Athens, Georgia 30602, USA (Howerth, Carmichael); Louisville Zoological Garden, 1100 Trevilian Way, Louisville, Kentucky 40213, USA (Burns, Gyimesi). Korrespondenz bitte an Dr. Khoii (mkhoii@honolulu.gov). 

Zusammenfassung: Wenig Information ist über die Krankheiten und Pathologie der Familie Tenrecidae bekannt. Zu dieser Familie gehört der Große Igeltenrek (Setifer setosus), ein Insektenfresser aus Madagaskar. Dieser Bericht faßt die anatomisch- und histopathologischen Befunde neoplastischer Veränderungen bei vier Großen Igeltenreks in menschlicher Obhut zusammen. Obwohl hier nur vier Einzelfälle beschrieben werden, scheinen neoplastische Veränderungen eine häufige und bedeutende Ursache von Morbidität und Mortalität bei Großen Igeltenreks zu sein. Die folgenden Tumore wurden festgestellt: ein solides Schilddrüsenfollikelkarzinom, zwei Übergangsepithelkarzinome der Harnblase, Polypen des Endometriums der Gebärmutter und multizentrisches B-Zellen-Lymphom. Wegen der geringen Anzahl der Fälle konnten keine Schlüsse über die Ursache der Tumorbildung gezogen werden, obwohl genetische Faktoren, Virusinfektionen, Pestizidbehandlungen, Fütterung und andere Umweltfaktoren zur Entwicklung von Neoplasie bei dieser Tierart beitragen könnten. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(3): 398-405, 2008.

Titel: Idiopathische Unfruchtbarkeit bei zwei männlichen Giraffengazellen (Litocranius walleri walleri) in menschlicher Obhut 

Autoren: Carin M. VanderKlok, D.V.M., Your browser may not support display of this image.Linda M. Penfold, Ph.D., Your browser may not support display of this image.Jessica Siegal-Willott, D.V.M., and Your browser may not support display of this image.Scott B. Citino, D.V.M., Dipl. A.C.Z.M.Your browser may not support display of this image. 

College of Veterinary Medicine, North Carolina State University, 4700 Hillsborough Street, Raleigh, North Carolina 27606, USA (VanderKlok); White Oak Conservation Center, 581705 White Oak Road, Yulee, Florida 32097, USA (Penfold, Citino); College of Veterinary Medicine, University of Florida, Gainesville, Florida 32610, USA (Siegal-Willott). Aktuelle Adresse (VanderKlok): Veterinary Specialty Hospital of the Carolinas, 6405-100 Tryon Road, Cary, North Carolina 27511 USA. Korrespondenz bitte an Dr. VanderKlok (carinzoovet@gmail.com). 

Zusammenfassung: Zwei ausgewachsene, männliche Giraffengazellen (Litocranius walleri walleri) wurden als unfruchtbar mit verschiedenen klinischen Befunden diagnostiziert. Ein Tier zeigte unilaterale Degeneration/Hypoplasie des Hodens, und innerhalb von 8 Monaten trat Atrophie/Degeneration des anderen Hodens auf. Das zweite Tier wurde im Vorfeld mit Melengestrolacetat (MGA) im Futter ein Jahr lang während der Pubertät wegen einer Studie über die Kontrolle von Aggression behandelt. Das Aussehen und Palpieren der Hoden dieses zweiten Tieres waren unauffällig, obwohl wiederholte Samenproben Ejakulate mit einer hohen Anzahl von nicht beweglichen Spermatozoen ergaben, die alle die gleiche abweichende Morphologie zeigten: verkürzte Schwänze mit normaler Gesamtspermienzahl für diese Tierart. Die zwei Tiere zeigten Kortisolkonzentrationen innerhalb des Referenzbereiches für männliche, ausgewachsene Giraffengazellen. Die Analyse der Mineralkonzentrationen im Serum zeigten Zinkwerte, die für Rinder als niedrig angesehen werden. Testosteronwerte waren im ersten Fall niedrig, aber im zweiten Fall waren die Werte im physiologischen Bereich anderer Giraffengazellen. Weitere Untersuchungen endokriner Ursachen, darunter Schilddrüsen- und Nebennierenhormonkonzentrationen, zeigten keine weiteren Abweichungen. Die beiden Gazellen in diesem Bericht waren mütterlicherseits verwandt; deshalb kann eine genetische Ursache der Unfruchtbarkeit nicht ausgeschlossen werden. Weitere Untersuchungen über die Wirkungen von MGA, Zinkbedarf durch die Ernährung sowie die daraus resultierenden Wirkungen auf die Spermatogenese und Hodenentwicklung sollten durchgeführt werden. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(3): 406-411, 2008.

Titel: Chytridiomykose in einer Froschsammlung eines Aquariums: Diagnose, Behandlung und Schutzmaßnahmen 

Autoren: María J. Forzán, M.V.Z., Dipl. A.C.V.P., Your browser may not support display of this image.Helen Gunn, B.Sc. Your browser may not support display of this image.und Peter ScottM.Sc., B.V.Sc.Your browser may not support display of this image. 

Finn Pathologists, One Eyed Lane, Weybread, Suffolk, IP21 5TT, Großbritannien (Forzán); Blue Planet Aquarium, Ellesmere Port, Cheshire, CH65 9LF, Großbritannien (Gunn); Biotope, Specialist Veterinary Consultancy, P.O. Box 60, Winchester, SO23 9XN, Großbritannien (Scott). Aktuelle Adresse (Forzán): Dept. Path/ Micro, AVC, UPEI, Charlottetown, Prince Edward Island, C1A 4P3, Kanada. Korrespondenz bitte an Dr. Forzán (mforzan@upei.ca).  

Zusammenfassung: Nachdem eine neue Gruppe von Pfeilgiftfröschen in ein Aquarium mit einer bestehenden Froschsammlung eingeführt wurden, sind mehrere akute Todesfällen bei den neuen sowie bei den vorhandenen Froschgruppen aufgetreten. Chytridiomykose, durch Batrachochytrium dendrobatidis  verursacht, wurde durch histologische Untersuchung von zwei Fröschen diagnostiziert. Nach dieser Feststellung wurden alle Amphibien in eine speziell eingerichtete Quarantänestation mit strengen Schutzmaßnahmen gebracht und mit Itraconazol behandelt. Die landlebenden Frösche wurden mit einem Bad mit 0,01% Itraconazol (Sporonox™, 10 mg/ml) in 0,6 % Kochsalzlösung für 5 Minuten an 11 aufeinanderfolgenden Tagen behandelt. Den wasserlebenden Axolotl (Ambystoma mexicanum) und Kaupschen Caecelian (Potymotyphlus kaupii) wurden  mit Itraconzol, das direkt in die Aquarien verabreicht wurde, mit einer Konzentration von 0,01 % für 30 Minuten alle fünf Tage für vier Behandlungen verabreicht. Itraconazol wurde nach 30 Minuten mit einem Filter mit hoher Flußrate mit Aktivkohle entfernt. Die Behandlungen und Quarantäneprotokolle bekämpften die Infektion erfolgreich. Die wenigen Mortalitäten, die in den 18 Monaten nach Beginn der Schutzmaßnahmen stattfanden, zeigten bei der histologischen Untersuchung negative Ergebnisse für das Vorhandensein von Chytridiomykose. Die Lurchensammlung wird jetzt als Chytridiomykose-frei angesehen. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(3): 412-420, 2008.

Titel: Disseminierte Pannikulitis bei einem Großen Tümmler (Tursiops truncatus) durch Mycobacterium chelonae verursacht 

Autoren: Arno Wünschmann, Dr. med. vet., Dipl. A.C.V.P., Your browser may not support display of this image.Anibal Armien, Dr. med. vet., Dipl. A.C.V.P., Your browser may not support display of this image.N. Beth Harris, M.S., Ph.D., Your browser may not support display of this image.Barbara A. Brown-Elliott, M.S., M.T. (A.S.C.P.), Your browser may not support display of this image.Richard J. Wallace, Jr., M.D., Your browser may not support display of this image.James Rasmussen, D.V.M., Your browser may not support display of this image.Michelle Willette, D.V.M. und Your browser may not support display of this image.Tiffany Wolf, D.V.M.Your browser may not support display of this image. 

Department of Veterinary Population Medicine/Minnesota Veterinary Diagnostic Laboratory, College of Veterinary Medicine, University of Minnesota, St. Paul, Minnesota 55108, USA (Wünschmann, Armien); National Veterinary Services Laboratories, Veterinary Services, Animal and Plant Health Inspection Service, United States Department of Agriculture, Ames, Iowa 50010, USA (Harris); Mycobacteria/Nocardia Laboratory, Department of Microbiology Biomedical Research, The University of Texas Health Center, Tyler, Texas 75708, USA (Brown-Elliott, Wallace); Minnesota Zoological Garden, Apple Valley, Minnesota 55124, USA (Rasmussen, Willette, Wolf). Korrespondenz bitte an Dr. Wünschmann (wunsc001@umn.edu). 

Zusammenfassung: Ein 14 Jahre alter, weiblicher Großer Tümmler (Tursiops truncatus) wurde mit Pannikulitis durch eine Stanzbiopsie diagnostiziert; die Infektion wurde durch Mykobakterien verursacht. Bei der Sektion wurden zahlreiche Pyogranulome in der Fettschicht, sowie hochgradige, akute, multifokale, nekrotisch-eitrige Pneumonie festgestellt. Das Tier zeigte weiterhin hochgradige Skoliose, die klinisch seit  dem ersten Lebensmonat bemerkt wurde. Das Tier wurde mit einer niedrigen Dosis Dexamethason circa 19 Monate vor dem Tod behandelt, um die angenommenen Beschwerden von Spondyloarthritis zu lindern, sowie mit dem Progesteronderivat Altrogenest für circa 8 Jahre als Verhütungsmittel behandelt. Säurefeste Stäbchen wurden im Corium, aber nicht in der Lunge oder den Lymphknoten festgestellt. Mycobacterium chelonae wurde aus einer Mischprobe von Haut, Lunge und peripheralen Lymphknoten isoliert. Mykobakterieninfektion sollte als Differentialdiagnose bei Großen Tümmlern mit generalisierten Hautinfektionen in Betracht gezogen werden, vor allem, wenn Kortison- und Progesteronbehandlungen chronisch verabreicht werden, die eine suppressive Wirkung auf das Immunsystem haben können. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(3): 421-427, 2008.

Titel: Diagnose und chirurgische Behandlung einer Chiari I-ähnlichen Fehlbildung bei einem Afrikanischen Löwen (Panthera leo) 

Autoren: Stephanie McCain, D.V.M., Your browser may not support display of this image.Marcy Souza, D.V.M., Your browser may not support display of this image.Ed Ramsay, D.V.M, Dipl. A.C.Z.M., Your browser may not support display of this image.Juergen Schumacher, Dr. med. vet., Dipl. A.C.Z.M., Your browser may not support display of this image.Silke Hecht, Dr. med. vet., Dipl. A.C.V.R., Dipl. E.C.V.D.I. und William Thomas, D.V.M., M.S., Dipl. A.C.V.I.M. (Neurology)Your browser may not support display of this image. 

Department of Small Animal Clinical Sciences, College of Veterinary Medicine, University of Tennessee, Knoxville, Tennessee 37996, USA. Korrespondenz bitte an Dr. McCain (slmccain@utk.edu). 

Zusammenfassung: Ein 13 Monate alter, männlicher, unkastrierter Afrikanischer Löwe (Panthera leo) zeigte 3 Monate lang Apathie, Hängenlassen des Halses, abweichende Vokalisierungen und Ataxie. Vollständiges Blutbild und biochemische Serumuntersuchung waren unauffällig bis auf das Auftreten von Hypokalämie (2,7 mEq/l) und Hypochloridämie (108 mEq/l). Da der Zustand des Tieres sich nach der oralen Verabreichung von Kaliumgluconat nicht verbesserte, wurde Computertomographie des Gehirns und Schädels durchgeführt, aber keine Abweichungen festgestellt. Magnetresonanztomographie zeigte Verdickung des Os occipitale und Verengung der Fossa cranii caudalis mit Kompression und Hernie des Kleinhirns und Syringohydromyelie des Halsteils des Rückenmarks. Diese Befunde stimmen mit Chiari I-ählicher Fehlbildung überein. Dekompression des Foramen magnum wurde durchgeführt, um die Kompression des Kleinhirns zu lindern. Das Tier erholte sich mit nachfolgendem Rückgang der klinischen Symptome. Hypovitaminose A wurde in früheren Berichten als Ursache dieser Fehlbildung bei Löwen mit ähnlichen klinischen Symptomen vorgeschlagen. Serum- und Leberkonzentrationen von Vitamin A waren niedrig (100 ng/ml bzw. 25,31 µg/g) im Vergleich zu Konzentrationen bei domestizierten Fleischfressern. Diese Ergebnisse stützen die These, daß Hypovitaminose A die Ursache der Chiari I-ähnlichen Fehlbildung bei diesem Tier war. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(3): 428-437, 2008.

Titel: Mykotische Proventrikulitis bei gezüchteten Rebhühnern (Perdix perdix)  

Autoren: Désirée S. Jansson, D.V.M., Your browser may not support display of this image.Caroline Bröjer, D.V.M., M.Sc., Your browser may not support display of this image.Roland Mattsson, Your browser may not support display of this image.Ricardo Feinstein, D.V.M., Ph.D., Your browser may not support display of this image.Torsten Mörner, D.V.M., Ph.D. und Your browser may not support display of this image.Carl Hård af Segerstad, D.V.M., Ph.D.Your browser may not support display of this image. 

Department of Pigs, Poultry, and Ruminants (Jansson); Department of Wildlife, Fish, and Environment (Jansson, Bröjer, Mattsson, Mörner); Department of Pathology (Feinstein, Hård af Segerstad), National Veterinary Institute (SVA), SE-751 89 Uppsala, Schweden. Korrespondenz bitte an Dr. Jansson (desiree.s.jansson@sva.se).  

Zusammenfassung: Proventrikulitis und chronische Atemwegserkrankung wurden bei zwei Gruppen von Rebhühnern (Perdix perdix) von zwei verschiedenen Höfen in Schweden festgestellt. Die betroffenen Vögel zeigten einen schlechten Allgemeinzustand, Atembeschwerden und Mortalitätsraten von 50 und 98%. Die Veränderungen im Drüsenmagen waren mit mykotischen Organismen, die mikroskopisch nicht vom Ascomyces-Pilz Macrorhabdus ornithogaster (früher als Megabakterium bezeichnet) zu unterscheiden waren, eng verkoppelt. Bei der Sektion waren die Drüsenmägen der Vögel angeschwollen und hyperämisch, und visköser Schleim befand sich auf der Schleimhaut. Blutungen wurden im Drüsenmagen vorgefunden, und ein Vogel zeigte außerdem Ruptur des Drüsenmagens und Peritonitis. Bei der histologischen Untersuchung wurden hochgradige subakute bis chronische lymphoplasmazytäre Proventrikulitis, Mikroabszesse, Nekrose, Epithelmetaplasie, Zerreißung der Koilinschicht sowie Geschwüre und Blutungen im Drüsen- und Muskelmagen festgestellt. Transmissionselektronenmikroskopie der Mikroorganismen im Drüsenmagen zeigte membrangebundene Kerne, Vakuolen, Ribosomen, Mikrotuben in paralleler Anordnung und eine zweischichtige Zellwand, aber ohne Mitochondrien. Rasterelektronenmikroskopie des Epithels des Drüsenmagens zeigte Massen von Organismen mit gelegentlicher Verengung dieses parallelen Musters. Viele der Vögel hatten gleichzeitige bakterielle Atemwegserkrankungen und/oder Kandidose des Magen-Darm-Trakts. Der klinische Verlauf sowie die anatomisch- und histopathologischen Befunde ähnelten den beschriebenen Veränderungen bei Papagei- und Singvögeln, die mit M. ornithogaster-ähnlichen Mikroorganismen befallen sind, unterschieden sich aber von Versuchen und Fallberichten bei Hühnern, bei denen die Symptome und Veränderungen wesentlich milder ausfallen. Die Befunde in den hier beschriebenen Fällen deuten darauf hin, daß mykotische Proventrikulitis, vermutlich mit M. ornithogaster assoziiert, eine ernstzunehmende, aber möglicherweise opportunistische, wahrscheinlich seltene, Erkrankung bei gezüchteten Rebhühnern darstellt. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(3): 438-444, 2008.

Titel: Antibiotische, intravenöse regionale Perfusion zur erfolgreichen Behandlung von Infektionen der distalen Gliedmaße: Zwei Fallbeschreibungen 

Autoren: Christine V. Fiorello D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.Z.M., Your browser may not support display of this image.Janet Beagley, D.V.M., M.S., Your browser may not support display of this image.Scott B. Citino, D.V.M., Dipl. A.C.Z.M.Your browser may not support display of this image. 

Department of Small Animal Clinical Sciences, College of Veterinary Medicine, University of Florida, Gainesville, Florida 32610, USA (Fiorello); College of Veterinary Medicine, Michigan State University, East Lansing, Michigan 48824, USA (Beagley); White Oak Conservation Center, 581705 White Oak Road, Yulee, Florida 32097, USA (Citino). Aktuelle Adresse (Fiorello): Department of Small Animal Medicine and Surgery; (Beagley): Department of Large Animal Medicine and Surgery, College of Veterinary Medicine, University of Georgia, Athens, Georgia 30602, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Fiorello (drfiorello@gmail.com). 

Zusammenfassung: Intravenöse regionale Perfusion wird zur Behandlung von Infektionen der Gliedmaßen bei Menschen und Pferden häufig verwendet. Die Anwendung dieser Methode kann zur Erreichung sehr hoher Antibiotikakonzentrationen in betroffenen Geweben führen. Dieses Verfahren wurde zur erfolgreichen Behandlung von tiefen, gemischten Infektionen der Knochen und Gelenke eines Sumpfwallabys (Wallabia bicolor) und eines Kleinen Kudus (Tragelaphus imberbis) angewendet. Die Infektionen der beiden Tiere waren schwerwiegend und wurden als lebensbedrohlich angesehen, da Amputation nicht praktikabel war, systemische Antibiose unerforgreich war und die Tiere Schmerzen und systemische Auswirkungen zeigten. Das Sumpfwallaby wurde einmal täglich mit Imipenem 5 Tage lang behandelt und zeigte nach einem Monat Rückkehr zur normalen Funktion. Der Kudu wurde vier Mal mit Ampicillin/Sulbactam und danach mit Enrofloxacin alle zwei Tage, und dann zwei Wochen später zweimal mit nur Ampicillin/Sulbactam, behandelt. Die Rückkehr zur normalen Funktion erfolgte in diesem Fall in weniger als 2 Monaten. Die einzige beobachtete Nebenwirkung war Phlebitis beim Kudu, die auf konservative Therapie ansprach. Heilung war in beiden Fällen schnell und nach zwei Behandlungen schon ersichtlich. Diese Fälle beschreiben die Wirksamkeit und Anpassungfähigkeit der intravenösen regionalen Perfusion zur Behandlung von schwerwiegenden Infektionen der Zehen bei nicht domestizierten Tierarten. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(3): 445-449, 2008.

Titel: Gleichzeitige Infektion mit Ranavirus, Batrachochytrium dendrobatidis und Aeromonas spp. bei Fröschen in menschlicher Obhut 

Autoren: Debra L. Miller, D.V.M., Ph.D., Your browser may not support display of this image.Sreekumari Rajeev, B.V.Sc., Ph.D., Dipl. A.C.V.M., Your browser may not support display of this image.Milagros Brookins, D.V.M., Your browser may not support display of this image.Jeff Cook, Your browser may not support display of this image.Lisa Whittington, B.S., H.T. und Your browser may not support display of this image.Charles A. Baldwin, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.V.M.Your browser may not support display of this image. 

The University of Georgia, College of Veterinary Medicine, Veterinary Diagnostic and Investigational Laboratory, Tifton, Georgia 31793, USA (Miller, Rajeev, Brookins, Whittington, Baldwin); Reptiland, Allenwood, Pennsylvania 17810, USA (Cook). Korrespondenz bitte an Dr. Miller (millerdl@uga.edu).  

Zusammenfassung: Vier Froscharten (Dendrobates auratus, Phyllobates terribilis, Pyxicephalus adspersus und Rhacophorus dennysi) in menschlicher Obhut wurden tot aufgefunden. Vor dem Tod zeigten sie Apathie und Inappetenz. Bei der anatomisch-pathologischen Untersuchung zeigten die Tiere unregelmäßige Stellen mit abgestoßenen Hautfetzen und wenigen Hautulzerationen. Bei der histologischen Untersuchung wurde Epidermproliferation vorgefunden, die an den Zehen am ausgeprägtesten war. Intrazytoplasmische Chytrid-Pilze waren in den Epidermzellen vorzufinden. Bakterien waren oft mit den Hautveränderungen assoziiert. Intrazytoplasmische Einschlusskörperchen wurden in Leberzellen festgestellt. Real-Time-Polymerase-Kettenreaktion zeigte positive Ergebnisse für sowohl Ranavirus als auch Batrachochytrium dendrobatidis (Bd). Bakterielle Kultur der inneren Organe ergab die Isolierung von Aeromonas hydrophila. Dieser Bericht beschreibt die erste gleichzeitige Infektion von Ranavirus, Bd und A. hydrophila bei Fröschen. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(3): 450-454, 2008.

Titel: Molekulare Beschreibung disseminierter Histoplasmose bei zwei Schneeleoparden (Uncia uncia) in menschlicher Obhut 

Autoren: David Espinosa-Avilés, MVZ, MSc., Your browser may not support display of this image.Maria Lucia Taylor, Ph.D., Your browser may not support display of this image.Maria Del Rocio Reyes-Montes, Ph.D. und Your browser may not support display of this image.Armando Pérez-Torrez, MD, Ph.D.Your browser may not support display of this image. 

Department of Pathology, Zoológico Guadalajara, Paseo del Zoológico 600, Guadalajara 44390, Jalisco, Mexiko (Espinosa-Avilés); Departments of Microbiología-Parasitología (Taylor, Del Rocio Reyes-Montes) und Biología Celular y Tisular (Pérez-Torrez), Facultad de Medicina, UNAM, Mexico City 04510, Mexiko. Korrespondenz bitte an Dr. Espinosa-Avilés (despinosa@zooguadalajara.com.mx). 

Zusammenfassung: Dieser Bericht beschreibt disseminierte Histoplasmose bei zwei Schneeleoparden (Uncia uncia) in menschlicher Obhut. Die Infektion wurde mit Hilfe der histopathologischen und immunhistochemischen Untersuchungen sowie Transmissionselektronenmikroskopie und molekularen Untersuchungen nachgewiesen. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(3): 455-459, 2008.

Titel: Subokzipitale Kraniektomie bei einem Löwen (Panthera leo) mit Fehlbildung des Os occipitale und Hypovitaminose A 

Autoren: Merav H. Shamir, D.V.M., Dipl. E.C.V.N., Your browser may not support display of this image.Yael Shilo, D.V.M., Your browser may not support display of this image.Alon Fridman, M.D., Ph.D., Your browser may not support display of this image.Orit Chai, D.V.M., Your browser may not support display of this image.Ram Reifen, M.D., M.Sc. und Your browser may not support display of this image.Limor Miara, D.V.M.Your browser may not support display of this image. 

Neurology & Neurosurgery Service, Koret School of Veterinary Medicine, The Hebrew University of Jerusalem, P.O. Box 12, 76100 Rehovot, Israel (Shamir, Chai); Department of Anesthesia, Koret School of Veterinary Medicine, The Hebrew University of Jerusalem, P.O. Box 12, 76100 Rehovot, Israel (Shilo); Departments of Physiology and Neurosurgery, Ben-Gurion University und Soroka University Medical Center, Beer-Sheva, Israel (Fridman); Faculty of Agriculture Food and Environmental Quality Sciences, The Hebrew University of Jerusalem, P.O. Box 12, 76100 Rehovot, Israel (Reifen); Chai-Keff, Zoological Garden, Rishon Letzion, Israel (Miara). Korrespondenz bitte an Dr. Shamir (shamir@agri.huji.ac.il). 

Zusammenfassung: Neurologische Dysfunktion mit Fehlbildung des Schädels und der Halswirbel wurde bereits bei Löwen weltweit in menschlicher Obhut festgestellt. Dieses Syndrom wird meist mit Vitamin A-Mangel assoziiert. Die Diagnose der Knochenfehlbildung und deren Auswirkungen auf das Nervengewebe konnten bisher nur bei der Sektion gestellt werden: typische Verdickung des Schädels, Hernie des Kleinhirns, Kompression des Foramen magnum und Vergrößerung der Seitenventrikel. Junge Löwen mit gering ausgeprägten neurologischen Symptomen können in manchen Fällen mit sehr hohen Dosen Vitamin A behandelt werden, obwohl eine endgültige Diagnose solcher Fälle nur gestellt werden konnte, wenn die Tiere später starben oder eingeschläfert wurden. Dieser Fall beschreibt die Diagnose dieser Erkrankung mit Computertomographie und Leberbiopsie. Da die konservative Behandlung unerfolgreich blieb, wurde eine subokzipitale Kraniektomie durchgeführt, um den verdickten Knochen des Os occipitale zu entfernen. Diese erfolgreiche Operation zeigt, daß die chirurgische Behandlung schwerer betroffener Löwen angewendet werden kann. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(3): 460-463, 2008.

Titel: Blutbildwerte der Pascagoula-Höckerschildkröte (Graptemys gibbonsi) und Südostasiatischen Scharnierschildkröte (Cuora amboinensis) 

Autoren: David Perpiñán, L.V., M.S., Your browser may not support display of this image.Sonia M. Hernandez-Divers, D.V.M., Dipl. A.C.Z.M., Your browser may not support display of this image.Kenneth S. Latimer, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.V.P., Your browser may not support display of this image.Thomas Akre, Ph.D., Your browser may not support display of this image.Chris Hagen, Your browser may not support display of this image.Kurt A. Buhlmann und Your browser may not support display of this image.Stephen J. Hernandez-Divers, B.Vet.Med., Dipl. A.C.Z.M.Your browser may not support display of this image. 

Department of Small Animal Medicine & Surgery, College of Veterinary Medicine, University of Georgia, Athens, Georgia 30602, USA (Perpiñán, S.M. Hernandez-Divers, S.J. Hernandez-Divers); Department of Pathology, College of Veterinary Medicine, University of Georgia, Athens, Georgia 30602, USA (Latimer); Department of Natural Sciences, Longwood University, Farmville, Virginia 23909, USA (Akre); University of Georgia, Savannah River Ecology Laboratory (SREL), Drawer E, Building 737-A, Aiken, South Carolina 29082, USA (Hagen, Buhlmann). Korrespondenz bitte an Dr. Perpiñán (dperpinan@yahoo.es). 

Zusammenfassung: Schildkröten sind weltweit bedroht durch Verlust des Lebensraums und Entfernung aus ihrem Lebensraum und Verkauf als Nahrungsmittel oder Haustier. Diese Studie untersucht die Blutbildwerte bei zwei Schildkrötenarten, um den Gesundheitszustand der Tiere in menschlicher Obhut sowie in freier Wildbahn besser zu verstehen. Blutproben wurden von 12 Pascagoula-Höckerschildkröten (Graptemys gibbonsi) und sieben Südostasiatischen Scharnierschildkröten (Cuora amboinensis) entnommen, die im Savannah River Ecology Laboratory (South Carolina, USA) gehalten wurden. Die folgenden Blutbildwerte wurden gemessen: Hämatokrit, Gesamtprotein, Erythrozytenzahl, Leukozytenzahl und Differentialblutbild. Niedrige Hämatokritwerte sowie hohe Basophilenzahlen wurden bei beiden Schildkrötenarten festgestellt. Der basophile Granulozyt war der häufigste Leukozyt bei der Pascagoula-Höckerschildkröte (Mittelwert = 0,80 × 109/L); der häufigste Leukozyt bei der Südostasiatischen Scharnierschildkröte war der heterophile Granulozyt (Mittelwert= 2,06 × 109/L). 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(3): 464-467, 2008.

Titel: Komplikationen einer Harnröhrenruptur und skrotalen Urethrostomie bei einem Östlichen Bongo (Tragelaphus eurycerus isaaci) 

Autoren: Laura Fresno, D.V.M., Ph.D., Your browser may not support display of this image.Jesús Fernández-Morán, D.V.M., Ph.D., Your browser may not support display of this image.Hugo Fernández-Bellon, D.V.M., Your browser may not support display of this image.Anna Andaluz, D.V.M., Ph.D. und Your browser may not support display of this image.Félix García-Arnas, D.V.M., Ph.D.Your browser may not support display of this image. 

Departament de Medicina i Cirurgia Animals, Facultat de Veterinària, Universitat Autònoma de Barcelona (UAB), 08193 Bellaterra (Cerdanyola del Vallès), Barcelona, Spanien (Fresno, Andaluz, García-Arnas); Parc Zoològic de Barcelona, Parc de la Ciutadella s/n. 08003 Barcelona, Spanien (Fernández-Morán, Fernández-Bellon). Korrespondenz bitte an Dr. Fresno (laura.fresno@uab.es).  

Zusammenfassung: Ein 4 Jahre alter, 300 kg schwerer, männlicher Östlicher Bongo (Tragelaphus eurycerus isaaci) zeigte eine fluktuierende Schwellung am ventralen Bauch um den Penis, die später als eine Harnröhrenruptur diagnostiziert wurde. Das Tier wurde mit Breitspektrum-Antibiotika und radikalem chirurgischem Debridement behandelt. Das gesamte Präputium und ein Teil des Penis wurden amputiert und eine Orchidektomie wurde durchgeführt, und normaler Harnabgang wurde wieder hergestellt. Zu einem späteren Zeitpunkt, als die Wunde teilweise verheilt war, wurde eine permanente skrotale Urethrostomie durchgeführt. Vollständige sekundäre Heilung trat 2 Monate nach der letzten Operation ein. Obwohl der Ausgang des Falles sehr gut war, hätte wegen des Ausmaßes und Schweregrades der Gewebeveränderungen die unverzügliche Durchführung einer permanenten Urethrostomie nach der ersten Feststellung der Harnröhrenruptur die Verschlechterung des Allgemeinzustandes und die umfangreiche Operation verhindert. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(3): 468-471, 2008.

Titel: Hemilaminektomie über mehrere Lendenwirbel zur Behandlung der intervertebralen Diskopathie bei einem Amurtiger (Panthera tigris altaica) 

Autoren: Thomas Flegel, M.S., Dr. med. vet., Dipl. A.C.V.I.M. (Neurology), Dipl. E.C.V.N., Peter Böttcher, Dr. med. vet., Dipl. E.C.V.S., Your browser may not support display of this image.Michaele Alef, Dr. med. vet., habil., Dipl. E.C.V.A., Your browser may not support display of this image.Ingmar Kiefer, Dr. med. vet., Your browser may not support display of this image.Eberhard Ludewig, Dr. med. vet., Dipl. E.C.V.D.I., Your browser may not support display of this image.Jens Thielebein und Your browser may not support display of this image.Vera Grevel, Dr. med. vet., habil., Dipl. E.C.V.S.Your browser may not support display of this image. 

Klinik für Kleintiere der Universität Leipzig, An den Tierkliniken 23, 04103 Leipzig, Deutschland (Flegel, Böttcher, Alef, Kiefer, Ludewig, Grevel) und Institut für Agrar- und Ernährungswissenschaften, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Emil-Abderhalden-Str. 28, 06108 Halle, Deutschland (Thielebein). Korrespondenz bitte an Dr. Flegel (flegel@kleintierklinik.uni-leipzig.de). 

Zusammenfassung: Ein 13 Jahre alter Amurtiger (Panthera tigris altaica) wurde mit akuter Paraplegie vorgestellt. Röntgenaufnahmen, Myelographie und Computertomographie wurden unter Vollnarkose durchgeführt und zeigten laterale Kompression der Wirbelsäule an der Stelle der L4-5 Zwischenwirbelscheibe, die durch Bandscheibenvorfall verursacht wurde. Die Extrusion ging auch mit erheblicher epiduraler Blutung von L3 bis L6 einher. Eine Hemilaminektomie über mehrere Wirbel (L3 bis L6) wurde durchgeführt, und eine vollständige Dekompression der Wirbelsäule wurde erreicht. Der Tiger konnte 10 Tage nach der Operation wieder laufen. Dieser Fall deutet darauf hin, daß die vollständige Dekompression der Wirbelsäule möglicherweise einen Vorteil gegenüber einer umfangreichen Dekompression haben könnte, die zu einer klinisch signifikanten Instabilität der Wirbelsäule führen kann. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(3): 472-475, 2008.

Titel: Chemo- und Bestrahlungstherapie zur Behandlung eines kutanen Lymphoms bei einem Bodenkuskus (Phalanger gymnotis) 

Autoren: Andrea L. Goodnight, D.V.M., Your browser may not support display of this image.C. Guillermo Couto, D.V.M., Dipl. A.C.V.I.M., Your browser may not support display of this image.Eric Green, D.V.M., Dipl. A.C.V.R., Your browser may not support display of this image.Michael Barrie, D.V.M. und Your browser may not support display of this image.Gwen Myers, D.V.M.Your browser may not support display of this image. 

Columbus Zoo and Aquarium, 9990 Riverside Drive, Powell, Ohio 43065, USA (Goodnight, Barrie, Myers); Department of Veterinary Clinical Sciences, The Ohio State University College of Veterinary Medicine, 601 Vernon L. Tharp Street, Columbus, Ohio 43210, USA (Couto, Green). Aktuelle Adresse (Goodnight): Oakland Zoo, 9777 Golf Links Road, Oakland, California, 94605, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Goodnight (andreag@oaklandzoo.org). 

Zusammenfassung: Ein 15 Jahre alter, weiblicher Bodenkuskus (Phalanger gymnotis) zeigte eine isolierte, ulzerierte, nicht heilende Hautveränderung an der lateralen Körperwand. Histopathologische und immunhistochemische Untersuchungen wiesen ein kutanes T-Zell-Lymphom nach, das nicht vollständig chirurgisch entfernt wurde. Orale Chemotherapie mit CCNU (Lomustin) führte zur klinischen Remission, die 255 Tage andauerte und ohne Anzeichen von Toxizität verlief. Der Tumor kehrte wieder und wurde mit Bestrahlung behandelt, die zu weiteren 120 Tagen klinischer Remission führte. Als der Tumor dann an einer fernen Stelle wiederkehrte, wurde der Kuskus eingeschläfert. Eine leicht erniedrigte Futteraufnahme war anfangs festzustellen und war die einzig beobachtete Nebenwirkung während der gesamten Behandlungszeit. Die orale, wenig invasive Chemotherapie sowie die zusätzliche Bestrahlungstherapie waren durchführbare Behandlungsmethoden für dieses Tier und sollten zur Behandlung von neoplastischen Veränderungen bei anderen nicht domestizierten Tierarten in Betracht gezogen werden. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(3): 476-479, 2008.

Titel: Wiederholte Laparotomie zur Behandlung septischer Peritonitis bei einem Borneo-Orang-Utan (Pongo pygmaeus pygmaeus) 

Autoren: Patrick J. Pollock, B.V.M.S., Cert. E.S. (Soft Tissue), Dipl. E.C.V.S., M.R.C.V.S., Ronan Doyle, M.V.B., Cert. S.A.S., Dipl. E.C.V.S., M.R.C.V.S., Your browser may not support display of this image.Emma Tobin, M.V.B., M.V.M., Dipl. E.C.V.D.I., Your browser may not support display of this image.Kate Davison, B.VSc., Cert. V.A., M.R.C.V.S. und Your browser may not support display of this image.John Bainbridge, M.V.B., Cert. S.A.D.Your browser may not support display of this image. 

Veterinary Surgery Unit, School of Agriculture, Food Science and Veterinary Medicine, University College Dublin, Dublin, Dublin4, Irland (Pollock, Doyle, Tobin, Davison); Dublin Zoo, Phoenix Park, Dublin, Dublin13, Irland (Bainbridge). Aktuelle Adresse (Pollock): Weipers Centre for Equine Welfare, Division of Companion Animal Sciences, Institute of Comparative Medicine, Faculty of Veterinary Medicine, University of Glasgow, 464 Bearsden Road, Glasgow, G61 1QH, Schottland. Korrespondenz bitte an Patrick J. Pollock (p.pollock@vet.gla.ac.uk).  

Zusammenfassung: Ein 9 Jahre alter, weiblicher Borneo-Orang-Utan (Pongo pygmaeus pygmaeus) zeigte 48 Stunden lang Depression, Apathie, Inappetenz und schleimigen Ausfluß aus dem Rektum. Klinische, röntgenologische und ultrasonographische Untersuchungen zeigten mehrere erweiterte Darmschlingen, Verklebungen der Darmabschnitte und freies Gas in der Bauchhöhle. Während einer Probelaparotomie wurde fibrinopurulente, diffuse Peritonitis festgestellt, die von der Ruptur eines Abszesses im Beckenraum stammte und mit Verklebungen der Dickdarmschlingen einherging. Die Bauchhöhle wurde ausführlich gespült, nekrotisches Gewebe und die Abszesswand wurden entfernt und die Verklebungen wurden getrennt. Der Orang-Utan wurde 48 Stunden lang sediert, um intensive Behandlungen zu ermöglichen. Nach sechs Monaten zeigte das Tier ähnliche klinische Symptome, und die ultrasonographische Untersuchung zeigte wiederum einen Abszess im Beckenraum. Der chirurgische Eingriff wurde nochmals durchgeführt, und eine Hysterektomie wurde ebenfalls durchgeführt. Dieser Fall beschreibt die langfristige Behandlung eines abdominalen Abszesses und septischer Peritonitis nach chirurgischem Eingriff bei einem Menschenaffen. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(3): 480-487, 2008.

Titel: Untersuchung einer intramuskulären Kombination aus Butorphanol, Azaperon und Medetomidin mit nasaler Sauerstoffinsufflation zur Narkose von Weißwedelhirschen (Odocoileus virginianus) 

Autoren: Patrice M. Mich, D.V.M., Dipl. A.B.V.P., Your browser may not support display of this image.Lisa L. Wolfe, M.S., D.V.M., Your browser may not support display of this image.Tracey M. Sirochman, B.S., Your browser may not support display of this image.Michael A. Sirochman, B.S., Your browser may not support display of this image.Tracy R. Davis, B.S., Your browser may not support display of this image.William R. Lance, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.Z.M. und Your browser may not support display of this image.Michael W. Miller, D.V.M., Ph.D.Your browser may not support display of this image. 

Colorado State University Department of Clinical Sciences, Department of Anesthesia, Fort Collins, Colorado 80523, USA (Mich); Wildlife Research Center, Colorado Division of Wildlife, 317 West Prospect, Fort Collins, Colorado 80526, USA (Wolfe, Sirochman, Sirochman, Davis, Miller); Wildlife Pharmaceuticals, Inc., 1635 Blue Spruce Drive, Fort Collins, Colorado 80524, USA (Lance). Korrespondenz bitte an Dr. Mich (patrice.mich@colostate.edu).  

Zusammenfassung: Die chemische Immobilisation von Wildtieren wird oft mittels Opioiden oder Cyclohexaminen durchgeführt. Diese Substanzen sind wegen der vorgeschriebenen Protokolle über die Aufbewahrung, Verwendung und Aufzeichnungen problematisch. Eine mögliche brauchbare Alternative bietet die Narkosekombination mit Butorphanol, Azaperon und Medetomidin (BAM: 0,43 mg/kg Butorphanol; 0,36 mg/kg Azaperon; 0,14 mg/kg Medetomidin). Hypoxämie ist ein Risiko bei jeder Narkosekombination von Wildtieren. Dieses Risiko kann bei der Verwendung eines Alpha-2-Agonisten wie Medetomidin ausgeprägt sein, da dieses Narkosemittel eine starke vasokonstriktive Wirkung zeigt. In dieser prospektiven Studie wurde die BAM-Kombination für die chemische Immobilisation von Weißwedelhirschen (Odocoileus virginianus) untersucht. Zusätzlich wurden ausgewählte physiologische Parameter gemessen: Sauerstoffsättigung mit Pulsoxymetrie und arterielle Blutgasmessung mit und ohne nasale Insufflation von Sauerstoff (mit einer relativ niedrigen Flussrate von 3 l/min). Die BAM-Kombination erzeugte eine berechenbare Narkoseeinleitung mit einer Einleitungszeit bis zur Einnahme der Seitenlage von 9,8 ± 3,6 Minuten. Die Hirsche zeigten eine ruhige Erholung innerhalb von 5-20 Minuten nach der intramuskulären Verabreichung von Naltrexon, Atipamezol und Tolazolin (NAT). Klinisch relevante Abnahmen des arteriellen Sauerstoffpartialdrucks (PaO2) und der Sauerstoffsättigung (SpO2) wurden bei Tieren beobachtet, die nicht zusätzlich Sauerstoff bekamen. Diese Parameter waren signifikant besser bei den Tieren, die Sauerstoff bekamen. Pulsoxymetrie war bei dieser Narkosekombination eine nicht zuverlässige Messmethode für die Sauerstoffsättigung. Die Hypoxämie, die in dieser Studie beobachtet wurde, könnte durch die Höhe über dem Meeresspiegel, die Lage der Tiere, Hypoventilation, die Wirkungen von Butorphanol und Medetomidin, sowie durch die möglichen Wirkungen auf die Atmung durch den Alpha-2-Agonist verursacht worden sein. Die Immobilisation und nachfolgende Erholung von Weißwedelhirschen mit BAM/NAT war insgesamt als ausgezeichnet zu beurteilen. Da die BAM-Kombination signifikante Hypoxämie erzeugt, die durch Pulsoxymetrie nicht zuverlässig gemessen werden kann, aber mit nasaler Sauerstoffinsufflation behoben werden kann, wird die regelmäßige Verabreichung von Sauerstoff empfohlen. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(3): 488-492, 2008.

Titel: Befall von Mermithidae-Nematoden bei einer Gruppe von Bunten Riesenheuschrecken (Tropidacris collaris) 

Autoren: Lydia M. Attard, B.Sc., Your browser may not support display of this image.Ramon A. Carreno, Ph.D., Your browser may not support display of this image.Jean A. Paré, D.V.M., D.V.Sc., Dipl. A.C.Z.M., Your browser may not support display of this image.Andrew S. Peregrine, B.V.M.S., Ph.D., D.V.M., Dipl. E.V.P.C., Your browser may not support display of this image.Christopher J. Dutton, B.Sc., B.V.Sc., M.Sc., Dipl. A.C.Z.M. und Thomas R. Mason, B.Sc.Your browser may not support display of this image. 

Toronto Zoo, 361A Old Finch Avenue, Scarborough, Ontario M1B 5K7, Kanada (Attard, Paré, Dutton, Mason); Department of Zoology, Ohio Wesleyan University, 61 South Sandusky Street, Delaware, Ohio 43015, USA (Carreno); Department of Pathobiology, Ontario Veterinary College, University of Guelph, Guelph, Ontario N1G 2W1, Kanada (Peregrine). Korrespondenz bitte an Ms. Attard (lattard@torontozoo.ca).

Zusammenfassung: Ein  Sterben fand in einer Gruppe von Bunten Riesenheuschrecken (Tropidacris collaris) im Toronto Zoo statt. Ein Viertel der Gruppe starb innerhalb von einem Jahr am Wurmbefall. Die Parasiten wurden zunächst als Saitenwürmer (Nematomorpha) diagnostiziert, später jedoch als Nematoden der Familie Mermithidae der Gattung Mermis identifiziert. Die Mortalität hielt an, und die Heuschreckenzahl nahm in den nachfolgenden Jahren immer weiter ab. Mermithidae-Larven entwickelten sich im Hämocöl der Insekten, bis sie schließlich durch das ausgehöhlte Exoskelett hervortraten. Es wird in diesem Fall angenommen, daß die Parasiten durch Himbeersträuche eingeführt wurden, die auf dem Zoogelände gezüchtet wurden und mit Mermithidae-Eiern kontaminiert waren. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(3): 493-495, 2008.

Titel: Analyse eines handelsüblichen Entamoeba histolytica-ELISA zur Bestimmung von Entamoeba invadens bei Reptilien 

Autoren: Laurie A. Brewer, D.V.M., Ph.D., Your browser may not support display of this image.Mary C. Denver, D.V.M., Your browser may not support display of this image.Meredith Whitney, M.S. und Your browser may not support display of this image.Daniel J. Eichinger, Ph.D.Your browser may not support display of this image. 

Medical Department (Brewer, Denver) and the Herpetology Department (Whitney), The Maryland Zoo in Baltimore, Baltimore, Maryland 21217, USA; Department of Medical Parasitology, New York University Medical Center, New York, New York 10016, USA (Eichinger). Aktuelle Adresse (Brewer): Emergency Animal Hospital, 10270 Baltimore National Pike, Ellicott City, Maryland 21042, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Brewer (brew0060@umn.edu).

Zusammenfassung: Entamoeba invadens ist für mehrere Reptilienarten pathogen und verursacht weltweit schwerwiegende Ausbrüche in zoologischen und anderen Einrichtungen. Die Diagnose einer Infektion mit diesem Erreger sowie die Abgrenzung von anderen Entamoeben-Arten bei Reptilien ist schwierig. Das Ziel dieser Studie war es zu bestimmen, ob die Schnelltests für die Identifizierung vom menschlichen Entamoeba histolytica bei der Diagnose von E. invadens bei Reptilien im Maryland Zoo verwendet werden können. Weder das E. histolytica II-Antigen-Enzyme linked Immunosorbent Assay noch das ProSpecT® E. histolytica-Mikroplatten-Assay reagierten mit E. invadens Kontrollkulturen oder mit Kotproben von mehreren Reptilien. Diese Ergebnisse zeigen, daß ein Test mit großer Sensitivität und Spezifizität für E. invadens noch fehlt.

Location

581705 White Oak Road
Yulee, FL 32097 USA

Contact Us

Local: (904) 225-3275
Fax: (904) 225-3289
Email:Admin@AAZV.org