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jzwm_germanabstract_v39n4_2008

ZOO AND WILDLIFE MEDICINE 39(4) ZUSAMMENFASSUNGEN 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(4): 517-526, 2008.

Titel: Zoologische Pharmakologie: Konzepte und Herausforderungen 

Autoren: Robert P. Hunter, M.S., Ph.D. und Your browser may not support display of this image. Ramiro Isaza, D.V.M., M.S., Dipl. A.C.Z.M.Your browser may not support display of this image.  

Elanco Animal Health, Food Animal Therapeutics, 2001 West Main Street, P.O. Box 708, Greenfield, Indiana 46140, USA (Hunter); Department of Small Animal Clinical Sciences, College of Veterinary Medicine, 2015 S.W. 16th Avenue, University of Florida, Gainesville, Florida 23610-0126 USA (Isaza). Korrespondenz bitte an Dr. Hunter (hunter_robert_p@lilly.com).

Zusammenfassung: Zootierärzte verwenden für Menschen und domestizierte Tiere zugelassene Medikamente und extrapolieren Dosen zur Anwendung bei nicht zugelassenen Tierarten. Die Dosis, Dauer und Frequenz der Anwendung wird oft mit begrenzter artenspezifischer pharmakokinetischer Information bestimmt. Wegen des finanziellen Wertes und bedrohten Status vieler Zootiere ist die Methode Versuch und Irrtum für die Auswahl von therapeutischen Dosen nicht angemessen. Verschiedene Methoden werden in der Zootiermedizin verwendet, um Dosen zu extrapolieren, oder um ungefährliche aber wirksame Dosen abzuschätzen. Die einfachste und häufigste Methode zur Extrapolation einer Dosis bei nicht domestizierten Tierarten ist es, eine bekannte mg/kg-Dosis von einer anderen domestizierten Tierart oder vom Menschen zu verwenden. Diese Berechnung führt zu einer linearen Zunahme der Menge des verabreichten Medikamentes mit zunehmendem Körpergewicht. Obwohl diese Methode häufig angewendet wird, tendiert sie zur Überdosierung von großen Tierarten und Unterdosierung von kleinen Tierarten. Bei der zweiten, sehr ähnlichen Methode zur Berechung von Dosen nimmt man ein zugelassenes Medikament für eine bestimmte Tierart und zieht zusätzlich physiologische und anatomische Besonderheiten bestimmter Tierarten in Betracht. Beispiele für diese Methode sind die Verwendung der Basalstoffwechselrate oder der Körperoberfläche als Grundwert für die Extrapolation der Dosis. Allometrische Dosenberechnung von pharmakologischen Parametern ist die dritte Methode zur Extrapolation zwischen Tierarten. Diese Methode wird oft von der Pharma-Industrie verwendet, um die Anfangsdosis für Menschen bei phamakologischen Studien zu bestimmen. Die Anpassung und Verwendung dieser Methode in der Zootiermedizin könnte bei der Bestimmung von therapeutischen Dosen bei nicht domestizierten Tierarten behilflich sein. Diese Zusammenfassung vergleicht und erläutert diese drei Methoden zur Dosenbestimmung mit Beispielen aus der vorhandenen Literatur. 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(4): 527-536, 2008.

Titel: Analyse von biochemischen Markern des Knochenstoffwechsels bei Asiatischen Elefanten (Elephas maximus) 

Autoren: Conor Kilgallon, M.V.B., M.Sc., Your browser may not support display of this image. Edmund Flach, Vet.M.B., D.Zoo.Med. M.R.C.V.S., Your browser may not support display of this image. Wayne Boardman, B.Vet.Med., M.A.C.V.S., Your browser may not support display of this image. Andrew Routh, B.V.Sc., Cert.Zoo.Med., M.R.C.V.S., Your browser may not support display of this image. Taina Strike, B.V.Sc., M.Sc., M.R.C.V.S. und Your browser may not support display of this image. Brendan Jackson, M.A., Ph.D.Your browser may not support display of this image.  

Zoological Society of London, Regent's Park, NW1 4RY, Großbritannien (Kilgallon, Boardman, Routh, and Strike), Whipsnade Wild Animal Park, Dunstable, Bedfordshire, LU6 2LF, Großbritannien (Flach), Musculoskeletal Research Unit, Department of Clinical Studies, Royal Veterinary College, Hawkshead Lane, North Mymms, Hatfield, Hertfordshire, AL9 7TA, Großbritannien (Jackson). Aktuelle Adressen (Kilgallon): Zoological Society of San Diego, 2920 Zoo Drive, San Diego 92112-0551, USA; (Boardman): Adelaide Zoo, Frome Road, Adelaide, South Australia 5000, Australien. Korrespondenz bitte an Dr. Kilgallon (ckilgallon@sandiegozoo.org).

Zusammenfassung: Zwei Enzym-Assays (EIA) und ein Radioimmunassay (RIA) aus der Humanmedizin wurden validiert und zur Messung von Osteocalcin (OC), Alkalinphosphatase des Knochens (BAP) und der quervernetzten Telopeptid-Domäne vom Typ-1-Kollagen (ICTP) im Serum von Asiatischen Elefanten (Elephas maximus) verwendet. Serum von vier ausgewachsenen Elefantenkühen wurde an 7 aufeinanderfolgenden Tagen untersucht, um das Vorkommen der Substanzen zu prüfen und das Ausmaß der intraindividuellen Unterschiede bei der Konzentration der Marker im Verlauf der 7 Tage zu bestimmen. Verdünnungskurven der Proben verliefen parallel mit Standardkurven der Assays. Diese Ergebnisse demonstrieren ausgezeichnete Kreuzreaktion zwischen Antikörpern der Assays und Markerantigenen der Elefanten. Eine statistisch signifikante umgekehrte Korrelation wurde zwischen Alter und den drei Marker-Konzentrationen festgestellt: BAP, r = −0,862 (P < 0,01); OC, r = −0,788 (P < 0,002); und ICTP, r = −0,848 (P < 0,01). Eine starke positive Korrelation wurde zwischen BAP und OC (r = 0,797, P < 0,01), OC und ICTP (r = 0,860, P < 0,01) und zwischen BAP und ICTP (r = 0,958, P < 0,01) vorgefunden. Keine statistisch signifikanten intraindividuellen Unterschiede wurden in den 7 Tagen bei den vier ausgewachsenen Weibchen für die drei untersuchten Marker festgestellt (OC: P = 0,089; ICTP: P = 0,642; BAP: P = 0,146; n = 4 in jedem Fall). Die Koeffizient der Variabilität insgesamt in dieser Tiergruppe betrug 10,3%, 7,4% und 5,5% für OC, BAP und ICTP. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, daß die biochemischen Marker des Knochenstoffwechsels eine potentielle Rolle bei der Untersuchung der Knochengesundheit und bei der Feststellung von Knochenerkrankungen bei Asiatischen Elefanten spielen können.

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(4): 537-541, 2008.

Titel: Serologische Untersuchung nach Impfung gegen Westnilvirus beim Panzernashorn (Rhinoceros unicornis) 

Autoren: Tiffany M. Wolf, D.V.M., Your browser may not support display of this image. A. Rae Gandolf, D.V.M., Your browser may not support display of this image. James L. Dooley, Ph.D., Your browser may not support display of this image. Mark W. Atkinson, B.V.Sc., M.R.C.V.S. und Your browser may not support display of this image. Barbara A. Wolfe, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.Z.M.Your browser may not support display of this image.  

The Wilds, Cumberland, Ohio 43732, USA (Wolf, Gandolf, Atkinson, Wolfe); Department of Biology, Muskingum College, New Concord, Ohio 43762, USA (Dooley). Aktuelle Adressen (Wolf): Minnesota Zoo, Apple Valley, Minnesota 55124, USA; (Atkinson): Nevada Department of Wildlife, Reno, Nevada 89512, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Wolf (tiffany.wolf@state.mn.us).

Zusammenfassung: Impfung gegen Westnilvirus (WNV) ist seit 1999 ein wichtiger Bestandteil der tiermedizinischen Vorbeugung in zoologischen Gärten in Nordamerika, um wertvolle Tierarten gegen die Infektion mit diesem Virus zu schützen. Obwohl die handelsüblichen Impfstoffe nur für Pferde zugelassen sind, werden sie bei nicht domestizierten Tierarten häufig verwendet, unter anderem bei Vögeln, Equiden und Nashörnern. Zur Zeit gibt es zwei handelsübliche Impfstoffe für Pferde; eine Totvakzine und eine rekombinierte Virusvektor-Vakzine. Diese zwei Produkte werden zur Impfung von Panzernashörnern (Rhinoceros unicornis) in nordamerikanischen zoologischen Gärten verwendet. In dieser Studie wurde die Wirksamkeit dieser Impfstoffe bei Panzernashörnern durch die Untersuchung der humoralen Immunantwort evaluiert. Fünf Nashörner wurden mit der Totvakzine für Pferde im Jahr 2005 geimpft und vier wurden nochmals 2006 mit der rekombinierten Vakzine geimpft. Unterschiede bei neutralisierenden Antikörpertitern sowie bei den Gamma- und Betaglobulinkonzentrationen vor und nach der Impfung wurden untersucht. Unterschiede der Titer wurden vor und nach der Verabreichung der Totvakzine nicht festgestellt. Antikörper wurden bei zwei der Nashörner nach der Verabreichung der rekombinierten Vakzine beobachtet. Keine signifikanten Unterschiede wurden bei der Proteinelektrophorese nach der Impfung mit beiden Vakzinen festgestellt. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, daß die rekombinierte WNV-Vakzine eine stärkere messbare humorale Immunantwort als der Totimpfstofft beim Panzernashorn auslöst. Weitere Studien über beide Impfstoffe sollten durchgeführt werden, um festzustellen, ob die Häufigkeit der Verabreichung, Dosis oder das verwendete Adjuvans die humorale Antwort bei dieser Tierart verstärken könnte. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(4): 542-547, 2008.

Titel: Enwicklung eines Narkoseprotokolls für Kalifornische Seelöwen (Zalophus californianus) mit neurologischen Symptomen für die Durchführung einer elektroenzephalographischen Untersuchung 

Autoren: Sophie Dennison, B.V.M.&S., Your browser may not support display of this image. Martin Haulena, D.V.M., M.Sc., Your browser may not support display of this image. D. Colette Williams, B.S., Your browser may not support display of this image. John Dawson, B.S., Your browser may not support display of this image. Brian S. Yandell, Ph.D. und Your browser may not support display of this image. Frances M. D. Gulland, Vet. M.B., Ph.D.Your browser may not support display of this image.  

The Marine Mammal Center, 1065 Fort Cronkhite, Sausalito, California 94965, USA (Dennison, Gulland, Haulena); Departments of Statistics, and Biostatistics and Medical Informatics, University of Wisconsin, Madison, Wisconsin 53706, USA (Dawson); Departments of Statistics and Horticulture, University of Wisconsin, Madison, Wisconsin 53706, USA (Yandell); School of Veterinary Medicine, University of California, One Shields Avenue, Davis, California 95616, USA (Williams). Aktuelle Adressen: (Dennison) Department of Radiology, School of Veterinary Medicine, University of Wisconsin, 2015 Linden Drive, Madison, Wisconsin 53706, USA; (Haulena) Vancouver Aquarium, 845 Avison Way, Vancouver, British Columbia V6G 3E2, Kanada. Korrespondenz bitte an Dr. Dennison (dennison@svm.vetmed.wisc.edu). 

Zusammenfassung: Die Narkose von Seelöwen mit neurologischen Symptomen kann eine Abänderung der üblichen Narkoseprotokolle notwending machen, weil Wechselwirkungen zwischen der Narkosewirkung und den physiologischen Veränderungen der erkrankten Tiere häufig vorkommen. Die Wirkungen von zwei Narkosekombinationen wurden bei Kalifornischen Seelöwen (Zalophus californianus) mit (n = 33) und ohne (n = 8) neurologische Symptome verglichen: 0,07 mg/kg Medetomidin und 0,07 mg/kg Medetomidin plus 0,2 mg/kg Butorphanol. Narkosetiefe wurde auf einer Skala von 0 (keine Wirkung) bis 4 (tiefe Narkose) bewertet und mit der Reaktion auf akustische, taktile und visuelle Reize zum Zeitpunkt der maximalen Narkosetiefe beurteilt. In der Medetomidin-Gruppe wurden die Seelöwen mit einer mittleren Narkosetiefezahl von 4 eingestuft, während die gesunden Seelöwen mit einer Narkosetiefezahl von 1 bewertet wurden. Seelöwen mit und ohne neurologische Symptome in der Medetomidin-Butorphanol-Gruppe bekamen eine mittlere Narkosezahl von 4. Statistisch signifikante Unterschiede wurden weder für die Einleitungszeit noch für Atemfrequenz bei den zwei Narkoseprotokollen  bei allen Seelöwen festgestellt. Bei den Seelöwen mit neurologischen Symptomen war die Erholungszeit verlängert (P < 0,01) und die tiefste gemessene Herzfrequenz kleiner (P = 0,02) (obwohl sie noch innerhalb des physiologischen Bereichs lag) in der Medetomidin-Butorphanol-Gruppe im Vergleich zu der Medetomidin-Gruppe. Muskelzuckungen wurden bei vielen Tieren in der Medetomidin-Butorphanol-Gruppe beobachtet und verschlechterten die diagnostische Qualität des Elektroenzephalogramms (EEG). Deshalb wird die Sedierung mit nur Medetomidin mit einer Dosis von 0,07 mg/kg für eine ausreichend tiefe und sichere Narkose von Seelöwen mit neurologischen Symptomen zur Durchführung eines EEG empfohlen. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(4): 548-557, 2008.

Titel: Hämatologische und biochemische Referenzwerte für wildgefangene Weißfußtamarine (Saguinus leucopus) in menschlicher Obhut 

Autoren: Maureen Fox, B.S., D.V.M., Your browser may not support display of this image. Claudia Brieva, D.V.M., Your browser may not support display of this image. Carlos Moreno, D.V.M., Your browser may not support display of this image. Peter MacWilliams, D.V.M., Ph.D. und Your browser may not support display of this image. Chet Thomas, D.V.M, Ph.D.Your browser may not support display of this image.  

University of Wisconsin–Madison School of Veterinary Medicine, 2015 Linden Drive, Madison, Wisconsin 53706, USA (Fox, MacWilliams, Thomas); la Universidad Nacional de Colombia, Transversa 38 No. 40-01, Edificio “Uriel Gutiérrez,” Ciudad Universitaria-Bogotá, Kolombien (Brieva, Moreno). Korrespondenz bitte an Dr. Fox (mfox17@hotmail.com). 

Zusammenfassung: Der Weißfußtamarin (Saguinus leucopus) ist eine bedrohte Tierart, die in einem kleinen Waldkorridor im nördlichen Kolumbien lebt. Hämatologische und biochemische Referenzwerte sind ein wichtiges Mittel zur Beurteilung der Gesundheit und zur Förderung des Schutzes dieser Äffchenart. Der Zweck dieser Studie war es, diagnostisch wichtige hämatologische und biochemische Referenzwerte für gesunde Weißfußtamarine zu bestimmen und signifikante Unterschiede zwischen Altersgruppen (Jungtiere und Adulte), Geschlecht und Haltungsart zu untersuchen. Blutproben wurden zur Messung des vollständigen Blutbilds und biochemischer Serumwerte zwischen Februar und April 2005 von 29 wildgefangenen Äffchen gesammelt, die in drei verschiedenen Instituten im zentralen Kolumbien gehalten wurden. Hämatologische und biochemische Werte waren für Jungtiere und ausgewachsene Tiere ähnlich. Weibliche Weißfußtamarine zeigten niedrigere absolute Retikulozytenzahlen als männliche Tiere; Männchen zeigten niedrigere Chloridkonzentrationen im Serum als die Weibchen. Mittelwerte für Hämoglobin, mittleren Hämoglobingehalt (MCH), Gesamtprotein, Albumin, Glukose und Alkalinphosphatase variierten bei den drei Instituten. 22 der 29 Äffchen waren positiv für Mikrofilarien und zeigten signifikant höhere mittlere Alkalinphosphatasekonzentrationen im Serum. Die mittleren Serumkonzentrationen für Alkalinphosphatase und Creatinkinase waren höher als diese Werte bei anderen Säugetieren. Die Referenzbereiche in dieser Studie waren mit veröffentlichten Werten für andere Krallenaffen vergleichbar. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(4): 558-561, 2008.

Titel: Reversible Kombination aus Detomidin-Tiletamin-Zolazepam und Atipamezol zur Narkose von Kragenbären  (Ursus thibetanus) 

Autoren: Pietro Laricchiuta, D.V.M., Your browser may not support display of this image. Donatella Gelli, D.V.M., Your browser may not support display of this image. Marco Campolo, D.V.M., Ph.D., Your browser may not support display of this image. Maria Pia Marinelli, D.V.M. und Your browser may not support display of this image. Olimpia R. Lai, D.V.M., Ph.D.Your browser may not support display of this image.  

Einaudi Veterinary Center, via Colaianni 23/A, Bari BA 70100 Italien (Laricchiuta, Marinelli); Department of Veterinary Clinical Sciences, Faculty of Veterinary Medicine, University of Padua, viale dell'Università 16, Legnaro PD 35020 Italien (Gelli); Department of Veterinary Public Health, Faculty of Veterinary Medicine, University of Bari, s.p. Casamassima km 3, Valenzano BA 70010 Italien (Campolo, Lai). Korrespondenz bitte an Dr. Lai (o.lai@veterinaria.uniba.it). 

Zusammenfassung: Die chemische Immobilisation von wildlebenden und von in menschlicher Obhut lebenden Wildtieren wird in vielen klinischen Fällen notwendig. In dieser Studie wurde Tiletamin-Zolazepam mit dem α2-Agonisten Detomidin kombiniert, um die kleinstmögliche Menge der Narkosemittel zu verwenden und um eine schnelle Einleitung, sichere Narkose für die beteiligten Tiere und Menschen sowie eine leicht umkehrbare Narkose mit spezifischen Antagonisten für eine schnelle Aufwachung zu ermöglichen. Zwölf Kragenbären in menschlicher Obhut wurden für klinische Untersuchungen, Blutentnahme, Elektrokardiographie und Echokardiographie narkotisiert. Die Kombination aus Detomidin (0,03 mg/kg) und Tiletamin-Zolazepam (1,5 mg/kg) wurde verwendet und ergab eine zuverlässige und effektive Immobilisation für Kragenbären eine Stunde lang während der klinischen Untersuchungen. Geringe oder keine Nebenwirkungen des Atemtraktes oder Herz-Kreislaufes wurden beobachtet, selbst wenn die Dosen mit geschätztem Körpergewicht berechnet wurden. Die Atem- und Herzfrequenz, sowie die Hämoglobin-Sauerstoffsättigung blieben während der gesamten Narkose stabil. Ein Sinusrhythmus wurde bei allen Tieren beobachtet. Die geringen Injektionsvolumen wurden mit Narkosepfeilen und Blasrohr verabreicht, um Trauma an der Injektionsstelle zu minimieren. Die Einleitung und Aufwachung waren gleichmäßig und vorhersehbar, und die Bären konnten aus einem sicheren Abstand während der Einleitung beobachtet werden. Die Anwendung des α2-Antagonisten Atipamezol zur Aufhebung der Wirkungen von Detomidin führt zu einer leicht steuerbaren und reversiblen Narkose. Darüber hinaus kann die Aufwachzeit durch die intravenöse Verabreichung dieses Antagonisten verkürzt werden. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(4): 562-566, 2008.

Titel: Nachweis eines Zusammenhangs zwischen Westnilvirus und lymphohistiozytischen proliferativen Hautveränderungen beim Mississippi-Alligator (Alligator mississippiensis) durch RT-PCR 

Autoren: Javier G. Nevarez, D.V.M., Ph.D., Your browser may not support display of this image. Mark A. Mitchell, D.V.M., Ph.D., Your browser may not support display of this image. Timothy Morgan, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.V.P., Your browser may not support display of this image. Alma Roy, M.S., Ph.D. und Your browser may not support display of this image. April Johnson, D.V.M., Ph.D.Your browser may not support display of this image.  

Department of Veterinary Clinical Sciences, Louisiana State University School of Veterinary Medicine, Skip Bertman Drive, Baton Rouge, Louisiana 70803, USA (Nevarez); Department of Veterinary Clinical Medicine, University of Illinois at Urbana-Champaign College of Veterinary Medicine, 1008W Hazelwood Drive, Urbana, Illinois 61802, USA (Mitchell); Department of Pathobiological Sciences, Louisiana State University School of Veterinary Medicine, Skip Bertman Drive, Baton Rouge, Louisiana 70803, USA (Morgan); Louisiana Animal Disease Diagnostic Laboratory, 1909 Skip Bertman Drive, Baton Rouge, Louisiana 70803, USA (Roy); University of Florida College of Veterinary Medicine, Gainesville, Florida 32608, USA (Johnson). Korrespondenz bitte an Dr. Nevarez (jnevarez@vetmed.lsu.edu).  

Zusammenfassung: Westnilvirus (WNV) kann Alligatoren in menschlicher Obhut befallen und in manchen Fällen erhebliche Mortalität hervorrufen. Alligatoren können den Virus amplifizieren, dienen als ein Reservoir und können sogar eine Infektionsquelle für Menschen sein. Diese Studie beschreibt die Hautmanifestation von WNV bei aufgezogenen Mississippi-Alligatoren (Alligator mississippiensis), die früher als lymphohistiozytisches proliferatives Syndrom der Alligatoren (LPSA) bekannt war. Diese Hautform wird hierin durch die anatomisch- und histopathologischen Befunde, WNV-Antikörpertiter und WNV-Reverse-Transkriptase Polymerase Kettenreaktion (RT-PCR) näher beschrieben. 40 Alligatoren mit LPSA und 41 Kontrolltiere wurden untersucht. Signifikante Unterschiede (P = 0,01−21) der WNV-Antikörpertiter wurden zwischen der Behandlungsgruppe (100%) und der Kontrollgruppe (0%, 95% CI: 0–7,3%) gefunden. In der Behandlungsgruppe zeigten 97,5% (39/40) (95% CI: 92,7–102,3%) der LPSA-Hautveränderungen positive Ergebnisse für WNV mit RT-PCR. Nur 7,5% (3/40) (95% CI: 0–15,7%) der Hautstellen in der Behandlungsgruppe ohne LPSA-Veränderungen waren positiv für WNV. In der Kontrollgruppe waren alle Hautproben negativ für WNV (41/41) (0%; 95% CI: 0–7,3%). Die LPSA-Hautveränderungen waren signifikant häufiger WNV-positiv mit RT-PCR im Vergleich zu den Hautproben bei den Kontrolltieren (P = 0,07−20) und zu Hautproben von unveränderten Hautstellen bei sonst betroffenen Tieren (P = 0,08−16). Es gab keine signifikanten Unterschiede bei den WNV RT-PCR Ergebnissen von den Hautproben von Kontrolltieren und von denen unbetroffener Hautstellen von betroffenen Tieren (P = 0,24). Diese Befunde deuten daruaf hin, daß LPSA eine Hautmanifestation von WNV bei Alligatoren ist. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(4): 567-575, 2008.

Titel: Vergleich der biomedizinischen Untersuchung beim Weißkopfmaki (Eulemur fulvus albifrons) aus vier Standorten in Madagaskar 

Autoren: Randall E. Junge, D.V.M., Dipl. A.C.Z.M., Your browser may not support display of this image. Christopher J. Dutton, M.V.Sc., Dipl. A.C.Z.M., Your browser may not support display of this image. Felicia Knightly, D.V.M., Your browser may not support display of this image. Cathy V. Williams, D.V.M., Your browser may not support display of this image. Fidisoa T. Rasambainarivo, D.V.M. und Your browser may not support display of this image. Edward E. Louis, D.V.M., Ph.D.Your browser may not support display of this image.  

St. Louis Zoo, 1 Government Drive, St. Louis, Missouri 63110, USA (Junge); Toronto Zoo, 361A Old Finch Avenue, Toronto, Ontario M1B 5K7, Kanada (Dutton); Denver Zoological Gardens, 2300 Steele Street, Denver, Colorado 80205, USA (Knightly); Duke Lemur Center, 3705 Erwin Road, Durham, North Carolina 27705, USA (Williams); University of Antananarivo, Antananarivo, Madagaskar (Rasambainarivo); Henry Doorly Zoo, 3701 South 10th Street, Omaha, Nebraska 68107, USA (Louis). Aktuelle Adresse (Rasambainarivo): Parc Ivoloina, Tamatave, Madagaskar. Korrespondenz bitte an Dr. Junge (Junge@stlzoo.org). 

Zusammenfassung: Die Untersuchung der Gesundheit und Ernährung von Wildtieren ist ein wichtiges Mittel zum Schutz solcher Tierarten sowie zur Evaluierung der Gesundheit von gesamten Ökosystemen. Eine solche Untersuchung wurde an 37 Weißkopfmakis (Eulemur fulvus albifrons) aus vier Standorten in Madagaskar unternommen. Ein Vergleich der Gesundheitsparameter zwischen den verschiedenen Standorten zeigte statistisch signifikante Unterschiede für Körpergewicht, Körpertemperatur, Atemfrequenz, einige Blutbildwerte (Leukozytenzahl, Hämatokrit, segmentierte Neutrophilenzahl und Lymphozytenzahl), biochemische Serumwerte (Aspartataminotransferase, Alaninaminotransferase, Alkalinphosphatase, Gesamtprotein, Albumin, Phosphor, Calcium, Natrium, Chlorid und Creatinphosphokinase) und Nahrungsmesswerte (Kupfer, Zink, Ferritin, Retinol, Tocopherol und 25-Hydroxycholecalciferol). Zwei der 10 Makis zeigten positive Ergebnisse für Toxoplasmose; keiner der 10 Makis zeigte positive Ergebnisse für Cryptosporidium oder Giardia. Darmbakterien sowie Endo- und Ektoparasiten zeigten typische Ergebnisse. Statistisch unterschiedliche Blutbild- und biochemische Serumwerte sind wahrscheinlich nicht klinisch wichtig, wobei die ernährungsbedingten Parameter wahrscheinlich auf Jahreszeit, Bodenbestandteile und Futterangebot zurückzuführen sind. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(4): 576-581, 2008.

Titel: Narkose von Goldschakalen (Canis aureus) in freier Wildbahn mit Medetomidin-Ketamin oder Medetomidin-Midazolam mit dem Antagonisten Atipamezol 

Autoren: Roni King, D.V.M., Your browser may not support display of this image. Roi Lapid, B.Sc., Your browser may not support display of this image. Ana Epstein, D.V.M., Your browser may not support display of this image. Tali Bdolah-Abram, M.Sc. und Your browser may not support display of this image. Yael Shilo, D.V.M.Your browser may not support display of this image.  

Israel Nature and Parks Authority, Science and Conservation Division 3, Am Ve'Olamo Street, Jerusalem 95463, Israel (King); Koret School of Veterinary Medicine, Hebrew University of Jerusalem, P.O. Box 12, Rehovot 76100, Israel (Lapid, Epstein, Bdolah-Abram, Shilo). Aktuelle Adresse (Shilo): Veterinary Medical Teaching Hospital, University of California at Davis, One Shields Avenue, Davis, California 95616, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Shilo (shilo.yael@gmail.com).  

Zusammenfassung: 22 Goldschakalen (Canis aureus) in freier Wildbahn wurden mit einer Kombination aus 113 ± 24 µg/kg Medetomidin und 2,1 ± 0,3 mg/kg Ketamin (M-K) oder 88 ± 16 µg/kg Medetomidin und 0,47 ±0,08 mg/kg Midazolam (M-M) mit intramuskulärer Injektion narkotisert. Die Einleitungs- und Aufwachphasen wurden gemessen und bewertet. Herz- und Atemfrequenz, Körpertemperatur, systolischer und diastolischer Blutdruck und Sauerstoffsättigung wurden gemessen. Indikatoren der Narkosetiefe wurden ebenfalls evaluiert. Es gab keine signifikanten Unterschiede zwischen der M-K- und M-M-Gruppe im Bezug auf Einleitungszeit (6:14 ± 1:45 bzw. 7:16 ± 2:09 Min.). Beide Kombinationen boten eine sichere und wirksame Narkose für mindestens 20-30 Min. Die Pulsfrequenz war in der M-K-Gruppe signifikant höher. Signifikante Unterschiede wurden weder bei den objektiven noch bei den subjektiven Messwerten festgestellt. Nach Verabreichung von Atipamezol mit fünfmal der Medetomidindosis wurde kein signifikanter Unterschied bei der Aufwachzeit mit beiden Narkosekombinationen festgestellt. M-K-Schakale standen innerhalb von 3:42 ± 2:17 Min. und M–M-Schakale innerhalb von 8:47 ± 4:32 Min. Keines der beiden Protokolle zeigte eine stürmische oder lange Aufwachphase. Die M-M-Gruppe hatte subjektiv bessere Aufwachphasen mit weniger Ataxie. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(4): 582-589, 2008.

Titel: Westnilvirus-Serokonversion bei Pinguinen nach Impfung mit einer Tot- oder DNA-Vakzine 

Autoren: Michelle R. Davis, D.V.M., Your browser may not support display of this image. Jennifer N. Langan, D.V.M., Dipl. A.C.Z.M., Your browser may not support display of this image. Yvette J. Johnson, D.V.M., Ph.D., Your browser may not support display of this image. Branson W. Ritchie, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.B.V.P.-Avian, Dipl. E.C.A.M.S. und William Van Bonn, D.V.M.Your browser may not support display of this image.  

Chicago Zoological and Aquatic Animal Residency Program, University of Illinois, College of Veterinary Medicine, Urbana, Illinois 61802, USA (Davis); College of Veterinary Medicine, University of Illinois and the Chicago Zoological Society, Brookfield Zoo, 3300 Golf Road, Brookfield, Illinois 60513, USA (Langan); College of Veterinary Medicine, University of Illinois, 1008 West Hazelwood Drive, Urbana, Illinois 61802, USA (Johnson); Emerging Disease Research Group, College of Veterinary Medicine, University of Georgia, Athens, Georgia 30602, USA (Ritchie); John G. Shedd Aquarium, 1200 S. Lakeshore Drive, Chicago, Illinois 60605, USA (Van Bonn). Aktuelle Adresse (Davis): The Oklahoma City Zoo, 2101 NE 50th Street, Oklahoma City, Oklahoma 73111, USA). Korrespondenz bitte an Dr. Davis (mdavis@OKCZOO.com). 

Zusammenfassung: Um die serologische Immunantwort von Pinguinen nach der Impfung mit Westnilvirus (WNV) zu evaluieren, wurden vier Pinguinarten untersucht, die ausschließlich in Innengehegen gehalten wurden und seronegativ für WNV vor der Studie waren: Humboldt- (Spheniscus humboldti), Magellan- (Spheniscus magellanicus), Esels- (Pygoscelis papua) und Felsenpinguine (Eudyptes chrysocome). Die Vögel wurden entweder mit einem Totimpfstoff oder einer Plasmid-vermittelten DNA-Vakzine gegen WNV geimpft, und Serum wurde nach der Impfung untersucht. Beide Impfstoffe führten zur Serokonversion bei den vier Pinguinarten, und Nebenwirkungen wurden nicht festgestellt. Die serologischen Titer nach der Impfung variierten bei den verschiedenen Pinguinarten und Impfstofftypen. Die Totvakzine führte bei allen untersuchten Pinguinarten häufiger und in einem signifikant kürzeren Zeitraum zur Serokonversion als die DNA-Vakzine. Der seropositive Titer dauerte auch signifikant länger bei den Pinguinen an, die mit dem Totimpfstoff geimpft wurden im Vergleich zu der DNA-Vakzine. Eine Untergruppe der nicht geimpften Pinguine, die als negative Kontrolltiere dienten, blieb während der gesamten Studie trotz des Vorkommens von WNV in der geographischen Region der Studie seronegativ. Dieses Ergebnis deutet darauf hin, daß die Haltung von Pinguinen in Innengehegen die Infektion oder Serokonversion mit dem Virus minimieren kann und als weitere Schutzmaßnahme zur Vorbeugung von WNV-Infektion bei Pinguinen dienen kann. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(4): 590-595, 2008.

Titel: Pharmakokinetik von Buprenorphin nach einmaliger subkutaner Verabreichung bei Rotwangen-Schmuckschildkröten (Trachemys scripta elegans) 

Autoren: Maya S. Kummrow, Dr. med. vet., Your browser may not support display of this image. Florina Tseng, D.V.M., Your browser may not support display of this image. Leah Hesse, Ph.D. und Your browser may not support display of this image. Michael Court, B.V.Sc., Ph.D.

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Wildlife Clinic, Cummings School of Veterinary Medicine at Tufts University, 200 Westboro Road, North Grafton, Massachusetts 01536, USA (Kummrow, Tseng); Comparative and Molecular Pharmacogenomics Laboratory, Department of Pharmacology and Experimental Therapeutics, Tufts University School of Medicine, 145 Harrison Avenue, Boston, Massachusetts 02111, USA (Hesse, Court). Aktuelle Adresse (Kummrow): Department of Pathobiology, Ontario Veterinary College, University of Guelph, 50 Stone Road, Guelph, Ontario N1G 2W1, Kanada. Korrespondenz bitte an Dr. Kummrow (mkummrow@uoguelph.ca). 

Zusammenfassung: Buprenorphin ist ein µ-Opioidrezeptoragonist und wird als ein wirksames Schmerzmittel für Reptilien vermutet. Dosisempfehlungen basieren jedoch bislang nur auf anekdotenhaften Beobachtungen. Das Ziel dieser Studie war es, pharmakokinetische Basiswerte für dieses Schmerzmittel bei Rotwangen-Schmuckschildkröten (Trachemys scripta elegans) festzustellen, um eine Plasmakonzentration von 1 ng/ml zu erzielen, welche eine wirksame Analgesie bei Menschen hervorruft. Serielle Blutproben wurden nach subkutaner Injektion von Buprenorphin entnommen, und Plasmakonzentrationen von Buprenorphin wurden mit Radioimmunassay gemessen. Pharmakokinetische Parameter wurden zwischen den folgenden Verabreichungen verglichen: eine niedrige Dosis (0,02 mg/kg) in einer Vordergliedmaße injiziert, eine höhere Dosis (0,05 mg/kg) in der gleichen Vordergliedmaße und eine niedrige Dosis (0,02 mg/kg) in der Hintergliedmaße der gleichen Tiere nach einer zweiwöchigen Auswaschzeit injiziert. Die Verabreichung von 0,05 mg/kg in die Vordergliedmaße führte in 85% der Tiere zur Erreichung der mindestwirksamen Plasmakonzentration für 24 h, während nur 43% der Tiere diese Konzentration nach Verabreichung von 0,02 mg/kg 24 h lang beibehielten. Nach Verabreichung von 0,02 mg/kg in die Hintergliedmaße betrugen die Höchstplasmakonzentrationen und die Fläche unter der Konzentrations-Zeit-Kurve weniger als 20% bzw. 70% der Werte bei Verabreichung in die Vordergliedmaße. Diese Ergebnisse stimmen mit einem beträchtlichen First-Pass-Effekt der Leber überein. Ein sekundärer Anstieg der Buprenorphinkonzentration wurde bei der Verabreichung in der Hintergliedmaße beobachtet, der vermutlich durch enterohepatische Rezirkulation des glukuronidierten Medikaments zu erklären ist. Buprenorphindosen von mindestens 0,075 mg/kg einmal täglich sollten für die weitere Untersuchung der Wirksamkeit der Analgesie verwendet werden. Außerdem ist die Verabreichung in die Vordergliedmaße der in die Hintergliedmaße für die optimale Wirksamkeit vorzuziehen.  
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(4): 596-599, 2008.

Titel: Eine Methode zum Fang wildlebender Sumpfhirsche (Blastocerus dichotomus) 

Autoren: José Maurício Barbanti Duarte, Ph.D.Your browser may not support display of this image.  

Deer Research and Conservation Center (NUPECCE), Department of Animal Science, São Paulo State University (UNESP), Via de Acesso Paulo Donato Castellane, s/n° Jaboticabal – São Paulo, Brasilien (Barbanti Duarte). Korrespondenz bitte an Dr. Barbanti Duarte (barbanti@fcav.unesp.br).

 

Zusammenfassung: Der Sumpfhirsh (Blastocerus dichotomus) ist eine bedrohte Tierart aus Sumpflandschaften des zentralen Südamerika. Die Population sank in mehreren Regionen durch Verlust des Lebensraums durch menschliche Aktivitäten, insbesondere durch den Bau hydroelektrischer Staudämme. Der Fang einzelner Hirsche ist für Forschungsprogramme und für den Schutz der Population wichtig. Dieser Bericht beschreibt eine neue Lebendfang-Methode, die einen Hubschrauber zum Treiben der Tiere in ein geeignetes Gelände verwendet, zum Beispiel in dichte Vegetation oder tiefes Wasser (60-120 cm Tiefe). Die Tiere wurden anschließend festgehalten. Die kurze Einfangzeit (Mittelwert = 2 Minuten), niedrige Mortalitätsrate (0,82 – 3,28 %) und das Ausbleiben von Trauma der beteiligten Menschen und Tiere deuten darauf hin, daß diese Methode zum sicheren Fang dieser Hirschart geeignet ist. Die gemessene Körpertemperatur zeigte eine Korrelation mit der Einfangzeit (R2 = 0,15), obwohl die Körpertemperatur sich mit Einfangzeiten < 3 Minuten nicht signifikant änderte. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(4): 600-607, 2008.

Titel: Prävelenz von Kryptosporidiose und Merkmale der Oozysten-Ausscheidung bei einer Zuchtgruppe von Leopardgeckos (Eublepharis macularius) 

Autoren: Clare Deming, D.V.M., Your browser may not support display of this image. Ellis Greiner, Ph.D. und Elizabeth W. Uhl, D.V.M., Dipl. A.C.V.P.Your browser may not support display of this image.  

Department of Pathobiology, College of Veterinary Medicine, University of Florida, Gainesville, Florida 32610, USA (Deming, Greiner, Uhl). Aktuelle Adresse (Deming): 318 Willow Avenue, Garwood, New Jersey 07027, USA; (Uhl): Department of Pathology, College of Veterinary Medicine, University of Georgia, 501 D. W. Brooks Drive, Athens, Georgia 30602-7388, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Uhl (euhl@uga.edu). 

Zusammenfassung: Kryptosporidiose ist ein neu auftretendes Problem in der Reptilienmedizin und ist mit einem progressiven Abmagerungssyndrom (Going Light Syndrome) bei Leopardgeckos (Eublepharis macularius) assoziiert. Diese Studie  stellte fest, daß die Prävalenz der Infektion bei einer Zuchtgruppe von Leopardgeckos 9,8 % betrug. Zwei Gruppen von 20 Geckos wurden 2 Monate lang verfolgt; die eine Gruppe zeigte positive Kotproben für Cryptosporidium sp.-Oozysten, die andere Gruppe zeigte zum Beginn der Studie negative Kotproben. Kotproben wurden alle 2 Wochen auf Oozysten untersucht, Körpergewicht wurde gemessen, und eine Körperkonditionsbeurteilung wurde jedem Gecko zugeteilt. Ausgewählte Geckos aus den zwei Gruppen wurden eingeschläfert und pathologisch untersucht. Statistisch signifikante Unterschiede (P < 0,05) zwischen den zwei Gruppen wurden für das mittlere Körpergewicht, die mittlere Körperkonditionsbeurteilung und Infektionsprävalenz festgestellt. Cryptosporidium sp.-Infektion ist in dieser Zuchtgruppe endemisch, und eine hohe Anzahl von Geckos zeigte subklinische Infektion oder waren Carrier. Diese Geckos waren fortlaufend mit Cryptosporidium sp. infiziert, obwohl sie wieder an Körpergewicht zunahmen und in guter Kondition blieben. Nur ein Gecko aus der gesamten Untersuchungsgruppe von 40 Tieren zeigte weder bei wiederholten Kotproben noch bei der histopathologischen Untersuchung Oozysten oder andere Entwicklungsstadien. 37 zusätzliche Geckos aus der Zuchtgruppe zeigten schwerwiegende Kachexie und wurden eingeschläfert; alle zeigten Cryptosprodium sp. bei der histopathologischen Untersuchung des Magen-Darm-Traktes. Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, daß, obwohl Geckos sich von einer klinischen Infektion erholen können, Geckos eingeschläfert werden sollten, die schwerwiegende Kachexie zeigen, da die Infektion eine schlechte Prognose trägt und die Tiere als mögliche Infektionsquelle für andere Geckos dienen können. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(4): 608-613, 2008.

Titel: Neoplasie bei Katzenarten der Knoxville Zoological Gardens: 1979-2003 

Autoren: Michael A. Owston, M.S., D.V.M., Dipl. A.C.V.P., Your browser may not support display of this image. Edward C. Ramsay, D.V.M., Dipl. A.C.Z.M. und David S. Rotstein, D.V.M., M.P.V.M., Dipl. A.C.V.P.Your browser may not support display of this image.  

Department of Comparative Pathobiology, Purdue University, Lilly Hall of Life Sciences, 915 West State Street B-143, West Lafayette, Indiana 47907-2065, USA (Owston); Department of Small Animal Clinical Sciences (Ramsay) and Department of Pathobiology (Rotstein), College of Veterinary Medicine, The University of Tennessee, Knoxville, Tennessee 37996-4544, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Owston (mowston@purdue.edu).  

Zusammenfassung: Eine Untersuchung der medizinischen und pathologischen Akten von 1979-2003 ergab 40 Neoplasmen bei 26 Katzen im Knoxville Zoological Garden, darunter fünf Löwen (Panthera leo, zwei Männchen und drei Weibchen), drei Leoparden (Panthera pardus, zwei Männchen und ein Weibchen), ein Jaguar (Panthera onca, Weibchen), 11 Tiger (Panthera tigris, drei Männchen und acht Weibchen), zwei Schneeleoparden (Panthera uncia, ein Männchen und ein Weibchen), zwei Pumas (Felis concolor, ein Männchen und ein Weibchen), ein Rotluchs (Felis rufus, ein Männchen) und ein Gepard (Acinonyx jubatus, ein Weibchen). Tiere, die unter 3 Jahre alt waren oder weniger als drei Jahre lang in dieser Einrichtung gehalten wurden, wurden nicht in dieser Studie berücksichtigt. Die Rate von Neoplasie bei der Sektion betrug 51% (24/47), und die Gesamtinzidenz von Neoplasie bei den Katzen während des Zeitraumes der Studie betrug 25% (26/103). Neoplasie wurde als Todesursache oder Grund für die Einschläferung bei 28% (13/47) der pathologisch untersuchten Katzen identifiziert. Die Neoplasmen wurden in den folgenden Körpersystemen festgestellt: Haut/Milchdrüse (n = 11), endokrines System (n = 10), Fortpflanzungsorgane (n = 8), hämatopoetisches-lymphoretikuläres System (n = 5), Magen-Darm-Trakt (n = 3) und Leber/Gallenwege (n = 2). Eine Geschwulst konnte einem System nicht zugeordnet werden. Mehrere Neoplasmen wurden bei 11 Tieren beobachtet. Sowohl gut- als auch bösartige Neoplasmen wurden in jedem Körpersystem festgestellt außer im hämatopoetischen-lymphoretikulären System, in dem alle beobachteten Geschwulste bösartig waren. Von den endokrinen Geschwülsten überwogen die der Schilddrüse und Nebenschilddrüse (n = 8); darunter wurden Adenome und Karzinome beobachtet. Von den Hauttumoren wurden 63% (7/11) in der Milchdrüse vorgefunden; Mamma-Karzinome stellten 83% (6/7) dieser Geschwülste dar. Die Rate von Neoplasie in dieser zoologischen Einrichtung während des Zeitraumes der Studie scheint höher als das Vorkommen in anderen veröffentlichten Studien an Katzenarten in menschlicher Obhut. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(4): 614-621, 2008.

Titel: Behandlung eines chronischen Scheidenvorfalls bei einem Östlichen Bongo (Tragelaphus eurycerus isaaci) 

Autoren: Zoltan S. Gyimesi, D.V.M., Your browser may not support display of this image. Richard D. Linhart, D.V.M., Dipl. A.C.T., Your browser may not support display of this image. Roy B. Burns, D.V.M., Your browser may not support display of this image. David E. Anderson, D.V.M., M.S., Dipl. A.C.V.S. und Your browser may not support display of this image. Linda Munson, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.V.P.Your browser may not support display of this image.  

Louisville Zoological Garden, 1100 Trevilian Way, Louisville, Kentucky 40213, USA (Gyimesi, Burns); 1550 Antioch Road, Shelbyville, Kentucky 40065, USA (Linhart); Veterinary Teaching Hospital, College of Veterinary Medicine, The Ohio State University, 601 Vernon L. Tharp Street, Columbus, Ohio 43210, USA (Anderson); and the Department of Veterinary Pathology, Microbiology, and Immunology, School of Veterinary Medicine, University of California, Davis, California 95616, USA (Munson). Aktuelle Adresse (Linhart): 50 Yellow Pine Lane, Boise, Idaho 83716, USA; (Anderson): Department of Clinical Sciences, College of Veterinary Medicine, Kansas State University, Manhattan, Kansas 66506, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Gyimesi (zoli.gyimesi@louisvilleky.gov).  

Zusammenfassung: Ein 4,5 Jahre alter, pluriparer, weiblicher Östlicher Bongo (Tragelaphus eurycerus isaaci) zeigte 4 Monate nach einer Schwergeburt und vaginalen Extraktion eines großen Kalbes Scheidenvorfall. Der Vorfall wurde mit manuellem Reponieren und Vulvoplastie (Caslick-Operation) korrigiert. Ein Melengestrolacetat-Implantat wurde zur Verhütung eingesetzt; der Bongo zeigte 6 Jahre lang keine Symptome, bis der Scheidenvorfall schließlich wieder auftrat. Der Scheidenvorfall trat weitere vier Male über einen Zeitraum von 2 Jahren auf und wurde nochmals mit der Caslick-Methode und mit mehreren epiduralen Injektionen von 95% Ethanol behandelt. Sekundäre Komplikationen von langfristig verabreichten Progestin-Implantaten, sowie das Auftreten von Urovagina und perinealer Atonie von der epiduralen Verabreichung von Ethanol, trugen wahrscheinlich zum wiederholten Scheidenvorfall bei. Eine Ovariohysterektomie und Vaginoplastie wurden später durchgeführt und waren erfolgreich. Nach dem Auftreten dieses Falles zeigte eine Umfrage, daß Geburtsprobleme und Erkrankungen des weiblichen Fortpflanzungstraktes bei Bongo in menschlicher Obhut sporadisch, aber nicht unhäufig, auftreten. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(4): 622-625, 2008.

Titel: Transienter Typ-2 Diabetes mellitus bei einem Waschbär (Procyon lotor) 

Autoren: Stephanie McCain, D.V.M., Your browser may not support display of this image. Claudia Kirk, D.V.M., Ph.D. und Ed Ramsay, D.V.M., Dipl. A.C.Z.M.Your browser may not support display of this image.  

Department of Small Animal Clinical Sciences, College of Veterinary Medicine, University of Tennessee, Knoxville, Tennessee 37996, USA. Korrespondenz bitte an Dr. McCain (slmccain@utk.edu).  

Zusammenfassung: Ein ausgewachsener, übergewichtiger, privat gehaltener, weiblicher Waschbär (Procyon lotor) zeigte Polyurie, Polydipsie, Gewichtsverlust und gesteigerten Appetit. Diabetes mellitus wurde auf Grund der Laborwerte, darunter Hyperglykämie und Glukosurie, diagnostiziert. Wegen des Alters und Übergewichts des Tieres zum Zeitpunkt des Auftretens der klinischen Symptome, wurde Typ-2 Diabetes mellitus vermutet; diese Diagnose wurde weiterhin durch gepaarte Glukosetoleranztests unterstützt. Das Tier wurde mit Änderungen der Ernährung und täglicher Insulintherapie behandelt. Der Waschbär wurde langsam von der Insulintherapie entwöhnt, und Symptome sind nicht wieder aufgetreten. Diese Tatsache bestätigt die Charakterisierung von Typ-2 Diabetes mellitus. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(4): 626-630, 2008.

Titel: Mortalitäten im Zusammenhang mit Sepsis, Parasitenbefall und disseminierter Neoplasie bei gestreiften Seeschlangen (Laticauda colubrina) 

Autoren: Sathya K. Chinnadurai, D.V.M., M.S., Your browser may not support display of this image. Danielle L. Brown, D.V.M., Your browser may not support display of this image. Arnaud Van Wettere, D.V.M., M.S., Your browser may not support display of this image. Allison D. Tuttle, D.V.M., Dipl. A.C.Z.M., Your browser may not support display of this image. Michael H. Fatzinger, Your browser may not support display of this image. Keith E. Linder, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.V.P. und Your browser may not support display of this image. Craig A. Harms, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.Z.M.Your browser may not support display of this image.  

Departments of Clinical Sciences (Chinnadurai, Tuttle, Harms) and Population Health and Pathobiology (Brown, Van Wettere, Linder), North Carolina State University, College of Veterinary Medicine, 4700 Hillsborough Street, Raleigh, North Carolina 27606, USA; North Carolina State University, Center for Marine Sciences and Technology, 303 College Circle, Morehead City, North Carolina 28557, USA (Harms); and North Carolina Aquarium at Fort Fisher, 900 Loggerhead Road, Kure Beach, North Carolina 28449, USA (Fatzinger). Korrespondenz bitte an Dr. Harms (craig_harms@ncsu.edu).  

Zusammenfassung: Dieser Bericht beschreibt mehrere Mortalitäten im Zusammenhang mit Sepsis, Neoplasie und Endoparasitenbefall bei gestreiften Seeschlangen (Laticauda colubrina) in einem öffentlichen Aquarium. Über einen zweijährigen Zeitraum wurden 42 L. colubrina gehalten; 38 davon starben und 19 waren für die Sektion geeignet. Das am häufigsten beobachtete klinische Syndrom bei den Tieren bestand aus vermindertem Appetit oder vollständiger Inappetenz, intermittierendem Erbrechen, chronischer Apathie, Gewichtsverlust, und die Schlangen verbrachten mehr Zeit außerhalb des Wassers. Wenige Tiere starben ohne klinische Symptome. Zusätzliche Nahrung und Behandlung gegen Parasiten und Sepsis führten nicht zur klinischen Besserung. Die Todesfälle in dieser Schlangengruppe konnten in drei Gruppen eingeteilt werden: eine Gruppe (n = 9) starb an nekrotisierender Enteritis oder Pneumonie mit sekundärer Sepsis; die Schlangen in der zweiten Gruppe (n =  6) blieben über ein Jahr lang scheinbar gesund und starben dann an multifokalen Granulomen und Sepsis; die letzte Gruppe (n =  3) starb an multizentrischem Lymphom mit sekundärer Sepsis. Der gemeinsame Faktor in der Mehrzahl dieser Fälle war das Vorkommen von Septikämie als unmittelbare Todesursache. Auf Grund des klinischen Bildes wird eine immunsuppressive Ursache wie Transport, Stress durch Haltung in menschlicher Obhut oder mögliche gleichzeitige Virusinfektion vermutet, die zur Sepsis und zum Tod der Schlangen führte. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(4): 631-637, 2008.

Titel: Östliche Pferde-Enzephalitis bei einem Seehund (Phoca vitunlina) in menschlicher Obhut 

Autoren: Michael P. McBride, D.V.M., Your browser may not support display of this image. Michele A. Sims, D.V.M., Your browser may not support display of this image. Robert W. Cooper, B.S., Your browser may not support display of this image. Akinyi C. Nyaoke, B.V.M., M.Sc., Your browser may not support display of this image. Cheryl Cullion, D.V.M., Your browser may not support display of this image. Matti Kiupel, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.V.P., Your browser may not support display of this image. Salvatore Frasca Jr., V.M.D., Ph.D., Dipl. A.C.V.P., Your browser may not support display of this image. Naomi Forrester, Ph.D., Your browser may not support display of this image. Scott C. Weaver, Ph.D. und Your browser may not support display of this image. E. Scott Weber, V.M.D., M.Sc.Your browser may not support display of this image.

Buttonwood Park Zoo, 425 Hawthorn Street, New Bedford, Massachusetts 02740, USA (McBride, Cullion); New England Aquarium, Central Wharf, Boston, Massachusetts 02110, USA (Sims, Cooper, Weber); Department of Pathobiology and Veterinary Science, University of Connecticut, Storrs, Connecticut 06269-3089, USA (Nyaoke, Frasca); Department of Pathobiology and Diagnostic Investigations, and Diagnostic Center for Population and Animal Health, Michigan State University, East Lansing, Michigan 48824, USA (Kiupel); Department of Pathology and Center for Biodefense and Emerging Infectious Diseases, University of Texas Medical Branch, Galveston, Texas 77555-0609, USA (Forrester, Weaver). Aktuelle Adressen (McBride, Cullion): Roger Williams Park Zoo, 1000 Elmwood Avenue, Providence, Rhode Island 02907, USA; (Weber): University of California, School of Veterinary Medicine, Department of Medicine and Epidemiology, Davis, California 95616, USA. Korrespondenz bitte an Dr. McBride, Roger Williams Park Zoo, 1000 Elmwood Avenue, Providence, Rhode Island 02907, USA (mmcbride@rwpzoo.org).  

Zusammenfassung: Ein 31 Jahre alter männlicher Seehund (Phoca vitunlina) in menschlicher Obhut wurde nach 48 h Inappetenz vorgestellt. Kurz darauf wurden Anfälle beobachtet. Ein langer Anfall sprach nicht auf antikonvulsive Therapie an, und das Tier wurde eingeschläfert. Bei der Sektion wurden keine anatomisch-pathologischen Veränderungen festgestellt. Gehirnproben testeten mit Reverse Transkriptase-Polymerasekettenreaktion positiv für Östliche Pferde-Enzephalitisvirus (EEEV)-RNA, und Serum testete positiv für anti-EEEV-Antikörper durch den Plaque-Reduktionstest. Histopathologische Untersuchung zeigte hochgradige und multifokale Enzephalitis mit Leptomeningitis, die durch neutrophiles Infiltrat im Neuropil, neuronale Nekrose, Satellitose, Neuronophagie und perivaskuläres Infiltrat mit Lymphozyten, Makrophagen und neutrophilen Granulozyten charakterisiert war. Zusätzlich wurde mittelgradige, multifokale Nekrose der Nebennierenrinde festgestellt. Immunhistochemische Färbung für EEHV zeigte Virusantigen in nekrotischen Neuronen und Gliazellen. Virus wurde aus gefrorenem Gehirngewebe isoliert, und Sequenzierung wurde durchgeführt und mit anderen Stämmen verglichen. Das Virus wurde als ein typischer nordamerikanischer Virusstamm identifiziert. EEHV sollte als eine mögliche Ursache für neuologische Erkrankungen bei Seehunden in Betracht gezogen werden, die passende Symptome in geographischen Regionen mit Vektoren für die Übertragung von EEHV zeigen. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(4): 638-641, 2008.

Titel: Hyperplastische Dermatitis im Zusammenhang mit Akarinose bei einem Siamang (Symphalangus syndactylus) 

Autoren: Adrienne Atkins, D.V.M., M.Sc., Your browser may not support display of this image. Darryl J. Heard, B.V.M.S., Ph.D., Dipl. A.C.Z.M., Your browser may not support display of this image. James W. Mertins, Ph.D., Your browser may not support display of this image. Jason Kimbro, D.V.M. und Your browser may not support display of this image. Ellis C. Greiner, Ph.D.Your browser may not support display of this image.  

Departments of Small Animal Clinical Sciences (Atkins, Heard) and Infectious Diseases and Pathology (Greiner, Kimbro), College of Veterinary Medicine, University of Florida, Gainesville, Florida 32610-0126, USA; Parasitology and Clinical Pathology Section, Pathobiology Laboratory, U.S. Department of Agriculture, Animal and Plant Health Inspection Service, Veterinary Services, National Veterinary Services Laboratories, Ames, Iowa 50010, USA (Mertins). Korrespondenz bitte an Dr. Atkins (atkinsa@vetmed.ufl.edu).  

Zusammenfassung: Ein 36 Jahre alter, männlicher Siamang (Symphalangus syndactylus) in menschlicher Obhut zeigte Räude, die durch generalisierte Alopezie, schuppige Haut und Juckreiz seit einem Monat gekennzeichnet war. Mehrere Hautschabungen und –biopsien zeigten eine hohe Anzahl von trombidiformen Milben, die durch morphologische Merkmale als Psorobia (früher Psorergates) sp. identifiziert wurden und mit P. cercopitheci nah verwandt (Acarina: Psorergatidae) sind. Langfristige wiederholte Therapie mit Ivermectin tötete die Milben und beseitigte die klinischen Symptome. Milben der Gattung Psorergates sollten als mögliche Ursache von Hautschuppen sogar in Siamangs oder anderen Primaten in Betracht gezogen werden, die lange Zeit in menschlicher Obhut leben. Dieser Fall stellt die erste Beschreibung von Psorergates-Milbenbefall bei einem Primatenwirt in der Familie Hylobatidae dar. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(4): 642-645, 2008.

Titel: Wirkung von der Kupferdraht-Bolustherapie auf die Trichostrongylus-Eizahlen im Kot von exotischen Paarhufern 

Autoren: Deidre K. Fontenot, D.V.M., Your browser may not support display of this image. Allyson Kinney-Moscona, B.S., Your browser may not support display of this image. Ray M. Kaplan, D.V.M., Ph.D. und Your browser may not support display of this image. James Miller, D.V.M., Ph.D.Your browser may not support display of this image.  

Walt Disney World Animal Programs, Disney's Animal Kingdom, Bay Lake, Florida 32830-1000, USA (Fontenot);  Department of Pathobiological Sciences, School of Veterinary Medicine, Louisiana State University, Baton Rouge, Louisiana 70803, USA (Kinney-Moscona, Miller); Department of Infectious Diseases, College of Veterinary Medicine, University of Georgia, Athens, Georgia 30602, USA (Kaplan). Korrespondenz bitte an Dr. Fontenot (deidre.k.fontenot@disney.com). 

Zusammenfassung: Vier Arten von Paarhufern (Säbelantilope [Oryx dama]), Pferdeantilope [Hippotragus equinus], Hirschziegenantilope [Antilope cervicapra]) und Blessbock [Damaliscus pygargus phillipsi]) mit insgesamt 13 Einzeltieren wurden mit einem einmaligen 12,5 g Kupferoxid-Drahtbolus behandelt. Vor der Behandlung wurden individuelle Trichostrongylus-Eizahlen im Kot mit der McMaster-Methode gemessen. Nach der Behandlung wurden die Eizahlen im Kot ab dem 7. Tag nach Verabreichung des Bolus bei jedem Tier alle 7 Tage für 35 Tage gemessen. Das Verhältnis der Reduktion der Eizahlen im Kot, das als prozentuale Reduktion der Zahlen vor der Behandlungen ausgedrückt wurde, wurde alle 7 Tage ausgerechnet. Das mittlere Verhältnis der Reduktion für die 13 Tiere betrug 93% ± 16%, 98% ± 7%, 91% ± 28%, 94% ± 16% und 90% ± 13% 7, 14, 21, 28 und 35 Tage nach der Behandlung. Diese Ergebnisse zeigen, daß die Verabreichung eines Kupferdraht-Bolus eine wirksame Methode zur Verringerung der Eizahl im Kot bei exotischen Paarhufern ist. Auf Grund dieser begrenzten Studie scheint die Kupferdraht-Bolustherapie eine vielversprechende anthelminthische Therapie für exotische Huftiere in zoologischen Gärten zu sein. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(4): 646-649, 2008.

 

Titel: Die Verwendung von Gesamtprotein- und Triglyzeridwertem im Serum für die Körperkonditionsbeurteilung beim Iberischen Steinbock (Capra pyrenaica) 

Autoren: Emmanuel Serrano, Ph.D., Your browser may not support display of this image. Francisco J. González, Ph.D., Your browser may not support display of this image. José E. Granados, Ph.D., Your browser may not support display of this image. Gisela Moço, M.S., Your browser may not support display of this image. Paulino Fandos, Ph.D., Your browser may not support display of this image. Ramón C. Soriguer, Ph.D. und Your browser may not support display of this image. Jesús M. Pérez, Ph.D.Your browser may not support display of this image.  

Departamento de Biología Animal, Biología Vegetal y Ecología, Universidad de Jaén, Facultad de Ciencias Experimentales, Campus Las Lagunillas, s.n., E-23071, Jaén, Spanien (Serrano, Moço, Pérez); Laboratorio Prolab. Carrera 51, E-23600, Martos, Jaén, Spanien (González); Espacio Natural de Sierra Nevada, Carretera Antigua de Sierra Nevada, Km 7, E-18071, Pinos Genil, Granada, Spanien (Granados); EGMASA, Isla de La Cartuja, E-41092, Sevilla, Spanien (Fandos); Estación Biológica de Doñana (C.S.I.C.), Av. María Luisa s.n. Pabellón del Perú, E-41013, Sevilla, Spanien (Soriguer). Aktuelle Adresse (Serrano): Equipe Ecologie des Populations, Laboratoire de Comportement et Écologie de la Faune Sauvage, Institut National de la Recherche Agronomique, Chemin de Borde-Rouge–Auzeville, B.P. 52627 Castanet-Tolosan Cedex, F-31326, Frankreich. Korrespondenz bitte an Dr. Serrano (emmanu@ozu.es).  

Zusammenfassung: Die Körperkonditionsbeurteilung von wilden Huftierarten wird herkömmlich bei der Sektion festgelegt, indem das Gewicht des Fettgewebes um oder innerhalb der inneren Organe und das eigentliche Gewicht und andere Messwerte der Organe beurteilt werden. Manchmal ist es wünschenswert, die Kondition von Tieren mit Hilfe der Blut- und Serumwerte und der Interpretierung von spezifischen Parametern zu beurteilen. Nur wenige Studien untersuchen den Ernährungsstatus von Tieren mittels biochemischer Blutwerte und vergleichen ihn mit Körperkonditionsergebnissen von der Sektion. In dieser Studie wird die Brauchbarkeit von zwei Serumwerten, Gesamtserumprotein (TSP) und Serumtriglyzeriden (ST), zur Überwachung der Körperkondition beim Iberischen Steinbock (Capra pyrenaica) beurteilt. Zusätzlich wurde das Verhältnis dieser Serumwerte zum Nierenfettindex (KFI) und dessen Komponenten, Nierenmasse ohne Fett (KM) und Nierenfett (KF), berechnet. Insgesamt 25 Steinböcke aus dem Sierra Nevada Nationalpark (auf der südlichen Iberischen Halbinsel) wurden in dieser Studie verwendet, die von Jägern erschossen wurden. Der TSP-Wert korrelierte mit KM, und ST korrelierte mit sowohl KM als auch KFI. Diese Ergebnisse zeigen, daß TSP und ST zur Überwachung der Körperkondition bei freilebenden und gehaltenen Iberischen Steinböcken verwendet werden können. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(4): 650-654, 2008.

 

Titel: Oligodendrogliom bei einem Afrikanischen Löwen (Panthera leo) 

Autoren: Alison R. Tucker, M.A., V.M.D., Your browser may not support display of this image. Edward C. Ramsay, D.V.M., Dipl. A.C.Z.M. und Robert L. Donnell, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.V.P.Your browser may not support display of this image.  

Departments of Pathobiology (Tucker and Donnell) and Small Animal Clinical Sciences (Ramsay), College of Veterinary Medicine, The University of Tennessee, Knoxville, Tennessee 37996, USA. Aktuelle Adresse (Tucker): Rollins Laboratory, 2101 Blue Ridge Road, Raleigh, North Carolina 27607, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Tucker (atucker8@utk.edu).  

Zusammenfassung: Ein 10 Jahre alter, weiblicher Afrikanischer Löwe (Panthera leo) zeigte akute Ataxie und Schwäche. Sechs Monate zuvor wurden zwei Anfälle beobachtet, und das Tier zeigte mindestens 6 Mo. lang eine anhaltendene Kopfschiefhaltung. Bei der Sektion wurde ein gallertartiges Gewächs in der rechten Gehirnhälfte vorgefunden, das sich vom Stirn- bis zum Hinterhauptlappen ausdehnte. Bei der histologischen Untersuchung bestand das Gewächs aus polygonalen Zellen, die von muzinösem Material umgeben waren. Diese Zellen zeigten ein klares Zytoplasma, ovoide basophile Kerne und inapparente Zellprozesse. Der Tumor zeigte Immunreaktivität gegen S100 und neuronenspezifische Enolase, jedoch nicht gegen das gliale fibrilläre Säureprotein, Myelin-Basische Protein, Neurofilament-Triplet, Vimentin oder Zytokeratin. Die Ergebnisse stimmen mit einem Oligodendrogliom überein. Ein zweites Gewächs, ein Adenom der Lunge, wurde ebenfalls bei der pathologischen Untersuchung festgestellt. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(4): 655-658, 2008.

 

Titel: Tracheostomie beim Großen Armeisenbär (Myrmecophaga tridactyla) 

Autoren: Benjamin M. Brainard, V.M.D., Dipl. A.C.V.A., Dipl A.C.V.E.C.C., Your browser may not support display of this image. Alisa Newton, V.M.D., Dipl. A.C.V.P., Your browser may not support display of this image. Keith C. Hinshaw, D.V.M., M.P.V.M., Dipl. A.C.Z.M. und Your browser may not support display of this image. Alan M. Klide, V.M.D., Dipl. A.C.V.A.Your browser may not support display of this image.  

Department of Clinical Studies, Veterinary Hospital of the University of Pennsylvania, 3900 Delancey Street, Philadelphia, Pennsylvania 19104, USA (Brainard, Klide); Department of Veterinary Services, Philadelphia Zoo, 3400 W. Girard Avenue, Philadelphia, Pennsylvania 19104, USA (Newton, Hinshaw). Aktuelle Adresse (Brainard): Department of Small Animal Medicine and Surgery, College of Veterinary Medicine, University of Georgia, Athens, Georgia 30602, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Brainard (brainard@uga.edu).  

Zusammenfassung: Narkose beim Großen Armeisenbär (Myrmecophaga tridactyla) kann durch Apnoe erschwert werden. Obwohl die orotracheale Intubation bei anderen Tierarten in Notfallsituationen durchgeführt werden kann, wird diese Methode durch die besondere Anatomie des Armeisenbärs erschwert. Eine neue chirurgische Methode wurde an Kadavern entwickelt, die den Zugang zur Trachea des Großen Armeisenbärs unter Narkose für Notfälle ermöglicht. Der Eingriff wird durch das Vorkommen der großen, gepaarten Glandula submaxillaris und der relativ tiefen und kaudal gelegenen Lage des Larynx im Vergleich zum Ramus mandibularis erschwert. Diese Methode scheint eine durchführbare Methode zur endotrachealen Intubation beim Ameisenbär zu sein. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(4): 659-662, 2008.

 

Titel: Zerebrovaskuläre Atherosklerose mit einem sekundären interthalamischen Hämatom bei einem alten Grizzlybären (Ursus arctos horribilis) mit einem primären Schwannom des Herzens 

Autoren: Andrew David Miller, D.V.M., Dipl. A.C.P.V. und Your browser may not support display of this image. Sean McDonough, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.V.P.Your browser may not support display of this image.  

Department of Biomedical Sciences, Section of Anatomic Pathology, Cornell University, Ithaca, New York 14853, USA (Miller, McDonough). Aktuelle Adresse (Miller): Harvard Medical School, Division of Comparative Pathology, New England Primate Research Center, One Pine Hill Drive, Southborough, Massachusetts 01772, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Miller (adm10@cornell.edu).  

Zusammenfassung: Ein 38 Jahre alter, nicht kastrierter, weiblicher Grizzlybär (Ursus arctos horribilis) zeigte zunehmend Anfälle, blasse Schleimhäute, reduzierte Pupillar- und Blinkreflexe und unregelmäßiges, flaches Atmen. Weil das Tier nicht auf die Behandlung ansprach, wurde es eingeschläfert. Bei der Sektion wurden folgende Befunde identifiziert: reichliche Blutungen in beiden Seitenventrikeln, ein großes, eingekapseltes Gewächs in der rostralen interthalamischen Region und ein abgegrenztes, rundes, weißes Gewächs am Apex der rechten Herzkammer. Die histologische Untersuchung des interthalamischen Gewächses zeigte ein organisierendes Hämatom, das aus Schichten von Fibrin und Leukozyten bestand und von einer dicken, fibrösen Kapsel umgeben war. Die meisten Blutgefäße der Meninges und des restlichen Parenchyms zeigten multifokale Degeneration, Fragmentierung und Ausfransen der Lamina elastica interna mit ausgeprägter Proliferation der Intima mit Plaque-Bildung. Die Plaques waren aus wenigen lipidbeladenen Makrophagen (Schaumzellen) gebildet und mit gelegentlichen Lymphozyten und Plasmazellen durchsetzt. Das Herzgewächs bestand aus palisadenförmigen und durchflechteten Spindelzellen mit parallel angeordneten Kernen und reichlichem, hell eosinophilem Zytoplasma; das Gewächs wurde als ein Schwannom identifiziert. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(4): 663-666, 2008.

 

Titel: Phäochromozytom bei einem Warzenschwein (Phacochoerus aethiopicus) 

Autoren: Gretchen Cole, D.V.M., Your browser may not support display of this image. Wm. Kirk Suedmeyer, D.V.M., Dipl. A.C.Z.M. und Your browser may not support display of this image. Gayle Johnson, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.V.P.Your browser may not support display of this image.  

Kansas City Zoo, 6800 Zoo Drive, Kansas City, Missouri 64132, USA (Cole, Suedmeyer); Veterinary Medical Diagnostic Laboratory, 1600 East Rollins, Columbia, Missouri 65211, USA (Johnson). Aktuelle Adresse (Cole): Department of Surgical Sciences, College of Veterinary Medicine, University of Wisconsin, Madison, Wisconsin 53706, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Cole (gcole@svm.vetmed.wisc.edu).  

Zusammenfassung: Ein 14 Jahre altes, männliches Warzenschwein (Phacochoerus aethiopicus) mit einer langen Vorgeschichte mit intermittierener, einseitiger Epistaxis, degenerativer Arthritis und intermittierender Schwäche des distalen Lendenbereiches wurde untersucht, um eine Ursache der Epistaxis zu suchen. Eine offensichtliche Ätiologie konnte für das Nasenbluten nicht gefunden werden, und wegen der hochgradigen Arthritis und des Vorkommens eines holosystolischen Herzgeräusches wurde das Tier eingeschläfert. Ein Tumor des rechten Nebennierenmarks wurde bei der Sektion vorgefunden. Die immunhistochemische Färbung des Tumors zeigte positive Ergebnisse für Chromogranin und negative für das Neurofilament-Protein; der Tumor wurde als ein Phäochromozytom identifiziert. Keiner der beiden Nasengänge zeigte Veränderungen. Systolische, diastolische und mittlere arterielle Blutdruckwerte zur Zeit der Immobilisierung waren im Vergleich zu einem anderen Warzenschwein erhöht, das mit einem ähnlichen Narkoseprotokoll immobilisiert wurde. Zusätzlich überwog beim Warzenschein in diesem Bericht im Serum deutlich Noradrenalin. Das Noradrenalin:Adrenalin-Verhältnis betrug 10,0; das Verhältnis bei gesunden Warzenschweinen betrug 0,36. Tierärzte sollten Phäochromozytome bei Warzenschweinen oder anderen Schweinearten mit Epistaxis in Betracht ziehen. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(4): 667-670, 2008.

 

Titel: Magnetresonanztomographie-Befunde bei einem Roten Riesenkänguru (Macropus rufus) mit Otitis 

Autoren: Danelle M. Okeson, D.V.M., Your browser may not support display of this image. Rob L. Coke, D.V.M., Dipl. A.C.Z.M., Your browser may not support display of this image. Peter Kochunov, Ph.D. und Your browser may not support display of this image. M. Duff Davis, Ph.D.Your browser may not support display of this image.

San Antonio Zoo, 3903 North Saint Mary's Street, San Antonio, Texas 78212, USA (Okeson, Coke); Research Imaging Center, Translational Imaging Division, University of Texas Health Science Center, 7703 Floyd Curl Drive, San Antonio, Texas 78229, USA (Kochunov, Davis). Korrespondenz bitte an Dr. Okeson (dmodvm@sbcglobal.net).  

Zusammenfassung: Magnetresonanztomographie (MRT) wurde bei einem ausgewachsenen, männlichen Roten Riesenkänguru (Macropus rufus) durchgeführt, das unspezifische neurologische Symptome und akuten Ausfluß aus dem linken Ohr zeigte. MRT zeigte Befunde, die mit Otitis und möglicher Osteomyelitis des Os temporalis und Pars mastoidea übereinstimmten. Dieser Bericht stellt unseres Wissens die erste Beschreibung von Otitis und MRT-Befunden bei einem Känguru dar. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(4): 671-673, 2008.

 

Titel: Sarcoptes-Räude bei freilebenden Marderhunden (Nyctereutes procyonoides) 

Autoren: Kyung-Yeon Eo, D.V.M., Your browser may not support display of this image. Oh-Deog Kwon, D.V.M., Ph.D., Your browser may not support display of this image. Nam-Shik Shin, D.V.M., Ph.D., Your browser may not support display of this image. Taekyun Shin, D.V.M., Ph.D. und Your browser may not support display of this image. Dongmi Kwak, D.V.M., Ph.D.Your browser may not support display of this image.  

College of Veterinary Medicine, Kyungpook National University, Daegu 702-701, Korea (Eo, Kwon, Kwak); Seoul Grand Park Zoo, Gwacheon 427-702, Korea (Eo); College of Veterinary Medicine, Seoul National University, and KRF Zoonotic Disease Priority Research Institute, Seoul 151-742, Korea (N.-S. Shin); Department of Veterinary Medicine, Cheju National University, Jeju 690-756, Korea (T. Shin). Korrespondenz bitte an Dr. Kwak (dmkwak@knu.ac.kr).  

Zusammenfassung: Sarcoptes scabiei-Befall wurde bei vier freilebenden Marderhunden (Nyctereutes procyonoides) festgestellt, die zufällig gefangen wurden und dem Animal Health Center im Seoul Grand Park Zoo, Korea, vorgestellt wurden. Die Diagnose wurde mit mikroskopischen und histologischen Untersuchungen der Hautveränderungen gestellt. Sarcoptes scabiei war die einzige Milbenart aus den Veränderungen; sie zeigten dorsoventral abgeflachte und runde Körper, haftscheiben-ähnliche Pulvilli an langen, ungegliederten Praetarsi, dreieckige dorsale Schuppen und dorsale Stacheln und drei Epimere, die Chitin-haltige Verlängerungen der Coxae der Beine zeigten. Zusätzlich war ein Infiltrat aus Mastzellen im Korium, das mit dem Befall der grabenden Milben assoziiert war. Dieser Bericht stellt die erste Beschreibung von Sarcoptes-Räude bei Marderhunden in Korea dar. Wegen des schweren Befalls mit S. scabiei in den gefangenen Marderhunden sind weitere Studien zur Entwicklung prophylaktischer Behandlungen zur Vorbeugung von Räude bei wildlebenden Marderhunden in Korea notwendig. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 39(4): 674-676, 2008.

 

Titel: Narkosekombination aus Ketamin und Xylazin für die kurzzeitige Immobilisierung von freilebenden Insel-Flughunden (Pteropus hypomelanus) 

Autoren: A. R. Sohayati, D.V.M., M.V.M., Your browser may not support display of this image. C. M. Zaini, Your browser may not support display of this image. L. Hassan, D.V.M., Ph.D., Your browser may not support display of this image. J. Epstein, D.V.M., M.P.H, Your browser may not support display of this image. A. Siti Suri, D.V.M., Ph.D., Your browser may not support display of this image. Peter Daszak, Ph.D. und Your browser may not support display of this image. S. H. Sharifah, D.V.M., Ph.D.Your browser may not support display of this image.  

The Veterinary Research Institute, Department of Veterinary Services, 59 Jalan Sultan Azlan Shah, 31400 Ipoh, Perak, Malaysia (Sohayati, Zaini, Siti Suri, Sharifah); Faculty of Veterinary Medicine, University Putra Malaysia, Serdang Selangor Malaysia (Hassan); The Consortium for Conservation Medicine, 460 W. 34th Street, 17th Floor, New York, New York 10001, USA (Epstein, Daszak). Korrespondenz bitte an Dr. Sohayati (sohayati@jphvri.gov.my).  

Zusammenfassung: Die Sammlung von biologischen Proben bei Flughunden benötigt Narkose, um die Risiken für Menschen und den Stress für die Flughunde zu minimieren. Die Wirksamkeit einer intravenösen Kombination von Ketamin und Xylazin wurde für die kurzzeitige Immobilisierung von wildgefangenen Insel-Flughunden (Pteropus hypomelanus) in situ untersucht. Acht ausgewachsene, männliche Insel-Flughunde wurden intravenös mit 0,1 ml Ketamin und Xylazin (mit 5 mg Ketamin und 1 mg Xylazin) injiziert. Die mittlere Einleitungszeit betrug 80 ± 20 Sekunden, und die mittlere Narkosezeit war 26 ± 10 Min. Die Ketamin-Xylazin-Kombination produzierte eine wirksame kurzzeitige Immobilisierung von freilebenden Insel-Flughunden zur Sammlung von biologischen Proben.

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