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jzwm_germanabstract_v40n1_2009

ZOO AND WILDLIFE MEDICINE 40(1) ZUSAMMENFASSUNGEN 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 40(1): 1-7, 2009.

Titel: Röntgenologische Untersuchung des Gliedmaßenskeletts beim Weißbrustigel (Erinaceus concolor) 

Autoren: Mohammad Hashemi, D.V.M., Ph.D., Your browser may not support display of this image. Shahram Javadi, D.V.M., Ph.D., Your browser may not support display of this image. Mojtaba Hadian, D.V.M., Your browser may not support display of this image. Behzad Pourreza, D.V.M. und Your browser may not support display of this image. Mahdi Behfar, D.V.M.

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Department of Clinical Sciences, Faculty of Veterinary Medicine, P.O. Box 57155/1177, Urmia University, Urmia, Iran (Hashemi, Javadi, Hadian, Pourreza, Behfar). Korrespondenz bitte an Dr. Hashemi (mm.hashemi@mail.urmia.ac.ir).

 

Zusammenfassung: Die Untersuchung der röntgenologischen Anatomie des gesunden Igels kann bei der Identifizierung besonderer anatomischer Merkmale des Igels im Vergleich zu anderen Kleintieren wie Hunde und Katzen beitragen. Die röntgenologische Untersuchung kann außerdem bei der Diagnose einer Vielzahl von Erkrankungen des Skeletts verwendet werden. Sieben (2 Männchen und 5 Weibchen) wildlebende Weißbrustigel (Erinaceus concolor) aus der Region um Urmia, Iran wurden für diese Studie verwendet. Laterale und kraniokaudale Röntgenaufnahmen der Vorder- und Hintergliedmaßen wurden durchgeführt. Die Röntgenbilder der Igel wurden mit der röntgenologischen Antomie des Skeletts des Hundes und der Katze verglichen. Bei den Aufnahmen der Vordergliedmaße ist das Schlüsselbein ein vollständiger Knochen, der mit der Scapula und dem Manubrium verbunden ist. Im Karpalgelenk sind drei Karpalknochen in der proximalen Reihe und fünf in der distalen Reihe vorzufinden, wie es beim Hund und bei der Katze der Fall ist. Das Becken zeigt ein größeres Foramen obturatum im Vergleich zum Hund und der Katze. Bei der lateralen Beckenaufnahme sind das Os pubis und Os ischiadicum relativ größer als beim Hund und der Katze und sind weiter ventral gelagert. Die Tarsalknochen ähneln denen des Hundes und der Katze. Auch die Anzahl der Phalanges und Sesambeine der Vorder- und Hintergliedmaßen sind wie beim Hund und der Katze. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 40(1): 8-14, 2009.

Titel: Yersinia pseudotuberculosis bei einer geschlossenen Kolonie Nilflughunde (Rousettus aegyptiacus) 

Autoren: Sara E. Childs-Sanford, D.V.M., M.S., Dipl. A.C.Z.M., Your browser may not support display of this image. George V. Kollias, D.V.M, Ph.D., Dipl. A.C.Z.M., Your browser may not support display of this image. Noha Abou-Madi, D.V.M., M.Sc., Dipl. A.C.Z.M., Your browser may not support display of this image. Patrick L. McDonough, M.S., Ph.D., Your browser may not support display of this image. Michael M. Garner, D.V.M., Dipl. A.C.V.P. und Your browser may not support display of this image. Hussni O. Mohammed, B.V.Sc., M.V.Sc., Ph.D.Your browser may not support display of this image.  

Section of Wildlife Health (Childs-Sanford, Kollias, Abou-Madi) and the Department of Population Medicine and Diagnostic Sciences (McDonough, Mohammed), College of Veterinary Medicine, Cornell University, Ithaca, New York 14853, USA; Northwest ZooPath, 654 West Main, Monroe, Washington 99272, USA (Garner). Aktuelle Adresse (Childs-Sanford): 137 Brook Way, Ithaca, New York 14850, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Kollias (gvk2@cornell.edu).

 

Zusammenfassung: Ein Ausbruch von Yersinia pseudotuberculosis (Yptb) fand in einer geschlossenen Kolonie Nilflughunde (Rousettus aegyptiacus) statt und führte zum Tod von sieben Flughunden innerhalb von 6 Wochen. Die restlichen Flughunde der Gruppe wurden untersucht, und viszerale Abszesse, die für Pseudotuberkulose charakteristisch sind, wurden bei fünf der 12 untersuchten Flughunde (41,7%) festgestellt. Die Gruppe wurde eingeschläfert. Bei der anatomisch-pathologischen Untersuchung zeigten 70% der 115 Flughunde aus der Kolonie Befunde, die mit Yptb-Infektion einhergehen, darunter Vergrößerung der Lnn. mesenteriales (ML), Leberabszesse (HA) und/oder Milzvergrößerung (SPM). 30 der Flughunde (13 Weibchen und 17 Männchen verschiedenen Alters) wurden zufällig ausgesucht, und ihr Gewebe wurde für die bakterielle Kultur und histopathologische Untersuchung eingereicht. 23 dieser Flughunde zeigten eine oder mehrere Veränderungen bei der anatomisch-pathologischen Untersuchung, die mit Yptb eingehergingen, darunter ML, HA und SPM. Vier dieser 30 Tiere zeigten bei der histopathologischen Untersuchung nekrotizierende Veränderungen mit gramnegativen Bakterien in mehreren Organen; 18 weitere Flughunde zeigten geringgradige ML oder Hepatitis. Vier der 30 Flughunde zeigten positive Kulturergebnisse für Yptb. Flughunde, die bei der Sektion ML, SPM oder das histologische Vorkommen von Demodikose oder Bakterien in den Geweben aufwiesen, zeigten eine höhere Wahrscheinlichkeit (P < 0,05) für eine positive Yersinia-Kultur. Die Untersuchung der Korrelation zwischen Populationsdichte und Mortalitätsraten der Kolonie zeigte, daß die Mortalitätsrate der Subadulte zur Zeit des Ausbruchs steil anstieg, als die Populationsdichte am höchsten war. Es wurde vermutet, daß Stress, in erster Linie wegen Crowding, zur Morbidität und Mortalität der Flughundkolonie durch diesen Erreger beitrug, der wahrscheinlich aus einem Nager-Reservoir stammte. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 40(1): 15-17, 2009.

Titel: Blutbildwerte beim Scharlachkopfpapagei (Pionopsitta pileata) und bei der Taubenhalsamazone (Amazona vinacea) in menschlicher Obhut 

Autoren: Elizabeth Moreirados Santos Schmidt, D.V.M., Ph.D., Your browser may not support display of this image. Rogério Ribas Lange, D.V.M, M.Sc., Your browser may not support display of this image. Janaciara Moreira Ribas, D.V.M., Your browser may not support display of this image. Bárbara Maria Daciuk, D.V.M., Your browser may not support display of this image. Fabiano Montiani-Ferreira, D.V.M., Ph.D. und Your browser may not support display of this image. Antonio Carlos Paulillo, D.V.M., Ph.D.Your browser may not support display of this image.  

Departamento de Patologia Veterinária, FCAV – UNESP, Rodovia de Acesso Prof. Paulo Donato Castellane, s/no- 14884-900, Jaboticabal, São Paulo, Brasilien (Schmidt); Departamento de Medicina Veterinária, Universidade Federal do Paraná (UFPR), Rua dos Funcioná rios, 1540, Juvevê, 80035-050, Curitiba, Paraná, Brasilien (Lange, Ribas, Daciuk, Montiani-Ferreira); Michigan State University, Department of Small Animal Clinical Sciences, East Lansing, Michigan, USA (Montiani-Ferreira); Departamento de Patologia Animal, FCAV – UNESP, campus Jaboticabal, Rodovia de Acesso Prof. Donato Castellane, s/no 00 55 16 3209 2662. Jaboticabal, São Paulo, 14884-900, Brasilien (Paulillo). Korrespondenz bitte an Dr. Schmidt (schmidtbeth@uol.com.br).

 

Zusammenfassung: Vorläufige Referenzbereiche für das vollständige Blutbild und Gesamtprotein im Plasma wurden für neun ausgewachsene Scharlachkopfpapageien (Pionopsitta pileata) (6 Männchen und 3 Weibchen) und sechs Taubenhalsamazonen (Amazona vinacea) (2 ausgewachsene Männchen, 2 ausgewachsene Weibchen, ein Jungvogel, ein Vogel unbekannten Geschlechtes) festgestellt, die im Curitiba Zoo, Paraná, Brasilien, gehalten wurden. Bei beiden Papageiarten zeigten die ausgewachsenen Männchen höhere Erythrozytenzahlen als die ausgewachsenen Weibchen. Unterschiede in der Verteilung der Leukozyten wurden ebenfalls zwischen den Geschlechtern beider Vogelarten festgestellt. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 40(1): 18-28, 2009.

Titel: Beurteilung des Fortpflanzungspotentials und Ernährungszustandes beim Beifußhuhn (Centrocercus urophasianus) mit Hilfe von hämatologischen und biochemischen Blutparametern während der saisonalen Veränderungen des Lebensraumes im Norden Nevadas 

Autoren: Kathryn J. Dyer, B.S., M.S., Your browser may not support display of this image. Barry L. Perryman, M.S., Ph.D. und Dale W. Holcombe, M.S., Ph.D.

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Bureau of Land Management, Surprise Field Office, 602 Cressler Street, Cedarville, California 96104, USA (Dyer); Department of Animal Biotechnology, Mail Stop 202, University of Nevada–Reno, Reno, Nevada 89557, USA (Holcombe, Perryman). Korrespondenz bitte an Dr. Perryman (bperryman@cabnr.unr.edu).

 

Zusammenfassung: Die Gesundheit von Vögeln kann die Fortpflanzungsfähigkeit im Frühling beeinflussen. Ein besseres Veständnis der saisonalen Veränderungen der Ernährung des Beifußhuhns (Centrocercus urophasianus) könnte zeigen, ob spezifische ernährungsbedingte Umweltfaktoren die Fortpflanzungsleistung begrenzen. Im Jahr 2004 wurden ausgewachsene und einjährige Weibchen gefangen, und Blutproben wurden während der Balzsaison (MÄRZ: 15. März bis 11. April; n = 22), frühen Brutzeit (MAI: 20. Mai bis 22. Juni; n = 21) und des Sommers (JULI: 7. Juli bis 17. August; n = 19) in zwei unterschiedlichen aber ähnlichen Wildtierschutzeinheiten im Norden Nevadas (Tuscarora [TU] und Lone Willow [LW]) abgenommen. In TU war das Gewicht der einjährigen Weibchen kleiner als das der ausgewachsenen Weibchen zu jeder Messzeit (P < 0,043). Altersbedingte Unterschiede wurden bei den LW-Vögeln nicht festgestellt. Biochemische Serumwerte wurden durch Standort, Alter und Jahreszeit beeinflußt. Ausgewachsene Vögel zeigten höherer Plasmaprotein- und Albuminwerte als einjährige Vögel während MÄRZ (P < 0,005) mit einer Abnahme bis MAI (P ≤ 0,0001). Lone Willow-Weibchen zeigten höhere Albuminwerte (P = 0,0005). LW-Weibchen zeigten höhere Phosphorkonzentrationen im Serum während MÄRZ (P < 0,0001); standortbedingte Unterschiede wurden während MAI und JULI nicht festgestellt. Einjährige Beifußhühner in Tuscarora zeigten niedrigere Calciumkonzentrationen im Serum als die ausgewachsenen Vögel während MÄRZ P < 0,0001); einjährige LW-Vögel zeigten niedrigere Calciumkonzentrationen als die Adulte während MAI (P = 0,030). Sowohl die einjährigen TU-Vögel (MÄRZ P < 0,0001) als auch die ausgewachsenen Vögel (MÄRZ P < 0,0001; MAI P = 0,040) zeigten niedrigere Werte als die jeweiligen LW-Vögel. Ausgewachsene Tuscarora-Vögel und einjährige und ausgewachsene LW-Vögel zeigten Abnahmen der Konzentration während MÄRZ und MAI (P < 0,0001). Die Kombination aus niedrigerem Gewicht der einjährigen Tiere und niedrigeren Konzentrationen von Plasmaprotein und Calcium und Phosphor im Serum in der TU-Gruppe deutet auf ein niedrigeres Nist- und nochmaliges Nistpotential. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, daß die einjährigen TU-Vögel weniger zum Fortpflanzungserfolg als die einjährigen LW-Vögel in dem untersuchten Jahr beitrugen. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 40(1): 29-38, 2009.

Titel: Serumkonzentrationen von Aminosäuren, Fettsäuren, Lipoproteinen, Vitamin A und E und Mineralien bei in zoologischen Gärten gehaltenen und wildlebenden Giraffen (Giraffa camelopardalis) 

Autoren: Debra A. Schmidt, Ph.D., Your browser may not support display of this image. Elizabeth A. Koutsos, Ph.D., Your browser may not support display of this image. Mark R. Ellersieck, Ph.D. und Your browser may not support display of this image. Mark E. Griffin, Ph.D.

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Lincoln Park Zoo, 2001 North Clark Street, Chicago, Illinois 60614, USA (Schmidt); Purina Mills, LLC, P.O. Box 66812, Saint Louis, Missouri 63166, USA (Koutsos, Griffin); University of Missouri, Experiment Station Statistics, 146 Middlebush Hall, Columbia, Missouri 65211, USA (Ellersieck). Aktuelle Adresse (Schmidt): Zoological Society of San Diego, 15500 San Pasqual Valley Road, Escondido, California 92027, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Schmidt, Zoological Society of San Diego, 15500 San Pasqual Valley Road, Escondido, California 92027, USA (dschmidt@sandiegozoo.org).

 

Zusammenfassung: Serumkonzentrationen von Aminosäuren, Fettsäuren, Lipoproteinen, Vitamin A und E sowie Mineralien bei in zoologischen Gärten gehaltenen Giraffen (Giraffa camelopardalis) wurden mit Messwerten von wildlebenden Giraffen verglichen, um mögliche ernährungsbedingte Unterschiede bei den Zootieren zu identifizieren. Giraffen in zoologischen Gärten zeigen eine spezifische Zusammensetzung von Erkrankungen, die mit der Ernährung zusammenhängen könnten, darunter perakute Mortalität, mangelnde Energieaufnahme, Erkrankung der Bauchspeicheldrüse, Urolithiasis, Klauenerkrankungen und schwerwiegenden Parasitenbefall des Magen-Darm-Traktes. Die Ernährungsanforderungen sind für Giraffen nicht bekannt; invasive Forschung, die bei domestizierten Tieren zur Beantwortung dieser Fragen angewendet wird, kann bei Zootieren nicht durchgeführt werden. Obwohl Standards von domestizierten Tieren zur Evaluierung der Ernährung und Gesundheit oft bei Zootieren angewendet werden, sind solche Maßstäbe nicht immer angemessen. Serumproben von 20 in zoologischen Gärten gehaltenen Giraffen in 10 Einrichtungen in den USA wurden mit vorher eingesammelten Proben von 24 wildlebenden südafrikanischen Giraffen verglichen. Dreizehn der Proben aus Zoos wurden von Tieren eingesammelt, die für die Blutabnahme trainiert waren; sieben Proben waren eingefroren von vorherigen Untersuchungen. Information über die Ernährung wurde ebenfalls für jedes Zootier gesammelt. Die meisten Giraffen in Zoos bekamen Luzerne-Pellets (acid detergent fiber-16), Luzernenheu und Zweige in verschiedenen Mengen. Die Unterschiede zwischen Zootieren und wildlebenden Giraffen, Männchen und Weibchen, und Adulten und Subadulten wurden mit Hilfe eines 2 x 2 x 2-Faktor- und eines Fisher-Least Significant Difference-Tests (LSD-Tests) untersucht und die Mittelwertsdifferenenzen wurden gemessen. Von insgesamt 84 verschiedenen Parametern, zeigten 54 (60%) signifikante Unterschiede zwischen den gehaltenen und wildlebenden Giraffen (P ≤ 0.05). Neun (11%) Messwerte waren zwischen ausgewachsenen und subadulten Giraffen signifikant unterschiedlich (P ≤ 0.05). Nur ein Messwert, nämlich Natriumkonzentration, war zwischen den Geschlechtern signifikant unterschiedlich (P ≤ 0.05). Weitere Untersuchungen der Ernährung von Giraffen in zoologischen Gärten ist notwendig, um die festgestellten Unterschiede aus dieser Studie und die potentiell damit zusammenhängenden Erkrankungen besser zu verstehen. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 40(1): 39-50, 2009.

Titel: Physiologische Auswirkungen von nasal verabreichtem Sauerstoff oder medizinischer Luft vor oder während der Narkose mit Carfentanil-Xylazin beim Manitoba-Wapiti (Cervus canadensis manitobensis)  

Autoren: Jessica M. Paterson, D.V.M., M.Vet.Sc., Your browser may not support display of this image. Nigel A. Caulkett, D.V.M., M.Vet.Sc., Dipl. A.C.V.A., Your browser may not support display of this image. und Murray R. Woodbury, D.V.M., M.Sc.Your browser may not support display of this image.  

Department of Small Animal Clinical Sciences, Western College of Veterinary Medicine, University of Saskatchewan, Saskatoon, Saskatchewan S7N 5B4, Kanada (Paterson); Department of Clinical Diagnostic Sciences, Faculty of Veterinary Medicine, University of Calgary, Calgary, Alberta T2N 4N1, Kanada (Caulkett); Department of Large Animal Clinical Sciences, Western College of Veterinary Medicine, University of Saskatchewan, Saskatoon, Saskatchewan S7N 5B4, Kanada (Woodbury). Korrespondenz bitte an Dr. Caulkett (nacaulke@ucalgary.ca).

 

Zusammenfassung: Diese Studie vergleicht die physiologischen Wirkungen der Narkose mit Carfentanil-Xylazin beim Wapiti, denen entweder Sauerstoff oder medizinische Luft nasal verabreicht wurden. Acht weibliche Manitoba-Wapiti (Cervus canadensis manitobensis) in menschlicher Obhut, die 5 ± 2 Jahre alt (Mittelwert ± Standardabweichung) waren und 245 ± 20 kg wogen, wurden an einen Behandlungsstand gewöhnt und mit einer randomisierten Crossover-Studie untersucht. Sauerstoff oder medizinische Luft (10 l/Min.) wurde vor und während der Narkose nasal verabreicht. Physiologische Basiswerte wurden vor der intramuskulären Injektion von Carfentanil (10 µg/kg) und Xylazin (0,2 mg/kg) gesammelt. Alle drei Minuten für 30 Minuten wurden arterielle Blutgase (PaO2 und PaCO2), arterieller Blutdruck, Herz- und Atemfrequenz gemessen und Muskelspannung und spontane Bewegungen beurteilt. Die Narkosemittel wurden nach 30 Min. mit Naltrexon (1 mg/kg) and Tolazolin (2 mg/kg) i.m. antagonisiert. Die Einleitungs- und Aufwachphasen waren bei den Tieren, die Sauerstoff bekamen, signifikant schneller (Mittelwert ± Standardabweichung) (208 ± 39 bzw. 333 ± 63 Sek.) im Vergleich zu den Wapiti, die medizinische Luft bekamen (306 ± 84 bzw. 532 ± 201 Sek.). Die Wapiti, die Sauerstoff bekamen, zeigten signifikant höhere PaO2- und PaCO2-Konzentrationen und signifikant niedrigere pH-Werte und Herzfrequenz. Der Mindestwert für PaO2 betrug 75 ± 30 mm Hg (Sauerstoff) bzw. 28 ± 6 mm Hg (Luft). Der Höchstwert für PaCO2 betrug 89 ± 5 mm Hg (Sauerstoff) bzw. 64 ± 4 mm Hg (Luft). Die Häufigkeit des Auftretens von Muskelsteife und Bewegungen fiel, wenn der PaO2 ≥ 70 mm Hg betrug. Tiere, die Luft atmeten, zeigten längere Einleitungs- und Aufwachphasen, schwerwiegende Hypoxämie und öfter steife Muskeln und spontane Bewegungen. Die Verabreichung vom Sauerstoff führte zu einer Reduzierung der Hypoxämie und verbesserte die Qualität der Narkose, obwohl längere Phasen von Apnoe, mittel- bis hochgradige Hyperkarbie und respiratorische Azidose auftraten. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 40(1): 51-63, 2009.

Titel: Das klinische Bild und Ausgang natürlicher Westnilvirus-Infektion bei Greifvögeln 

Autoren: Nicole M. Nemeth, D.V.M., Ph.D., Your browser may not support display of this image. Gail E. Kratz, B.S., Your browser may not support display of this image. Rebecca Bates, B.S., Your browser may not support display of this image. Judy A. Scherpelz, M.S., Your browser may not support display of this image. Richard A. Bowen, D.V.M., Ph.D. und Your browser may not support display of this image. Nicholas Komar, Sc.D.Your browser may not support display of this image.  

Centers for Disease Control and Prevention, Division of Vector-Borne Infectious Diseases, 3150 Rampart Road, Fort Collins, Colorado 80521, USA (Nemeth, Komar); Department of Microbiology, Immunology and Pathology, 3801 West Rampart Road, Foothills Campus, Colorado State University, Fort Collins, Colorado 80523, USA (Nemeth); Rocky Mountain Raptor Program, 720 East Vine Drive, Fort Collins, Colorado 80523, USA (Kratz, Bates, Scherpelz); Department of Biomedical Sciences, 3801 West Rampart Road, Foothills Campus, Colorado State University, Fort Collins, Colorado 80523, USA (Bowen). Korrespondenz bitte an Dr. Nemeth (nnemeth@colostate.edu, Nicole.M.Nemeth@aphis.usda.gov).

 

Zusammenfassung: Westnilvirus (WNV)-Infektion und die assoziierte Erkrankung und Mortalität wurden bis heute bei zahlreichen nordamerikanischen Greifvogelarten dokumentiert. Informationen über das klinische Krankheitsbild und den Langzeit-Ausgang von WNV-infizierten Greifvögeln sind wichtig für die Diagnose, Behandlung und Feststellung der Prognose bei Greifvögeln, sowie zum besseren Verständnis der potentiellen Auswirkungen auf die Population. Vögel von 22 Greifvogelarten, die in eine Wildtierstation aufgenommen wurden, wurden zwischen 2002 und 2005 auf vorherige und akute WNV-Infektion getestet, und klinische Syndrome, das Vorkommen von Trauma und Ausgang der Rehabilitation wurden verglichen. 42% der aufgenommenen Greifvögel (132/314) waren mit WNV infiziert; 67,4% davon zeigten WNV-assoziierte klinische Erkrankungen. WNV-infizierte Greifvögel konnten mit geringerer Wahrscheinlichkeit wieder freigelassen werden (79/132 [59,8%]) als negative Greifvögel (138/182 [75,8%]) und wurden mit größerer Wahrscheinlichkeit eingeschläfert (47/132 [35,6%]) als negative Vögel (32/182 [17,6%]). WNV-infizierte Greifvögel mit neurologischen Symptomen wurden allerdings nicht weniger häufig freigelassen (29/53 [54,7%]) als Vögel ohne neurologische Symptome (50/79 [63,3%]). Die WNV-assoziierten klinischen Syndrome variierten bei den verschiedenen Vogelarten. Der Virginia-Uhu (Bubo virginianus) zeigte eher neurologische Symptome, und Buntfalken (Falco sparverius) und Präriebussarde (Buteo swainsonii) zeigten solche Symptome seltener. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, daß wildlebende Greifvögel häufig mit WNV infiziert sind, und daß die klinischen Syndrome bei den verschiedenen Vogelarten variieren. WNV zeigt potentiell verheerende Auswirkungen auf Greifvogelpopulationen. Die Rehabilitation von WNV-infizierten Greifvögeln kann zu einem positiven Ausgang führen, selbst für diejenigen mit schwerwiegenden neurologischen Symptomen. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 40(1): 64-70, 2009.

Titel: Anwendung der Galaktomannan-Analyse und Proteinelektrophorese zur Diagnose von Aspergillose bei Vögeln 

Autoren: Carolyn Cray, Ph.D., Your browser may not support display of this image. Toshiba Watson, M.S., Your browser may not support display of this image. Marilyn Rodriguez, B.S. M.T. und Your browser may not support display of this image. Kristopher L. Arheart, Ed.D.Your browser may not support display of this image.  

University of Miami Miller School of Medicine, Division of Comparative Pathology, P.O. Box 016960 R-46, Miami, Florida 33101, USA (Cray, Watson, Rodriguez); University of Miami Miller School of Medicine, Department of Epidemiology and Public Health, P.O. Box 016960 R-669, Miami, Florida 33101, USA (Arheart). Korrespondenz bitte an Dr. Cray (c.cray@miami.edu).

 

Zusammenfassung: Frühere Studien deuten auf die mögliche Anwendung von Galaktomannan, ein Hauptantigen von Aspergillus sp., zur Diagnose von Aspergillose bei Vögeln und anderen Tierarten. Ein Assay für die  Untersuchung von menschlichem Serum und bronchoalveolärer Lavageflüssigkeit ist kommerziell erhältlich. Diese Studie vergleicht die Galaktomannan-Werte von Plasmaproben von Vögeln mit histologisch bestätigter Aspergillose mit klinisch unauffälligen, angenommen nicht infizierten Vögeln nach Angaben des behandelnden Tierarztes laut eines Fragebogens. Ergebnisse zeigen, daß infizierte Vögel eine 2,6-fache Zunahme der Galaktomannan-Werte im Vergleich zu Vögeln ohne Nachweis von Aspergillose aufweisen. Mit der Anwendung eines Galaktomannan-Index von 0,5 als Trennpunkt, betrugen die Sensitivität und Spezifizität des Galaktomannan-Tests 67% bzw. 73%. Plasmaproben wurden zusätzlich auf Abweichungen der Proteinelektrophorese-Ergebnisse untersucht. Infizierte Vögel zeigten eine höhere Inzidenz höherer beta- und/oder gamma-Globulinkonzentrationen. Die Sensitivität und Spezifizität der Proteinelektrophorese betrugen 73% bzw. 70%. Wenn beide Tests zusammen untersucht wurden, betrug die Sensitivität 89% und die Spezifizität 48%. Diese Daten deuten darauf hin, daß sowohl Galaktomannan als auch Proteineletrophorese wertvolle Tests zur Diagnose von Aspergillose beim Vogel sein können. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 40(1): 71-75, 2009.

Titel: Die Aufbereitung und Aufbewahrung vom Plasma beim Afrikanischen Elefanten (Loxodonta africana) 

Autoren: Sascha Knauf, Your browser may not support display of this image. Julia Blad-Stahl, Your browser may not support display of this image. Arne Lawrenz, Dr. med. vet., Your browser may not support display of this image. Ulrich Schuerer, Dr. rer. nat. und Your browser may not support display of this image. Axel Wehrend, Prof., Dipl. E.C.A.R., Dipl. E.C.B.H.M.Your browser may not support display of this image.  

Klinik für Geburtshilfe, Gynäkologie und Andrologie der Groß- und Kleintiere, Justus-Liebig-Universität Gießen, Frankfurter Straße 106, 35392 Gießen, Deutschland (Knauf, Wehrend, Blad-Stahl); Opel Zoo – Freigehege für Tierforschung, 61476 Kronberg in Taunus, Deutschland (Knauf); Zoo Wuppertal, Hubertusallee 30, 42117 Wuppertal, Deutschland (Lawrenz, Schuerer). Korrespondenz bitte an Dr. Knauf (Sascha.Knauf.vetmed@gmx.de).

 

Zusammenfassung: Die Verabreichung von Plasma kann bei neugeborenen Afrikanischen Elefanten (Loxodonta africana) bei fehlerhaftem passivem Transfer von Immunglobulinen eine lebensrettende Maßnahme sein. Die Methoden der Blutabnahme und der Trennung und Aufbewahrung des Plasmas werden beschrieben. Die Werte der Sedimentierung der Zellkomponenten sowie die biochemischen Werte des extrahierten Plasmas von zwei weiblichen Elefanten werden ebenfalls hier beschrieben. Eine zentrale Plasmabank für Elefanten aus europäischen zoologischen Gärten wird vorgeschlagen. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 40(1): 76-85, 2009.

Titel: Die morphologischen und zytochemischen Merkmale der Blutzellen sowie die hämatologischen und biochemischen Referenzwerte im Plasma der Chinesischen Streifenschildkröte (Ocadia sinensis) 

Autoren: Cheng-shu Chung, D.V.M., M.S., Your browser may not support display of this image. Chiung-hsiang Cheng, M.S., Your browser may not support display of this image. Shin-chien Chin, D.V.M., M.S., Your browser may not support display of this image. An-hsing Lee, D.V.M., M.S. und Your browser may not support display of this image. Chau-hwa Chi, D.V.M., Ph.D.Your browser may not support display of this image.  

Department of Veterinary Medicine, National Taiwan University, No. 1, Sec. 4, Roosevelt Road, Taipei, Taiwan 106, Republik China (Chung, Cheng, Chi); Taipei City Zoo, 30 Sec. 2, Hsin Kuang Road, Taipei, Taiwan 116, Republik China (Chin, Lee). Korrespondenz bitte an Dr. Chi (Chie@ntu.edu.tw).

 

Zusammenfassung: Die Analyse hämatologischer Blutwerte ist für Tierärzte und Wildtierbiologen zur Überwachung der Gesundheit und Feststellung von Krankheiten sowie zur Differenzierung von physiologischen Prozessen wichtig. Um hämatologische Referenzwerte der Chinesischen Streifenschildkröte (Ocadia sinensis) festzustellen und präzise Basiswerte aus klinischen Laborergebnissen für O. sinensis im Bezug auf Geschlecht und Jahreszeit festzulegen, wurden 50 (24 Männchen und 26 Weibchen) ausgewachsene Schildkröten in menschlicher Obhut untersucht. Blut wurde aus der V. jugularis im Januar, April, Juni und November entnommen. Die Daten wurden mit wiederholter Messanalyse der Varianz auf signifikante Variation (P < 0,05) für Geschlecht,  Jahreszeit und die Wechselwirkung zwischen Geschlecht und Jahreszeit untersucht. Signifikante Unterschiede zwischen den Geschlechtern wurden für die folgenden Parameter festgestellt: das gepackte Zellvolumen, Eosinophilenzahl, Heterophil:Monoztenzahl-Verhältnis, Gesamtprotein, Albumin, Harnsäure, Aspartataminotransferase, Alaninaminotransferase, Triglyzeride, Cholesterin und Alkalinphosphatase. Ausgeprägte saisonale Variation wurde für alle Messwerte außer für das mittlere Zellhämoglobin, Monozyten-:Heterophilenzahl und Kreatinin festgestellt. Die Unterschiede zwischen den Geschlechtern und Jahrezeiten waren hauptsächlich auf den Fortpflanzungszyklus zurückzuführen. Heterophilen zeigten eine stark positive Reaktion und die Eosinophilen eine mittelgradig positive Reaktion bei der Benzidin-Peroxidase-Färbung. Thrombozyten zeigten eine positive Reaktion bei der periodischen Säure-Schiff-Färbung. Die morphologische Untersuchung der Oberfläche der Blutzellen mit einem Rasterelektronenmikroskop ergab, daß die Leukozyten von O. sinensis keine charakteristischen Oberflächenmerkmale besitzen. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 40(1): 86-90, 2009.

Titel: Endoparasiten des Magen-Darm-Traktes und Ektoparasiten bei Faultieren (Bradypus variegatus und Choloepus hoffmanni) in menschlicher Obhut in Costa Rica 

Autoren: Karen D. Sibaja-Morales, D.M.V., Your browser may not support display of this image. Jaqueline B. de Oliveira, Ph.D., Your browser may not support display of this image. Ana E. Jiménez Rocha, M.Sc., Your browser may not support display of this image. Jorge Hernández Gamboa, Your browser may not support display of this image. Jorge Prendas Gamboa, Your browser may not support display of this image. Francisco Arroyo Murillo, D.M.V., Your browser may not support display of this image. Janet Sandí, D.M.V., Your browser may not support display of this image. Yessenia Nuñez, D.M.V. und Your browser may not support display of this image. Mario Baldi, D.M.V., M.Sc.Your browser may not support display of this image.  

Laboratorio de Parasitología y Enfermedades Parasitarias (Sibaja-Morales, Oliveira, Jiménez Rocha, Hernández Gamboa); Programa de Investigación en Enfermedades Tropicales (Prendas Gamboa, Baldi), Escuela de Medicina Veterinaria, Universidad Nacional de Costa Rica, Apdo 86-3000, Barreal de Heredia, Heredia, Costa Rica; Aviarios Sloth Sanctuary, Cahuita, 569-7300 Limón, Costa Rica (Arroyo Murillo, Sandí, Nuñez). Korrespondenz bitte an Dr. Baldi (mbaldi@medvet.una.ac.cr).

 

Zusammenfassung: Faultiere können als Wirte für eine große Auswahl von Parasiten dienen, obwohl wenig Information über ihr Vorkommen in der Faultierpopulation Costa Ricas existiert. Während einer einjährigen Studie wurde Kot von 65 Faultieren (Bradypus variegatus; n = 56 und Choloepus hoffmanni; n = 9) aus einem zoologischen Garten in Costa Rica mit zwei verschiedenen diagnostischen Methoden untersucht: Sheathersche Flotation und Sedimentation. Die Faultiere wurden gleichzeitig auf Ektoparasiten untersucht. Magen-Darm-Parasiten wurden bei 14 Faultieren (21,5%), davon 13 C. hoffmanni und ein B. variegatus, festgestellt. Von diesen Parasiten wurden 71,4% als Kokzidien (10/14), 12,4% als Cestoden (3/14) und 7,1% als Spiruriden (1/14) identifiziert. Die Kokzidien und Cestoden wurden bei C. hoffmanni und die Spiruriden bei B. variegatus festgestellt. Von den 27 untersuchten Faultieren zeigten nur sechs Hautveränderungen (fünf C. hoffmanni und zwei B. variegatus). Die Ektoparasiten, die festgestellt wurden, waren Räudemilben (Sarcoptes scabiei, Acari, Sarcoptidae) und Zecken (Amblyomma varium; Acari, Ixodidae). Dieser Bericht stellt die erste Beschreibung des Nachweises von Cestoden-Strobilae und Nematodeneiern im Kot von Faultieren, sowie die erste Beschreibung des Vorkommens von Monezia benedeni und Leiuris leptocephalus bei Faultieren in menschlicher Obhut dar. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 40(1): 91-94, 2009.

Titel: Der Nachweis von DNA und Antikörpern gegen Leishmania spp. beim Waldhund (Speothos venaticus) in Brasilien 

Autoren: Valéria Marçal Felix Lima, B.S., Ph.D, Your browser may not support display of this image. Karina Reinaldo Fattori, B.S., Your browser may not support display of this image. Aparecida de Fátima Michelin, B.S, M.S., Your browser may not support display of this image. Fábiodos Santos Nogueira, M.S., D.V.M. und Your browser may not support display of this image. Lucio de Oliveira e Souza, D.V.M.Your browser may not support display of this image.  

Departamento de Clínica, Cirurgia e Reprodução Animal, Faculdade de Odontologia – Medicina Veterinária, Universidade Estadual Paulista, Rua Clóvis Pestana, 793, 16050-400, Araçatuba – São Paulo, Brasilien (Lima); Curso de Pós-graduação em Microbiologia Agropecuária-Faculdade de Ciências Agrárias e Veterinárias, Universidade Estadual Paulista, Via Prof. Paulo Donato Castellane s/n, 14884-900, Jaboticabal – São Paulo, Brasilien (Fattori, Michelin); Curso de Pós-graduação em Medicina Veterinária, Faculdade de Medicina Veterinária e Zootecnia, Universidade Estadual Paulista, Distr. Rubião Jr, s/n, 18618-000, Botucatu – São Paulo, Brasilien (Nogueira); Companhia Energética de São Paulo (CESP), Centro de Conservação de Fauna Silvestre, Av. Brasil Norte s/n°, 15385-000, Ilha Solteira – São Paulo, Brasilien (Souza). Korrespondenz bitte an Dr. Lima (vmflima@fmva.unesp.br).

 

Zusammenfassung: Leishmaniose ist in der Gemeinde Ilha Solteira, São Paulo, Brasilien, endemisch. Bei der Companhia Energética de São Paulo (CESP) Wildtierzentrum in Ilha Solteira zeigten zwei Waldhunde (Speothos venaticus) klinische Symptome von Leishmaniose. Die Amastigoten-Form von Leishmania wurde bei Lymphknotenausstrichen einer Nadelbiopsie festgestellt. Zusätzlich wurden Serumproben beider Tiere mit einem Enzyme-linked Immunosorbent Assay (ELISA) untersucht und zeigten positive Ergebnisse für anti-Leishmania- Antikörper. Weiterhin wurden Gewebeproben von einem Waldhund auf das Vorkommen von Leishmania-DNA durch eine Polymerase-Kettenreaktion untersucht. DNA des Parasiten wurde in der Leber und Lymphknoten, aber nicht in der Haut oder Milz, nachgewiesen. Diese Befunde bestätigen eine Infektion mit Leishmania bei den Waldhunden. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 40(1): 95-102, 2009.

Titel: Retrospektive Analyse von traumatischen Wunden und die Entwicklung einer Tetanusinfektion bei Makaken in menschlicher Obhut 

Autoren: Danielle A. Springer, V.M.D., Dipl. A.C.L.A.M., Your browser may not support display of this image. Kathrine Phillippi-Falkenstein, M.P.H., Your browser may not support display of this image. und Gary Smith, M.A., M.A., D.PhilYour browser may not support display of this image.  

National Heart Lung and Blood Institute, National Institutes of Health, 9000 Rockville Pike, Building 14E, Room 107A, Bethesda, Maryland 20892, USA (Springer); Tulane National Primate Research Center, 18703 Three Rivers Road, Covington, Louisiana 70433, USA (Phillippi-Falkenstein); Section of Epidemiology and Public Health, School of Veterinary Medicine, University of Pennsylvania, New Bolton Center, 382 West Street Road, Kennett Square, Pennsylvania 19348, USA (Smith). Korrespondenz bitte an Dr. Springer (ds628k@nih.gov).

 

Zusammenfassung: Traumatische Wunden und die Haltung in Außengehegen mit natürlichem Boden tragen zur Entwicklung vom Tetanus bei nicht-menschlichen Primaten bei. Eine retrospektive Fall-Kontroll-Studie wurde in einem Primatenzentrum durchgeführt, um diese Faktoren durch Analyse von medizinischen Akten von Tieren festzustellen, die während eines dreijährigen Zeitraums traumatische Verletzungen erlitten. 31 Makaken mit traumatischen Verletzungen sowie einer klinischen Diagnose von Tetanus wurden als Fälle ausgewählt, und 62 Makaken mit traumatischen Verletzungen aber keiner Diagnose von Tetanus wurden als Kontrolltiere ausgesucht. Für einen Affen mit Verletzungen der Finger oder Zehen war die Wahrscheinlichkeit einer Tetanus-Infektion 9,6 mal höher als für ein ähnliches Tier ohne Verletzungen der Finger oder Zehen (Quotenverhältnis [OR] = 9,55; 95% CI = 1,56–58,59). Tiere mit Verletzungen des Schwanzes zeigten eine 8,0 mal größere Wahrscheinlichkeit, Tetanus zu entwickeln als ähnliche Tiere ohne Schwanzverletzungen (OR = 7,95; 95% CI = 0,82–77,04). Tiere mit Verletzungen an mehreren Körperstellen zeigten eine 8,5 mal größere Wahrscheinlichkeit, Tetanus zu entwickeln als Tiere mit Verletzungen an einer Stelle (OR = 8,45; 95% CI = 1,01–70,46). Affen mit Beinverletzungen zeigten eine kleinere Warhscheinlichkeit Tetanus zu entwickeln als ähnliche Tiere ohne solche Verletzungen (OR = 0,19; 95% CI = 0,03–1,2). Diese Ergebnisse weisen nach, daß die Stelle der Verletzung mit der Wahrscheinlichkeit der Entwicklung von Tetanus bei Rhesusaffen zusammenhängt. Die Feststellung von Traumafällen mit erhöhtem Risiko von Komplikationen kann einen gezielteren Einsatz der Wundbehandlung und Tetanus-Prophylaxe, vor allem in Primateneinrichtungen mit Außengehegen, ermöglichen. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 40(1): 103-106, 2009.

Titel: Das Vorkommen von Fasciola hepatica bei verwilderten Biberratten (Myocastor coypus) in einem öffentlichen Park in Brasilien 

Autoren: Maysa M. A. N. El-Kouba, M.Sc., Your browser may not support display of this image. Sandra M. T. Marques, D.V.M, Ph.D, Your browser may not support display of this image. Célso Pilati, D.V.M. und Your browser may not support display of this image. Waldir Hamann, D.V.M.Your browser may not support display of this image.  

Rodovia SC 303, 4300 Três Barras SC CEP 89490-000, Brasilien (El-Kouba); Department of Clinical Veterinary Pathology, Universidade Federal do Rio Grande do Sul, Avenida Bento Gonçalves 9090, Porto Alegre RS CEP 91540-000, Brasilien (Marques); Department of Veterinary Medicine, Universidade do Estado de Santa Catarina, Avenida Luis de Camões, 2090, CEP 88520-000, Lages, SC, Brasilien (Pilati); Department of Public Health, Universidade do Contestado, R. Evariosto da Veiga 2464, CEP 81670-460 Curitiba PR, Brasilien (Hamann). Korrespondenz bitte an Dr. Marques (sandra.marques@ufrgs.br).

 

Zusammenfassung: Sechzehn Biberratten (Myocastor coypus) aus einem Naturschutzgebiet in Critiba, Brasilien, wurden auf das Vorkommen von Fasciola hepatica-Eiern und Darmparasiten sowie auf das Vorkommen von Schnecken im Lebensraum der Tiere untersucht. Insgesamt betrug die Prävalenz 56,25 % (9) für F. hepatica-Eier, 87,50 % (14) für Bandwurmeier, 56,25 % (9) für Spulwurmeier, 50% (18) für Kokzidienoozysten (Eimeriidae) und 56,25% (9) für Strongyloiden-Eier. Fasciola hepatica-Eier hatten eine durchschnittliche Größe von 138 µm x 72 µm. Die folgenden Molluskenarten wurden vorgefunden: Physa cubensis, Physa marmorata und Biomphalaria tenagophyla. Diese Ergebnisse deuten darauf an, daß befallene Biberratten als Kontaminierungsquelle für andere Tiere, Menschen und das Oberflächenwasser dienen können. Diese Studie stellt die erste Beschreibung von Parasiten der Biberratte im Staat Paraná, Brasilien, dar. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 40(1): 107-112, 2009.

Titel: Pharmakokinetik vom oral verabreichten Ivermectin bei Afrikanischen Elefanten (Loxodonta africana): Schlussfolgerungen für die Eliminierung von Parasiten 

Autoren: A. Rae Gandolf, D.V.M., Dipl. A.C.Z.M., Your browser may not support display of this image. A. Lifschitz, Veterinario Doctorado en Ciencia Animal, Your browser may not support display of this image. C. Stadler, D.V.M., Your browser may not support display of this image. B. Watson, M.S., Your browser may not support display of this image. L. Galvanek, Certified Animal Health Technician, B.S., Your browser may not support display of this image. M. Ballent, Veterinario und Your browser may not support display of this image. C. Lanusse, Medico Veterinario, Doctor en CienciasYour browser may not support display of this image.  

Pittsburgh Zoo and PPG Aquarium, One Wild Place, Pittsburgh, Pennsylvania 15206 USA (Gandolf, Stadler, Watson, Burns); Laboratorio de Farmacología, Facultad de Ciencias Veterinarias, UNCPBA, Tandil, Argentinien (Lifschitz, Ballent, Lanusse). Aktuelle Adresse (Gandolf): 2615 East Newman Street, Zanesville, Ohio 43701, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Gandolf (raegandolf@yahoo.com).

 

Zusammenfassung: Loxodonta africana können mit einer Vielzahl von Parasiten befallen sein, die oft mit dem Breitband-Antiparasitikum Ivermectin (IVM) auf Grund von empirischem Wissen behandelt werden. Die Ziele dieser Studie waren wie folgt: 1) Die Messung von IVM-Plasmakonzentrationen nach Verabreichung von 0,1 mg/kg IVM p.o.; 2) Vergleich der IVM-Plasmakonzentrationen nach normaler bzw. verzögerter Futterdarreichung; 3) die Messung der IVM-Ausscheidung im Kot; und 4) die Verarbeitung dieser Befunde, um Dosisempfehlungen für diese Tierart zu errechnen. Eine Crossover-Studie wurde mit 6 Afrikanischen Elefanten durchgeführt, die in zwei Gruppen eingeteilt waren. Ivermectin wurde verabreicht, und typische Konzentratmengen wurden entweder sofort verfüttert oder 2 Studen lang vorenthalten. Blut- und Kotproben wurden 7 Tage lang nach der Verabreichung von Ivermectin gesammelt. Nach einer 5-wöchigen Auswaschzeit wurden die Gruppen getauscht und die Durchführung wiederholt. Die IVM-Konzentrationen im Plasma und Kot wurden mit Hochleistungsflüssigkeitschromatographie festgestellt. Statistisch signifikante Unterschiede der phamakokinetischen Werte konnten zwischen der gefütterten und der verzögert gefütterten Gruppe nicht festgestellt werden. Höchstplasmakonzentrationen, Fläche unter der Kurve und Halbwertszeit für Plasma betrugen 5,41–8,49 ng/ml, 17,1–20,3 ng × Tage/ml bzw. 3,12–4,47 Tage. Hohe IVM-Konzentrationen wurden im Kot nachgewiesen. Die Höchstkonzentrationen im Kot waren 264-311 mal höher als die im Plasma. Die vergleichsweise größere Fläche unter der Kurve und kurze Zeit bis zum Erreichen der Höchstkonzentration waren niederiger im Vergleich zu anderen Tierarten. Auf Grund dieser Ergebnisse eignet sich die Verabreichung von 0,2 – 0,4 mg/kg p.o. zur Eliminierung einer Vielzahl von Parasiten bei Elefanten und könnte die Entwicklung der Parasitenresistenz verringern. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 40(1): 113-116, 2009.

Titel: Phamakokinetik nach einer einmaligen intramuskulären Verabreichung von Amoxicillin Trihydrat beim Derbywallaby (Macropus eugenii) 

Autoren: David J. McLelland, B.V.Sc., D.V.Sc., Your browser may not support display of this image. Brian G. Rich, A.S.T.C. Your browser may not support display of this image. und Peter H. Holz, B.V.Sc, D.V.Sc., Dipl. A.C.Z.M.Your browser may not support display of this image.  

University of Guelph, Guelph, Ontario N1G 2W1, Kanada (McLelland); Wombaroo Food Products, P.O. Box 151, Glen Osmond, South Australia 5064, Australien (Rich); Healesville Sanctuary, P.O. Box 248, Healesville, Victoria 3777, Australien (Holz). Aktuelle Adresse (McLelland): Adelaide Zoo, Frome Road, Adelaide, South Australia 5000, Australien. Korrespondenz bitte an Dr. McLelland (dmclelland@zoossa.com.au).

 

Zusammenfassung: Fünf Derbywallabys (Macropus eugenii) wurden intramuskulär mit 10 mg/kg Amoxicillin Trihydrat injiziert. Serielle Blutproben wurden in den 26 h nach der Verabreichung gesammelt. Plasmakonzentrationen von Amoxicillin wurden mit Hochleistungsflüssigkeitschromatographie gemessen. Pharmakokinetische Parameter wurden mit einem Nicht-Kompartiment-Modell berechnet. Die Endhalbwertszeit (1,77 ± 0,40 h) war mit Werten von kleinen Wiederkäuern aus der Literatur vergleichbar. Ohne intravenöse pharmakokinetische Werte kann nicht festgestellt werden, ob die Endhalbwertszeit eliminierungs- oder absorptions-abhängig ist; beide Fälle können bei domestizierten Tieren vorkommen. Plasmakonzentrationen von Amoxicillin blieben oberhalb der bekannten minimalen Hemmkonzentration (MIC) für Staphylococcus spp. und Streptococcus spp. für mindestens 8 h. Die MIC für Enterobacteriaceae und Enterococcus spp. wurde nicht erreicht. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 40(1): 117-125, 2009.

Titel: Variation von Pasteurella (Bibersteinia) und Mannheimia spp. nach Transport und antibiotischer Behandlung bei wildlebenden und gehaltenen Rocky-Mountain-Dickhornschafen (Ovis canadensis candensis) 

Autoren: Glen C. Weiser, M.S., Ph.D., Your browser may not support display of this image. David S. Miller, M.S., D.V.M, Dipl. A.C.Z.M., Your browser may not support display of this image. Mark L. Drew, D.V.M., M.S., Dipl. A.C.Z.M., Your browser may not support display of this image. Jack C. Rhyan, D.V.M., M.S. und Your browser may not support display of this image. Alton C. S. Ward, M.S., Ph.D.Your browser may not support display of this image.  

University of Idaho, Caine Veterinary Teaching Center, 1020 East Homedale Road, Caldwell, Idaho 83607, USA (Weiser, Ward); Animal Population Health Institute, Colorado State University, 300 West Drake, Fort Collins, Colorado 80523, USA und Genesis Laboratories, Wellington, Colorado 80549, USA (Miller); Wildlife Health Laboratory, Idaho Department of Fish and Game, 16569 South 10th Avenue, Caldwell, Idaho 83607, USA (Drew); U.S. Department of Agriculture, Animal and Plant Health Inspection Service, Veterinary Services, National Wildlife Research Center, 4101 LaPorte Avenue, Fort Collins, Colorado 80523, USA (Rhyan). Korresponenz bitte an Dr. Weiser (gweiser@uidaho.edu).

 

Zusammenfassung: Morbidität und Mortalität durch Atemwegserkrankungen nach Fang und Transport von Rocky-Mountain-Dickhornschafen (Ovis canadensis candensis) sind wichtige Faktoren bei der Gründung oder Änderung von Dickhornschafherden. Die Verabreichung von prophylaktischen Antibiotika zur Zeit des Fangs wird oft durchgeführt, um das Risiko der Entwicklung einer Atemwegserkrankung zu minimieren, obwohl die Wirksamkeit dieser Methode ungewiß ist. Die Wirkung von Oxytetracyclin und Florfenicol auf Pasteurella (Bibersteinia) und Mannheimia spp., die aus Oropharynx-Proben beim Fang und 3 oder 42 Tage danach isoliert wurden, wurde bei zwei Gruppen von Dickhornschafen evaluiert. Die offensichtlichste Abweichung der Rate oder des Typs der Isolierung von Pasteurella (Bibersteinia) und/oder Mannheimia spp. war eine Zunahme der Isolierung von β-hämolytischen Stämmen von Dickhornschafen 3 Tage nach der Behandlung mit Oxytetracyclin. Die zwei Schafgruppen waren beide Träger derselben Biovarianten von Pasteurella (Bibersteinia) trehalosi aber zeigten nicht dieselben Biovarianten von Mannheimia spp. Kein Tier zeigte Symptome einer Atemwegserkrankung. Repräsentative Isolate von jeder Biovariante aus den Kulturen der beiden Schafgruppen waren in vitro gegen Oxytetracyclin und Florfenicol empfindlich, sowie gegen die Mehrzahl der anderen sieben untersuchten Antibiotika.

Die Verabreichung von weder Oxytetracyclin noch Florfenicol führte zur Eliminierung von Pasteurella (Bibersteinia) und Mannheimia spp. von der Schleimhaut des Oropharynx. Keine Resistenz wurde gegen die beiden untersuchten Antibiotika vorgefunden. Obwohl Vorteile einer prophylaktischen Verabreichung der untersuchten Antibiotika unbestätigt sind, könnten therapeutische Konzentrationen von Antibiotika im Lungengewebe während Stressperioden das Risiko einer Erkrankung verringern. Repräsentative Kulturen der Mikroflora des Mund-Rachen-Raums bei Quellen- und Empfangsherden von Dickhornschafen vor der Mischung der Herden könnten als Mittel zur Minimierung der Infizierung mit potentiell pathogenen Bakterien von nicht infizierten Herden verwendet werden. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 40(1): 126-130, 2009.

Titel: Vorkommen und molekulare Charakterisierung von Cryptosporidium und Giardia bei Wildwiederkäuern in menschlicher Obhut in Belgien 

Autoren: Thomas Geurden, D.V.M., Ph.D., Dipl. E.V.P.C., Your browser may not support display of this image. Els Goossens, D.V.M., Ph.D., Your browser may not support display of this image. Bruno Levecke, D.V.M., Your browser may not support display of this image. Francis Vercammen, D.V.M., Your browser may not support display of this image. Jozef Vercruysse, D.V.M., Ph.D., Dipl. E.V.P.C. und Your browser may not support display of this image. Edwin Claerebout, D.V.M., Ph.D., Dipl. E.V.P.C.Your browser may not support display of this image.  

Laboratory of Parasitology, Faculty of Veterinary Medicine, Ghent University, Salisburylaan 133, B-9820 Merelbeke, Belgien (Geurden, Levecke, Vercruysse, Claerebout); Veterinary and Agrochemical Research Centre, Department of Biocontrol, Groeselenberg 99, B-1180 Brussels, Belgien (Goossens); Veterinary Department, Royal Zoological Society of Antwerp, Koningin Astridplein 26, 2018 Antwerp, Belgien (Vercammen). Korrespondenz bitte an Dr. Geurden (thomas.geurden@ugent.be).

 

Zusammenfassung: Sowohl Cryptosporidium als auch Giardia werden im Kot von domestizierten Wiederkäuern häufig vorgefunden, besonders bei Jungtieren. Wildwiederkäuer dienen ebenso als Wirt für diese Protozoen, obwohl die Prävalenz dieser Parsiten bei wildlebenden und gehaltenen nicht domestizierten Wiederkäuern genauer untersucht werden muß. Weiterhin ist unklar, welche Rolle Wildwiederkäuer als Reservoir für diese zoonotischen Parasiten spielen. Deshalb wurde eine Querschnittstudie unternommen, um das Vorkommen von Cryptosporidium und Giardia bei Wildwiederkäuern, die weniger als 6 Monate alt waren, festzustellen und die Rolle solcher Tiere als Reservoir für diese zoonotische Parasiten zu untersuchen. Insgesamt 67 Wildwiederkäuer von 21 Arten im Zoo Antwerpen, Belgien, sowie 82 Amerikanische Bisons (Bison bison) aus privater Zucht wurden auf das Vorkommen von Cryptosporidium und Giardia mit einem handelsüblichen Immunfluoreszenz-Assay (Merifluor Cryptosporidium/Giardia IFA) untersucht. Die Prävalenz von Cryptosporidium betrug 7,5% bei den Zootieren und 3,7% bei den Bisons. Alle, bis auf zwei, der positiv getesteten Tiere waren jünger als 1 Monat alt. Die molekulare Charakterisierung durch Amplifizierung des 70-kDa-Hitzeschockproteins und des 18S-Ribosomen-DNA-Gens identifizierte Cryptosporidium parvum bei vier von den Zootieren. Die Prävalenz von Giardia betrug 8,9% bei den Zootieren und 23,2% bei den Bisonkälbern. Die Giardia-positiven Tiere waren zum größten Teil älter als 1 Monat. Die molekulare Charakterisierung des β-Giardin-Gens und des Triosephosphatisomerase-Gens identifizierte Giardia duodenalis Typ A bei den Tieren aus dem Zoo Antwerpen und G. duodenalis Typen A und E bei den Bisonkälbern. Diese Ergebnisse zeigen, daß die zwei Parasiten bei Wildwiederkäuern in menschlicher Obhut häufig vorkommen und daß diese Tiere als mögliches Reservoir für zoonotische Übertragung  dienen können. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 40(1): 131-139, 2009.

Titel: Anthelminthische Resistenz von Haemonchus contortus bei einer Giraffe (Giraffa camelopardalis) in Florida, USA 

Autoren: Pamela D. Garretson, B.S., M.S., Your browser may not support display of this image. Elizabeth E. Hammond, D.V.M., Your browser may not support display of this image. Thomas M. Craig, D.V.M., Ph.D. und Your browser may not support display of this image. Patricia J. Holman, M.S., Ph.D.Your browser may not support display of this image.  

Department of Veterinary Pathobiology, Texas A&M University, College Station, Texas 77843-4467, USA (Garretson, Craig, Holman); Lion Country Safari, 2003 Lion Country Safari Road, Loxahatchee, Florida 33470, USA (Hammond). Aktuelle Adresse (Garretson): Department of Biological Sciences, 272 Life Sciences Building, Louisiana State University, Baton Rouge, Louisiana 70803, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Holman (pholman@cvm.tamu.edu).

 

Zusammenfassung: Eine junge, männliche Giraffe (Giraffa camelopardalis), die kurz zuvor durch die Lion Country Safari in Loxahatchee, Florida, erworben wurde, wurde mit Haemonchus-Befall diagnostiziert und erfolgreich während der Quarantäneperiode behandelt. Sieben Wochen nach der Einführung in die Herde zeigte die Giraffe Durchfall. Die Kotuntersuchung zeigte eine sehr hohe Eizahl von 16.700 Eiern pro Gramm; die Larvenuntersuchung identifizierte Haemonchus. Der Larvenentwicklungshemmtest zeigte Resistenz gegen die drei am häufigsten verwendeten Anthelminthika-Klassen: die Benzimidazole, Imidazothiazole und die makrozyklischen Laktone. Die Giraffe wurde mit einer Kombination aus topischem Moxidectin und oralem Fenbendazol behandelt. Zwei Wochen später war eine starke Reduzierung der Strongyliden-ähnlichen Eier im Kot zu beobachten. Zwei Monate später zeigte die Giraffe einen Hämatokrit von 22% und eine Eizahl von 11.900 Eiern pro Gramm Kot. Das Tier wurde nochmals mit topischem Moxidectin und oralem Kupferoxid behandelt und aus dem kontaminierten Gehege entfernt. Wegen des atypischen Wirts wurde molekulare Analyse des Parasiten angewendet, und die Nematoden wurden als H. contortus bestätigt. Es wird vermutet, daß der monatlich rotierende Entwurmungsplan, der mehr als fünf Jahre zuvor initiiert wurde, zur Entwicklung der mehrfachen anthelminthischen Resistenz dieser H. contortus-Population beitrug. Die angemessene Anwendung von Anthelminthika und Weidemanagement ist zur Reduzierung des Parasitenbefalls bei Giraffen in menschlicher Obhut essenziell. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 40(1): 140-146, 2009.

Titel: Exotische Perkinsus sp.-Protozoen bei einer importierten vietnamesischen Eingewachsenen Riesenmuschel (Tridacna crocea) in einem Heimaquarium 

Autoren: Barbara J. Sheppard, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.V.P. und Your browser may not support display of this image. Christopher F. Dungan, M.S.Your browser may not support display of this image.  

Department of Infectious Diseases and Pathology P.O. Box 110880, College of Veterinary Medicine, University of Florida, Gainesville, Florida 32611, USA (Sheppard); Maryland Department of Natural Resources, Cooperative Oxford Laboratory, 904 S. Morris Street, Oxford, Maryland 21654, USA (Dungan). Korrespondenz bitte an Dr. Sheppard (sheppardb@vetmed.ufl.edu).

 

Zusammenfassung: Eine ausgewachsene, hermaphroditische Tridacna crocea, die aus Vietnam in die USA importiert wurde, wurde sterbend mit abgestoßenem Fußdrüsengewebe und unvollständiger Ausstreckung des kaum reaktionsfähigen Mantels vorgestellt. Das Tier starb und wurde pathologisch untersucht. Bei der Sektion wurden Abmagerung, Ödem der Viszera und seltene, multifokale, 1 mm breite, weiß bis hellbraune Knoten im Kiemen gefunden. Bei der histopathologischen Untersuchung wurde hochgradige Entzündung und Nekrose der Viszera und Kiemen, sowie interstitielles Ödem und Atrophie der Drüsen-, Gonaden- und Muskelgewebe festgestellt. Das entzündete Gewebe enthielt eine große Anzahl von 10-15 µm extrazellulären, sphärischen, siegelringförmigen Organismen, die mit Trophozoiten von Perkinsus spp. übereinstimmten. Die Organismen bildeten oft Haufen aus zwei bis vier Zellen, die von einem 1-4 µm Rand aus amorphem, eosinophilem Material und zwei bis vier Wirthämozyten umgeben waren. Das infizierte Gewebe wurde auf Alternativen-Ray-Thioglykollat-Nährboden (ARFTM) aufgetragen, und die Kultur bestätigte das Vorhandensein von Hypnosporen von Perkinsus sp., die sich mit Lugolscher Jodlösung blau-schwarz färbten. Polymerase-Kettenreaktion-Assay mit Sequenzierung ergab einen hohen Grad von Nukleotidenübereinstimmung, obwohl sie mit bekannten P. olseni-Isolaten nicht identisch waren. Perkinsus sp.-Organismen, darunter P. olseni und P. marinus, sind international meldepflichtig und sind hoch pathogene, schädliche Protozoen, die Ökosysteme mit naiven Muscheln in den USA gefährden und sowohl die nationale als auch internationale Schalentierindustrie beeinträchtigen können. Dieser Bericht stellt die erste Beschreibung eines exotischen Perkinsus sp.-Erregers bei einer importierten Muschel dar, die langfristig in einem Heimaquarium gehalten wurde. Weiterführende Untersuchungen zeigen, daß T. crocea aus Vietnam mit solchen Erregern häufig infiziert sind. Tierärzte, Aquariumangestellte und Besitzer vom Heimaquarien sollten angemessene Vorsichtsmaßnahmen ergreifen und Muschelkadaver sowie Aquariumwasser von importierten Muscheln sachgemäß entsorgen. Solche Maßnahmen können das Risiko einer Verbreitung von exotischen Perkinsus sp.-Erregern in nationalen Gewässern verringern. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 40(1): 147-151, 2009.

Titel: Pyometra bei Raubkatzen in menschlicher Obhut: Elf Fallbeschreibungen 

Autoren: Stephanie McCain, D.V.M., Ed Ramsay, D.V.M., Dipl. A.C.Z.M., Matthew C. Allender, D.V.M., M.S., Carlos Souza, D.V.M., M.S., Dipl. A.C.V.I.M. (Oncology) und Juergen Schumacher, Dr.med.vet., Dipl. A.C.Z.M. 

Department of Small Animal Clinical Sciences, College of Veterinary Medicine, The University of Tennessee, 2407 River Drive, Knoxville, Tennessee 37996, USA. Korrespondenz bitte an Dr. McCain (slmccain@utk.edu).

 

Zusammenfassung: Elf Fälle von Pyometra wurden bei Raubkatzen in einer Einrichtung innerhalb von drei Jahren bei den folgenden Tieren festgestellt: sieben Afrikanischen Löwen (Panthera leo), zwei Tigern (P. tigris), einem Liger (Löwe-Tiger-Hybriden) und einem Leoparden (P. pardus). Die Tiere zeigten Inappetenz, Apathie, Scheidenausfluss und Erbrechen. Die Diagnose wurde anhand von klinischen Symptomen, dem vollständigen Blutbild, biochemischen Plasmawerten, Elektrolytenwerten, Röntgenaufnahmen und Ultraschall des Abdomens gestellt. Die am häufigsten auftretenden Abweichungen bei der Blutuntersuchung waren Leukozytose (>15.000/μL) und Hyperproteinämie (>8,2 g/dL) wegen einer Erhöhung der Globuline. Röntgenaufnahmen des Abdomens waren zum größten Teil unspezifisch, obwohl Ultraschall regelmäßig eine erweiterte, mit Flüssigkeit gefüllte Gebärmutter ergab. Jede Katze wurde mit Ovariohysterektomie und systemischer Antibiose behandelt. Löwen zeigten ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Pyometra im Vergleich zu anderen Katzenarten. Pyometra sollte immer als Differentialdiagnose bei inappetenten und apathischen weiblichen Großkatzen in Betracht gezogen werden. Ovariohysterektomie könnte bei weiblichen Löwen in Betracht gezogen werden, die nicht gezüchtet werden sollen. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 40(1): 152-159, 2009.

Titel: Diagnose und Behandlung von Babesia odocoilei bei Rentieren (Rangifer tarandus tarandus) in menschlicher Obhut und Feststellung von drei neuen Wirten 

Autoren: Susan L. Bartlett, D.V.M., Noha Abou-Madi, D.V.M., Dipl. A.C.Z.M., Joanne B. Messick, V.M.D., Ph.D., Dipl. A.C.V.P., Adam Birkenheuer, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.V.I.M. und George V. Kollias, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.Z.M. 

Section of Wildlife Health (Bartlett, Abou-Madi, Kollias) and Section of Clinical Pathology (Messick), Department of Clinical Sciences, College of Veterinary Medicine, Cornell University, Ithaca, New York 14853, USA; North Carolina State University, College of Veterinary Medicine, Raleigh, North Carolina 27606, USA (Birkenheuer). Aktuelle Adresse (Messick): Department of Comparative Pathobiology, Purdue University, West Lafayette, Indiana 47907, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Bartlett (slb35@cornell.edu).

 

Zusammenfassung: Zwei Rentiere (Rangifer tarandus tarandus) in einer zoologischen Einrichtung in New York, USA, wurden mit Babesia odocoilei diagnostiziert. Klinische Symptome stimmten mit akuter Babesiose überein; Fieber, Hämoglobinurie und hämolytische Anämie wurden beobachtet. Die Episode bei jedem der Tiere wurde durch ein stressiges Ereignis ausgelöst, das die Immunkompetenz beeinträchtigt haben könnte. Die Diagnose wurde durch die Feststellung von intraerythrozytischen Parasiten bei gefärbten Blutausstrichen, durch Polymerase-Kettenreaktion (PCR) und durch Sequenzierung der hypervariablen Region des 18S rRNA-Gens zur Bestimmung der Babesia-Art bestätigt. Ein Rentier starb und zeigte intravaskuläre Hämolyse mit sekundärer Pigmentnephrose und hochgradiger, akuter tubulärer Degeneration und Nekrose bei der pathologischen Untersuchung. Das zweite Rentier wurde erfolgreich mit unterstützender Therapie sowie mit dem antiprotozoären Mittel Imidocarbdipropionat (Imizol, 12%, Schering-Plough Animal Health, Union, New Jersey 07083, USA) mit 3 mg/kg s.c. oder i.m. einmal täglich am Tag 1, 2, 6, 9 und 21 behandelt. Zwei weitere Rentiere aus der Herde testeten mit PCR negativ auf Babesia; sie wurden trotzdem prophylaktisch mit Imidocarbdipropionat behandelt, bevor die Testergebnisse bekannt waren. B. odocoilei wurde weiterhin bei drei bisher nicht bekannten, asymptomatischen Arten in der Tiersammlung identifiziert: Yak (Bos grunniens), Muntjak (Muntiacus reevesi) und Schraubenziege (Capra falconeri). Wegen der hohen Morbidität und Mortalität von akuter Babesiose, sollten Rentiere in menschlicher Obhut gegen Zecken regelmäßig behandelt werden, auf subklinische Infektion in endemischen Regionen untersucht werden und bei akuter Infektion aggressiv behandelt werden, wenn klinische Babesiose vermutet wird. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 40(1): 160-167, 2009.

Titel: Phaeohyphomykose des Rückenpanzers bei einer Aldabra-Riesenschildkröte (Geochelone gigantea) 

Autoren: Elizabeth M. Stringer, D.V.M., Michael M. Garner, D.V.M., Dipl. A.C.V.P., Jeffry S. Proudfoot, D.V.M., Jan C. Ramer, D.V.M., Dipl. A.C.Z.M., Michelle R. Bowman, D.V.M., Hock Gan Heng, D.V.M., M.V.S., M.S., Dipl. A.C.V.R., E.C.V.D.I. und Daniel S. Bradway, B.S. 

Indianapolis Zoo, 1200 West Washington Street, Indianapolis, Indiana 46222, USA (Stringer, Proudfoot, Ramer, Bowman); Northwest ZooPath, 654 West Main, Monroe, Washington 98272, USA (Garner); Purdue University, School of Veterinary Medicine, 406 South University Street, West Lafayette, Indiana 47907, USA (Heng);  Washington Animal Disease Diagnostic Laboratory, Washington State University, P.O. Box 647034, Pullman, Washington 99164, USA (Bradway). Aktuelle Adresse (Stringer): Environmental Medicine Consortium, College of Veterinary Medicine, North Carolina State University, Raleigh, North Carolina 27606, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Stringer (Betsy_Stringer@ncsu.edu).

 

Zusammenfassung: Eine ausgewachsene, männliche Aldabra-Riesenschildkröte (Geochelone gigantea) zeigte eine tiefe, schuppige Stelle am Rückenpanzer. Histologische Untersuchung von Biopsien dieser Veränderung zeigte Phaeohyphomykose der oberflächlichen verhornten Epithelschichten. Die Erkrankung schritt schnell fort und breitete sich auf zahlreiche Stellen auf dem Rückenpanzer aus. Nach mehreren Wochen Behandlung mit regelmäßigem Debridement, wurde Befall des tiefen Knochengewebes festgestellt und durch histologische Untersuchung bestätigt. Mykotische Kultur wurde versucht aber war nicht erfolgreich. Polymerase-Kettenreaktion der extrahierten DNA aus dem fixierten Gewebeblock identifizierte den Pilz als Exophiala oligosperma. Die Schildkröte wurde wöchentlich mit Debridement und oralen und topischen Antimykotika behandelt. Eine Knochenszintigraphie wurde durchgeführt, um die Ausdehnung und Merkmale der Infektion festzustellen. Mehrere Stellen mit Aufnahme des radiopharmazeutischen Markers wurden im Rückenpanzer festgestellt und deutete auf aktive Infektion. Die Schildkröte wurde weiter mit oralen Antimykotika behandelt, und nach mehreren Monaten heilten die Stellen. Eine wiederholte Knochenszintigraphie ein Jahr nach Auftreten der ersten Veränderungen zeigte eine Reduzierung der Marker-Aufnahme; dieser Befund zeigt, daß das Tier auf die Behandlung der tief liegenden Veränderungen ansprach. Phaehyphomykose sollte als Differentialdiagnose bei Panzerveränderungen von Schildkröten in Betracht gezogen werden. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 40(1): 168-173, 2009.

Titel: Ösophagusdivertikel beim Parmawallaby (Macropus parma) 

Autoren: Danelle M. Okeson, D.V.M., Meredith L. Esterline, D.V.M., Dipl. A.C.V.S. und Rob L. Coke, D.V.M., Dipl. A.C.Z.M. 

San Antonio Zoo, 3903 North Saint Mary's Street, San Antonio, Texas 78212, USA (Okeson, Coke); South Texas Veterinary Specialists, 503 East Sonterra Boulevard, Suite 102, San Antonio, Texas 78258, USA (Esterline). Aktuelle Adresse (Okeson): Rolling Hills Zoo, 625 North Hedville Road, Salina, Kansas 67401, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Okeson (dmodvm@sbcglobal.net).

 

Zusammenfassung: Vier ausgewachsene, wildgefangene Parmawallabys (Macropus parma) zeigten intermittierend eine Schwellung des mittleren Halsbereiches nach der Futteraufnahme. Ein Divertikel des Ösophagus wurde bei den vier Tieren diagnostiziert. Eines von zwei Wallabys wurden erfolgreich chirurgisch behandelt. Ein drittes Tier starb an anderer Ursache. Das vierte Tier starb an möglichen Komplikationen des Divertikels. Dieser Bericht stellt die erste Beschreibung eines Ösophagusdivertikels bei einer Känguru-Art dar. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 40(1): 174-180, 2009.

Titel: Eine Methode zur Eliminierung von amphipoden Parasiten (Hyperiidae) beim Wirt [Qualle Chrysaora fuscescens (Brandt, 1835)] in einem geschlossenen, rezirkulierenden System 

Autoren: Sharyl M. G. Crossley, B.S., Anna L. George, Ph.D. und Christian J. Keller, D.V.M. 

Tennessee Aquarium, 1 Broad Street, Chattanooga, Tennessee 37402, USA (Crossley, Keller); Tennessee Aquarium Research Institute, 5385 Red Clay Road, Cohutta, Georgia 30710, USA (George). Korrespondenz bitte an Ms. Crossley (sgc@tnaqua.org).

 

Zusammenfassung: Am 2. Dezember 2006 wurde ein starker Befall mit den amphipoden Parasiten Hyperia medusarum und Lestrigonus shoemakeri der Familie Hyperiidae im Pazifischen Kompassquallenbecken (Chrysaora fuscescens) im Tennessee Aquarium festgestellt. Eine Probebehandlung von Ohrenquallen (Aurelia aurita) und den Pazifischen Kompassquallen zeigte, daß therapeutische Konzentrationen von Diflubenzuron von den Quallen gut vertragen wurden. Das Becken wurde mit einer Dosis von 0,03 mg/l Diflubenzuron 7 Tage lang behandelt, und das Medikament wurde anschließend durch Filtration entfernt. Eine zufällig ausgewählte Gruppe der Quallen wurde aus dem Becken regelmäßig in den 8 Wochen nach der Behandlung auf Parasiten untersucht. Die durchschnittliche Anzahl von Amphipoden pro Qualle fiel während der Behandlungs- und der nachfolgenden Beobachtungsperiode. Sechs Wochen nach Behandlungsbeginn wurden keine lebenden Amphipoden mehr vorgefunden. Die Quallen zeigten keine Nebenwirkungen während der Behandlung. Die Verwendung von Diflubenzuron ist eine praktische Option ohne Nebenwirkungen zur Elimierung hyperiider Parasiten bei Scyphomedusae, wenn das Medikament angemessen angewendet wird. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 40(1): 181-188, 2009.

Titel: Dickdarmverschluss bei drei Netzgiraffen (Giraffa camelopardalis reticulata) in menschlicher Obhut 

Autoren: Michelle R. Davis, D.V.M., Jennifer N. Langan, D.V.M., Dipl. A.C.Z.M., Natalie D. Mylniczenko, D.V.M., M.S., Dipl. A.C.Z.M., Keith Benson, D.V.M., Nadine Lamberski, D.V.M., Dipl. A.C.Z.M. und Jan Ramer, D.V.M., Dipl. A.C.Z.M. 

Chicago Zoological and Aquatic Animal Residency Program, University of Illinois, College of Veterinary Medicine, Urbana, Illinois 61802, USA (Davis); College of Veterinary Medicine, University of Illinois and the Chicago Zoological Society, Brookfield Zoo, 3300 Golf Road, Brookfield, Illinois 60513, USA (Langan); Chicago Zoological Society, Brookfield Zoo, 3300 Golf Road, Brookfield, Illinois 60513, USA (Mylniczenko); Riverbanks Zoological Park and Botanical Garden, P.O. Box 1060, Columbia, South Carolina 29210, USA (Benson, Lamberski); Indianapolis Zoo, 1200 W. Washington Street, Indianapolis, Indiana 46222, USA (Ramer). Aktuelle Adressen (Davis): Oklahoma City Zoo, 2101 NE 50th Street, Oklahoma City, Oklahoma 73111, USA; (Lamberski): San Diego Wild Animal Park, 15500 San Pasqual Valley Road, Escondido, California 92027, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Davis (mdavis@okczoo.com).

 

Zusammenfassung: Tödlicher Dickdarmverschluss wurde bei drei ausgewachsenen Netzgiraffen (Giraffa camelopardalis reticulata) in menschlicher Obhut diagnostiziert. Das klinische Bild war unterschiedlich, obwohl die drei Tiere jeweils verminderte Aktivität, Inappetenz und erheblich reduzierten Kotabsatz zeigten; die Symptome stimmten mit Darmverschluss überein. Fall 1 zeigte bei der Sektion einen Phytobezoar, der den Kolonkegel verstopfte. Der zweite Fall zeigte bei der Sektion eine Obstruktion des Kolons durch Kot. Der dritte Fall zeigte Ileus des Kolons bei der Laparotomie. Fall 2 und 3 wurden chirurgisch behandelt; sie waren zur Zeit der Operation stark komprimiert und starben während oder innerhalb von 24 h nach der Operation. Darmverschluss, der aggressive unterstützende Therapie und frühzeitiges chirurgisches Eingreifen bedarf, sollte als Differentialdiagnose bei Giraffen mit Inappetenz und stark reduziertem Kotabsatz in Betracht gezogen werden. Probelaparotomie wird wahrscheinlich für die Diagnose und Behandlung solcher Fälle notwendig sein. Darmverschluss bei der Giraffe trägt auf der Basis von den wenigen hier beschriebenen Fällen eine schlechte Prognose.  
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 40(1): 189-192, 2009.

Titel: Mycobacterium-Infektion bei einem Elfenblauvogel (Irena puella): ein diagnostisches Rätsel 

Autoren: P. K. Robbins, M.R.C.V.S., Scott P. Terrell, D.V.M., Dipl. A.C.V.P., Dan Bradway und Fonda Wier 

San Diego Zoo, 1354 Old Globe Way, San Diego, California 92112, USA (Robbins); Disney's Animal Kingdom, 1200 North Savannah Circle, Bay Lake, Florida 32830, USA (Terrell); Washington Animal Disease Diagnostic Laboratory, Pullman, Washington 99164, USA (Bradway); Washington Animal Disease Diagnostic Laboratory, Avian Health and Food Safety, Puyallup, Washington 98317, USA (Wier). Korrespondenz bitte an Dr. Robbins (probbins@sandiegozoo.org).

 

Zusammenfassung: Ein ausgewachsener, männlicher, wildgefangener Elfenblauvogel (Irena puella) wurde untersucht, nachdem ein anderer Vogel mit einer Mycobacterium-Infektion der Leber diagnostiziert wurde, der im gleichen Raum in der Quarantäne-Station gehalten wurde. Bei der ersten Untersuchung wurden weder Leukozytose noch das Vorkommen von säurefesten Bakterien in einer Leberbiopsie vorgefunden. Mycobacterium avium wurde jedoch mit Polymerase-Kettenreaktion (PCR) im Lebergewebe nachgewiesen. Nachdem der Vogel eingeschläfert wurde, wurden nochmals keine säurefesten Bakterien in der Leber gefunden, obwohl PCR positiv war, und M. avium-Komplex wurde mit Hochleistungsflüssigkeitschromatographie aus der Leber isoliert. PCR könnte ein relativ empfindlicher, schneller diagnostischer Test zur Untersuchung von Mykobakteriose bei Vögeln sein. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 40(1): 193-195, 2009.

Titel: Erworbene arteriovenöse Fistel bei einem Grizzlybären (Ursus arctos horribilis) 

Autoren: Allison D. Tuttle, D.V.M. Dipl. A.C.Z.M., Robert A. MacLean, D.V.M., Keith Linder, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.V.P., John M. Cullen, V.M.D., Ph.D., Dipl. A.C.V.P., Barbara A. Wolfe, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.Z.M. und Michael Loomis D.V.M., M.S., Dipl. A.C.Z.M. 

Departments of Clinical Sciences (Tuttle, MacLean) and Population Health and Pathobiology (Cullen, Linder), College of Veterinary Medicine at North Carolina State University, 4700 Hillsborough Street, Raleigh, North Carolina 27606, USA; North Carolina Zoological Park, Hanes Veterinary Medical Center, 4401 Zoo Parkway, Asheboro, North Carolina 27203, USA (Wolfe, Loomis). Aktuelle Adresse (MacLean): The Audubon Nature Institute, 6500 Magazine Street, New Orleans, Louisiana 70118, USA; (Tuttle): Mystic Aquarium & Institute for Exploration, 55 Coogan Boulevard, Mystic, Connecticut 06355, USA; (Wolfe): The Wilds, 14000 International Road, Cumberland, Ohio 43732, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Tuttle (atuttle@mysticaquarium.org).

 

Zusammenfassung: Ein ausgewachsener, männlicher Grizzlybär (Ursus arctos horribilis) in menschlicher Obhut wurde wegen multifokaler traumatischer Verletzungen der Haut und Subkutis untersucht, die durch einen anderen Grizzlybären verursacht wurden. Bei der Untersuchung wurde eine Hautveränderung am Perineum festgestellt, die sich als tiefe Stichwunde mit lilafarbenem, hervorquellendem Gewebe darstellte. Diese Wunde heilte nicht auf die gleiche Weise wie die anderen Stellen. 25 Tage nach Feststellung der ersten Hautwunden wurde beträchtliche Blutung der Stelle beobachtet, und der Bär mußte zur Untersuchung narkotisiert werden. Die gesamte Veränderung wurde chirurgisch entfernt und zeigte sich später als kurativ. Eine erworbene arteriovenöse Fistel wurde bei der histopathologischen Untersuchung diagnostiziert. Arteriovenöse Fisteln können nach einer traumatischen Verletzung entstehen und sollen als mögliche Komplikation bei Bären mit nicht heilenden Wunden in Betracht gezogen werden. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 40(1): 196-198, 2009.

Titel: Morbidität bei einer jungen Suppenschildkröte (Chelonia mydas) durch Plastikabfall aus dem Meer verursacht 

Autoren: M. Andrew Stamper, D.V.M., Dipl. A.C.Z.M., Chad W. Spicer, Donald L. Neiffer, V.M.D., Dipl. A.C.Z.M., Kristin S. Mathews und Gregory J. Fleming, D.V.M., Dipl. A.C.Z.M. 

Disney's Animal Programs, Walt Disney World® Resort, EC Trl. W-251, 2016 North Avenue of the Stars, Lake Buena Vista, Florida 32830-1000, USA (Stamper, Spicer, Neiffer, Mathews, Fleming). Aktuelle Adresse (Spicer): SeaWorld of Orlando, 7007 SeaWorld Drive, Orlando, Florida 32821. Korrespondenz bitte an Dr. Stamper (andy.m.stamper@disney.com).

  

Zusammenfassung: Eine abgemagerte, 2,36 kg schwere, junge Suppenschildkröte (Chelonia mydas) wurde vor der Küste von Melbourne Beach, Florida, USA (28°2′4″N, 80°32′32″W) treibend im Meer aufgefunden. Die Schildkröte zeigte Kachexie, positiven Auftrieb, Apathie und Verstopfung. Das Tier war mit Rankenfüßern bedeckt und zeigte zur Zeit der Aufnahme Inappetenz. Dorsoventrale Röntgenaufnahmen mit positivem Kontrastmittel bestätigte eine Obstruktion des Magen-Darm-Traktes. Biochemische Serumwerte zeigten metabolische und ernährungsbedingte Abweichungen. Prokinetika für den Magen-Darm-Trakt sowie orale und kloakale Mineralölverabreichungen waren bei der Aufhebung des Darmverschlusses wirksam, und das Tier setzte insgesamt 74 Fremdkörper innerhalb eines Monates mit dem Kot ab. Nach der Entfernung des fremden Materials kehrte die Meeresschildkröte schnell zu normalem Verhalten zurück und schien gesund zu sein. Die folgenden Befunde deuten in diesem Fall auf einen höchstwahrscheinlichen Zusammenhang zwischen Erkrankung der Schildkröte und Ursache (Aufnahme von Plastikfremdkörpern): Das Fehlen von Blutwerten, die mit Infektion oder Entzündung einhergehen, das Fehlen einer Wirkung der antibiotischen und antimykotischen Behandlung sowie eine parallele Verbesserung des Verhaltens und der Gesundheit nach der zunehmenden Entfernung der Kunststoffgegenstände. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 40(1): 199-203, 2009.

Titel: Untersuchung und Anwendung von akuten Phase-Proteinen und verschiedenen Assays bei nicht domestizierten Säugetieren 

Autoren: Mads F. Bertelsen, D.V.M., D.V.Sc., Mads Kjelgaard-Hansen, D.V.M., Ph.D., Carsten Grøndahl, D.V.M., Ph.D., Peter M. H. Heegaard, M.Sc., Ph.D. und Stine Jacobsen, D.V.M., Ph.D. 

Center for Zoo and Wild Animal Health, Copenhagen Zoo, Roskildevej 38, DK-2000 Frederiksberg, Dänemark (Bertelsen, Grøndahl); Department of Small Animal Clinical Sciences, University of Copenhagen, Gronnegaardsvej 3, DK-1870 Frederiksberg C, Dänemark (Kjelgaard-Hansen); National Veterinary Institute, Technical University of Denmark, Bülowsvej 27, DK-1790, Copenhagen V, Dänemark (Heegaard); Department of Large Animals Sciences, University of Copenhagen, Hoejbakkegaard Allé 5, DK-2630 Taastrup, Dänemark (Jacobsen). Korrespondenz bitte an Dr. Bertelsen (mfb@zoo.dk).

 

Zusammenfassung: Die Serumkonzentrationen von akuten Phase-Proteinen (APP) nehmen dramatisch als Antwort auf Entzündung und Trauma des Gewebes zu. APP sind für eine Vielzahl von domestizierten Säugetieren klinisch anwendbar, obwohl Information bei nicht domestizierten Säugetieren begrenzt sind. Die Nachweisfähigkeit von zwei Assays für jeweils drei mögliche APP bei acht Tierarten wurden untersucht: Serum-Amyloid A (SAA), C-reaktives Protein (CRP) und Haptoglobin (Hp). Ein turbidimetrischer Immunassay (TIA) zeigte für SAA signifikante Nachweisfähigkeit beim Asiatischen Elefanten (Elaphas maximus), Impala (Aepyceros melampus), Moschusochsen (Ovibos moschatus) und Schimpansen (Pan troglodytes); ein SAA-Enzyme-linked immunosorbent Assay (ELISA) zeigte Signifikanz beim Impala. Für CRP zeigte TIA und ELISA signifikante Nachweisfähigkeit beim Schimpansen. Eine kolorimetrischer Assay für Hp zeigte signifikante Nachweisfähigkeit beim Impala, Moschusochsen, Sumpfantilope (Tragelaphus spekeii) und Schimpansen; Hp-ELISA zeigte Nachweisfähigkeit beim Impala, Moschusochsen und bei der Sumpfantilope. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, daß diese Assays zur Feststellung von relevanten APP bei mehreren nicht domestizierten Tierarten nützlich sein können. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 40(1): 204-206, 2009.

Titel: Eine neue Methode zur Orchiektomie und Hodensackablation beim Kurzkopfgleitbeutler (Petaurus breviceps) 

Autoren: Michelle A. Morges, B.S., Krystan R. Grant, D.V.M., Catriona M. MacPhail, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.V.S. und Matthew S. Johnston V.M.D., Dipl. A.B.V.P. (Avian) 

Colorado State University, James L. Voss Veterinary Teaching Hospital, 300 West Drake Road, Fort Collins, Colorado 80523, USA (Morges, Grant, MacPhail, Johnston). Korrespondenz bitte an Dr. Johnston (msjohn@colostate.edu).

 

Zusammenfassung: Dieser Bericht beschreibt eine einfache, sichere, wirksame Methode zur Orchiektomie und Hodensackablation beim Kurzkopfgleitbeutler (Petaurus breviceps) unter Verwendung eines Kohlenstoffdioxid-Lasers. Die untersuchte Tiergruppe bestand aus neun Gleitbeutlern im Alter von 2-24 Monaten. Nach der Narkoseeinleitung wurden Orchiektomie und Hodensackablation durch Durchtrennung des Hodenstrangs mit dem Laser durchgeführt. Jedes Tier konnte noch am gleichen Tag entlassen werden. Die mittlere Narkosezeit betrug 6,09 ± 0,94 Min. Die mittlere Operationsdauer betrug 15,11 ± 8,39 Sekunden und die mittlere Aufwachzeit betrug 4,11 ± 3,60 Min. Mit dem Ausschluß eines Ausreißers betrug die mittlere Aufwachzeit 2,95 ± 1,03 Min. Keine ernstzunehmenden postoperativen Komplikationen wurden festgestellt. Die beschriebene Methode ist eine einfache Operation mit schnellen Operations- und Aufwachzeiten und könnte die Standardmethode zur Orchiektomie und Hodensackablation bei Kurzkopfgleitbeutlern werden. 
 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 40(1): 207-210, 2009.

Titel: Kompressive Myelopathie der Halswirbelsäule beim Komodowaran (Varanus komodoensis) 

Autoren: Dawn M. Zimmerman, D.V.M., M.S., Michael Douglass, D.V.M., Meg Sutherland-Smith, D.V.M., Dipl. A.C.Z.M., Roberto Aguilar, D.V.M., Willem Schaftenaar, D.V.M. und Andy Shores, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.V.I.M. (Neurology) 

Memphis Zoo and Aquarium, 2000 Prentiss Place, Memphis, Tennessee 38112, USA (Zimmerman, Douglass); San Diego Zoo, P.O. Box 120551, San Diego, California 92112, USA (Sutherland-Smith); Phoenix Zoo, 455 North Galvin Parkway, Phoenix, Arizona 85008, USA (Aguilar); Rotterdam Zoo, P.O. Box 532, 3000 AM Rotterdam, The Netherlands (Schaftenaar); Department of Clinical Sciences, Mississippi State University, College of Veterinary Medicine, Mississippi State, Mississippi 39762, USA (Shores). Aktuelle Adresse (Shores): College of Veterinary Medicine, Department of Clinical Sciences, Auburn University, Auburn, Alabama 36849, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Zimmerman (dzimmerman@memphiszoo.org).

 

Zusammenfassung: Subluxation der Halswirbelsäule und kompressive Myelopathie scheinen eine wichtige Ursache von Morbidität und Mortalität bei Komodowaranen (Varanus komodoensis) in menschlicher Obhut zu sein. Vier Fälle von Subluxation der Halswirbelsäule wurden identifiziert, die zu Nervenwurzel- oder Wirbelsäulenkompression führte. Zwei der Warane zeigten Symptome chronischer Instabilität. Die C1-C4 Halswirbel waren bei den Tieren betroffen. Die folgenden klinischen Symptome wurden beobachtet: Ataxie, Paraparese oder Tetraparese bis Tetraplegie, Depression bis Stupor, Skoliose des Halsbereichs und Inappetenz. Diagnose der Kompression konnte vor dem Tod nur mit Magnetresonanz- oder Computertomographie bestätigt werden. Die Fälle wurden unterschiedlich behandelt und reichten von unterstützender Behandlung bis zur chirurgischen Dekompression. Vier Tage bis 12 Monate nach den ersten Symptomen starben alle Warane oder mußten eingeschläfert werden. Weitere Studien über die normale Anatomie der Wirbelsäule bei dieser Echsenart sind notwendig, um festzustellen ob die pathologischen Veränderungen in diesen Fällen mit Halsfehlbildung einhergehen, die zur Laxheit der Bänder, dann Instabilität und Subluxation führt. 
 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 40(1): 211-213, 2009.

Titel: Nachweis und Teilcharakterisierung eines Herpesvirus bei Ägyptischen Landschildkröten (Testudo kleinmanni) aus Libyen nach Italien importiert. 

Autoren: Rachel E. Marschang, Dr. Med. Vet., Your browser may not support display of this image. F. TÄ Mikrobiologie, Your browser may not support display of this image. Z. B. Reptilien, Your browser may not support display of this image. Tibor Papp, D.V.M., M.Sc. Zool., Your browser may not support display of this image. Luigi Ferretti, Dott. Med. Vet., Your browser may not support display of this image. Sandra Hochscheid, Dipl. Biol., Ph.D. Zool. und Your browser may not support display of this image. Flegra Bentivegna, Dott. Scienze Biol.Your browser may not support display of this image.  

Institut für Umwelt- und Tierhygiene, Hohenheim University, Garbenstr. 30, 70599 Stuttgart, Deutschland (Marschang, Papp); Stazione Zoologica Anton Dohrn, Villa Comunale 1, 80121 Naples, Italien (Ferretti, Hochscheid, Bentivegna). Korrespondenz bitte an Dr. Marschang (rachel.marschang@googlemail.com).

 

Zusammenfassung: Eine Gruppe von circa 370 Ägyptischen Landschildkröten (Testudo kleinmanni) und 36 Maurischen Landschildkröten (Testudo graeca) wurden aus Libyen nach Italien illegal importiert. Innerhalb der ersten 6 Monate nach der Einfuhr nach Italien verstarben alle bis auf 40 der Ägyptischen Landschildkröten an schwerwiegender Stomatitis. Herpesviren wurden im Zungengewebe von 7 Ägyptischen Landschildkröten mit Polymerase-Kettenreaktion (PCR) und Virusisolierung festgestellt. Sequenzierung eines Teils des UL39-Homologs der Herpesviren von drei Schildkröten ergab, daß die Viren aus den drei Schildkröten identisch waren und auch mit einem Herpesvirus identisch waren, das von einer Griechischen Landschildkröte (Testudo hermanni) in Deutschland isoliert worden war. Dieser Bericht stellt die erste Beschreibung der Feststellung eines Herpesvirus bei erkrankten Ägyptischen Landschildkröten dar. Da diese Tiere aus Libyen nach Europa importiert wurden, liefern die Ergebnisse indirekt den Nachweis, daß Herpesviren bei Landschildkröten in Nordafrika vorhanden sind. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 40(1): 214-216, 2009.

Titel: Die Anwendung einer Lungensack-Kanüle bei einer Königspython (Python regius) zur Behandlung einer Obstruktion der Trachea 

Autoren: Debbie A. Myers, D.V.M., James F. X. Wellehan, Jr., D.V.M., M.S., Dipl. A.C.Z.M., Dipl. A.C.V.M. und Ramiro Isaza, D.V.M., M.S., Dipl. A.C.Z.M. 

University of Florida, College of Veterinary Medicine, Veterinary Medical Teaching Hospital, P.O. Box 100101, Gainesville, Florida 32610-0101, USA (Myers, Wellehan, Isaza). Korrespondenz bitte an Dr. Myers (dmyersvet@yahoo.com).

 

Zusammenfassung: Eine ausgewachsene, männliche Königspython (Python regius) zeigte hochgradige Atemnot mit Mundatmung und senkrechter Kopf- und Halshaltung. Die Schlange zeigte reichlichen Ausfluss aus der Trachealöffnung, der eine Obstruktion darstellte. Eine Kanüle wurde durch die Körperwand in den kaudalen Lungensack gelegt, um der Schlange die Atmung zu ermöglichen, während die Behandlung durchgeführt wurde. Die Atemfunktion verbesserte sich sofort. Diagnostische Tests bestätigten eine bakterielle Infektion des Atemtrakts, die vorwiegend durch Providencia rettgeri verursacht wurde. Die Lungensack-Kanüle wurde nach 13 Tagen entfernt. Endoskopsiche Untersuchung der Lunge vor der Entfernung der Kanüle zeigte minimale Verletzung des Gewebes mit geringer Blutung des umliegenden Muskelgewebes. Atemwegserkrankungen kommen bei Schlangen in menschlicher Obhut häufig vor und können mit erheblicher Morbidität und Mortalität einhergehen. Das Legen einer Lungensack-Kanüle ist eine relativ einfache Methode zur Aufhebung einer trachealen Verengung oder –blockierung und ähnelt der Methode bei Vögeln. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 40(1): 217-219, 2009.

Titel: Milbenbefall bei der Fettschwanz-Rennmaus (Pachyuromys duprasi) in menschlicher Obhut 

Autoren: Stephen A. Felt, D.V.M., M.P.H., Dipl. A.C.L.A.M., Dipl. A.C.V.P.M. 

U.S. Naval Medical Research Unit No. 3, Cairo, Egypt; and Stanford University School of Medicine, Comparative Medicine Department, RAF 1 Quad 7, Stanford, California 94305-5410, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Felt (felt@stanford.edu).

 

Zusammenfassung: Dieser Bericht beschreibt Milbenbefall bei wildgefangenen Fettschwanz-Rennmäusen (Pachyuromys duprasi) in menschlicher Obhut. Vier Tiere in einem Käfig wurden wegen Juckreiz und Haarausfall untersucht, und Befall mit der Milbe Pyroglyphis morganii wurde diagnostiziert. Alle Entwicklungsstadien der Milbe wurden auf den Tieren und im Nistmaterial identifiziert. Behandlung mit wiederholter subkutaner Verabreichung von Ivermectin und andere Hygienemaßnahmen führten zur erfolgreichen Eliminierung der Milben und zur Besserung der klinischen Symptome. 
 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 40(1): 220-223, 2009.

Titel: Besnoitia darlingi-Infektion bei einem Virginia-Opossum (Didelphis virginiana) 

Autoren: Shannon Shaw, D.V.M., Britton Grasperge, D.V.M., Javier Nevarez, D.V.M., Ph.D., Scott Reed, D.V.M., Dipl A.B.V.P., Lauren Long, B.A., Nathalie Rademacher, D.M.V., D.E.V.C.D.I. und David Sánchez-Migallón Guzmán, Lic. en Vet., M.S. 

Department of Veterinary Clinical Sciences, School of Veterinary Medicine, Louisiana State University, Skip Bertman Drive, Baton Rouge, Louisiana 70803-8410, USA (Shaw, Nevarez, Long, Rademacher, Sánchez-Migallón Guzmán); Department of Veterinary Pathobiological Science, School of Veterinary Medicine, Louisiana State University, Skip Bertman Drive, Baton Rouge, Louisiana 70803-8410, USA (Grasperge, Reed). Aktuelle Adresse (Shaw): Veterinary Services, Oklahoma City Zoo, 2101 NE 50th Street, Oklahoma City, Oklahoma 73111, USA; (Sánchez-Migallón Guzmán): Special Species Health, Department of Surgical Sciences, School of Veterinary Medicine, University of Wisconsin, 2015 Linden Drive West, Madison, Wisconsin 53706, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Shaw (shannon.shaw@gmail.com).

 

Zusammenfassung: Dieser Bericht beschreibt das Auftreten einer natürlichen Infektion mit Besnoitia darlingi

bei einem Virginia-Opossum (Didelphis virginiana) in Louisiana. Bei der Blutuntersuchung wurden die folgenden Abweichungen festgestellt: schwerwiegende nicht-regenerative Anämie, Hinweise auf Entzündung im Leukogramm, erhöhte mit Leberzellzerfall einhergehende Enzymwerte,  renale Urämie, Hyperkalämie, Hypoglykämie, Hypoalbuminämie und Proteinurie. Gewebezysten mit Bradyzoiten wurden in den meisten Organen festgestellt, vor allem in der Haut, den Schleimhäuten, der Niere, Nebenniere, Lunge und im Herzen. Transmissionselektronenmikroskopie ergab, daß die Bradyzoiten mit der bereits beschriebenen Ultrastruktur von Besnoitia darlingi übereinstimmten. Dieses Opossum zeigte außerdem eine offene Zehfraktur sowie Parasiten des Magen-Darm-Trakts. Bei der histopathologischen Untersuchung wurden Glomerulonephritis und Lebernekrose festgestellt.

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