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jzwm_germanabstract_v42n2_2011

ZOO AND WILDLIFE MEDICINE 42(2) ZUSAMMENFASSUNGEN

 

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 42(2): 197-204, 2011.

 

Titel: Hospizversorgung in der Zoomedizin

 

Autoren: David A. Jessup, D.V.M., M.P.V.M., Dipl. A.C.Z.M. und Cheryl A. Scott, R.N., N.P., D.V.M., M.P.V.M.

 

California Department of Fish and Game, Marine Wildlife Veterinary Care and Research Center, 1451 Shaffer Road, Santa Cruz, California 95060, USA (Jessup); School of Veterinary Medicine, University of California-Davis, Davis, California 95616, USA (Scott). Korrespondenz bitte an Dr. Jessup (djessup@ospr.dfg.ca.gov).

 

Zusammenfassung: Vor 40 Jahren merkte Dr. Elizabeth Kubler-Ross in ihrem grundlegenden Buch On Death and Dying an: " am Ende unserer Tage vielleicht, nachdem wir gearbeitet und gegeben haben, uns am Leben erfreuten und litten, kehren wir zurück zur der Bühne, an der wir das Leben begannen, und der Lebenskreis schließt sich." Genau wie die Lebenserwartung bei Menschen in den letzten 4 oder 5 Jahrzehnten sich stetig zunahm, stieg die Lebenserwartung bei Tieren, darunter auch die der zoologischen Tiere. Damit einhergehend kam die Notwendigkeit für Menschen, sich offen und ehrlich mit dem eigenen Tod und dem von ihren Tieren zu befassen, darunter auch von Tieren in Zoos. Zoologische Gärten befassen sich zwangsweise mit Problemen wie aggressiver Schmerzlinderung und Triage sowie mit Bemühungen für die Versorgung der Tiere am Lebensende. Diese Bemühungen bekamen bisher keine formale Anerkennung als grundlegende Form der Hospizversorgung. Hospiz für Menschen, und jetzt für Haustiere, ist viel mehr als Schmerzlinderung und Altersversorgung. Dieser Artikel beschreibt die Ideen und Grundformen des Hospiz und den nahverwandten Bereich der palliativen Betreuung, sowie die relativ neue Anwendung dieser Ideen in der Tiermedizin. Potentielle Anwendungen in der Zoomedizin werden diskutiert, sowie die Vorteile und Möglichkeiten zur persönlichen Weiterentwicklung für Zoobesucher und Zooangestellte, darunter für Zooklinikangestellte.

 

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 42(2): 205-213, 2011.

 

Titel: Blutbild- und biochemische Plasmawerte von wildlebenden Stirnlappenbasilisken (Basiliscus plumifrons) in Costa Rica

 

Autoren: Rebecca K. Dallwig, D.V.M., Joanne Paul-Murphy, D.V.M., Dipl. A.C.Z.M., Chester Thomas, D.V.M., Scott Medlin, D.V.M., Christopher Vaughan, Ph.D., Linda Sullivan, D.V.M., Kurt K. Sladky, M.S., D.V.M., Dipl. A.C.Z.M., Oscar Ramirez, B.S., M.S. und Geovanny Herrera

 

School of Veterinary Medicine, University of Wisconsin, 2126 Veterinary Medicine Building, 2015 Linden Drive, Madison, Wisconsin 53706, USA (Dallwig, Medlin); Department of Medicine and Epidemiology, School of Veterinary Medicine, University of California Davis, School of Veterinary Medicine, 2108 Tupper Hall, Davis, California 95616, USA (Paul-Murphy); Department of Natural Resources–Wildlife Ecology, College of Agriculture and Life Sciences, University of Wisconsin, 233 Russell Laboratories, 1630 Linden Drive, Madison, Wisconsin 53706, USA (Vaughan); International Institute for Wildlife Conservation and Management, Universidad Nacional, Heredia, Costa Rica (Vaughan); Department of Pathobiological Sciences, School of Veterinary Medicine, University of Wisconsin, 2126 Veterinary Medicine Building, 2015 Linden Drive, Madison, Wisconsin 53706, USA (Sullivan, Thomas); Department of Surgical Sciences, School of Veterinary Medicine, University of Wisconsin, 2015 Linden Drive, Madison, Wisconsin 53706, USA (Sladky); School of Biological Sciences, Universidad Nacional, Heredia, Costa Rica (Ramirez); Milwaukee Public Museum, Milwaukee, Wisconsin 53233, USA (Herrera, Vaughan). Aktuelle Adressen (Dallwig): Chicago Zoological and Aquatic Animal Residency Program, College of Veterinary Medicine, University of Illinois, College of Veterinary Medicine, 3505 Veterinary Medicine Basic Sciences, 2001 South Lincoln Avenue, Urbana, Illinois 61802, USA; (Medlin): Stahl Exotic Animal Veterinary Services, 4105 Rust Road, Fairfax, Virginia 22030, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Paul-Murphy (paulmurphy@ucdavis.edu).

 

Zusammenfassung: 23 Echsen (12 Männchen, 10 Weibchen, 1 unbestimmt) mit einer großen Bandbreite von Körpergewichten (40-286 g)  wurden für diese Studie gefangen; alle schienen gesund auf Grund des Aktivitätgrades, der klinischen Untersuchung und einer Einschätzung der Körperkondition. Blutproben in Heparin wurden von 20 wildlebenden Stirnlappenbasilisken (Basiliscus plumifrons) in Costa Rica zur Bestimmung des großen Blutbildes und der biochemischen Werte im Vollblut und Plasma gesammelt. Die gewonnenen Daten dienen als Basis-Referenzwerte für zukünftige Gesundheitsuntersuchungen sowie für epidemiologische Studien, Feld- und Fortpflanzungsstudien von sowohl wildlebenden als auch von in menschlicher Obhut lebenden Basilisken. Ein patientennahes Messgerät erwies sich für diese Feldstudie als brauchbar, und klinische biochemische Ergebnisse vom Vollblut mit Heparin unterschieden sich nicht erheblich von Ergebnissen des Plasma. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Trennung des Plasmas nicht unbedingt erforderlich ist zur Bearbeitung von Blutproben in abgelegenen Regionen. Nach Wissen des Autors stellt dieser Bericht die erste Untersuchung von hämatologischen und biochemischen Plasmawerten von wildlebenden B. plumifrons dar.

 

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 42(2): 214-221, 2011.

 

Titel: Pharmakologische und chirurgische Methoden zur Verringerung von Aggression zwischen Artgenossen von männlichen Halsbandmakis (Eulemur collaris)

 

Autoren: Gina M. Ferrie, M.S., Kris K. Becker, B.S., Catharine J. Wheaton, Ph.D., Deidre Fontenot, D.V.M. und Tammie Bettinger, Ph.D.

 

Disney's Animal Kingdom, 1200 North Savannah Circle East, Lake Buena Vista, Florida 32830, USA. Korrespondenz bitte an Ms. Ferrie (Gina.M.Ferrie.-ND@disney.com).

 

Zusammenfassung: Um Aggression zwischen männlichen Halsbandmakis (Eulemur collaris) in Disney's Animal Kingdom® zu verringern wurde eine klinische Untersuchung mit Leuprorelin-Acetat (Depo-Lupron®)-Injektionen während der Fortpflanzungsperiode (24 Wochen) vorgenommen; nach der Fortpflanzungsperiode wurde chirurgische Kastration durchgeführt. Tägliche Beobachtungen des Verhaltens wurden vor und nach der Injektionsperiode sowie nach der Kastration durchgeführt, um das Vorkommen von Aggression  zu dokumentieren. Kotproben wurden 2 Wochen vor der ersten Injektion und während der gesamten Studie gesammelt, um die Konzentration von Testosteron-Metaboliten zu bestimmen. Kotproben wurden 3 mal pro Woche gesammelt. Die Sammlung von Kotproben und die Beobachtung des Verhaltens wurden 5 Monate nach der Kastration durchgeführt. Kotproben wurden weiterhin von drei nicht kastrierten Männchen aus anderen Einrichtungen gesammelt, um die Testosteronwerte zu vergleichen. Während der Behandlung mit Depo-Lupron erreichten die Testosteronkonzentrationen ihren Höhepunkt sofort nach der Injektion und fielen nach verschiedenen Zeiträumen auf Werte vor der Behandlung und vor der Fortpflanzungssaison. Die Analyse der Verhaltensdaten zeigen, dass die Aggression nicht mit der Depo-Lupron-Behandlung erheblich verringert wurde. Trotz dieser Befunde fielen nach der Kastration die Kontakt-Aggression und Verletzungen auf null. Obwohl die Zahl der Proben niedrig ist, bietet diese  Studie die ersten dokumentierten Ergebnisse über die Auswirkungen einer pharmakologischen Behandlung mit Depo-Lupron und einer chirurgischen Kastration auf Hormonkonzentrationen und auf aggressives Verhalten bei einer Maki-Art.

 

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 42(2): 222-227, 2011.

 

Titel: Mycobacterium pinnipedii-Infektion bei Schabrackentapiren (Tapirus indicus) und ihre Übertragung auf andere Landsäugetiere

 

Autoren: Kerstin Jurczynski, D.V.M., Konstantin P. Lyashchenko, Ph.D., David Gomis, D.V.M., Irmgard Moser, D.V.M., Rena Greenwald, M.D. und Pierre Moisson, D.V.M.

 

Zoo-Duisburg, Mülheimer Straße 273, 47058 Duisburg, Deutschland (Jurczynski); Chembio Diagnostic Systems Inc., 3661 Horseblock Road, Medford, New York 11763, USA (Greenwald, Lyashchenko); Jardin Zoologique de la Ville de Lyon, Parc de la Tete d'Or, 69006 Lyon (Gomis); Parc Zoologique et Botanique de Mulhouse, 51 rue du Jardin Zoologique, 68100 Mulhouse, Frankreich (Moisson); Friedrich-Loeffler-Institut, Naumburger Straße 96a, 07743 Jena, Deutschland (Moser). Korrespondenz bitte an Dr. Jurczynski (jurczynski@zoo-duisburg.de).

 

Zusammenfassung: Drei verschiedene Landsäugetierarten wurden in den letzten 7 Jahren mit Mycobacterium pinnipedii in einer Tiersammlung  oder durch Einführung von infizierten Tieren diagnostiziert, darunter Schabrackentapire (Tapirus indicus), Trampeltiere (Camelus bactrianus bactrianus) und Westafrikanische Stachelschweine (Hystrix cristata). In der einen Einrichtung lebten diese drei Tierarten in Gehegen neben einer Gruppe von Südamerikanischen Seelöwen (Otaria flavescens) und wurden vom gleichen Pfleger versorgt. Ein infizierter Tapir wurde zu einem anderen Zoo geschickt und infizierte drei weitere Schabrackentapire mit M. pinnipedii. Die Tapire wurden mit den folgenden diagnostischen Methoden untersucht: vergleichender intradermaler Tuberkulintest, Polymerase-Kettenreaktion (PCR) und Kultur von Sputumproben, Schnelltest (RT) und Multiantigen-Print-Immunassay (MAPIA). Die Infektion mit M. pinnipedii wurde bei allen Tieren bei der Sektion bestätigt. RT und MAPIA zeigten diagnostisches Potential für die schnelle Identifizierung dieser wichtigen zoonotischen Erkrankung.

 

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 42(2): 228-235, 2011.

 

Titel: Beurteilung der Qualität von Daten aus mehreren Einrichtungen für Population-basierte epidemiologische Studien: Eine Fallstudie von Atoxoplasmose beim Balistar (Leucopsar rothschildi)

 

Autoren: Lisa B. Done, D.V.M., M.P.V.M., James T. Case, D.V.M., Ph.D., Jonna A. Mazet, D.V.M., M.P.V.M., Ph.D. und Michael Ziccardi, D.V.M., M.P.V.M., Ph.D.

 

Wildlife Health Center (Done, Mazet, Ziccardi) and the California Animal Health and Food Safety Laboratory (Case), University of California, Davis, California 95616, USA. Aktuelle Adressen (Done): 1121 Windward Way, Oxnard, California 93035, USA; (Case): National Library of Medicine, National Institutes of Health, Bethesda, Maryland 20894, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Done (exoticvet@aol.com).

 

Zusammenfassung: Um das Potential der Durchführung von Population-basierten epidemiologischen Studien mit Daten aus mehreren Einrichtungen zu beurteilen, wurde die Qualität von aus dem MedARKS®-System extrahierten Daten zum Thema Atoxoplasmose beim Balistar (Leucopsar rothschildi) untersucht. Daten von 338 Balistaren aus 34 Einrichtungen wurden auf Vollständigkeit, Korrektheit und Kohärenz und subjektiv auf Zugänglichkeit untersucht. Vollständigkeit der Daten wurde durch Analyse von fehlenden Datensätzen, Tests und von leeren Feldern untersucht. 264 Tierakten wiesen fehlende Information über das Tiergehege auf, bei 9 Akten fehlte Information im Parasitologie-Modul und bei 85 Akten fehlten Tests oder Ergebnisse. Die Richtigkeit der Daten wurde durch die Evaluierung ungenauer oder falscher Ergebnisse bewertet. Von 2432 Parasitologie-Datensätzen waren 81 Tests (3,3 %) nicht bestimmbar wegen nicht interpretierbarer Eingaben. Die Datenkohärenz wurde durch Vergleich der Problemliste mit positiven Testergebnissen im Parasitologie-Modul und mit der Liste der Buffy Coat-Abstriche im klinischen Pathologie-Modul bewertet. Insgesamt wurden sechs Begriffe mit 28 Werten verwendet, die jeweils "positiv für Atoxoplsma sp." bezeichneten. Eine erhebliche Anzahl von Nichtübereinstimmungen wurde zwischen den Problemlisten, den Daten im Parasitologie-Modul und Testergebnissen nachgewiesen. Im Allgemeinen zeigte diese Studie, dass die Daten in einem Computer-basierten Patientenaktensystem für zoologische Gärten vielversprechend ist für die Durchführung von population-basierten Studien, wenn bestimmte Änderungen vorgenommen werden: 1) reduziertes Verlassen auf Freitexteingabefelder, 2) universale Verwendung von standardisiertem Wortschatz, 3) Anwendung von Methoden zur genauen und leichten Identifizierung und Verfolgung von Einzeltieren, 4) Integration von Validierungen und Dateneingabemethoden und 5) gezielte Anwendung eines zentralisierten Datenbestandes für tiermedizinische Information.

 

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 42(2): 236-240, 2011.

 

Titel: Evaluierung eines 18 Mikron-Filters zur Verwendung bei der Transfusion von Reptilienblut bei Mississippi-Alligatoren (Alligator misissippiensis)

 

Autoren: Javier G. Nevarez, D.V.M., Ph.D., Jennifer Cockburn, D.V.M., Michael T. Kearney, M.S., M.Ap. Sat. und Joerg Mayer, M.S., D.M.V., Dipl. A.B.V.P. (Exotic Companion Mammal)

 

Department of Veterinary Clinical Sciences, Louisiana State University School of Veterinary Medicine, Baton Rouge, Louisiana 70803, USA (Nevarez, Cockburn); Department of Small Animal Medicine and Surgery, College of Veterinary Medicine, University of Georgia, Athens, Georgia 30602, USA (Mayer); Department of Pathobiological Sciences, Louisiana State University School of Veterinary Medicine, Baton Rouge, Louisiana 70803, USA (Kearney). Korrespondenz bitte an Dr. Nevarez (jnevarez@vetmed.lsu.edu).

 

Zusammenfassung: Bluttransfusionen sind eine häufig angewendete Therapie in der Kleintiermedizin und wurden bereits bei einigen exotischen Tierarten untersucht, obwohl nur wenig über die Sicherheit und Wirksamkeit dieser Therapie bei Reptilien bekannt ist. Der Hemo-Nate®18-μ-Filter wird bei Kindern und Kleintieren verwendet, um Embolien und andere Partikel vom Emfänger während der Transfusion fernzuhalten. Das Ziel dieser Studie war es, die hämolytische Wirkung eines Hemo-Nate®18-μ-Filters bei der Vollbluttransfusion bei Reptilien zu untersuchen. Der Mississippi-Alligator (Alligator misissippiensis) wurde als Modell für einen Reptilien-Patient verwendet. Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass kein signifikanter Unterschied des freien Plasma-Hämoglobins zwischen den unfiltrierten und filtrierten Proben (P = 0,21) vorzufinden war. Es gab genausowenig einen Unterschied für Hämatokritwerte (PCV) zwischen den unfiltrierten und filtrierten Proben (P = 0,41). Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass ein 18-μ Hemo-Nate-Filter nicht Hämolyse verursacht und PCV-Werte in kleinen Blutmengen beim Alligator nicht senkt.

 

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 42(2): 241-246, 2011.

 

Titel: Bioverkapselung von Metronidazol bei ausgewachsenen Salzkrebschen (Artemia sp.)

 

Autoren: Matthew C. Allender, D.V.M., M.S., Mike Kastura, Robert George, D.V.M., Frank Bulman, Jason Yarbrough und Sherry Cox, Ph.D.

 

Department of Small Animal Clinical Sciences (Allender) and the Department of Comparative Medicine (Yarbrough, Cox), College of Veterinary Medicine, University of Tennessee, 2407 River Drive, Knoxville, Tennessee 37996, USA; Ripley's Aquarium of the Smokies, 88 River Road, Gatlinburg, Tennessee 37738, USA (Kastura, George, Bulman). Aktuelle Adresse (Allender): Department of Comparative Biosciences, College of Veterinary Medicine, University of Illinois, 2001 South Lincoln Avenue, Urbana, IL 61802, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Allender (mcallend@illinois.edu).

 

Zusammenfassung: Die Bioverkapselung von Metronidazol wurde bei ausgewachsenen Salzkrebschen (Artemia sp.) mit einer Konzentration für die Behandlung im Wasserbad von 2,5 g/l, 5 g/l und 10 g/l beschrieben. Metronidazol wurde im Gewebe der Salzkrebschen nach der Behandlung nach 15 Minuten, 30 Minuten, 1 h, 2 h, 4 h, 8 h, 12 h und 24 h gemessen. Die Assays wurden mit Hochleistungsflüssigkeitschromatographie durchgeführt.  Es gab eine positive Beziehung zwischen sowohl der Dosis als auch der Zeit. Die Aufnahme des Medikaments als Prozent  zeigte ähnliche Korrelation. Alle drei Wasserbaddosen zeigten hohe Anfangskonzentrationen, die nach 30 Minuten fielen und dann bis Ende der Studie wieder langsam anstiegen. Die Überlebensrate der Salzkrebschen war nicht durch die Wasserbadkonzentration beeinflusst, obwohl sie mit der Zeit bei allen Behandlungen vergleichsweise wieder fiel. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Metronidazol erfolgreich durch Bioverkapselung bei ausgewachsenen Artemia angewendet werden kann.

 

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 42(2): 247-255, 2011.

 

Titel: Evaluierung des Blutbilds und biochemischer Serumwerte bei von Kälte betäubten Suppenschildkröten (Chelonia mydas) in North Carolina, USA

 

Autoren: Eric T. Anderson, D.V.M., Craig A. Harms, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.Z.M., Elizabeth M. Stringer, D.V.M. und Wendy M. Cluse, M.E.M.

 

Department of Clinical Sciences, College of Veterinary Medicine, North Carolina State University, Raleigh, North Carolina 27606, USA and the Center for Marine Sciences and Technology, North Carolina State University, Morehead City, North Carolina 28557, USA (Anderson, Harms, Stringer); North Carolina Wildlife Resources Commission, Morehead City, North Carolina 28557, USA (Cluse). Aktuelle Adresse (Cluse): North Carolina Aquarium at Pine Knoll Shores, Pine Knoll Shores, North Carolina 28512, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Harms (craig_harms@ncsu.edu).

 

Zusammenfassung: Unterkühlung oder Betäubung durch Kälte ist ein Zustand, bei dem die Körpertemperatur eines Tieres unter den physiologischen Normalbereich fällt. Dieser Zustand kann schwerwiegende Morbidität bei Meeresschildkröten verursachen. Bisherige Berichte beschreiben die physiologischen Veränderungen dieser Erkrankung  bei Atlantik-Bastardschildkröten (Lepidochelys kempii) und Unechten Karettschildkröten (Caretta caretta), aber es gibt wenig Information über diese Erkrankung bei Suppenschildkröten (Chelonia mydas). Diese Studie untersucht die hämatologischen und biochemischen Werte bei von Kälte betäubten Suppenschildkröten in North Carolina, USA. Im Vergleich zu gesunden, wildlebenden, jungen Suppenschildkröten aus der gleichen Region zeigten die von Kälte betäubten Schildkröten Hypoglykämie, Hypocalcämie (sowohl Gesamt- als auch ionisiertes Calcium), Hyponaträmie, Hypokalämie, Hypoproteinämie, Hypoalbuminämie, Hyperphosphatämie sowie Erhöhung von Harnsäure und Harnstoff. Diese Befunde unterscheiden sich von bisherigen Daten von durch Kälte betäubten Atlantik-Bastardschildkröten und Unechten Karettschildkröten. Diese Ergebnisse betonen, dass die Therapie auf den Ergebnissen der biochemischen Untersuchung bei von Kälte betäubten Meeresschildkröten basiert sein sollte.

 

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 42(2): 256-262, 2011.

 

Titel: Entfernung eines intrazölomischen Angelhakens durch Laparotomie bei einem Sandbankhai (Carcharhinus plumbeus)

 

Autoren: Alexis Lécu, D.V.M., Renaud Herbert, B.Sc., Ludwig Coulier, B.Sc. und Michael J. Murray, D.V.M.

 

Parc Zoologique de Paris, Muséum National d'Histoire Naturelle, 53 avenue de St Maurice, 75012 Paris, Frankreich (Lécu); Nausicaa, Centre de la Mer, Boulevard Ste Beuve, 62200 Boulogne sur Mer, Frankreich (Herbert, Coulier); Monterey Bay Aquarium, 886 Cannery Row, Monterey, CA 93940, USA (Murray). Korresondenz bitte an Dr. Lécu (pzpveto@mnhn.fr).

 

Zusammenfassung: Ein 21 Jahre alter männlicher Sandbankhai (Carcharhinus plumbeus) zeigte chronischen Gewichtsverlust obwohl der Appetit gleich blieb. Zusätzlich entwickelte sich langsam eine rote, runde Hautveränderung an der ventralen Körperwand. Nach mehreren Monaten ohne Veränderung des Zustandes entwickelte sich eine ventrale Fistel mit der Spitze eines Drahts in der Mitte. Der Hai wurde mit einer intramuskulären Injektion von Etomidat mit einem Blasrohr immobilisiert. Der Hai wurde aus dem Becken herausgenommen, und eine klinische und röntgenologische Untersuchung, Blutbild und biochemische Serumuntersuchung sowie Untersuchung mit einem Metalldetektor an der Körperwand entlang wurden durchgeführt. Ein metallischer Hacken wurde im Zölom circa 10 cm kranial von der externen Fistel identifiziert. Der Hai wurde in einem Isolations-Becken 1 Monat lang gehalten. Eine zweite Narkose wurde durch Immersion in Eugenol durchgeführt, um eine Zöliotomie durchzuführen. Der Haken wurde in einem Leberlappen identifiziert und chirurgisch entfernt. Nach einer verlängerten Erholung von der Narkose wurde der Hai in das ursprüngliche Becken zurückgebracht und erholte sich ohne Komplikationen, obwohl sich einige der Hautnähte frühzeitig lösten.

 

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 42(2): 263-276, 2011.

 

Titel: Klinische Behandlung eines Westlichen Flachlandgorillas (Gorilla gorilla gorilla) mit einem Gerät zur Resynchronisierungstherapie des Herzens

 

Autoren: Elizabeth Marie Rush, D.V.M., Anna L. Ogburn, D.V.M. und Denise Monroe, B.S.R.N.

 

Birmingham Zoo, Inc., 2630 Cahaba Road, Birmingham, Alabama 35223, USA (Rush, Ogburn, Monroe). Aktuelle Adressen (Rush): St. George's University, School of Veterinary Medicine, True Blue, St. George's, Grenada, West Indies and The Environmental Institute, Eastern Indigo Snake Project, Auburn University, Auburn, Alabama 36849, USA; (Ogburn): 120 Kinsler Road, Blythewood, South Carolina 29016, USA; (Monroe): 3520 Lynngate Circle, Hoover, Alabama 35216, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Rush at 315 Great View Circle, Birmingham, Alabama 35226, USA (zuvet9@yahoo.com).

 

Zusammenfassung: Ein 24 Jahre alter männlicher Westlicher Flachlandgorilla (Gorilla gorilla gorilla) wurde mit Herzinsuffizienz mit transösophagealer und transthorakaler Echokardiologie diagnostiziert. New York Heart Association (NYHA) Klasse III wurde für den Schweregrad des Zustandes des Tieres zugewiesen. Über die nächsten 16 Monate schritt der Zustand des Tieres zu einem NYHA-Klasse IV trotz verstärkter medizinischer Therapie fort. Wiederholte Untersuchungen deuteten darauf hin, dass die Implantation eines Geräts zur Resynchronisierungstherapie des Herzens mit einem Defibrillator (CRT-D) auf Grund der klinischen Symptome und des Nachweises einer Dyssynchronie sowie einer angenommen Herzfibrose den Zustand des Tieres verbessern könnte. Chirurgische Implantation der Leitungen in das rechte Atrium sowie in den rechten und linken Ventrikel wurde durchgeführt. Das CRT-D-Gerät wurde unter die Mm. pectorales während einer ersten Operation gelegt. Der Gesundheitszustand des Gorillas besserte sich sofort und dramatisch nach Implantation des CRT-D-Geräts. Nachfolgendes Prüfen des Geräts konnte durch operante Konditionierung erreicht werden. Die Daten von diesen Gerätabfragen enthielten gespeicherte und Echtzeit-Informationen, die verwendet wurden, um Umweltstressoren zu erkennen und Geräteeinstellungen zu ändern. In den folgenden 4 Jahren war ein umfassendes und vielseitiges Management des Falles kritisch für die erfolgreiche Anwendung des Gerätes bei der Behandlung der klinischen Erkrankung. Medikamentverabreichung, Konditionierung für Gerätabfrage, Anregung zur mehr Bewegung und Verbesserung des Körperzustands und Konditionierung zur Blutabnahme waren Teile der Fallbehandlung. Änderung der Diät war notwendig, um Kalorien- und Natriumeinnahme zu verringern und Medikamentenaufnahme zu gewährleisten. Implantation eines CRT-D-Gerätes benötigt spezialisierte Geräte und chirurgische Fachkenntnisse, stellt jedoch eine realisierbare Option zur Behandlung der fibrosierenden Kardiomyopathie mit systolischer Dysfunktion bei Gorillas dar, die nicht auf medizinische Behandlung ansprechen. Das CRT-D-Gerät liefert Herz-Kreislauf-Daten im Ruhezustand, die für die Frühdiagnose und Behandlung von Gorillas mit dieser und anderen Herzerkrankungen brauchbar sein könnten. Dieser Bericht beschreibt die umfangreiche medizinische Behandlung, die Konditionierung und die Haltungsbedingungen, die zur erfolgreichen Behandlung dieses intensiven klinischen Falles im Zusammenhang mit einer intrakardialen Gerättherapie notwendig sind.

 

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 42(2): 277-280, 2011.

 

Titel: Isolierung von Staphylococcus simulans bei einem Weißbauchigel (Erinaceus albiventris) mit Dermatitis

 

Autoren: Jae-Ik Han, D.V.M., Ph.D., Sook-Jin Lee, D.V.M., M.S., Hye-Jin Jang, M.S., Jeong-Ho Kim, D.V.M., M.S. und Ki-Jeong Na, D.V.M., Ph.D.

 

Veterinary Medical Center, College of Veterinary Medicine, Chungbuk National University, Cheongju 361–763, Südkorea (Han, Lee, Jang, Kim, Na). Korrespondenz bitte an Dr. Na (sigol@cbnu.ac.kr).

 

Zusammenfassung: Staphylococcus simulans ist eine Koagulase-negative Staphylococcus-Art, die mehrere Erkrankungen bei Menschen und Tieren verursachen kann. Dieser Bericht beschreibt einen Fall von Dermatose, die durch breitflächige, aber gut umschriebene Hyperkeratose und Alopezie am Rücken eines privat gehaltenen Weißbauchigels (Erinaceus albiventris) charakterisiert war. Stacheln und Exudate wurden mikroskopisch untersucht. Die mikroskopische Untersuchung des Ausflusses aus der Hautveränderung zeigte mehrere Leukozyten und viele gram-positive Kokken. Eine aerobische bakterielle Kultur zeigte Überwucherung mit dem gleichen gram-positiven Bakterium. Das Bakterium wurde als S. simulans durch Polymerase-Kettenreaktion-Amplifizierung und direkte Sequenzierung auf das 16S-ribosomale RNA-Gen identifiziert. Dieser Bericht stellt den ersten Nachweis dafür dar, dass S. simulans mit Dermatitis bei Igeln einhergehen könnte.

 

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 42(2): 281-290, 2011.

 

Titel: Impaktbildung des Labmagens beim Bongo (Tragelaphus eurycerus) in menschlicher Obhut

 

Autoren: Zoltan S. Gyimesi, D.V.M., Roy B. Burns, D.V.M., Mark Campbell, D.V.M., Felicia Knightly, D.V.M., Lynn W. Kramer, D.V.M., Raymund F. Wack, D.V.M., M.S., Dipl. A.C.Z.M., Jeffery R. Zuba, D.V.M. und D. Michael Rings, D.V.M., M.S., Dipl. A.C.V.I.M.

 

Louisville Zoological Garden, 1100 Trevilian Way, Louisville, Kentucky 40213, USA (Gyimesi, Burns); Cincinnati Zoo and Botanical Garden, 3400 Vine Street, Cincinnati, Ohio 45220, USA (Campbell); Denver Zoological Gardens, 2300 Steele Street, Denver, Colorado 80205, USA (Knightly); Dallas Zoo, 650 S.R.L. Thornton Freeway, Dallas, Texas 75203, USA (Kramer); University of California, Davis, One Shields Avenue, Davis, California 95616, USA (Wack); Department of Veterinary Services, San Diego Zoo's Wild Animal Park, 15500 San Pasqual Valley Road, Escondido, California 92027, USA (Zuba); Department of Veterinary Clinical Sciences, College of Veterinary Medicine, The Ohio State University, 601 Vernon L. Tharp Street, Columbus, Ohio 43210, USA (Rings). Korrespondenz bitte an Dr. Gyimesi (zoli.gyimesi@louisvilleky.gov).

 

Zusammenfassung: Tödlich verlaufende Impaktbildung des Labmagens, oft zusammen mit Impaktbildung des Blättermagens, wurde bei 11 Bongos (Tragelaphus eurycerus) in fünf verschiedenen zoologischen Einrichtungen in den USA von 1981 bis 2009 diagnostiziert. 9 der 11 Fälle kamen bei jungen Weibchen (10 Monate bis 7 Jahre) vor, und typische klinische Symptome vor der Diagnose oder vor dem Tod waren reduzierte Futteraufnahme oder vollständige Inappetenz, Dehydrierung und vermindertes Absetzen vom Kot. Obwohl die Einzelheiten von mehreren der früheren Fälle fehlen, traten die klinischen Symptome kurz nach einer Narkose bei fünf der 11 Bongo (45%) auf. Herkunftanalyse zeigte, dass die betroffenen Bongos Nachkommen von mehreren Gründertieren und nicht von einer einzelnen Linie waren; diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Entwicklung dieser Erkrankung nicht streng vererbbar ist. Die Behandlung, wenn durchgeführrt, war unterschiedlich und bestand aus den folgenden Therapien: Abomasotomie und Entfernung des verstopften Materials, Medikamente (Prokinetika, Antiphlogistika, Antibiotika), Flüssigkeiten und Verabreichung von oralen oder rektalen Lubrikantien. Auf Grund des Verlaufs der hier beschriebenen Fälle wird die Prognose bei Bongos mit Impaktbildung des Labmagens als schlecht oder infaust angesehen.

 

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 42(2): 291-294, 2011.

 

Titel: Alternative therapeutische Optionen für die medizinische Behandlung von Epilepsie bei Menschenaffen

 

Autoren: Trevor Gerlach, D.V.M., Victoria L. Clyde, D.V.M., George L. Morris III, M.D., Barbara Bell, B.S. und Roberta S. Wallace, D.V.M.

 

Milwaukee County Zoo, 10001 West Blue Mound Road, Milwaukee, Wisconsin 53226, USA (Gerlach, Clyde, Bell, Wallace); Epilepsy and Seizure Care Specialists S.C., 2801 W Kinnickinnic River Parkway, Suite 570, Milwaukee, Wisconsin 53215, USA (Morris). Aktuelle Adresse (Gerlach): 4800 Walnut Street #402, Philadelphia, Pennsylvania 19139, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Clyde (vclyde@milwcnty.com).

 

Zusammenfassung: Phenobarbital war bisher das am häufigsten verwendete Medikament für die Behandlung von Epilepsie bei Primaten, obwohl die benötigte Dosis für die Unterdrückung von Anfällen oft mit erheblichen Nebenwirkungen einhergeht. Neuere Medikamente und zusätzliche Therapien aus der Humanmedizin liefern weitere Optionen für die Behandlung von nicht menschlichen Primaten. Dieser Bericht beschreibt verschiedene Behandlungsprotokolle für die Unterdrückung von epileptischen Anfällen bei Affen in Milwaukee County Zoo (Milwaukee, Wisconsin, USA), darunter den Zusatz von Acetazolamid zusammen mit Phenobarbital, Levetiracetam und Carbamazepin, sowie die Anwendung von oralen Verhütungsmitteln mit verlängerten Zyklen für weibliche Affen mit katamenialer Epilepsie.

 

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 42(2): 295-299, 2011.

 

Titel: Evaluierung von parenteralen Narkosemitteln bei der Blaukrabbe (Callinectes sapidus)

 

Autoren: Rolando J. Quesada, D.V.M., Christopher D. Smith, B.S., D.V.M. und Darryl J. Heard, BVSc, Ph.D., Dipl. A.C.Z.M.

 

Department of Small Animal Clinical Sciences (Quesada, Smith, Heard), College of Veterinary Medicine, University of Florida, Gainesville, Florida 32601, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Quesada (quesadar@ufl.edu).

 

Zusammenfassung: Das Ziel dieser Studie war es, die Wirksamkeit und Sicherheit von mehreren parenteralen Narkosemitteln bei der Blaukrabbe (Callinectes sapidus) zu untersuchen. 31 Krabben wurden eines oder mehrere der folgenden Medikamente mit Injektion in die Hämolymphe (i.v.) durch die arthodiale Membran verabreicht: Etomidat, Ketamin, Lidocain, Pentobarbital, Propofol, Tiletamin–Zolazepam, Xylazin und Ketamin–Xylazin. Einer Untergruppe von Krabben wurde intrakardiales Ketamin verabreicht. Etomidat zeigte keine Wirkung. Die Wirkung von Lidocain war sehr kurz (<3 Minuten). Pentobarbital hatte eine sehr lange Einleitungszeit (2 Minuten) und führte zu starker Anregung und schlechter Narkosequalität. Die Verabreichung von Propofol ergab leichte Narkose mit Anzeichen von Stress und Gliedmaßenautotomie. Die Einleitung von Ketamin, Xylazin, Tiletamin-Zolazepam und Ketamin-Xylazin war in der Regel schnell (≤60 Sekunden). Die Narkosewirkung bei diesen Narkosemitteln war im Allgemeinen sehr kurz (5-10 Minuten) aber vorhersehbar, glatt und mit guter Muskelentspannung. Die letzten zwei Protokolle führten regelmäßiger zu einer tiefen Narkose aber mit stärker ausgeprägter Bradykardie. Die Verabreichung von intrakardialem Ketamin verlief in vier der fünf Blaukrabben tödlich. Die in dieser Studie untersuchten Narkoseprotokolle waren für längere Narkosen ungeeignet. Wenn eine kürzere Narkose benötigt wird, wird die Anwendung von Tiletamin-Zolazepam oder Ketamin-Xylazin empfohlen. Weitere Studien werden benötigt, um ein sicheres Narkoseprotokoll für längere Anwendungen bei C. sapidus und anderen Krabbenarten zu identifizieren.

 

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 42(2): 300-303, 2011.

 

Titel: Bilaterale Augenveränderungen bei einer gestrandeten Sattelrobbe (Phoca groenlandica) mit  angenommener Vorderabschnittsdysgenesie und persistierendem hyperplastischen primären Glaskörper

 

Autoren: Claire Erlacher-Reid, D.V.M., Carmen M. H. Colitz, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.V.O., Ken Abrams, D.V.M., Dipl. A.C.V.O., Ainsley Smith, B.S. und Allison D. Tuttle, D.V.M., Dipl. A.C.Z.M.

 

Mystic Aquarium & Institute for Exploration, 55 Coogan Boulevard, Mystic, Connecticut 06355, USA (Erlacher-Reid, Smith, Tuttle); Aquatic Animal Eye Care, Jupiter, Florida 33458, USA (Colitz); Veterinary Ophthalmology Services, Inc., 42 Benefit Street, Warwick, Rhode Island 02886, USA (Abrams). Aktuelle Adresse (Erlacher-Reid): University of Florida College of Veterinary Medicine, Department of Large Animal Clinical Sciences, P.O. Box 100136, Gainesville, Florida 32608, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Tuttle (atuttle@mysticaquarium.org).

 

Zusammenfassung: Ein männlicher Sattelrobben-Jährling (Phoca groenlandica) strandete und wurde in das Seal Rescue and Rehabilitation des Mystic Aquarium & Institute for Exploration Center gebracht. Die Robbe zeigte bilateralen pendulären vertikalen Nystagmus, fehlenden Drohreflex und positiven Blinkreflex. Die Augenuntersuchung mit Schlitzlampen-Biomikroskopie ergab perilimbales Hornhautödem, überschüssige Iris-Oberflächenstrukturen,  Dyskorie (nicht normal geformte Pupillen) und vermutete Katarakte. Versuche, die Pupillen zu erweitern mit sowohl einer dunklen Umgebung als auch mit wiederholter Verabreichung von Augentropfen mit 10% Phenylephrin und 1% Atropin in jedes Auge, waren nicht erfolgreich. Ultraschalluntersuchung des Auges ergab vermutete bilaterale Katarakte mit einem abgeflachten anterior-posterior (A-P)-Durchmesser und einem möglichen persistierenden hyperplastischen primären Glaskörper. Es ist möglich, dass diese angeborenen Strukturveränderungen in Zukunft weitere Komplikationen bei dieser Robbe wie Uveitis, sekundäres Glaukom, Netzhautablösung und/oder Blutungen des Glaskörpers führen könnten. Dieser Fall demonstriert die Wichtigkeit einer ausführlichen Augenuntersuchung bei gestrandeten Wildtieren, insbesondere, wenn neurologische Symptome vorhanden sind.

 

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 42(2): 304-308, 2011.

 

Titel: Durch Zinkintoxikation verursachte Pankreasatrophie bei zwei Afrikanischen Straußen (Struthio camelus)

 

Autoren: Vinicius Carreira, D.V.M., Barbie J. Gadsden, D.V.M., Dipl. A.C.V.P., Tara M. Harrison, D.V.M., M.P.V.M., Dipl. A.C.Z.M., W. Emmet Braselton, Ph.D. und Scott D. Fitzgerald, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.V.P., Dipl. A.C.P.V.

 

Diagnostic Center for Population and Animal Health, Michigan State University, 4125 Beaumont Road, Lansing, Michigan 48910-8107, USA (Carreira, Gadsden, Braselton, Fitzgerald); Potter Park Zoological Garden, 1301 South Pennsylvania, Lansing, Michigan 48912, USA (Harrison). Korrespondenz bitte an Dr. Carreira (carreirav@dcpah.msu.edu).

 

Zusammenfassung: Zwei von drei ausgewachsenen Afrikanischen Straußen (Struthio camelus) in einem zoologischen Garten zeigten Inappetenz und Schwäche. Die zwei Vögel sprachen nicht auf die Therapie an und wurden eingeschläfert. Bei der pathologischen Untersuchung wurden exokrine Pankreasdegeneration, -nekrose und –atrophie vorgefunden. Bei der Sektion zeigte der eine Vogel stark vermindertes Pankreasgewebe. Bei der histologischen Untersuchung wurde massive azinäre (exokrine) Pankreasatrophie, hochgradige interstitielle Fibrose und tubuläre Komplexbildung bei dem einen Vogel und aktive azinäre Pankreasnekrose bei dem zweiten Strauß vorgefunden. Die toxikologische Untersuchung zeigte hochgradig erhöhte Zinkkonzentrationen im Lebergewebe der ersten beiden Vögel. Der dritte Vogel hatte normale Zinkkonzentrationen im Serum und zeigte keine Symptome. Die hier beschriebene Form der Zinkintoxikation wurde schon bei einigen Vogelarten, aber selten bei Laufvögeln, beschrieben.

 

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 42(2): 309-312, 2011.

 

Titel: Penicillose bei einem Graupapagei (Psittacus erithacus)

 

Autoren: Giovanni Lanteri, D.V.M., Alessandra Sfacteria, D.V.M., Ph.D., Daniele Macrì, D.V.M., Ph.D., Stefano Reale, D.V.M. und Fabio Marino, D.V.M., Ph.D.

 

Dipartimento di Sanità Pubblica Veterinaria, Facoltà di Medicina Veterinaria. Polo Universitario dell'Annunziata, 98168 Messina, Italien (Lanteri, Sfacteria, Marino); Istituto Zooprofilattico Sperimentale della Sicilia “A. Mirri,” Via Gino Marinuzzi 3, 90129 Palermo, Italien (Macrì, Reale). Korrespondenz bitte an Dr. Lanteri (lanterig@yahoo.it).

 

Zusammenfassung: Penicillium-Mykose, oder Penicillose, wird selten bei Tieren nachgewiesen. Dieser Fall beschreibt die klinischen Symptome sowie die pathologischen, immunhistochemischen und biomolekularen Befunde bei einem Fall von Penicillose bei einem Kongo-Graupapagei (Psittacus erithacus). Bei der Sektion wurden pyogranulomatöse Veränderungen in der Lunge, Leber und Niere gefunden. Bei der histopathologischen Untersuchung wurden Hyphen vorgefunden, die sich mit periodischer Säure-Schiff (PAS)- und Grocott-Färbung positiv in diesen Geweben färbten. Die immunhistochemische Untersuchung bestätigte die Gattung des Pilzes und Polymerase-Kettenreaktion (PCR) bestätigte eine hohe Homologie mit Penicillium chrysogenum.

 

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 42(2): 313-316, 2011.

 

Titel: Vorkommen von Salmonella und Yersinia bei wildlebenden Trauerschnäppern (Ficedula hypoleuca) in Zentral-Spanien

 

Autoren: Rafael Ruiz-de-Castañeda, M.Sc., Ana I. Vela, M.Sc., Ph.D., Elisa Lobato, M.Sc., Ph.D., Víctor Briones, M.Sc., Ph.D. und Juan Moreno, M.Sc., Ph.D.

 

Departamento de Ecología Evolutiva, Museo Nacional de Ciencias Naturales-Consejo Superior de Investigaciones Científicas, José Abascal 2, Madrid 28006, Spanien (Ruiz-de-Castañeda, Lobato, Moreno); Centro de Vigilancia Sanitaria Veterinaria, Universidad Complutense de Madrid, Avenida Puerta del Hierro s/n, Madrid 28040, Spanien (Vela, Briones); Departamento de Sanidad Animal, Facultad de Veterinaria, Universidad Complutense de Madrid, Avenida Puerta del Hierro s/n, Madrid 28040, Spanien (Vela, Briones). Aktuelle Adresse (Lobato): Centre d'Ecologie Fonctionnelle et Evolutive, Université de Montpellier 5175, Route de Mende Montepellier F-34293 Cedex 5, Frankreich. Korrespondenz bitte an Dr. Ruiz-de-Castañeda (rrdcb@mncn.csic.es).

 

Zusammenfassung: Salmonella und Yersinia sind wichtige Darmerreger bei Hühnervögeln und können Vögel jeden Alters betreffen, darunter auch Embryonen. Diese über Lebensmittel übertragenen, zoonotischen Erkrankungen tragen hohe wirtschaftliche und medizinische Bedeutung weltweit und werden bei Hühnervögeln einhergehend studiert. Informationen über das Vorkommen dieser Bakterien bei Wildvögeln sind selten, und die meisten Berichte sind von Vogelarten, die ökologisch mit Menschen eng im Zusammenhang stehen und die oft als Reservoir und Verbreiter dieser Darmerreger angesehen werden. Die Prävalenz von Salmonella und Yersinia wurde im Kot und in den Eiern einer Population von weiblichen Trauerschnäppern (Ficedula hypoleuca) in Nistkästen in Zentral-Spanien untersucht. Salmonella arizonae wurden aus dem Kot von einem Weibchen, aber nicht aus den Eiern, isoliert. Yersinia wurde weder im Kot noch in den Eiern nachgewiesen. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Salmonella und Yersinia in dieser untersuchten Population selten sind und dass diese Vögel unwahrscheinliche Reservoirs für Salmonella und Yersinia sind.

 

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 42(2): 317-321, 2011.

 

Titel: Chirurgische Amputation eines Zehs und Vakuum-assistierte Wundbehandlung  (V.A.C.) bei einem Fall von Osteomyelitis und Wundheilung bei einem Östlichen Spitzmaulnashorn (Diceros bicornis michaeli)

 

Autoren: Tara M. Harrison, D.V.M., M.P.V.M., Dipl. A.C.Z.M., Bryden J. Stanley, B.V.M.S., M.Vet.Sc., M.A.C.V.Sc., Dipl. A.C.V.S., James G. Sikarskie, D.V.M., M.S., Dipl. A.C.Z.M., George Bohart, D.V.M., N. Kent Ames, D.V.M., M.S., Janice Tomlian, Mark Marquardt, B.S., M.A., Annabel Marcum, B.S., Matti Kiupel, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.V.P., Dodd Sledge, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.V.P., and Dalen Agnew, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.V.P.

 

Potter Park Zoo, 1301 South Pennsylvania, Lansing, Michigan 48912, USA (Harrison, Tomlian, Marquardt, Marcum); Michigan State University College of Veterinary Medicine, Veterinary Clinical Center, East Lansing, Michigan, 48824, USA (Harrison, Stanley, Sikarskie, Bohart, Ames); Diagnostic Center for Population and Animal Health, Michigan State University, 4125 Beaumont Road, East Lansing, Michigan 48910, USA (Kiupel, Sledge, Agnew). Korrespondenz bitte an Dr. Harrison (taramharrison@gmail.com).

 

Zusammenfassung: Ein 14 Jahre altes, weibliches Östliches Spitzmaulnashorn (Diceros bicornis michaeli) zeigte fortschreitende eitrige Osteomyelitis des lateren Zehs der linken Hintergliedmaße. Ein β-hämolytischer  Streptococcus sp. wurde isoliert. Das Tier wurde mit mehreren systemischen Antibiotika sowie topischen Wundspülungen behandelt. Wiederholtes Debridement und Nägel-Feilen wurden 5 Monate lang durchgeführt, bevor entschieden wurde, den Zeh zu amputieren. Der Zeh wurde chirurgisch unter Vollnarkose zwischen dem ersten und zweiten Phalanx amputiert. Schmerzmittel wurden topisch durch Infusion mit einem Katheter und elastomerischer Pumpe in die Wunde verabreicht. Die offene Amputationsstelle wurde mit einem klebenden Abdecktuch versehen, und ein Wundtherapiegerät mit Unterdruck lieferte vakuumassistierte Wundbehandlung  (V.A.C.) 72 Stunden lang. Drei Monate später entwickelte das Tier ein tiefes dermales Geschwür auf der lateralen Seite der rechten Hintergliedmaße auf der Höhe des Knies. Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus wurde isoliert. Die Wunde wurde zunächst durch tägliche Lavage und dann einen Monat lang mit V.A.C.-Therapie behandelt; der Verband wurde alle 72 Stunden ausgetauscht. Diese Therapie  förderte die Bildung von gesundem Granulationsgewebe und beschleunigte allgemein die Heilung. Das Nashorn duldete das Gerät und die Verbandswechsel mit operanter Konditionierung ohne Probleme. Die Anwendung der Wundtherapie mit Unterdruck scheint die Zeit bis zur Heilung von schwerheilenden Wunden bei Spitzmaulnashörnern zu verkürzen.

 

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 42(2): 322-325, 2011.

 

Titel: Chemotherapeutische Behandlung für Leukämie bei einer Bartagame (Pogona vitticeps)

 

Autoren: Gwen Jankowski, D.V.M., Jeffrey Sirninger, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.V.P., Jessica Borne, D.V.M. und Javier G. Nevarez, D.V.M., Ph.D.

 

College of Veterinary Medicine at the University of Illinois, 1008 West Hazelwood Drive, Urbana, Illinois 61802, USA (Jankowski); Louisiana State University School of Veterinary Medicine, Skip Bertman Road, Baton Rouge, Louisiana 70803, USA (Sirninger, Borne, Nevarez). Aktuelle Adresse (Jankowski): Lincoln Park Zoo, 2001 North Clark Drive, Chicago, Illinois 60614, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Jankowski (gwen.jankowski@gmail.com).

 

Zusammenfassung: Eine 4,5 Jahre alte, gezüchtete, männliche Bartagame (Pogona vitticeps) zeigte Apathie, Anorexie und überschüssigen mukoiden Speichelfluß mit Stertor der oberen Luftwege. Diagnostische Tests wurden vom Besitzer abgelehnt; dem Tier wurde Ceftazidim 20 mg/kg i.m. alle 72 Stunden verabreicht. Die Echse wurde 1 Woche später abermals mit einer hochgradigen Monozytose, Heterophilie und Lymphozytose vorgestellt, und eine klinische Diagnose einer chronischen monozytischen Leukämie wurde gestellt. Chemotherapie mit Cytosin-Arabinosid (100 mg/m2 über 48 Stunden i.v.) wurde begonnen. 44 Stunden nach der Behandlung wurde die Bartagame akut apathisch und starb innerhalb von einer Stunde. Nebenwirkungen der i.v.-Verabreichung von Cytosin-Arabinosid wurden nicht festgestellt, obwohl frühere Berichte darauf hindeuteten, dass das Medikament Nierenversagen verursacht.

 

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 42(2): 326-329, 2011.

 

Titel: Vorkommen und molekulare Diagnose von Cryptosporidium serpentis bei Schlangen in menschlicher Obhut in São Paulo, Brasilien

 

Autoren: Anaiá da Paixão Sevá, M.Sc., Michele K. Sercundes, M.Sc., Juliana Martins, M.Sc., Sheila Oliveira de Souza, B.Sc. (Biol), João Batista da Cruz, Ph.D., Cybele Sabino Lisboa, B.Sc. (Biol), Sandra Helena Ramiro Correa, Ph.D. und Rodrigo Martins Soares, Ph.D.

 

Departamento de Medicina Veterinária Preventiva e Saúde Animal, Faculdade de Medicina Veterinária e Zootecnia, Universidade de São Paulo, Av. Prof. Dr. Orlando Marques de Paiva, 87, CEP 05508–270, São Paulo, SP, Brasilien (Sevá, Sercundes, Martins, Souza, Correa, Soares); Fundação Parque Zoológico de São Paulo, Avenida Miguel Stéfano, 4241, CEP 04301-905, São Paulo, SP, Brasilien (Lisboa, da Cruz). Korrespondenz bitte an Dr. Soares (rosoares@usp.br).

 

Zusammenfassung: Diese Studie untersucht, ob Oozysten von Cryptosporidium im Kot von Schlangen im Fundação Parque Zoológico in São Paulo, Brasilien, vorhanden waren. Kot wurde zweimal gesammelt: Im Juli 2008 und im Februar 2009. Kotproben wurden aus 74 Gehegen mit 101 Einzeltieren von 23 Schlangenarten gesammelt. Die Kotrpoben von 16 der 74 Gehege (21,6%) zeigten Oozysten von Cryptosporidium spp. Alle positiven Proben wurden mit molekularen Methoden als Cryptosporidium serpentis bestätigt. Nur drei (18,7%) der 16 Gehege mit positiven Kotergebnissen hatten auch Schlangen, die klinische Symptome zeigten, die mit der Infektion mit C. serpentis einhergehen, nämlich Erbrechen und erheblicher fortschreitender Gewichtsverlust. Diese Ergebnisse lassen darauf schließen, dass diagnostische Untersuchungen in regelmäßigen Abständen als vorbeugende Maßnahme durchgeführt werden sollen, auch wenn die Tiere keine Symptome zeigen.

 

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 42(2): 330-334, 2011.

 

Titel: Nasales Osteosarkom und Zwischenzelltumor bei einem Vancouver-Murmeltier (Marmota vancouverensis)

 

Autoren: Liza I. Dadone, V.M.D., Douglas P. Whiteside, D.V.M., D.V.Sc., Dipl. A.C.Z.M., Sandra R. Black, D.V.M., Path. Dip., Audrey Remedios, D.V.M., M.V.Sc., Dipl. A.C.V.S. und Stephen Raverty, D.V.M., Ph.D., Dipl. A.C.V.P.

 

Calgary Zoo, 1625 Centre Avenue East, Calgary, Alberta T2E 8K2, Kanada (Dadone, Whiteside, Black); Western Veterinary Specialist and Emergency Centre, 1802 10th Avenue Southwest, Calgary, Alberta T3C 0J8, Kanada (Remedios); Animal Health Centre, British Columbia Ministry of Agriculture and Land, 1767 Angus Campbell Road, Abbotsford, British Columbia V3G 2M3, Kanada (Raverty). Aktuelle Adresse (Dadone): Cheyenne Mountain Zoo, 4250 Cheyenne Mountain Zoo Road, Colorado Springs, Colorado 80906, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Dadone (liza@dadonevet.com).

 

Zusammenfassung: Ein 6 Jahre altes Vancouver-Murmeltier (Marmota vancouverensis) zeigte abweichendes Überwinterungsverhalten, Gewichtsverlust und symmetrischen Haarverlust am Rumpf. Ein Zwischenzelltumor wurde in der Bauchhöhle festgestellt und chirurgisch entfernt. Serumkonzentration von Östrogen war vor der Operation hochgradig erhöht und fiel nach Entfernung des Tumors; dieser Befund deutet darauf hin, dass es sich um  einen funktionellen sekretorischen Tumor handelt. Neun Monate später zeigte das Murmeltier einen respiratorischen Stridor. Ein großer knöcherner Tumor der Nase wurde röntgenologisch festgestellt und wurde vor der chirurgischen Reduzierung mit Computertomographie evaluiert. Das Murmeltier wachte nicht von der Narkose auf. Bei der pathologischen Untersuchung wurde ein nasales Osteosarkom mit lytischer Veränderung der kribriformen Platte festgestellt, sowie Endokardfibrose mit degenerativen Veränderungen des angrenzenden Myokards. Dieser Bericht stellt die erste Beschreibung eines nasalen Osteosarkoms und eines Zwischenzelltumors bei einem Vancouver-Murmeltier dar.

 

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 42(2): 335-337, 2011.

 

Titel: Vaginalsteine bei einem jungen Gewöhnlichen Schweinswal (Phocoena phocoena)

 

Autoren: Stephanie A. Norman, D.V.M., M.S., Michael M. Garner, D.V.M., Dipl. A.C.V.P., Susan Berta, B.A., Sandra Dubpernell, B.A., M.S. und Matthew Klope, B.S.


Marine-Med: Marine Research, Epidemiology, and Veterinary Medicine, 24225 15th Place Southeast, Bothell, Washington 98201, USA (Norman); Northwest ZooPath, 654 West Main Street, Monroe, Washington 98272, USA (Garner); Central Puget Sound Marine Mammal Stranding Network, 2403 North Bluff Road, Greenbank, Washington 98253, USA (Norman, Berta, Dubpernell, Klope).
Korrespondenz bitte an Dr. Norman (whaledoctor@gmail.com).

 

Zusammenfassung: Eine große Anzahl von Vaginalsteinen wurde bei einem jungen Gewöhnlichen Schweinswal (Phocoena phocoena), der an Whidbey Island, Washington strandete, vorgefunden. Vaginalsteine wurden bisher bei anderen Tierarten, aber nicht bei dieser, beschrieben. Bei der histologischen Untersuchung der Harnwege wurde Schleimhauthyperplasie festgestellt, die wahrscheinlich von den Steinen verursacht wurde. Die Steine waren zahlreich (>30) und bestanden hauptsächlich aus Struvit (Ammoniummagnesiumphosphat). Bei der Kultur wurde Enterococcus spp. isoliert; dieses Bakterium wird bei der Bildung von Struvitsteinen bei domestizierten Tieren selten isoliert. Die einzige andere Veränderung war hepatische Lipidose, und der Zusammenhang mit der Entwicklung von Vaginalsteinen bleibt unbekannt.

 

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 42(2): 338-341, 2011.

 

Titel: Systemische Mucormykose bei einer Mützenrobbe (Cystophora cristata)

 

Autoren: James E. F. Barnett, B.Sc., B.VSc., Nicholas J. Davison, Susan M. Thornton, B.Vet.Med., B.Sc., Paul Riley, B.V.M.&S., Tamara Cooper, B.Sc. und Mark E. Wessels, B.Vet.Med.

 

Animal Health and Veterinary Laboratories Agency, Polwhele, Truro, Cornwall TR4 9AD, Großbritannien (Barnett, Davison); International Zoo Veterinary Group, Keighley Business Centre, South Street, Keighley, West Yorkshire BD21 1AG, Großbritannien (Thornton); Head and Head Veterinary Surgeons, The Veterinary Centre, Water Ma Trout, Helston, Cornwall TR13 0LW, Großbritannien (Riley); National Seal Sanctuary, Gweek, Helston, Cornwall TR12 6UG, Großbritannien (Cooper); Animal Health and Veterinary Laboratories Agency, Barton Hall, Garstang Road, Broughton, Preston, Lancashire PR3 5HE, Großbritannien (Wessels). Korrespondenz bitte an Mr. Barnett (james.barnett@ahvla.defra.gsi.gov.uk). Das Copyright für diesen Artikel wird von British Crown Copyright (©2011 Crown Copyright) gehalten.

 

Zusammenfassung: Eine 4 Jahre alte männliche Mützenrobbe (Cystophora cristata) in menschlicher Obhut wurde mit Schilddrüsenunterfunktion diagnostiziert. Die Robbe zeigte drei Wochen lang Apathie und Inappetenz und starb trotz der Behandlung mit intramuskulären Antibiotika und Multivitaminen. Bei der Sektion wurden großflächige Muskelnekrose der linken Körperwand, Nekrose des darunterliegenden Ln. iliacus, zwei nekrotische Lungenknoten und ein nekrotischer Ln. bronchialis vorgefunden. Kulturen zeigten mehrere bakterielle Isolate und ausgeprägtes reines Wachstum eines Pilzes aus dem nekrotischen Ln. iliacus; Nasspräparate zeigten Sporangiophore, die mit Mucor übereinstimmten. Die histopathologische Untersuchung des nekrotischen Muskelgewebes, der Lungenveränderungen und der betroffenen Lymphknoten zeigten Nekrose mit einem hochgradigen pyogranulamatösen und eosinophilen Entzündungszellinfiltrat sowie Pilzhyphen, die mit einer Zygomyzetenart übereinstimmten. Dieser Bericht stellt die erste Beschreibung einer systemischen Mukormykose bei einer Robbenart dar, die wahrscheinlich von einer Injektionsstelle stammte.

 

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 42(2): 342-347, 2011.

 

Titel: Hämoplasmen bei Wildhunde- und Wildkatzenarten in Brasilien

 

Autoren: Marcos Rogério André, D.V.M., M.Sc., Cristina Harumi Adania, D.V.M., Ph.D., Silmara Marques Allegretti, Ph.D. und Rosangela Zacarias Machado, D.V.M., Ph.D.

 

Immunoparasitology Laboratory, Department of Veterinary Pathology, University of São Paulo State, UNESP, Faculty of Agrarian and Veterinarian Sciences, Jaboticabal Campus, Via de Acesso Prof. Paulo Donato Castellane, 14884–900, Jaboticabal, São Paulo, Brasilien (André, Machado); the Brazilian Center of Neotropical Felids Conservation, “Mata Ciliar” Association, 1000 Emílio Antonon Avenue, 13212-010, Jundiaí, São Paulo, Brasilien (Adania); University of Campinas (Unicamp), Institute of Biology, Department of Parasitology, District of Barão Geraldo, 13083–970, Campinas, São Paulo, Brasilien (Allegretti). Korrespondenz bitte an Dr. Machado (zacarias@fcav.unesp.br).

 

Zusammenfassung: Hämotropische Mykoplasmen, die epizelluläre erythrozytische bakterielle Parasiten ohne Zellwand sind, sind die Erreger von infektiösen Anämien bei vielen Säugetierarten. Das Vorkommen von hämotropischen Mykoplasmen wurde in Blutproben von neotropischen und exotischen Fleischfressern in brasilianischen zoologischen Gärten mit molekularen Methoden untersucht. Blutproben wurden von 146 endemischen Katzen, 19 exotischen Katzen, 3 Europäischen Wölfen (Canis lupus) und 97 endemischen Hundearten in brasilianischen zoologischen Gärten in den Staaten São Paulo und Mato Grosso sowie im föderalen Distrikt gesammelt. Mit konventioneller Polymerase-Kettenreaktion (PCR) wurden 22 (13%) Wildkatzen positiv für Candidatus Mycoplasma haemominutum befunden [4 Jaguare (Panthera onca); 3 Pumas (Puma concolor); 10 Ozelote (Leopardus pardalis); 2 Jaguarundis (Puma yagouaroundi) und 3 Ozelotkatzen (Leopardus tigrinus)]. Nur eine Ozelotkatze war positiv für Mycoplasma haemofelis, und keine der Wildkatzen testete positiv für Candidatus Mycoplasma turicensis. Zwei Waldhunde (Speothos venaticus) testeten positiv für eine Mycoplasma-Art, die mit Candidatus Mycoplasma haemominutum nah verwandt ist, und zwei Europäische Wölfe waren positiv für eine Mycoplasma-Art., die mit Candidatus Mycoplasma haemominutum nah verwandt ist. Diese Studie stellt den ersten molekularen Nachweis von hämotropischen Mykoplasmen bei Wildhunden dar.

 

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 42(2): 348-350, 2011.

 

Titel: Erfolgreiche chirurgische Behandlung einer Distorsionsfraktur vom Ursprung des Musculus peroneus tertius bei einer Giraffe (Giraffa camelopardalis reticulata)

 

Autoren: Rolando Quesada, D.V.M., Scott B. Citino, D.V.M., Dipl. A.C.Z.M., Jeremiah T. Easley, D.V.M., Natalie Hall, D.V.M., Mathew T. Brokken, D.V.M., Dipl. A.C.V.S. und Murray P. Brown, D.V.M., M.Sc., Dipl. A.C.V.S.

 

Department of Small Animal Clinical Sciences, College of Veterinary Medicine, University of Florida, 2015 SW 16th Avenue, Gainesville, Florida 32601, USA (Quesada, Hall); White Oak Conservation Center, 581705 White Oak Road, Yulee, Florida 32097, USA (Citino); Department of Large Animal Clinical Sciences, College of Veterinary Medicine, University of Florida, 2015 SW 16th Avenue, Gainesville, Florida 32601, USA (Easley, Brokken, Brown). Korrespondenz bitte an Dr. Quesada (quesadar@ufl.edu).

 

Zusammenfassung: Eine 4 Monate alte, 185 kg schwere Giraffe (Giraffa camelopardalis reticulata) zeigte drei Wochen lang Kniegelenkerguß und Lahmheit. Röntgenaufnahmen zeigten eine Fraktur der Fossa extensoria des lateralen Kamms der Trochlea des Femurs am Ursprung des Musculus peroneus tertius. Unter Narkose wurde eine Fehlfunktion der passiven Stehvorrichtung festgestellt, in dem das Kniegelenk gebeugt wurde, während das Tarsalgelenk in Streckung blieb. Eine Distorsionsfraktur des Ursprungs des Musculus peroneus tertius und des M. extensor digitorum longus wurde diagnostiziert. Eine arthroskopische Untersuchung des Femorotibialgelenks und anschließend eine Arthrotomie wurden durchgeführt, um das große Knochenstück von den Weichteilstrukturen zu lösen. Wegen des wilden Temperaments des Tieres bestand die postoperative Behandlung des Tieres lediglich aus Stallruhe für 3 Monate. Das Tier hatte keine postoperative Komplikationen. Lediglich eine geringgradige Lahmheit verblieb 6 Monate nach der Operation.

 

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 42(2): 351-353, 2011.

 

Titel: Herztamponade bei einem Forellenbarsch (Micropterus salmoides)

 

Autoren: Barbara D. Petty, D.V.M. und Scott P. Terrell, D.V.M., Dipl. A.C.V.P.

 

Department of Large Animal Clinical Sciences, College of Veterinary Medicine, University of Florida, and Program in Fisheries and Aquatic Sciences, School of Forest Resources and Conservation, College of Agricultural Life Sciences, Gainesville, Florida 32653, USA (Petty); Disney's Animal Programs and Environmental Initiatives, Department of Animal Health, and Infectious Diseases and Pathology, College of Veterinary Medicine, University of Florida, Kissimmee, Florida 34741, USA (Terrell). Korrespondenz bitte an Dr. Petty (pettyd@ufl.edu).

 

Zusammenfassung: Eine Sektion wurde bei einem ausgewachsenen weiblichen Forellenbarsch (Micropterus salmoides) in einem öffentlichen Aquarium mit gelegentlichen Fischtodesfällen durchgeführt, der tot aufgefunden wurde. Bei der Sektion war die Perikardhöhle mit einem Blutgerinnsel hochgradig erweitert. Bei der Untersuchung des Herzens wurden mehrere knotenförmige Gewächse in der Nähe des Atriums sowie zwei kleine Perforationen auf der Oberfläche eines der Gewächse vorgefunden. Bei der histopathologischen Untersuchung des Atriums wurden hochgradige fibrinonekrotische Endokarditis und transmurale Myokarditis mit intraläsionalen Bakterien vorgefunden. Eine reine Kultur von Edwardsiella tarda wurde aus der Rumpfniere und Milz isoliert. Eine Stelle mit abgestandenem Wasser wurde identifiziert, die die mögliche Quelle der E. tarda war, und Schritte zur Verbesserung des Problems wurden vorgenommen. Geringgradige Übersättigung war ein weiterer erheblicher Stressfaktor; die Ursache der Übersättigung wurde nicht identifiziert. Unseres Wissens stellt dieser Bericht die erste Beschreibung von Herztamponade bei einem Forellenbarsch dar.

 

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 42(2): 354-356, 2011.

 

Titel: Natürlicher Befall mit Fasciola hepatica bei einer Biberratte (Myocastor coypus)

 

Autoren: Valeria Gayo, M.V., M.Sc., Pablo Cuervo, Vet., Diego Rosadilla, Br., Soledad Birriel, Br., Lucía Dell'Oca, Br., Alfredo Trelles, Tec. Agrop., Ulises Cuore, M.V. und Roberto Mera y Sierra, M.V., M.Sc.

 

División de Laboratorios Veterinarios (DILAVE), Ministerio de Ganadería, Agricultura y Pesca (MGAP), Ruta 8 Km 17.500, 12100 Montevideo, Uruguay (Gayo, Rosadilla, Birriel, Dell'Oca, Trelles, Cuore); Parasitología y Enfermedades Parasitarias, Facultad de Ciencias Veterinarias y Ambientales, Universidad J.A. Maza, Av. Acceso Este–Lateral Sur 2245, 5519, Guaymallén, Mendoza, Argentinien (Cuervo, Mera y Sierra). Korrespondenz bitte an Dr. Cuervo (pablofcuervo@gmail.com).

 

Zusammenfassung: Fascioliase ist eine zoonotische Krankheit, die durch den Großen Leberegel, Fasciola hepatica,  verursacht wird. Diese Parasitenerkrankung weitet sich aus und gefährdet weltweit 17 Millionen Menschen. Nagetiere werden oft als die Hauptquelle von F. hepatica angesehen, und viele Arten spielen eine wichtige Rolle in der Epidemiologie der Erkrankung. Der hier beschriebene Fall bei einer Biberratte (Myocastor coypus) stellt die erste Beschreibung von F. hepatica bei dieser Tierart in Uruguay dar. Die Anzahl der Parasiten und Gesamteiproduktion waren erheblich höher als in bisherigen Berichten bei dieser Tierart und unterstreicht die mögliche Rolle der Biberratte als wirksames Reservoir und Verteiler von diesem Leberegel. Obwohl weitere Untersuchungen notwendig sind, sollen Biberratten bei der Entwicklung eines wirksamen Parasitenbekämpfungsprogrammes gegen den Großen Leberegel berücksichtigt werden.

 

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 42(2): 357-359, 2011.

 

Titel: Spiruridiase des Magens durch Mastophorus muris verursacht in einer Gruppe von Streifenbeutlern (Dactylopsila trivirgata) in menschlicher Obhut

 

Autoren: Joseph A. Smith, D.V.M. und John M. Kinsella, Ph.D.

 

Fort Wayne Children's Zoo, 3411 Sherman Boulevard, Fort Wayne, Indiana 46808, USA (Smith); HelmWest Laboratory, 2108 Hilda Avenue, Missoula, Montana 59801, USA (Kinsella). Korrespondenz bitte an Dr. Smith (vet@kidszoo.org).

 

Zusammenfassung: Streifenbeutler (Dactylopsila trivirgata) sind kleine, auf Bäume lebende Beuteltiere, für die wenig medizinische Informationen existieren. Mastophorus muris ist ein Magen-Spirurid der Nagetiere; Insekten sind die Zwischenwirte. Drei Fälle von Befall mit M. muris werden erstmals bei Streifenbeutlern in menschlicher Obhut beschrieben. Die Diagnose wurde durch das Vorkommen des adulten Parasiten in Erbrochenem und bei der Sektion gestellt. Eine niedrige Anzahl von intermittierend ausgeschiedenen Nematodeneiern im Kot der Streifenbeutler erschwert die erfolgreiche Behandlung. Histologische Veränderungen wurden bei einem Tier nicht festgestellt. Die Bekämpfung und Vorbeugung von M. muris in menschlicher Obhut könnte durch Unterbrechung des Lebenszyklus des Parasiten erreicht werden.

 

 

 

Journal of Zoo and Wildlife Medicine 42(2): 360-362, 2011.

 

Titel: Basiskonzentrationen von Spurenelementen im Blut von Asiatischen Elefanten (Elephas maximus) in menschlicher Obhut

 

Autoren: Ellen B. Wiedner, V.M.D., Dipl. A.C.V.I.M., Noel Y. Takeuchi, M.S., Ramiro Isaza, D.V.M., M.S., Dipl. A.C.Z.M. und David Barber, Ph.D.

 

Ringling Bros. and Barnum & Bailey Center for Elephant Conservation, Polk City, Florida 33868, USA (Wiedner); Department of Small Animal Clinical Sciences, College of Veterinary Medicine, University of Florida, Gainesville, Florida 32610, USA (Isaza); Center for Environmental and Human Toxicology, Department of Physiological Sciences, College of Veterinary Medicine, University of Florida, Gainesville, Florida 32611, USA (Takeuchi, Barber). Aktuelle Adresse (Wiedner): Los Angeles Zoo and Botanical Gardens, 5333 Zoo Drive, Los Angeles, California 90027, USA. Korrespondenz bitte an Dr. Wiedner (ellen.wiedner@lacity.org).

 

Zusammenfassung: Vollblut von 33 gesunden Asiatischen Elefanten (Elephas maximus) in menschlicher Obhut wurde auf 12 Spurenelemente untersucht, um vorläufige Basiswerte für die Population zu berechnen: Aluminium, Chrom, Mangan, Cobalt, Nickel, Kupfer, Zink, Arsen, Selen, Cadmium, Quecksilber und Blei. Die Mineralstoffe wurden durch induktiv gekoppelte Plasma-Massenspektroskopie quantifiziert. Basis-Referenzbereiche für alle Tiere und Spurenelemente waren mit Normalbereichen in anderen Tierarten vergleichbar. Dieser Bericht bietet die ersten für Spurenelemente im Blut von gehaltenen Elefanten.

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